Schriftart

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Teewurst
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Schriftart

von Teewurst (10.03.2021, 20:58)
Tach zusammen,

ich habe eine Idee für ein nächstes Buch, worin die Hauptperson so in den 50gern geboren wurde.
Mir kam dann die Idee, eine Schrift zu wählen, die in den 50ger Jahren mehr verwendet wurde( vielleicht visueller Reiz?)

1. Wäre es denkbar, dass ich mir eine Schriftart dafür runterlade( wo weis ich noch nicht weiß wo, ist erstmal eine fixe Idee) oder ist es doch besser eine " gängige", vielleicht besser lesbare(re) Schriftart zu wählen?

Viele Grüße

Sarah

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Holly O Rilley
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Re: Schriftart

von Holly O Rilley (11.03.2021, 08:33)
Ganz ehrlich:
Die damals noch gängige Druckschrift kann heutzutage kaum noch jemand lesen. Die damals noch übliche Schreibschrift, auch als "Sütterlin" oder "Alt-Deutsch" bekannt, noch weniger. Was ich persönlich sehr schade finde.

Und wenn ich mir dann angucke, welches Schriftbild heute gelehrt wird blink3 Da würde ich - nur meine persönliche Meinung - keine zu "gewagten" Experimente vornehmen :(
Liebe Grüße, Holly.

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Hannelore Goos
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Re: Schriftart

von Hannelore Goos (11.03.2021, 09:00)
Bei einer ähnlichen Idee - ein Junge findet Schreibmaschinenblätter seiner Oma - habe ich eine der damaligen Schreibmaschinenschrift ähnliche genommen, also keine Proportionalschrift (Courier New). Das ist noch gut lesbar, setzt sich aber deutlich ab. Natürlich gibt es dann auch keinen Randausgleich.

Allerdings würde ich damit nicht den gesamten Text setzen, sondern nur einzelne besonders zu hervorhebende Passagen.

Gruß
Hannelore
Zuletzt geändert von Hannelore Goos am 11.03.2021, 09:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Hannelore Goos
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Re: Schriftart

von Hannelore Goos (11.03.2021, 09:03)
Holly O Rilley hat geschrieben:
Ganz ehrlich:
Die damals noch gängige Druckschrift kann heutzutage kaum noch jemand lesen. Die damals noch übliche Schreibschrift, auch als "Sütterlin" oder "Alt-Deutsch" bekannt, noch weniger. Was ich persönlich sehr schade finde.


Nach dem 2. Weltkrieg wurde in der Regel weder Fraktur gesetzt noch Sütterlin oder Altdeutsch geschrieben. Wir haben in der Schule in der 4. Klasse (1956) beides in Spezialkursen gelernt.

Gruß
Hannelore
Gendern nein: Bloß weil sich jetzt auch Männer als Bundeskanzlerin bewerben, muss man doch nicht das Wort ändern! :twisted:

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Monika K.
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Re: Schriftart

von Monika K. (11.03.2021, 11:57)
Hallo Sarah,

bei mir würde die Idee an den Fragen scheitern, was denn eine typische 50er-Jahre-Schrift ist, ob und wodurch sie sich von heutigen Schriftarten unterscheidet und ob meine Zielgruppe den Unterschied überhaupt bemerken würde.

Für Schreibmaschinenseiten eine Schreibmaschinenschrift zu verwenden, finde ich eine schöne Idee, die aber ein wenig am Thema vorbeiführt, da es hier ja offensichtlich um eine Schriftart für ein Buch geht, oder?

Außerdem irritiert mich ein Punkt. Die Hauptperson wurde in den 50ern geboren. Spielt das Buch in ihren ersten Lebensjahren oder später? Wenn die Person im Buch z.B. 20 ist, spielt das Buch in den 70ern.

Viele Grüße
Monika
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Mia64
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Re: Schriftart

von Mia64 (11.03.2021, 15:33)
Ich finde das ist an sich eine spannende Idee, aber ich würde immer eine einfach zu lesende Schrift wählen. Beziehungsweise die Schrift mit dem der Leser höchstwahrscheinlich vertraut ist. Sonst kann es passieren, dass es dem Leser zu anstrengend bzw. nervig wird. bash:

Wenn in deinem Text allerdings Briefe oder ähnliches vorkommen, könntest du diesen Inhalt in eine typisch 50er Schrift formatieren.

Grüße
Mia

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Holly O Rilley
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Re: Schriftart

von Holly O Rilley (12.03.2021, 17:00)
Hannelore Goos hat geschrieben:
Nach dem 2. Weltkrieg wurde in der Regel weder Fraktur gesetzt noch Sütterlin oder Altdeutsch geschrieben. Wir haben in der Schule in der 4. Klasse (1956) beides in Spezialkursen gelernt.

Bei euch vielleicht nicht, aber fast alle vor/während dem Krieg geborenen, die ich noch kennen lernen durfte, bzw. Schriftstücke aus der fraglichen Zeit, die ich von diesen sah, schrieben das durchaus noch oder hatten noch eine starke Tendenz dazu in ihrem Schriftbild. dozey:
Liebe Grüße, Holly.



