Absagen nach einer Woche

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Judith
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Re:

von Judith (08.03.2008, 12:42)
hwg (Moderator) hat geschrieben:
Allerdings wählen nicht wenige Autoren justament solche Verlage aus, deren Anforderungen sie einfach nicht gewachsen sind. Soll heißen, dass das angebotene Manuskript bzw. Leseprobe samt Exposé, einfach nicht ins Verlagsprogramm passt.


Ich recherchiere da sehr genau, deshalb bleiben leider nicht sehr viele Verlage übrig. Beim Oetinger war es so, dass sie meinten, sie wollen kein Fantasy mehr, ich aber mein Manuskript nicht in die Ecke stecken würde. Da es m.E. schon ins Verlagsprogramm passt, habe ich es (später, damit die Frau sich nicht mehr ans Telefonat erinnert zwinker:: ) doch noch geschickt. Ob die Ablehnung nun an der Thematik lag oder nicht, das kann ich natürlich anhand der Standardabsage nicht erkennen.

Nun, wie gesagt, bei den Erstlesegeschichten habe ich sehr genaue Vorgaben und werde mich daran halten. Mal sehen, ob ich damit Erfolg habe.

Grüßle,
Judith
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skipteuse
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Re:

von skipteuse (08.03.2008, 12:47)
Ich drück dir die Daumen !

Werde im Sommer hoffentlich meinen zweiten Roman hoffentlich beenden und mich dann ebenfalls auf die Suche nach einem geeigneten Verlag machen ;-)

Schönen Samstag, die Babs

Laura
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Re:

von Laura (08.03.2008, 14:22)
Hallo Julia, ein Manuskript an einen Verlag zu schicken, der schon am Telefon gesagt hat, dass es nicht in Frage kommt, halte ich für Zeitverschwendung und auch ein wenig dreist, zumindest aber unprofessionell.

Auf diese Weise werden Verlage mit Manuskripten, die von vornherein nicht geeignet sind, zugeschüttet und man muss sich nicht wundern, wenn dann unverlangt eingesandte Manuskripte nicht mehr gelesen werden und es ewig dauert, bis eine Absage kommt. Gruß Laura

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PvO
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Re:

von PvO (08.03.2008, 16:31)
Hallo Julia, ein Manuskript an einen Verlag zu schicken, der schon am Telefon gesagt hat, dass es nicht in Frage kommt, halte ich für Zeitverschwendung und auch ein wenig dreist, zumindest aber unprofessionell.

Soll das ein Witz sein? Paragraf 1 der Gewerbeordnung besagt, dass jeder das selbe Recht hat. Eine Möchte-Gern-Autorin hat doch tatsächlich mal behauptet, dass all die schlechten Manuskripte dafür verantwortlich sind, dass ihr gutes gar nicht erst auffällt. Die selbe Rubrik Witz!

Laura
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Re:

von Laura (08.03.2008, 19:25)
Nein, PvO, das war kein Witz sondern meine Meinung und ist es auch noch, auch wenn ich mit irgendeiner Möchtegernautorin in dieselbe Reihe gestellt werde. Gruß Laura

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Judith
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Re:

von Judith (08.03.2008, 19:42)
Hallo Laura,

erstens handelt es sich, wie gesagt, nicht um Fantasy (aber ich wollte mich ja am Telefon nicht mit der Lektorin streiten), zweitens habe ich nach dem Telefonat drei Monate gewartet.

Ansonsten habe ich mich bisher immer daran gehalten, wenn ein Verlag am Telefon sagte, dass mein Manuskript nicht passen würde.

Grüßle,
Judith
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hwg
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Re:

von hwg (09.03.2008, 07:40)
Guten Morgen Judith!

Das mit den nicht ins Verlagsprogramm passenden Manuskripten ist eine allgemeine Feststellung. Damit habe ich nicht auf Deine Bemühungen, einen Verlag zu finden, "abgezielt".

Allgemein: Ein und dasselbe Typoskript mehrmals an den selben Verlag zu senden - jweils nach einer längeren Zwischenpause - kann deswegen zur Annahme des Textes führen, weil nicht selten das Lektorat wechselt.
Und der neue Lektor hat oft andere Vorstellungen über ein brauchbares Typoskript als der vorherige. Aus meiner Sicht ist diese Vorgangsweise keine Zeitverschwendung, ganz im Gegenteil.

