Shaker-Media.eu: Zu erwartende Kosten usw...

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Andi7
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Re:

von Andi7 (06.02.2008, 10:56)
@Gigger: Sorry, dann hatte ich die Zeilen etwas falsch gedeutet.

@all:
Noch kann ich nicht auf eigene Erfahrungen zurückgreifen, doch habe ich in den letzten Tagen diverse Kalkulationen durchgeführt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen, das sich mit Giggers Erfahrung deckt:
Bei umfangreicheren Büchern, so ab ca. 200 Seiten, die auch einige Farbseiten beinhalten, erscheint Shaker die günstigere Alternative zu sein.
Bei dünnen Büchern (bis ca. 100-120 Seiten) ohne oder mit sehr wenigen Farbseiten hat BoD preislich die Nase vorn.
Dazwischen gibt es einen Bereich, in dem - gerade unter Berücksichtigung der zusätzlichen monatlichen Kosten bei BoD-Classic - diverse andere Faktoren deutlichen Einfluß haben. Allein die Frage, ob man Einzelexemplare, 25-50 oder 100 Bücher bestellt, kann hier zu vollkommen verschiedenen Ergebnissen führen. Die bei kleineren Büchern und gleichem Verkaufspreis höhere Marge bei BoD gegenüber Shaker wird durch die Fixkosten relativiert, verkauft man nur wenige Exemplare, ist BoD ein Zuschußgeschäft, verkauft man viele Exemplare sind die Gewinne bei Shaker letztlich geringer, es sei denn man verkauft einige Bücher über deren eigenen Bookshop dort... Für ein erstes Projekt, von dem man nicht weiß, wie es sich überhaupt verkaufen wird, sind einerseits die Fixkosten von knapp 160 Euro eine Hemmschwelle, andererseits soll der Preis (für ein dünnes Buch) auch nicht zu hoch werden... Es ist nicht wirklich einfach, alles abzuwägen.

Daraus ergibt sich gerade noch eine Frage:
Wie gut ist der Druck von farbigen Bildern bei BoD? Und bei Shaker? An letztere habe ich aufgrund der angebotenen Papierauswahl sehr hohe Erwartungen.

Viele Grüße
Andi

Nicole
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Re:

von Nicole (06.02.2008, 15:34)
@Andi

Hallo,

ich prüfe für mich selbst bei Shaker Media gerade die Option zur Reduzierung der Herstellkosten bei gleichzeitiger Bevorratung von bis 200 Exemplaren. Bei 120 Seiten inklusive 5 Farbseiten liegt der Herstellpreis pro Buch bei 6,60 und nach Reduzierung dann bei 4,92 Euro. So wie ich es verstehe bleibt die Entscheidung über die Festlegung des Ladenverkauspreises weiterhin beim Autor. Wenn es so ist, müsste ich dann damit auch bei niedrigen Seitenzahlen optimal arbeiten können. Werde mich nochmals in Ruhe damit beschäftigen.

Ciao

Nicole
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Yuki
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Re:

von Yuki (06.02.2008, 17:34)
Hallo,

was ich noch zu Shaker sagen kann, ist dass sie auch Jugendbüchern nicht abgeneigt sind und wohl versuchen diese Sparte auch abzudecken. So wurde mir zumindest in einer Mail berichtet und gleichzeitig wurde ich gebeten doch einmal etwas hinzuschicken. Habe ich getan, seit dem warte ich (ist jetzt ca. einen Monat her) bzw. habe mein Mansukript wo anderes untergebracht.

Wenn die Herstellungskosten gesenkt werden sollen und die Bücher im Versandregal stehen, dann gibt es monatliche Lagergebühren. Fragt sich, was passiert, wenn die nach einer bestimmten Zeit nicht verkauft werden. Muss der Autor die dann selbst kaufen?

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Gigger
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Re:

von Gigger (06.02.2008, 19:46)
Hallo Nicole,

ich hatte an die 440 DIN A4-Seiten. Shaker find ich schon nicht schlecht. Es gibt dort aber keine Möglichkeit, das selbst zusammengekleisterte Cover in einer Voransicht zu sehen sowie AUtorentext und Bild einzufügen. Das hat BOD cleverer gemacht.

