Anthologien ??

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Leviathan64
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Anthologien ??

von Leviathan64 (01.03.2008, 09:41)
Hallo,
Bin das anonyme Internet ein wenig leid.. und würde gern mal was real veröffentlichen...
Am liebsten wäre mir was einigermaßen Schräg/ Experimentelles zb. als Comic. Scheint aber so das "Anthalogieveranstalter" ein Thema stellen,
auch Einsendungen ablehnen und natürlich kein Honorar zahlen.
Trotzdem wo finde ich dergleichen?

freundlicher gruss


http://thelongwaydown.de/

Laura
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Re:

von Laura (01.03.2008, 12:10)
Dass bei Anthologieausschreibungen ein Thema vorgegben wird, ist ja klar, dass nicht alle Einsendungen veröffentlicht werden (können) ebenfalls. Homorar gibt es manchmal, was aber meist nur ausgezahlt wird, wenn für den einzelnen Autor mindestens 25 euro zusammenkommen, was sich meiner Erfahrung nach so ca zwei Jahre hinzieht.

Wenn du eine Kurzgeschichte ohne Themenvorgabe wo einreichen willst, empfehle ich dir die Zeitschrift Kurzgeschichten http://www.kurzgeschichten.biz Honorar gibt es dort nicht, aber ein Freiexemplar. Natürlich nehmen auch die nicht alle Geschichten.

Diverse Ausschreibungen laufen regelmäßig und auch z. Zt. beim Richmondverlag http://www.richmondverlag.de.vu

Weiter findest du regelmäcßig Ausschreibungen unter http://www.elfenschrift.de und im Forum der Geschichtenweber http://23994.rapidforum.com Ich hoffe, dass ich dir en wenig weiterhelfen konnte. Gruß Laura

Leviathan64
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Re:

von Leviathan64 (02.03.2008, 20:15)
vielen dank für die zahlreichen links
sehr viel informationen zu verarbeiten...
aber fürs erste scheint doch der letzte am interesantesten
zu sein...

es verwundert s mich doch immer wieder aufs Neue
dass sich unbekannte Autoren nicht als eine Art von "Avantgarde"
begreifen die dem "Establishment" Neues, Inovatives, Sperriges
entgegensetzt... sondern eher als Fans die die jeweiligen Genre-
anforderungen zu erfüllen suchen.

gruzz

http://www.movingtargets.de/starterbild.html

hwg
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Re:

von hwg (03.03.2008, 07:49)
Es gibt eine bereits unüberschaubare Anzahl von Publikationen mit den von Leviathan geforderten Inhalten. Das Problem dabei ist nur, dass diese Publikationen lediglich einen kleinen "Insiderkreis" befriedigen und deshalb wegen der meist geringen Auflagen kaum Verbreitung finden. Und von Idealismus allein können weder der Herausgeber noch die experimentierfreudigen Autoren auf Dauer existieren.

Leviathan64
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Re:

von Leviathan64 (03.03.2008, 08:42)
unter einer "avantgarde" verstehe ich nicht notwendigerweise
schwer verständliches, das nur wenige lesen wollen..
ein walter moers macht zb provakante, schräge
comics- newcomer wirken im vergleich dazu oftmals
harmlos, bieder + veraltet. Und moers hat ja hohe auflagen.
der vorschlag nicht nur nachzuahmen hat also mit idealisamus
nichts zu tun. Aber grundsatzdiskussionen bringen meist wenig.

freundlicher gruss

AF Verlag

Re:

von AF Verlag (03.03.2008, 08:58)
Wenn ich mich recht erinnere ist "Das kleine Arschloch" von Walter Moers und wurde im Eichborn Verlag verlegt. Der damalige Verleger Vito von Eichborn glaubte zwar an den Erfolg des Buches, allerdings ging er ein hohes Risiko ein. Solche Idealisten gibt es kaum noch in Verlagswelt, leider.

Jens

hwg
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Re:

von hwg (03.03.2008, 08:59)
Hallo Leviathan!

Dann habe ich Deine Zeilen wohl missverstanden. Moers ist mir ja ein Begriff, er zählt ja - so wie Haderer, Helnwein u. a. Cartoonisten - bereits zu den etablierten Publizisten. Allerdings bin ich in dieser "Bilderwelt" nicht besonders bewandert.

Auch ich bin allem (literarisch) Neuem gegenüber aufgeschlossen und meine, in der Kleinverlagssezene tut sich auf diesem Gebiet doch allerhand Interessantes. Es fehlt lediglich an der für einen verlegerischen Erfolg maßgeblichen Breitenwirkung, so dass manche Projekte an Geldmangel scheitern. Aber damit erzähle ich Dir ja nichts Neues. :lol:

Auf Wiederlesen und kollegialen Gruß aus der Steiermark!

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (03.03.2008, 11:51)
Im Grunde kannst Du nur versuchen, Dir zunächst als Illustrator einen Namen zu machen. um dann später selbst zu veröffentlichen. Oder vielleicht schon parallel dazu.

Viele Comic-Zeichner haben auch erste Erfolge über Tageszeitungen oder sogar Schulzeitungen errungen.

"Schräg" ist nicht gleichbedeutend mit einem kleinen Leserkreis. Vielmehr sehe ich das "ganz normale" Problem "Wie mache ich mich der Welt bekannt."

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Miss BOD
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Re:

von Miss BOD (03.03.2008, 12:11)
Hi Leviathan64,

hier habe ich bei alligatorfarm etwas gefunden, vielleicht möchtest du Comicgeschichten verfassen? Lies mal:

http://www.alligatorfarm.de/website/act ... 00_autoren

Bei Erfolg gerne eine Mail, würde gerne ein Feedback über den Verlag lesen, kenne ihn so gar nicht.