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Judith
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Re:

von Judith (05.04.2008, 22:22)
Heute kam eine Absage von Arena. Ich dachte enttäuscht: "Schade, da waren's nur noch vier." Dann nahm ich den Absagebrief, lochte ihn, heftete ihn ab, und erst dann fiel mein Blick auf den Betreff. Es ging um "Hannahs Nachtgeschichten"! Das Manuskript hatte ich Anfang Dezember 2005 verschickt. Nun ja, der Verlag hatte mir bereits gesagt, dass man mit einem Jahr Bearbeitungszeit rechnen müsse. War ja nun nur knapp eineinhalb Jahre länger. smart2

Grüßle,
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PvO
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Re:

von PvO (06.04.2008, 09:21)
Das die eine Bearbeitungszeit haben ist klar und von mir aus lass die auch 6 Wochen lang sein. Aber ein Jahr(!) kann ich aus betriebswirtschaftlicher Sicht einfach nicht nachvollziehen.

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Judith
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Re:

von Judith (06.04.2008, 13:04)
Hallo Peter,

die durchschnittliche Zeit zwischen Verschicken des Manuskripts und Erhalt der Absage beträgt bei den (großen) Kinderbuchverlagen 4 Monate. Aber zweieinhalb Jahre ist bis jetzt "Sieger". Von einem Verlag habe ich für mein Hannah-Manuskript immer noch keine Antwort, wird aber wohl auch nicht mehr kommen.

Grüßle,
Judith
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ChrisK
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Re:

von ChrisK (06.04.2008, 14:23)
PvO hat geschrieben:
Das die eine Bearbeitungszeit haben ist klar und von mir aus lass die auch 6 Wochen lang sein. Aber ein Jahr(!) kann ich aus betriebswirtschaftlicher Sicht einfach nicht nachvollziehen.

Bei den meisten Verlagen werden deutlich weniger als 1 Prozent der unverlangt eingesandten Manuskripte (wohl eher ein Promill) veröffentlicht. Bei dieser "Trefferquote" macht es betriebswirtschaftlich kaum Sinn, die Manuskripte zügiger zu beantworten.
Gruß
Chris

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PvO
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Re:

von PvO (06.04.2008, 15:18)
Du magst recht haben, Chris. Aber bei deiner Aussage setzte ich gerne Rowling dagegen. Was meinst du, wie viele Verleger sich schon in den A... gebissen haben, die ihr Manuskript haben liegen lassen (1-1,5 Jahre) oder gar nicht erst gelesen haben? Wie hat schon Gorbatschow gesagt? Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...
Und eben aus diesem Grunde kann ich die Vorgehensweise mancher Verlage nicht nachvollziehen. Jene Verlage sollten eins machen: bekannte ausländische Autoren einkaufen und hoffnungsvolle neue Auoren anderen überlassen.

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Bender
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Re:

von Bender (10.07.2009, 17:12)
hundertausend jaulende höllenhunde...

bevor ich ein neues Thema aufmache, stehle ich einfach das alte hier

bei mir hagelts regelmäßig absagen rein von den großen verlagen...kein wunder ich weiß
möglicherweise ist das buch einfach schrott
aber wenn nicht...sagt mal gibts ne gute übersicht der "kleinen" verlage?

bevor ich meinen traum beerdige und zu bod oder sowas gehe, möchte ich noch nicht aufgeben. immerhin wärs schön wenn der roman irgendwie "weg" erledigt wäre, sonst beende ich den zweiten hier nie! zefix!

ideen? linklisten?

grüße

julia07
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Re:

von julia07 (10.07.2009, 20:51)
Bender hat geschrieben:
...sagt mal gibts ne gute übersicht der "kleinen" verlage?
bevor ich meinen traum beerdige und zu bod oder sowas gehe, möchte ich noch nicht aufgeben.

Hallo Bender,
so wie Du Dich anhörst, hältst Du offensichtlich nicht viel von BOD. Da frage ich mich erstens, warum Du ausgerechnet in einem BOD-Furum bist und warum Du ausgerechnet hier nach Listen von richtigen Verlagen suchst.
Die ausführlichsten Listen und Namen von Verlagen für alles mögliche habe ich bisher in den Foren gesehen, die uns nicht so gerne als User haben cheezygrin

LG,
Julia

Hans-Peter

Verlagsabsagen

von Hans-Peter (12.07.2009, 07:25)
Liebe Kolleginnen und Kollegen Autoren.