Nicole
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Re:

von Nicole (06.02.2008, 21:01)
@Yuki

Man hat die Bücher sogar schon bei Aktivierung der Option gekauft, also nicht erst später. Damit beschäftige ich mich eben derzeit. Ich hätte dann schon 150 oder 200 Exemplare am Lager, die werden an den Buchhandel versandt und ich kann selbst auch davon abrufen. Der Verkaufserlös wird meinem Autorenhonorar zugeschlagen. Gehe ich damit dann wirklich ein Risiko ein ? Wenn ich so überschlägig kalkuliere wieviel Bücher sich beim Verlag verkaufen werden. Insbesondere bei niedrigerem Ladenpreis und wieviel ich selbst für Eigenvertrieb benötige, sehe ich nicht wirklich ein Risiko darin. Berichte mehrer Forumsmitglieder machen mir da Mut. Wäre vielleicht interessant dies in einem eigenständigen Thread zu diskutieren.


@Gigger

Natürlich ist es von Vorteil wenn man in der Vorschau das Cover nochmals sehen kann. Kenne ich auch so von einer anderen Plattform. Müsste man bei Shaker einmal vorschlagen dies einzuführen, vielleicht hilft es wenn mehrere Autoren es empfehlen. Entscheident ist es jedoch nicht so sehr. Es ist ja im Prinzip eine Funktion für den absoluten Massenbetrieb und doch eher wichtig bei vorgefertigten Standard-Designs.
Also wenn ich ein individuelles Layout z.B. mit Photoshop erstellt habe, benötige ich keine Druckvorschau mehr. Ich kenne den Entwurf doch dann genau.
Außerdem habe ich mehrfach gelesen, dass man von Shaker Media Korrekturabzüge vom Cover und vom Inhalt bekommt und sein Werk dann in gedruckter Form begutachten kann.

Ciao

Nicole
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Gigger
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Re:

von Gigger (07.02.2008, 19:56)
Hallo Nicole,

ich hatte das ja gemailt, aber eben keine Antwort bekommen. Mit photoshop oder ähnlichen Programmen kenn ich mich gar nicht aus, deshalb hab ich eben ein vorgefertigtes Cover testen wollen, eben so wie bei BOD. ABer es wird ja einen Bekannten geben, der sich damit ein wenig auskennt....

Nicole
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Re:

von Nicole (18.03.2008, 21:35)
@Gigger

Hallo,

am letzten Wochende habe ich die Leipziger Buchmesse besucht und auch bei Shaker Media vorbei geschaut. Ich habe verschiedene Themen angesprochen und erfahren, dass der neue Coverdesign-Assistent kurzfristig im Autoren- Account implementiert sein wird. Dort soll dann die von dir benötigte Funktion mit Druckvorschau etc. enthalten sein. Ausserdem noch weitere Optionen wie Variation der Farb- und Schriftart ermöglichen. Da bin ich mal gespannt.

Ciao

Nicole
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Gigger
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Re:

von Gigger (18.03.2008, 22:06)
Hallo Nicole,

fantastisch, das ist eine ausgesprochen gute Nachricht, die mich sanft in den wohlverdienten Schlaf wiegen wird.
Werde dann hin und wieder mal bei den Shakerern reinschauen.
Danke!

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Jutta Ploessner
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Re:

von Jutta Ploessner (25.03.2008, 03:10)
Hallo zusammen.

Hoffentlich bringe ich jetzt niemanden um seinen Schlaf. Ich bin ebenfalls von Shaker angeschrieben worden, ebenso etwa zwei Dutzend andere Autorenkollegen, die ich kenne. Auch soll bereits im letzten Jahr eine Mail mit diesem Inhalt kursiert sein.

Offenbar handelt es sich um einen Druckkostenzuschussverlag, der gezielt Autorenwebseiten absucht. Eine Kollegin riet, speziell den Punkt "Lektorat" kritisch zu betrachten.

