Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

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parana
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von parana (01.09.2020, 15:50)
Hallo J. Kriebeler, danke für die Rückmeldung und die Tipps! Ein Mind-Map ist sicherlich etwas sehr Hilfreiches in so einer Situation. Ich würde das eher auf einem Blatt Papier selbst malen. Ich glaube mit dem PC brauche ich dafür viel zu lange und man kann die einzelnen Gedanken nicht so gut miteinander verbinden. So eine kleine Strukturierung zu haben, bevor man mit dem Schreiben beginnt, ist sowieso immer sehr nützlich. :-) Ich frage mich dann nur, wie du die ganzen Gedankengänge logisch miteinander verbindest? Also etwa die Blasen, die von dem großen Gedanken in der Mitte ausgehen. Oder kommst du dann immer zum Hauptpunkt zurück und gehst einen „neuen“ Weg? Oder verbindest du auch irgendwie die Zweige/Arme miteinander? Ich hoffe, du verstehst, was ich meine! :‘D

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J. Kriebeler
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von J. Kriebeler (02.09.2020, 11:04)
Ich hoffe, ich habe Deine Frage richtig verstanden. Unter https://www.bod.de/autorenpool/ideenfinden-mit-mindmap-t23922.html findest Du meine Antwort, weil diese nun nichts mehr mit der Umfrage zu tun hat.
Gruß J.
Freundliche Grüße
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parana
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von parana (13.09.2020, 12:38)
Hallo J. Kriebeler, ach, danke für den Link! Da schaue ich mir bestimmt den ein oder anderen Tipp ab! (Und ja sorry, meine Frage war etwas verwirrend gestellt :-))

Ingo-L
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von Ingo-L (16.09.2020, 14:12)
Hallo Forum,

"Quälen" ist der falsche Ausdruck. In meinen Büchern kommen Fachausdrücke vor, die ich somit erklären muss, wenn sie nicht zum "Allgemeinwissen" gehören. Nicht jeder weiss was eine Drempeltiefe, ein GMDSS oder ein Flettner-Ruder ist.
Ich frage mich schon ob Neolithikum, Schiffskiel, Lateinersegel oder pyroklastische Ströme zum Allgemeinwissen gehören oder nicht?

Auf der anderen Seite Frage ich mich bei vielen Sätzen, ob ich die Leser(innen) nicht unterschätze und vielleicht zu viel erkläre. Anderseits will ich aber Sachverhalte unterhaltsam vermitteln. Das ist keine Qual, allerdings oft der Grund warum ich einzelne Kapitel bis zu 6-7 Mal neu formuliere.

Wahrscheinlich erkläre ich der/dem Einen viel zu viel und für Andere viel zu wenig.

Gruß
Ingo

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J. Kriebeler
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von J. Kriebeler (16.09.2020, 14:59)
Hallo Ingo,
wie löst Du das mit den Fachbegriffen?
• In Jugendbüchern sind diese gerne mal kursiv geschrieben und dann hat es hinten ein Glossar, wo die Begriffe erklärt werden. So im Buch "Die verschworenen Acht" ( https://www.bod.de/buchshop/die-verschworenen-acht-andrew-warrior-9783746043746 ).
• Autoren wie Michael Crichton lassen Figur A den neuen Begriff der Figur B erklären, was ich schöner finde, als wenn der Autor/Erzähler wie ein Oberlehrer dem Leser irgendwie zwischen durch erklärt.

Gruß J.
Freundliche Grüße
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DuaneHanson
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Glossar

von DuaneHanson (16.09.2020, 16:31)
Ich habe sogar in einem erotisch-pornografischen Buch ein Glossar gemacht, denn ärgern wird sich darüber wohl niemand. Ich finde es eine amüsante Art, jemanden zu belehren, ohne besserwisserisch rüberzukommen. Glossar muss man ja nicht lesen, aber kann man, wenn man will.

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Hannelore Goos
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von Hannelore Goos (16.09.2020, 16:57)
Hallo Ingo,

Ingo-L hat geschrieben:
Hallo Forum,

"Quälen" ist der falsche Ausdruck. In meinen Büchern kommen Fachausdrücke vor, die ich somit erklären muss, wenn sie nicht zum "Allgemeinwissen" gehören. Nicht jeder weiss was eine Drempeltiefe, ein GMDSS oder ein Flettner-Ruder ist.
Ich frage mich schon ob Neolithikum, Schiffskiel, Lateinersegel oder pyroklastische Ströme zum Allgemeinwissen gehören oder nicht?


