Autoren-Flut

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Seshmosis
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Autoren-Flut

von Seshmosis (08.03.2008, 18:31)
In letzter Zeit beschweren sich ja immer mehr Autoren, dass es immer mehr Autoren gibt, dass also die Konkurrenz täglich größer wird.

Dazu habe ich heute zufällig bei meinen Recherchen zu E.T.A. Hoffmann bei Wikipedia interessante Informationen entdeckt:

"Ende des 18. Jahrhunderts (Anm. G.S.) wurde der Unterhaltungsroman gesellschaftsfähig. Das „Erleben“ durch die Literatur beflügelte die Fantasie: Zu den „Viellesern“ dieser Zeit gesellten sich die „Vielschreiber“.
Wer sich zum Romancier berufen fühlte und einen Verleger fand, publizierte sein Schaffen.
Schiller beklagte den Anbruch eines „tintenklecksenden Säkulums“. Goethe ließ einige Jahre später seinen „Wilhelm Meister“ räsonieren: „Wieviel Menschen schreiben, davon hat man gar keinen Begriff. Von dem, was davon gedruckt wird, will ich gar nicht reden.“ Friedrich Schlegels Erwartung, es gebe bald keine Leser mehr, sondern nur noch Schreiber, parodierte Jean Paul in seinem Schulmeisterlein Wutz. Und der bekennende Trivial-Autor August Lafontaine (1758–1831) witzelte, er schreibe schneller, als er lesen könne, weshalb er auch nicht alle Romane kenne, die er geschrieben habe."

Die Zeiten ändern sich oder auch nicht ... :lol:

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Jan Mathes
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Re:

von Jan Mathes (08.03.2008, 18:41)
Mir persönlich ist es vollkommen wurscht, ob es viele oder wenige Autoren gibt, Schriftstellerei zeugt nicht von Quantität, sondern von Qualität!

Jeder Schreiber von uns wird irgendwann an den Punkt gelangen, an dem er feststellen wird, wo genau er mit seiner "Kunst" der Schriftstellerei steht.

Man wird nicht als Schriftsteller geboren, sondern man entwickelt sich zu einem...........................der eine mehr, der andere weniger!
Es ist, wie es ist !
www.jan-mathes.de

Weasel

Re:

von Weasel (09.03.2008, 14:03)
Gut, es gibt vielleicht viele Autoren, aber es gibt heutzutage auch ein so breit gefächertes Spektrum an Genres/Vorlieben, dass es auch mehr Autoren bedarf, um das alles abzudecken.

Gruß Weasel

julia07
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Re:

von julia07 (10.03.2008, 23:07)
Jemand, der ernsthaft an sich und seine Schreibe glaubt, wird sich kaum über "zu viele" Kollegen mokieren, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft...
Wenn ich die schreibende mit der malend gestalterischen Zunft vergleiche, dann sehe ich da keinen Unterschied. In jeder Stadt gibt es ständig Ausstellungen von so genannten Hobbiekünstlern und über diese
Schwemme regt sich auch keiner auf. :wink:
Man kann da also sicher ganz entspannt an die Sache ran gehen cheezygrin
LG,
Julia

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Zoba
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Re:

von Zoba (11.03.2008, 00:04)
Hi,

letztlich - wie schon an anderer Stelle gesagt - sind es allein die Konsumenten, die entscheiden, wer da Hobbyist ist und wer nicht.

Ich hatte vor Zeiten einmal das ungeheuer große Vergnügen, Tomi Ungerer persönlich auf einer Vernissage zu erleben. Es gibt eigentlich keinen modernen Zeichner und Künstler, den ich so sehr schätze und bewundere, wie ihn. Liest man seine Biographie, dann staunt man, nicht nur, daß er nicht einmal das Abi hatte, er hat auch nie "ganz professionell" Kunst studiert, geschweige denn überhaupt so richtig einen Beruf erlernt. In solchen Diskussionen wie diesen hier fiele er wohl deutlich unter "Hobby" oder "Möchtegern". Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein! cool5
Gruß,

Zoba

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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky

julia07
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Re:

von julia07 (11.03.2008, 00:07)
eben!
Genau das meine ich. thumbbup
Wenn man an etwas glaubt, dann einfach weiter machen...

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