Jedenfalls sind wir alle gewarnt worden, und diese Warnung möchte ich weitergeben. Ich werde denen auch gar nicht erst antworten.
Liebe Grüße von Jutta aus British Columbia

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Gigger
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Re:

von Gigger (25.03.2008, 18:06)
Hallo Jutta,

ein Druckkostenzuschussverlag dürft wohl ein Verlag sein, der einige Tausend EUro verlangt, damit das Buch verlegt wird. Shaker ist mit BOD zu vergleichen, sie drucken auf Bestellung. Natürlich machen sie das nicht gratis. Wenn man ein Lektorat will und vielleicht ein Cover und dies und das, kanns schon teuer werden, aber das ist bei BOD genauso.

Was hat den Shaker geschrieben?

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Re:

von Jutta Ploessner (25.03.2008, 21:26)
Hallo Gigger,
sie haben mir und etlichen anderen Autoren dieselbe Mail geschickt, nämlich, dass sie auf mich aufmerksam geworden sind und mich einladen möchten, eine Zusammenarbeit mit ihnen in Erwägung zu ziehen. Das betraf nicht nur BoD-Autoren.

Ich fand das Ganze unseriös, nicht nur, weil ich schon Wochen zuvor gewarnt worden war. Selbst war ich nicht auf deren Webseite, erstens hatte ich kein Interesse und zweitens hätten mich die allgemeine Empörung und Skepsis sowieso abgeschreckt. Ich kenne genug Kollegen, die böse reingefallen sind. Man kann gar nicht vorsichtig genug sein.

Hoffe, dass es euch nicht auch so ergeht. Natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren und es gibt auch seriöse DKZVs, die mit offenen Karten spielen und sich anstrengen. War auch irgendwann mal ein Artikel im TextArt-Magazin.

Viel Glück und Erfolg all denen, die es wagen wollen. Vielleicht kommt ja auch ein tolle Sache heraus, und alle Zweifel und Misstrauen waren unbegründet. Das wünsche ich euch jedenfalls. thumbbup
Liebe Grüße von Jutta aus British Columbia



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Gigger
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Re:

von Gigger (25.03.2008, 21:32)
Danke Jutta,
werde AUgen und Ohren offen halten. :shock::

Nicole
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Re:

von Nicole (26.03.2008, 09:56)
@Gigger

Hallo,

Jutta irrt komplett. Erstens kennt sie das Angebot selbst nicht, ausserdem kennt Sie m.E. auch konkret keinen Autor mit negativen Erfahrungen. Darüber hätte man im Netz sicherlich direkt etwas zu lesen bekommen. Stattdessen habe ich bislang nur Empfehlungen gefunden. Falls da aber doch was dran wäre, lasse ich mich durch konkrete Info gerne belehren. Ich hatte die von Jutta erwähnte Diskussion in einem Autorenforum "Montsegur bei Andreas Wilhelm" vor einigen Wochen verfolgt und für kompletten Quatsch erachtet. Wenn ich als Autor(in) eine eigene Homepage betreibe und die Kontaktaufnahme in Sachen Publikation aktiv anbiete, würde ich diese dann seitens eines Verlages auch begrüssen.

Ausserdem verwechselt Jutta Threads im Montsegur Forum und bringt Aussagen durcheinander. Da wurde über einen Literaturagenten berichtet, der mit einem Lektorat in der Schweiz versucht Kasse bei Autoren zu machen. Das hat aber weder mit Shaker noch mit BoD etwas zu tun. Liebe Jutta, bitte korrekt und authentisch berichten. Idealerweise mit Zitat oder Link.