Wenn du mit einem Buchsatzprogramm arbeitest, hast du mehrere Möglichkeiten:

  • Wenn häufig Fachbegriffe vorkommen, jeder aber nur einmal, kann man mit Marginalien arbeiten.
    Seite8.pdf
    Marginalien-Beispiel
    (124.11 KiB) 90-mal heruntergeladen
  • Wenn Fachbegriffe jeweils kapitelbezogen vorkommen, kann man mit gerahmten Textfenstern wie bei einer Zeitung arbeiten.
  • Wenn Fachausdrücke durchgängig immer wieder vorkommen, ist ein Glossar am praktischsten.

Auf Auszeichnungen (kursiv/fett) sollte man verzichten. Auszeichnungen sind ein 'Stolperstein' im Text: "Achtung, jetzt kommt etwas Besonderes/Wichtiges!" Wenn man sie zu oft und ohne besondere Bedeutung verwendet, stumpft der Leser/die Leserin ab und nimmt die wirklich markanten Auszeichnungen gar nicht mehr als solche war. Das Ganze wird dann mehr so eine Buchstaben-Pizza statt eines ordentlichen Buchsatzes.

Bei längeren komplexen Texten kann man sich auch vorher eine Struktur machen:
  • Titel von Texten in doppelte Anführungszeichen.
  • Begriffe/Terme in einfache Anführungszeichen.
  • fremdsprachige Wörter kursiv
  • Hervorhebungen fett
(nur als Beispiel)

Gruß
Hannelore
Gefährlich sind nicht dumme Menschen. Gefährlich sind intelligente Menschen mit dummen Ideen (Alex Jahnke)

Ingo-L
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von Ingo-L (21.09.2020, 17:16)
Hallo Hannelore,

vielen Dank für die Anmerkungen. I

n meinen Büchern 299 Schiffe und ihre Geschichten und 199 Fluggeräte und ihre Geschichten habe ich ein Glossar angelegt. Momentan arbeite ich an einem Buch über Orte, 199 Orte und ihre Geschichten. Ich will diesmal auf ein Glossar verzichten, damit die/der Leser(in) nicht aus der Geschichte über den Ort durch Umblättern ins Glossar herausgerissen wird. Ich habe mich bislang dafür entschieden in einem Nebensatz, in Klammern oder in ein-zwei Sätzen den jeweiligen Ausdruck zu erklären.

Im Moment bin ich damit ganz zufrieden. Bei den Schlusssätzen über da Kapitel Rom war ich wieder mal etwas unsicher.
"Die kulinarischen Spezialitäten Roms sind allerdings nicht jedermanns Sache: coda alla vaccinara (Ochsenschwanz in Wein mit Tomaten und Pfefferschoten gekocht), pajata, (gefüllter Kalbsdarm mit Tomatensoße) oder trippa alla romana (Kutteln in Tomaten-Minzsoße). Eine Nudelspezialität kommt ebenfalls aus Roma Capitale, und die ist auch außerhalb der Ewigen Stadt überaus beliebt: Spaghetti alla carbonara."

Das ich den Leser(innen) erkläre was coda alla vaccinara, pajata und trippa alla romana ist, ist für mich selbstverständlich. Das weiss sich nicht jeder. Stellt sich die Frage, ob man konsequenter Weise auch spaghetti alla carbonara übersetzen sollte, oder ob das nicht zum Allgemeinwissen gehört. Ich denke wer sich für Orte auf der ganzen Welt interessiert wird ja wohl wissen was Spaghetti alla carbonara ist. Aber irgenwie kommt es mir inkonsequent vor.

Qualen sind das nicht - nachdenken tue ich schon.

Gruß
Ingo

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büchermaus
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von büchermaus (02.02.2021, 15:01)
Soweit mich beim Schreiben etwas quälen kann, dann ist es der Prozess die eigenen Notizen in einen verständlichen Text zu verwandeln. In einem Moment der Inspiration mache mir ausführliche Notizen, sodass ich später meine Absichten immer noch verstehe.
Beim Verfassen des Textes muss ich natürlich auch auf die Rechtschreibung, die Sprache, die Formulierung, etc. achten, was den Fluss meiner Kreativität, bis zu einem gewissen Grad, stört.
Ich versuche, wenn ich die Zeit habe, die Notizen direkt in einem schnellen Text niederzuschreiben, damit ich ihn später lediglich "verschönern" muss.
Aber sonst kommt man um diesen Prozess nicht rum. :?

