Pseduonym oder echter Name?

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Colombo
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Pseduonym oder echter Name?

von Colombo (25.07.2021, 14:03)
Hallo zusammen

Was sind eure Gründe für oder gegen ein Pseudonym?

Ich bin recht froh darüber, dass ich frühere Bücher unter Pseudonym veröffentlicht habe, weil sie im Nachhinein betrachtet sehr unreif waren und und das Pseudonym quasi mehr Abstand zwischen mir und dem Buch herstellt. Jetzt überlege ich zum ersten Mal, unter realem Namen zu veröffentlichen, weil ich zum ersten Mal wirklich zufrieden mit dem Geschriebenen bin. Wobei sich das natürlich in der Zukunft auch wieder ändern kann :D

Wie ist das bei euch? Was sind eure Überlegungen dazu?

Liebe Grüße

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Patrick Wunsch
Beiträge: 32
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Re: Pseduonym oder echter Name?

von Patrick Wunsch (25.07.2021, 15:09)
Ich finde, man sollte immer zu seinen Veröffentlichungen stehen. Eine Veröffentlichung ist eine Momentaufnahme, und es ist doch klar, dass Menschen sich weiterentwickeln.

Wolfsland
Beiträge: 40
Registriert: 24.07.2021, 12:06

Re: Pseduonym oder echter Name?

von Wolfsland (25.07.2021, 16:16)
Ich nutze ein Pseudoym, weil ich branchenfremd veröffentliche. Wissenschaftliche Literatur und Kinderbücher von einem Autor? Neee..... :)

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Lesefred
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Re: Pseduonym oder echter Name?

von Lesefred (23.08.2021, 21:22)
Der Aspekt von Wolfsland ist nachvollziehbar.

Schreibst Du in unterschiedlichen Genres, halte ich es ebenfalls für sinnvoll - Splatterhorror und Kochbücher würde ich unter verschiedenen Namen veröffentlichen (wobei...manches wäre vielleicht vereinbar 8) , je nach "Geschmack")...

Als gutes Beispiel empfinde ich z. B. Torsten Sträter, der anfangs ebenfalls mit Horror startete, dann aber ganz prima ins Comedyfach wechselte. Nach nun mehr als 10 Jahren Comedy würde es mir und sicherlich auch vielen anderen schwerfallen, einen Roman von Torsten Sträter zu lesen und dabei seinen Comedy-Background zu verdrängen....

Wenn Du aber bei Deinem Genre bleibst, würde ich Dich auch dazu ermutigen, unter Deinem Namen weiter zu veröffentlichen, sofern Du keine schlechten Erfahrungen bisher gemacht hast. Es gibt ja heutzutage leider sehr viele Hater, die sich nur Schwachpunkte heraussuchen, um abzukotzen.
Ist dies nicht der Fall - man wächst an seinen Aufgaben und das toleriert und honoriert auch jeder Leser!

Dean Koontz' erster Roman (den Titel habe ich leider vergessen) war m. E. wirklich schlecht - schmale Story in einem Hochhaus, keine Tiefe in der Story, Handlung recht dünn etc.
Aber er hat sich aus meiner Sicht zu einem ernsten Rivalen zu Stephen King entwickelt....

Bleib' Dir treu, so etwas wird meist belohnt thumbbup
Viele Grüße
Manni

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DuaneHanson
Beiträge: 188
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Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Pseduonym oder echter Name?

von DuaneHanson (24.08.2021, 04:51)
Es gibt genug Konstellationen, da ist ein Pseudonym quasi Pflicht. Die Grundschullehrerin, die Sexgeschichten schreibt, ein Thomas oder Andreas Müller, weil es die häufigsten Namen sind, oder wenn du Chantal oder Kevin heißt, sind Buchbesprechungen im Feuilleton auch eher selten. Mein Name ist aus dem Grund schlecht, weil ausnahmslo jeder Vor- und Nachnamen verwechselt. Da ist ein Pseudonym regelrecht Notwehr.

Zudem kann man sich mit Apostrophen schmücken oder mit fremdlændischen Buchstaben. Ich habe neuerdings ein ø im Namen. Kann man affig finden, mir gefällt es so. Zudem ist mein Name einzig und einzigartig, es gibt nahezu keine Treffer bei Google (außer mir selbst) und das ist ein nicht zu verachtender Wettbewerbsvorteil.

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Todd
Beiträge: 4
Registriert: 19.09.2021, 19:23

Re: Pseduonym oder echter Name?

von Todd (19.09.2021, 19:55)
Ich benutzte meinen echten Namen. Mein Vorname ist kein sonderlich häufiger und ich stehe zu meinem Werk ;)

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Monika K.
Beiträge: 3808
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re: Pseduonym oder echter Name?

von Monika K. (19.09.2021, 23:00)
Ich veröffentlichte meine ersten Bücher unter meinem Namen und entschied mich später aus einer spontanen Laune heraus, meine Romane unter Pseudonym zu veröffentlichen. Zurückblickend fällt mir auf, dass mir das Schreiben und Veröffentlichen meiner Romane dadurch wesentlich leichter fiel und fällt. Wer sich damit also schwer tut, könnte von einem Pseudonym profitieren. Mit der beliebten Formulierung "dazu stehen" hat das nach meinem Gefühl nichts zu tun, da gerade die Menschen, deren Meinung mir wichtig ist, mein Pseudonym kennen. Was Fremde denken, finde ich zwar sehr interessant, doch es berührt mich nicht so stark, dass es einen Einfluss auf solche grundlegenden Entscheidungen hätte.

Beruflich und in anderen Bereichen nutze ich ebenfalls Pseudonyme, weil sie mir einen gewissen Schutz vor Idioten bieten.

Viele Grüße
Monika

edit: Ein Punkt war vielleicht ebenfalls entscheidend: Erstaunlich viele Menschen scheinen den Unterschied zwischen Autorin und Ich-Erzählerin nicht zu kennen. Da schützt ein Pseudonym auch ein wenig vor Verwechslungen.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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