Viel Glück!

Leviathan64
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Re:

von Leviathan64 (03.03.2008, 14:54)
Ok, meine formulierung -sperrig- war auch ein wenig irreführend
(meinte damit eher ausgefallenere Themen, die trotzdem funktionieren
könnten)

wenn junge menschen, die zb.fantasy sehr mögen ähnliches schreiben
ist das in ordnung
auch wenn jemand mangas mag und dann im entsprechenden stil zeichnet
soll er es ruhig machen.
weil eben so etwas wie "Einheit" zwischen schaffenden und kunstwerk besteht...

nur wenn leute meinen einen bestehenden markt- mit all den genreklischees
bedienen zu müssen..(obwohl sie eigentlich eigenes, besseres auf lager hätten) dann betrügen sie sich nur selber-und der erfolg ist zu beweifeln

der rat: mach nicht das (nach) was alle machen isr ja auch schon ne binsenweisheit

hwg
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Re:

von hwg (03.03.2008, 16:14)
Hallo Leviathan!

Dein Ratschlag in Ehren, aber viele Berufsautoren, auch ich, schreiben eben (auch) das, was Verleger, Redakteure - nachdem diese ja oft zu wissen glauben, was Leser wollen - gegen Honorar abnehmen.

Ich bekenne mich zu meiner Arbeit und finde überhaupt nichts Unehrenhaftes oder gar Schlechtes daran. Für etliche Nachwuchsautoren wäre eine derartige Auftragsarbeit vielleicht gar nicht so übel.

Denn manche scheinen von den Anforderungen einer schriftstellerischen Arbeit, von der man auch einigermaßen vernünftig sein Dasein bestreiten kann, so gut wie keine Ahnung zu haben - schimpfen jedoch gerne über zumindest finanziell einigermaßen erfolgreiche Kollegen.

Andererseits gilt das Sprichwort: "Jedem Tierchen sein Pläsierchen" :lol: .

Leviathan64
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Re:

von Leviathan64 (03.03.2008, 19:00)
Nun ja grauselig wäre schon wen jemand Liebesheftchenromane
produzieren müsste + dabei sein Publikum verachten würde....


Ilustrator bin ich keiner, frage mich immer von was die eigentlich leben
da Zeitschriften mit hoher Auflage doch sehr Photolastig sind, auch die Werbung. Buchillustration is wohl noch immer out of fashion.
Wenn Zeitungen noch Comics abdrucken dann besorgen sie sich billige
Nachdruckerlaubnisse von internationalen Agenturen-neues passiert da nicht
Im Web könnte sich da allerdings wirklich was ergeben.

Tja die perry rhodan site kannte ich schon- für mich halt überhaupt nicht reizvoll diese veraltete märchen-sf zu bearbeiten..evtl eine möglichkeit
für junge leute zeichnen zu erlernen in einem genre das sie eh lieben
ich denke allerdings das auch der mainstream/groschenroman im lauf der
Jahre intelligenter geworden ist + allzu schlichte konzepte einfach nicht mehr ziehen.


Was ich im grunde suche ist ein fanzine mit "attitude"
keine schwarz/weiss Kopien bitte *g*
stories, essays grafik comics, die einigermaßen
zusammenpassen...am puls der zeit eben,
nicht anderes nachahmend....

denke auch das das mehr sinn macht als arbeiten an verlage
zu versenden die evtl einfach ein anderes verlagsprogramm haben

wie gesagt..einige links könnten wirklich ergiebig sein,
nochmals danke schön

http://www.movingtargets.de/titel-72Kopie.html

http://www.movingtargets.de/sprechende-Pillen72dpi.html

http://www.movingtargets.de/sprechende-Pillen72dpi.html

Laura
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Re:

von Laura (03.03.2008, 19:27)
Hallo Leviathan, Autoren brauchen nicht nur Verlage sondern auch Leser, und deren Geschmack müssen sie Rechung tragen.

Übrigens lesen und schreiben nicht nur junge Leute Fantasy, auch ich "Oldie", allerdings schreibe ich inzwischen auch anderes, aber primär immer noch Märchen und Fantasy.

Jedes Genre hat seine eigenen Regeln, die die Leser auch zu Recht erwarten und damit muss man sich auseinandersetzen, wenn man das Schreiben lernt. Gruß Laura

Leviathan64
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Re:

von Leviathan64 (03.03.2008, 20:21)
...wozu ein buch überhaupt noch ein buch lesen wenn der leser eh schon weis was ihn erwartet....
wenn du dich mal mit Kunst/literaturgeschichte beschäftigst wirst du schnell
feststellen das relevante werke oft die engen genregrenzen überschreiten-
----gute kunst sich eigentlich immer wandelt----andere einflüsse aufnimmt etc
zum glück auch bei der phantastischen literatur und den lesern gefällts auch-evtl nicht sofort
(aber grundsatzdiskussionen führen selten zu was)

gruss

mtg

Re:

von mtg (03.03.2008, 22:42)
Leviathan64 hat geschrieben:
...wozu ein buch überhaupt noch ein buch lesen wenn der leser eh schon weis was ihn erwartet....

Manche Leute lesen Bücher, weil sie ein verlässliches Ende haben - genauso wie sie Hansi Hinterseer- oder andere Degeto-Filme freitags um 20.15 Uhr in der ARD ansehen. Und glaube mir: Diese Gruppe ist weitaus größer als man gemeinhin anzunehmen glaubt...

Beste Grüße
Matthias

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