Verkauf von Büchern

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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Mira
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Verkauf von Büchern

von Mira (12.10.2021, 11:40)
Guten Tag

Ich bin neu hier. Kann mir jemand weiterhelfen? Darf man Bücher, die man von BoD privat kauft, verkaufen (nicht via Buchhandel, sondern Freunden, Bekannten...)?

Mit freundlichen Grüssen
Mira

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Monika K.
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Re: Verkauf von Büchern

von Monika K. (12.10.2021, 11:50)
Ja, aber du musst die Buchpreisbindung beachten.

Viele Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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Mira
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Re: Verkauf von Büchern

von Mira (12.10.2021, 12:03)
Vielen Dank für deine Antwort!
Heisst das, dass man gleich viel verlangen muss, wie das Buch im Buchhandel kostet?

LG Mira

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Monika K.
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Re: Verkauf von Büchern

von Monika K. (12.10.2021, 12:20)
Mira hat geschrieben:
Vielen Dank für deine Antwort!
Heisst das, dass man gleich viel verlangen muss, wie das Buch im Buchhandel kostet?

LG Mira


Ja, weil es sich um neue Bücher handelt. Preisnachlässe sind nur bei gebrauchten oder beschädigten Büchern möglich. Mehr Informationen findest du hier:
https://www.gesetze-im-internet.de/buchprg/index.html

Viele Grüße
Monika
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Mira
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Re: Verkauf von Büchern

von Mira (12.10.2021, 12:35)
Vielen Dank für die Antwort und den Link!
Ich wohne zwar in der Schweiz, aber ich nehme an, hier ist es ähnlich.

Lieber Gruss
Mira
Bilderbücher:
Der Bär und Augustina ISBN: 978-3-7557-1141-4
Die Geschichte eines Wintertages ISBN: 978-3-7557-1095-0
Im Wald - Eine utopische Geschichte ISBN 978-3-7557-0201-6

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Monika K.
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Re: Verkauf von Büchern

von Monika K. (12.10.2021, 12:52)
Mira hat geschrieben:
Vielen Dank für die Antwort und den Link!
Ich wohne zwar in der Schweiz, aber ich nehme an, hier ist es ähnlich.

Lieber Gruss
Mira


Wie es in der Schweiz aussieht, kann ich dir nicht sagen. Laut dem Punkt 1.4 dieses Wikipedia-Eintrags gibt es dort keine Buchpreisbindung mehr:
https://de.wikipedia.org/wiki/Buchpreisbindung

Viele Grüße
Monika
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Mira
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Re: Verkauf von Büchern

von Mira (12.10.2021, 12:56)
Besten Dank, Monika! Du warst mir eine grosse Hilfe.

FG
Mira
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Siegfried
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Re: Verkauf von Büchern

von Siegfried (12.10.2021, 15:59)
Monika K. hat geschrieben:
Ja, aber du musst die Buchpreisbindung beachten.

Viele Grüße
Monika


Wo steht, dass Privatverkäufer sich an die Buchpreisbindung zu halten haben?

Zitat § 3, Satz 1 BuchPrG
"Wer gewerbs- oder geschäftsmäßig Bücher an Letztabnehmer in Deutschland verkauft, muss den nach § 5 festgesetzten Preis einhalten."

Siehe auch diese Anwalts-Antwort:
https://www.it-recht-kanzlei.de/buchpre ... schnitt_21

Ich hätte gern eine Quelle, warum Privatverkäufer sich an die Buchpreisbindung halten sollen.

Abgesehen davon gelten Bücher, die den Geschäftsweg vom Verlag zum Buchhändler verlassen haben, also in die Hände eines Endverbrauchers geraten sind, nicht mehr als Neuware, sondern als gebrauchte Bücher, für die ohnehin keine Buchpreisbindung mehr gilt.

Siehe Quelle wie oben "it-recht-kanzlei", Abschnitt "Gebrauchte Bücher"
Zitat: "Ein Buch ist gebraucht, wenn es bereits einmal die Vertriebskette des Buchhandels verlassen hat, indem es durch Verkauf an einen Letztabnehmer in den privaten Gebrauch gelangt ist"
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Monika K.
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Re: Verkauf von Büchern

von Monika K. (12.10.2021, 16:40)
Ich ging davon aus, dass es sich um die eigenen Bücher handelt, die zum Zweck der Weiterveräußerung als Neuware an Endkunden bei BoD bestellt wurden. Wenn es sich um gebrauchte Bücher oder Bücher von anderen Autor*innen handelt, habe ich die Frage völlig falsch verstanden und ziehe meine Antworten zurück. Der Link zum Gesetzestext bleibt für Deutschland davon unberührt.