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J. Kriebeler
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von J. Kriebeler (02.02.2021, 21:22)
Hallo Büchermaus,

wenn Dir beim Schreiben/Tippen einer Geschichte, die die Rechtschreibung und Kommaregeln und alles andere in die Quere kommt. Dann hilft Dir vielleicht eine Methode frei nach Walt Disney in drei Schritten:

1. Schreibe als Träumer einfach vor Dich hin. Fehler sind hier und jetzt egal. Schalten den inneren Zensor ab und am besten auch die Rechtschreibkontrolle von WORD auch. Wenn Du fertig mit Schreiben bist, schaue den Text ein paar Tage nicht an.

2. Lese den Text als Realist und prüfe die Ideen, die Figuren, die Storylogik und alles was Inhalt ist.

3. Korrigiere alle Deine Tippfehler wie ein Kritiker mit allen Hilfsmitteln wie Rechtschreibprüfung in WORD oder mit Duden Korrektur Plus in WORD, ...

Mehr zu den drei Hüten von Walt Disney (zum Thema Planung einer Geschichte) findest Du auf
http://autorentrickkiste.de/bestsellerautoren-finden-ideen/

Viel Erfolg. J.
Freundliche Grüße
    J. Kriebeler
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büchermaus
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von büchermaus (03.02.2021, 12:20)
J. Kriebeler hat geschrieben:
Hallo Büchermaus,

wenn Dir beim Schreiben/Tippen einer Geschichte, die die Rechtschreibung und Kommaregeln und alles andere in die Quere kommt. Dann hilft Dir vielleicht eine Methode frei nach Walt Disney in drei Schritten:

1. Schreibe als Träumer einfach vor Dich hin. Fehler sind hier und jetzt egal. Schalten den inneren Zensor ab und am besten auch die Rechtschreibkontrolle von WORD auch. Wenn Du fertig mit Schreiben bist, schaue den Text ein paar Tage nicht an.

2. Lese den Text als Realist und prüfe die Ideen, die Figuren, die Storylogik und alles was Inhalt ist.

3. Korrigiere alle Deine Tippfehler wie ein Kritiker mit allen Hilfsmitteln wie Rechtschreibprüfung in WORD oder mit Duden Korrektur Plus in WORD, ...

Mehr zu den drei Hüten von Walt Disney (zum Thema Planung einer Geschichte) findest Du auf
http://autorentrickkiste.de/bestsellerautoren-finden-ideen/

Viel Erfolg. J.

Dankeschön! Ich werde es bestimmt versuchen. Das "einfach drauflosschreiben" scheint mir zu helfen.
Manchmal muss ich zu einem bestimmten Thema eine ausgearbeitete Recherche betreiben und da sollte man ebenfalls alles aufschreiben, was man bereits zum Thema weiß und erst dann mit der Recherche beginnen. So stellt man sicher, dass der unschuldige und unwissende Blick aufs Thema nicht verloren geht.
LG Gwen

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Teewurst
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von Teewurst (12.02.2021, 15:13)
Tage wie dieser! Voll motiviert und endlich mal Zeit ohne Ende das Laptop auf und dann....nichts als Leere im Hirn! Kein Gedanke knüpft an den anderen....DAS nervt mich! dozey:
Meine Autorenmarge geht an das Projekt
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Monika K.
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von Monika K. (12.02.2021, 16:16)
Teewurst hat geschrieben:
Tage wie dieser! Voll motiviert und endlich mal Zeit ohne Ende das Laptop auf und dann....nichts als Leere im Hirn! Kein Gedanke knüpft an den anderen....DAS nervt mich! dozey:


Zu dem Thema gibt es einen uralten Thread, den ich sehr interessant fand/finde. Vielleicht findest du unter den vielen Antworten etwas, das dir hilft. Um mitzudiskutieren, sollte man allerdings zu den ganz Hartgesottenen zählen.
schreibblockade-was-tun-t8190.html

Viele Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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Teewurst
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von Teewurst (14.02.2021, 21:15)
Habe da mal rein/ quergelesen. Danke für den Link! Interessant!
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Re: Umfrage: Was quält euch beim Schreiben?

von Bücherwurm21 (27.02.2021, 10:00)
Hallo, mich quälen manchmal die Selbstzweifel und dass es viele Ideen bereits schon gibt. Außerdem habe ich so viele Ideen und fange gefühlt 100 Sachen gleichzeitig an. Manchmal habe ich auch Tage, an denen gar kein Text herausfließt.

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