Als Mitbetroffener empfehle ich mehr Gelassenheit, wenn mal nur Absagen kommen. Es wird immer wieder Autoren/innen geben, deren Manuskripte aus vielerlei Gründen nicht angenommen werden. Es gehören viel Glück und eine Menge Zufall zum Erfolg. Da gibt es m. E. kaum Unterschiede zwischen "großen" oder "kleinen" Verlagen. Was allein zählt, ist deren Überlegung, wie viele Bücher sie gewinnbringend verkaufen können. Ideale spielen dabei nur eine untergeordnete oder gar keine Rolle!

Ich versuche mich an gesellschaftskritischen Themen mit homoerotischem Hintergrund, schreibe also über schwule Männer. Möchte dabei aber nicht ausschließlich diese Klientel bedienen, sondern die Thematik einem breiteren Publikum zugänglich machen. Eine Gradwanderung: Den "Gayverlagen" schreibe ich zu brav und "normale" Verlage tun sich schwer mit dieser Materie. Ich habe bei meinem ersten Buch viel Geld für die Suche nach einem geeigneten Verlag investiert – Erfolg null.

Aufgrund dieser Tatsache bin ich dann, unerfahren und eitel, bei einem DKZ-Verlag gelandet. (Die sich auch hier im Forum eifrig tummeln, und Werbung machen dürfen?) Der sich im Rahmen haltende Zuschuss ließ mich das finanzielle Risiko gering einstufen. Die günstigen Prognosen bezüglich der Verkaufszahlen taten ein Übriges. Das Buch war handwerklich gut aufgemacht, es gab nichts zu bemängeln. Ein paar Tage steht man dann im Mittelpunkt: Buchpremiere, Presse, anerkennende Worte von Freunden und Verwandten, eine Menge verkaufter Bücher. Der Alltag sieht anders aus, denn genau an der Stelle, an der man Hilfe benötigt, gibt es keine – man ist auf sich allein gestellt. Was hilft es, wenn das Buch mit ISBN Nummer bei den Internetanbietern gelistet wird, aber niemand danach sucht, weil keine Werbung dafür gemacht wurde.

Also, Lesungen organisieren, Buchhandlungen abklappern usw. usw., ihr kennt das Prozedere selbst nur zu gut. Nach einem Jahr die erste Abrechnung vom Verlag – eine einzige Enttäuschung. Stattdessen weitere Forderungen: Pflege der HP, Messebeteiligungen. Bei den ersten zaghaften Beschwerden immer die gleiche, stupide Belehrung: Für die Verkaufszahlen trägt der Autor die Verantwortung. Dann war das Maß voll: Ich habe den Verlagsvertrag vorzeitig gekündigt, Verkauf und Druck wurden eingestellt. Nun versuche ich die restlichen Bücher zu verkaufen, pflege meine HP selbst, es ist leichter als gedacht und billiger. Vor allem aber ist dieser dämliche Erfolgsdruck weg.

Nun ist ein zweites Manuskript fertig. Ich suche auch wieder nach einem Verlag. Recherchiere aber besser und halte die Kosten gering, und – das ist für mein Selbstbewusstsein wichtig – übernehme nicht mehr die Rolle des Bittstellers. Ein Brief mit dem Angebot zur Buchveröffentlichung, Exposé und Vita muss zunächst genügen. Den von "Experten" empfohlenen Anruf beim Lektor schenke ich mir, denn meist wird man da schon abgewimmelt. Wenn nun eine Absage kommt, dann sollen sie es eben lassen, ich kann das Buch auch bei BoD in Auftrag geben. Der Gedanke ein Buch selbst verfasst und ohne fremde Hilfe auf den Weg gebracht zu haben, entschädigt mich für die Träume vom Bestsellerautor. Vielleicht wollte ich mir ja nur etwas von der Seele schreiben?

Denkt mal darüber nach!

Herzliche Grüße
Hans-Peter



"Mein geteiltes Leben" http://www.h-p-gaussmann.de

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