No comment?

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mtg

Re:

von mtg (22.03.2008, 13:48)
Liebe Julia,
danke. Du sprichst mir aus der Seele.

Lieber Carsten,
"dieses Land" ist das Land, in dem Du auch lebst. Zeige nicht mit dem Finger auf "dieses Land", weil Du damit nämlich auch auf Dich zeigst. Also lamentier auch Du nicht rum, sondern versuche, an Deiner kleinen Stelle etwas zum Guten zu wenden.

Matthias

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (22.03.2008, 13:51)
Ich "lamentiere" keinesfalls, ich zeige mit dem Finger und gebe ein Vorbild. Welchen Sinn würde sonst das Zeigen machen?

Dieses Land ist mein Land und ich zeige mit dem Finger darauf, weil es mich annervt und ich etwas verändere. Würde ich nur zeigen, müßte ich aus lauter Konsequenz das Land verlassen.

Ich kann nur etwas verändern, wenn ich die Makel öffentlich mache und selbst nicht so handele. Und was machst Du?

mtg

Re:

von mtg (22.03.2008, 13:53)
Dann habe ich Deinen Beitrag von eben falsch verstanden. Sorry dafür. Denn genau das ist auch meine Meinung - solange es nicht beim nur "Mißstände aufzeigen" bleibt, sondern jeder versucht, daraus zu lernen oder etwas zu erkennen und eine Kleinigkeit zu verbessern.

Matthias

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (22.03.2008, 14:02)
Oh ja, Meckerer am Stammtisch haben wir genug. Das sind dann leider oft die "Anscheißer in ihrem Block".

Irgendwann gab es mal den Spruch "Bleibe im Lande und wehre dich täglich" cheezygrin

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Zoba
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Re:

von Zoba (22.03.2008, 15:27)
Hi,

@Matthias

So kann - mit Verlaub - auch kein "Wir"-Gefühl aufkommen ... und da wunderst Du Dich?????

ICH war keineswegs verwundert, daß es hier kein Wir-Gefühl gibt, wenn du zurückliest, war das Judith. Mich wundert auf gar keinen Fall, daß sehr Viele, die hierzulande massiv gegen den Strich gebürstet werden, bereits innerlich ausgewandert sind.

Das kann ich gut verstehen, aber es zwingt Dich niemand dazu, Dich mit diesem Land zu identifizieren.

In diesem Fall laß doch deine Kommentare stecken...! Wer hat das mit der Identifikation (und daß sie nötig wäre) aufs Tapet gebracht, doch du.

Aber es gibt genügend Beispiele, in denen die Nachkommen eben solcher Familienschicksale konstruktiv und produktiv an die Neugestaltung gegangen sind. Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass in Deinem oben zitierten Satz unterschwellig so etwas wie Revanchismus und Sippenhaft mitschwingt ... ob das wirklich hilfreich sein kann?

Inwiefern meine Familie konstruktiv und produktiv am Wiederaufbau Deutschlands beteiligt war, das scheinst du per Blind- und Ferndiagnose aber so richtig Uri-Geller-mäßig beurteilen zu können.

Ist es dir vielleicht schon mal in den Sinn gekommen, daß eine Haltung wie meine unter Umständen darauf basieren könnte, daß man sehenden Auges leider miterleben muß, wie das, was einmal 80% der Vater- und Großvatergeneration das Leben kostete, heute wieder fröhliche Urstände feiert? Und sofern du nicht in einer Familie großgeworden bist, in der bei 3 von 4 Namen, die bei Familienfesten erwähnt werden, die Betreffenden jung in Auschwitz oder Dachau verstorben wurden, hast du auch nicht die leiseste Vorstellung davon, wie enorm zwiespältig gerade in jüngerer Zeit viele solche Familien Deutschland sehen und erleben.

Es soll Menschen geben, die aus genau diesem Gefühl heraus Konsequenzen gezogen haben.

Ja, für dich wäre es wohl eine einfache Sache, Pflegebedürftige mal eben so ins Pflegeheim zu packen, damit du dich selbst ausleben kannst. Okay, auch eine Aussage.

Wenn andere daran scheitern, brauche ich ja gar nicht erst anzufangen... Das ist natürlich eine prima Position...

No comment. Eine dümmere Aussage habe ich noch nie gehört. Es geht bei Verbesserungen einer Situation nicht darum, ob jemand dafür selig gesprochen wird, sondern - qua Ausdruck - dass sich die Situation verbessert.


Erneut scheinst du ja wohl in meiner Jackentasche zu leben, oder wie sonst weißt du so genau Bescheid, was ich alles getan und nicht getan habe, um zum Schluß zu kommen, daß es die Zeit und die Nerven nicht wert ist.