In der erwähnten Debatte "Montsegur etc." geht es darum, dass einige wenige Autoren die so wie Jutta in einem Verlag (z.B. Lübbe) etabliert sind und höchstwahrscheinlich ein Problem mit allen BoD Autoren haben.
Das geht es so ein bischen darum, dass neue Autoren ausschließlich den selben Weg beschreiten sollen. Also erstmal Hinten anstellen. Auf der Homepage dieser Autoren "z.B. Andreas Wilhelm" werden dann Termine für Lesungen in Buchhandlungen angekündigt. Und nun kommen wir Gigger und wollen da mitmachen. Einfach so, weil z.B. Shaker oder BoD es uns ermöglichen und das missfällt. Die Einstellung ist nachvollziehbar und sogar menschlich, aber man sollte die dazu gehörenden Aussagen richtig einschätzen. Ausserdem ist es durchaus verständlich das die "konventionellen" Verlage es nicht gern sehen wenn plötzlich Romane und Belletristik an ihnen vorbei auf den Markt kommen. Zumal darunter hin und wieder richtig gute Bücher sind. Ist doch klar und nachvollziehbar.

Zu Shaker Media kann ich persönlich bestätigen, dass es keine versteckte Kosten gibt. Man erwartet die Ablieferung eines druckreifen Manuskripts, was mittlerweile bei vielen Verlagen eine Voraussetzung ist. Bedarfsweise werden absolut freischaffende Agenturen zur Unterstützung empfohlen. Ich habe mein Manuskript bei so einer Agentur für 1,- EUR/ Seite zur Korrektur gegeben, war mit dem Ergebnis extrem zufrieden und würde es stets wiederholen. Aber man muss es ja nicht so machen. Man kann sein Manuskript komplett selbst bearbeiten und die Kosten einsparen.

Das Mitwirken des Autors am druckreifen Manuskript scheint Montsegur und den Initiatoren aber ein Dorn im Auge zu sein. Man hat dort mehr die veraltete Vorstellung vom Autorenleben: Autor reicht Manuskript beim Verlag ein, wird entdeckt und erhält schon mal einen hohen Vorschuss per Scheck. So wie im Film oder so ähnlich. Und wenn das so nicht klappt, dann warten (Hinten anstellen) oder bei Montsegur mitmachen, evtl. hilft es auch irgendwann.

Also wenn ich mir die Autorenliste bei Shaker Media anschaue, finde ich da einige in Autorenkreisen gute Namen wie z.B. Ulrike Linnenbrink - auch Lübbe Autorin so wie Jutta - die mittlerweile 3 Bücher bei Shaker veröffentlicht hat und auf Ihrer Homepage positiv darüber berichtet. Ausserdem einige bekannte Journalisten und Manager wie z.B. Joachim Jahnke. Das hat sicherlich seinen Grund!

Bertrachtet man das Angebot von Shaker genau, stellt es sich als riesige Chance für "moderne" Autoren heraus. Ich kann Jutta daher nur widersprechen und schlage vor: erst anschauen und dann beurteilen.

Ich erwähne das deshalb so ausführlich, weil ich es schade finde wenn (un)bewusst falsch informiert wird.

Ciao

Nicole
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Re:

von SandraR (26.03.2008, 11:51)
Ich hatte wie Nicole auch das Gefuehl das Jutta Druckkostenverlage und BoD Verlage durcheinander wirft.
Ob Sie dies aus Unwissenheit tut, was ich vermute oder bewusst aus einem weniger netten Grund wage ich nicht zu beurteilen. Im Zweifelsfalle gehe ich immer von Unwissen aus.
Nicole ich habe Dir eine Anfrage wegen deinem Korrektor geschickt cheezygrin suche gerade einen neuen.
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Re:

von Judith (26.03.2008, 12:02)
Ich sehe bei Shaker auch nichts, was auf einen DKZV hinweist. Ob man BoD oder Shaker wählt, muss man von Fall zu Fall abwägen. Ich schreibe eher dünne Bücher und lege Wert darauf, dass sie gut in verschiedenen (Online-)Buchhandlungen vertreten sind, da ist für mich BoD besser. Will jemand ein dickes Buch zu akzeptablem Preis herausbringen, dann ist er vermutlich bei Shaker besser aufgehoben. Beide sehe ich als Dienstleisungsfirma, nicht aber als Druckkostenzuschussverlag an.

Grüßle,
Judith
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