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Hannelore Goos
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Re: Schriftart

von Hannelore Goos (13.03.2021, 08:14)
Holly O Rilley hat geschrieben:
Hannelore Goos hat geschrieben:
Nach dem 2. Weltkrieg wurde in der Regel weder Fraktur gesetzt noch Sütterlin oder Altdeutsch geschrieben. Wir haben in der Schule in der 4. Klasse (1956) beides in Spezialkursen gelernt.

Bei euch vielleicht nicht, aber fast alle vor/während dem Krieg geborenen, die ich noch kennen lernen durfte, bzw. Schriftstücke aus der fraglichen Zeit, die ich von diesen sah, schrieben das durchaus noch oder hatten noch eine starke Tendenz dazu in ihrem Schriftbild. dozey:


Das Saarland wurde ja auch erst 1957 ein Bundesstaat der BRD.
Gendern nein: Bloß weil sich jetzt auch Männer als Bundeskanzlerin bewerben, muss man doch nicht das Wort ändern! :twisted:

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Holly O Rilley
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Re: Schriftart

von Holly O Rilley (13.03.2021, 10:25)
Hannelore Goos hat geschrieben:
Das Saarland wurde ja auch erst 1957 ein Bundesstaat der BRD.

Ich lebe gerne als Hinterwäldler. Dabei vergaß ich wohl, dass überall sonstwo alle schlagartig Punkt X ihr (persönliches) Schriftbild geändert haben ... cheezygrin

Asche auf mein Haupt! dozey:
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Teewurst
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Re: Schriftart

von Teewurst (13.03.2021, 10:44)
Außerdem irritiert mich ein Punkt. Die Hauptperson wurde in den 50ern geboren. Spielt das Buch in ihren ersten Lebensjahren oder später? Wenn die Person im Buch z.B. 20 ist, spielt das Buch in den 70ern.

Viele Grüße
Monika[/quote]


Das irritiert mich jetzt allerdings auch cheezygrin . Es spielt in der heutigen Zeit...grübel.....

Ich experimentiere mal mit zwei Schriften. Es gibt immer mal wieder einen Rückblick in der Geschichte. Ich weiss, dass sowas sehr verwirren könnte und den Lesefluss stockt, aber dann müssen die Versuchskaninchen herhalten und mich evtl. mit Kritik überschütten. :wink:

Danke schonmal für alle Meinungen!!!

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Teewurst
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Re: Schriftart

von Teewurst (13.03.2021, 10:46)
...und das mit dem zitieren eines Beitrags im Kasten bekomme ich irgendwann bestimmt auch noch hin.... cheezygrin

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Teewurst
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Re: Schriftart

von Teewurst (16.03.2021, 21:03)
Notiz an mich selbst: Zwei Schriften, (eine für Gegenwart, eine für Rückblicke) sieht gar nicht schön aus- lassen!

Habe hier einen Thread gefunden ( wo weiss ich nicht) der Hilfe gab. Zum Beispiel Rückblick einfach in Anführungszeichen zu setzen und dann als Gedanken zu verfassen.

" Sie schlief ja nicht oft im Keller, immer nur dann, wenn er nicht zu Hause war...blabla", erinnerte sich Herr Müller.

Das kommt bisher flüssiger rüber!

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Monika K.
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Re: Schriftart

von Monika K. (16.03.2021, 22:08)
Da ich deinen Text nicht kenne, stelle ich ein paar Methoden vor, ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit zu erheben.

1. Abgrenzung durch Schriftarten
Wenn ein Roman auf zwei Zeitebenen spielt, die sich ständig abwechseln, kann man tatsächlich mit zwei verschiedenen Schriftarten arbeiten, die einerseits zusammenpassen, sich jedoch andererseits eindeutig voneinander unterscheiden sollten. Ich würde eine mit und eine ohne Serifen wählen. Einen Wechsel mitten im Absatz würde ich dabei auf keinen Fall empfehlen. Die Methode eignet sich meiner Meinung nach nur dann, wenn ganze Kapitel oder zumindest ganze Textabschnitte in einer anderen Zeit spielen. Letztere würde ich durch einen Absatz mit Leerzeile abgrenzen.

2. Abgrenzung durch Zeitform
Üblicherweise verwendet man für Zurückliegendes das Plusquamperfekt, wenn man im Präteritum erzählt, bzw. das Perfekt, wenn man im Präsens erzählt. Der Wechsel kann mitten im Absatz erfolgen.

3. Abgrenzung von Gedanken in Kursiv
Wenn eine Romanfigur sich ab und zu an etwas erinnert, wie du in deinem Beispiel zeigst, handelt es sich eigentlich um die Gedanken dieser Figur. Bei diesem Punkt gehen die Meinungen meist auseinander, aber ich setze Gedanken meiner Figuren kursiv und ihre direkte Rede in Anführungszeichen, damit man das leichter unterscheiden kann. Doch deine Methode, auch Gedanken in Anführungszeichen zu setzen, habe ich schon oft gesehen und kann nicht ausschließen, dass ich das früher sogar selbst so gehandhabt hatte. Ähnlich wie die indirekte Rede, gibt es sozusagen auch "indirekte" Gedanken. Beides setze ich wie den restlichen Erzähltext: ohne Anführungszeichen und nicht kursiv.

4. Erinnerungen in die direkte Rede einbauen, sofern es passt.

Mehr fällt mir gerade nicht ein.

Liebe Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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