Hier ist offenbar mal wieder jemand auf Krawall gebürstet. wow3 Ob's hilft, steht auf einem anderen Blatt, scheint jedoch nicht zu interessieren.

Monika
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Mira
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Re: Verkauf von Büchern

von Mira (12.10.2021, 16:56)
Genau, ich meinte es so, wie es Monika verstanden hat. Besten Dank für eure Bemühungen!
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Siegfried
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Re: Verkauf von Büchern

von Siegfried (12.10.2021, 23:50)
Monika K. hat geschrieben:
Ich ging davon aus, dass es sich um die eigenen Bücher handelt, die zum Zweck der Weiterveräußerung als Neuware an Endkunden bei BoD bestellt wurden.


Und ich ging davon aus, dass die Bücher - wie es im ersten Beitrag hieß - privat (also als Endverbraucher) gekauft wurden.

Zitat: "Darf man Bücher, die man von BoD privat kauft, verkaufen"

Der Satz hätte somit korrekt heißen müssen: "Darf man eigene Bücher, die man von BoD als Autor:innenexemplare kauft, verkaufen". Damit wäre die Fragestellung deutlich gewesen. Und ich hätte nicht das Orakel von Delphi befragen müssen.

Ein anderes Verständnis von einem unklar formulierten Satz zu haben, ist offensichtlich unerwünscht, wenn nicht sogar unzulässig. Wieder was gelernt.
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Monika K.
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Re: Verkauf von Büchern

von Monika K. (13.10.2021, 08:45)
Siegfried hat geschrieben:
Und ich ging davon aus, dass die Bücher - wie es im ersten Beitrag hieß - privat (also als Endverbraucher) gekauft wurden.

Zitat: "Darf man Bücher, die man von BoD privat kauft, verkaufen"

Der Satz hätte somit korrekt heißen müssen: "Darf man eigene Bücher, die man von BoD als Autor:innenexemplare kauft, verkaufen". Damit wäre die Fragestellung deutlich gewesen. Und ich hätte nicht das Orakel von Delphi befragen müssen.

Ein anderes Verständnis von einem unklar formulierten Satz zu haben, ist offensichtlich unerwünscht, wenn nicht sogar unzulässig. Wieder was gelernt.


Es gibt zwei Möglichkeiten, bei BoD Bücher zu bestellen:
1. Autor*innenexemplare über myBoD
2. über den BoD-Shop, der auch Privatkund*innen zugänglich ist (Bevor die Frage "Warum?" kommt: Das kann in manchen Fällen bei geringen Stückzahlen billiger sein, weil keine Versandkosten anfallen.)

Ich ging deshalb davon aus, dass privat gekaufte Bücher aus dem BoD-Shop stammen, halte es aber nicht für ausgeschlossen, dass ich mich irre. Denn ich suche den Fehler nicht grundsätzlich bei anderen, sondern gern auch mal bei mir.

Wenn die Bücher aus dem BoD-Shop stammen, ist es eigentlich eine interessante Frage, ob wir sie als Neuware an Endkunden weiterverkaufen können. Ich war der Ansicht, dass das möglich ist. Du scheinst der Ansicht zu sein, dass es sich automatisch um gebrauchte Bücher handelt, sobald sie bei uns eintreffen. Da ich meine Antworten inzwischen zurückgezogen habe, verlasse ich jetzt die Diskussion und lasse von meiner Seite die Frage unbeantwortet.
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Siegfried
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Re: Verkauf von Büchern

von Siegfried (13.10.2021, 09:59)
Monika K. hat geschrieben:
Du scheinst der Ansicht zu sein, dass es sich automatisch um gebrauchte Bücher handelt, sobald sie bei uns eintreffen.


Ich bin keiner Ansicht, sondern ich folge den konkreten Aussagen eines Rechtsanwaltes. Ich zitiere:

"Gebrauchte Bücher sind nicht preisgebunden, da nach§ 3 BuchPrG lediglich der Verkauf neuer Bücher zum gebundenen Preis erfolgen muss. Ein Buch ist gebraucht, wenn es bereits einmal die Vertriebskette des Buchhandels verlassen hat, indem es durch Verkauf an einen Letztabnehmer in den privaten Gebrauch gelangt ist - der Erhaltungszustand, das Alter des Buchexemplars oder die Aktualität des Titels ist dabei unerheblich."

Quelle siehe weiter oben. Hervorhebung in Fettdruck von mir. Ebenso die Unterstreichung - dies als Bezug zur originären Fragestellung "privat gekaufter Bücher".
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Re: Verkauf von Büchern

von Monika K. (13.10.2021, 10:53)
Da man beim Verkauf wichtige Produkteigenschaften nicht verschweigen darf, muss man folglich bei Lesungen das Schild "Antiquariat" über den Büchertisch hängen, wenn die angebotenen Bücher aus dem BoD-Shop oder von Amazon stammen. Natürlich kann trotzdem der volle Preis verlangt werden, aber Kund*innen erwarten in der Regel bei gebrauchten Gegenständen einen Preisnachlass oder greifen gar nicht erst zu, weil sie Neuware bevorzugen.

Ich war bisher tatsächlich der Ansicht, dass sowohl Händler*innen als auch wir Freiberufler*innen (bei unseren eigenen Werken) selbst entscheiden können, ob sie/wir über den Großhandel, die Herstellerfirma oder von der Konkurrenz die Waren beziehen, die sie/wir als Neuware an Endkund*innen weiterverkaufen, solange wir die Buchpreisbindung beachten und die Steuern korrekt verbuchen. Denn unter "Endkunde" verstehe ich einen Mann, der das Produkt behält und benutzt und keine Autorin, die ihre Bücher sorgfältig lagert und weiterverkauft. Doch da scheine ich mich gründlich geirrt zu haben. Mein Fehler! Mich wundert nur, dass hier im Forum seit Jahren empfohlen wird, kleine Bestellmengen über Buchshops zu beziehen, um Versandkosten zu sparen, ohne dass du auf das Problem hingewiesen hast, dass es sich dadurch automatisch um gebrauchte Bücher handelt, die man logischerweise nicht als Neuware weiterverkaufen darf. Das hast du echt verschlafen! So kenne ich dich gar nicht.

Was ist also die korrekte Antwort für unsere Autorenkollegin aus der Schweiz? Muss sie ihre Freunde darauf hinweisen, dass es sich um gebrauchte Exemplare handelt? Was schreibt der verlinkte Anwalt dazu?

Fröhliche Grüße
Monika
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Siegfried
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Re: Verkauf von Büchern

von Siegfried (13.10.2021, 15:30)
Monika K. hat geschrieben:
Mich wundert nur, dass hier im Forum seit Jahren empfohlen wird, kleine Bestellmengen über Buchshops zu beziehen, um Versandkosten zu sparen, ohne dass du auf das Problem hingewiesen hast, dass es sich dadurch automatisch um gebrauchte Bücher handelt, die man logischerweise nicht als Neuware weiterverkaufen darf. Das hast du echt verschlafen! So kenne ich dich gar nicht.


In diesem Forum wird mitunter so viel Unsinn verzapft und rein auf Verdacht kommentiert, beraten, empfohlen - ohne jede Quellenangabe, auf die ja ansonsten immer waaaahnsinnig viel Wert gelegt wird ... wehe, jemand ohne die M.K. Initialen behauptet etwas ohne Quellenangabe! ... Wo bleibt eigentlich die Quellenangabe, dass Privatverkäufer sich an die Preisbindung zu halten haben? So kenne ich dich gar nicht :roll: -, dass ich weder Zeit noch Lust noch Laune oder Energie habe, jeden hiesigen Schuss ins Blaue zu kommentieren. Es gibt ja genug andere Wadenbeißer hier, da braucht es mich nicht.

Monika K. hat geschrieben:
Was ist also die korrekte Antwort für unsere Autorenkollegin aus der Schweiz? Muss sie ihre Freunde darauf hinweisen, dass es sich um gebrauchte Exemplare handelt? Was schreibt der verlinkte Anwalt dazu?


Ganz einfach: Ich weiß es nicht. Ich z. B. kenne mich im Schweizer Handelsrecht, insbesondere rund um Bücher, nicht die Bohne aus. Deshalb habe ich auch keine Empfehlung und keinen Ratschlag ausgesprochen. Andere scheinen da deutlich bewanderter zu sein ("Du musst die Buchpreisbindung beachten"). Da sollte m. E. ein Schweizer Anwalt gefragt werden. Ich weiß nur, dass in der deutschsprachigen Schweiz das Buchpreisbindungsgesetz 2007 abgeschafft wurde. Von daher kann die Autorenkollegin ihre Bücher in der Schweiz vermutlich zu jedem Preis verkaufen. Das BuchPreisG Deutschlands gilt bekanntlich nicht in der Schweiz.
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