Kurzer Hinweis, ich hatte 18 Jahre lang ein Parteibuch und war sehr aktiv. Das habe ich, nachdem deutlich wurde, daß rein garnichts erreicht wurde, außer daß sich manche die Taschen füllten, abgegeben. Ich bin Mitbegründer von zwei dieser netten Gutmenschenvereinen gewesen und war auch dort lange engagiert. Bis erneut deutlich wurde, daß es 99% dabei mehr um die eigene Profilneurose ging, als darum zu helfen oder etwas zu bewirken und wenn nicht das, dann erneut wieder darum, die eigenen Taschen zu füllen. Irgendwann lernt man draus. Aber vielleicht ist das eine Frage der Erfahrung und Lebenszeit, ob man oder ob man nicht lernt.

Ich habe zwar - im Gegensatz zu Dir - jetzt kein passendes Wikipedia, ekd oder irgend-ein-blog.de

Wie oberflächlich! Vor dem Kritisieren sollte man Lesen und zumindest VERSUCHEN, zu verstehen, was man liest. Von einem Autor ließe sich das zumindest erwarten. Mein Link zur EKD war ein rein informativer Verweis auf eine durchgeführte Befragung, kein Zitat. Wie übrigens der Hinweis auf den Blog auch kein Zitat, sondern der der Information dienende Hinweis auf einen Menschen war, der Sarrazins zynische Diätberatung in die Tat umsetzte und darüber berichtete. Wenn du also schon zu faul zum Lesen bist, dann spintisierte dir doch bitte nicht zusammen, was da gestanden haben könnte.

Ich liebe die Theoretiker, die ihre Hörer oder Leser bei jeder passenden und unpassenden Stelle mit Zitaten aus dem "kleinen Prinz" (ja - das mit dem Herzen gut sehen) oder von Erich Kästner ("Es gibt nichts Gutes, außer man tut es") oder anderen tiefenpsychologischen Ergüssen (Lieblingszitat: "Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt") vergewaltigen, aber - wenn es um den zitierten ersten Schritt geht - sich als fußkrank abmelden.

Siehe oben. Ich habe mich fußkrank gemeldet, NACHDEM ich den Marathon absolviert und als nicht im Mindesten erneut durchführenswert befunden habe. Also hör doch mal mit deinen aus deinen eigenen Vorurteilen zusammengesuchten Vermutungen über mich auf. Du hast ganz einfach keine Ahnung.

@Julia:

warum bist du nur derart negativ eingestellt?

Weil ich genügend handfeste Gründe dafür habe und weil derzeit täglich neue dazukommen. Ich wüßte nicht, wie ich da gegenüber diesem Land positiv eingestellt sein können sollte.

Das ist ja langsam unerträglich, wie du hier rumjammerst. Wenn mich ein Land oder dessen Bewohner so sehr anwidern würde, wie wir Gerne-Deutschen dich, dann würde ich lieber gestern als heute abhauen.

Würde ich auch gerne, zur Zeit sogar lieber gestern als heute. Nur gehen geht es nicht, glaub mir, so schnell könnte niemand "piep" sagen, wie ich aus dem Land wäre, wenn ich könnte. Ich bin derzeit ja schon jedesmal froh, wenn ich das für ein paar Wochen tun kann.
Gruß,

Zoba

-----------
"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky

mtg

Re:

von mtg (22.03.2008, 16:10)
@ Zoba:

Mach mich nicht für Deine Defizite verantwortlich Ansonsten: No comment.

Matthias

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Zoba
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Re:

von Zoba (22.03.2008, 17:25)
Hi Matthias,

ich - dich - für wessen Defizite?

Nee mein Lieber, wenn du nichts anderes kannst, als mit Vorurteilen und Mutmaßungen um dich zu werfen, statt qualifiziert zu diskutieren, dann dürfte Bullrichsalz nicht ausreichen, um das zu - ähm - lösen... cheezygrin
Gruß,



Zoba



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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky

mtg

Re:

von mtg (22.03.2008, 18:16)
Zoba hat geschrieben:
Nee mein Lieber, wenn du nichts anderes kannst, als mit Vorurteilen und Mutmaßungen um dich zu werfen, statt qualifiziert zu diskutieren, dann dürfte Bullrichsalz nicht ausreichen, um das zu - ähm - lösen...


Sorry - aber ich bediene mich nur der spärlichen Informationen und Aussagen, die Du bislang getroffen hast - von unqualifizierten Kommentaren mal ganz zu schweigen. Mehr bleibt da nicht zu sagen.

M.

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Claire
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Re:

von Claire (22.03.2008, 21:42)
@ Laura

Na ja, irgendjemand muss sich in solchen Dörfern ja wohlfühlen, sonst wären ja schon alle in die Großstadt gezogen.


Genau! Ich finde das sollte jeder für sich entscheiden. Für mich war das "Dorf" definitiv nix, deshalb bin ich bei der ersten Gelegenheit in die Großstadt "geflüchtet" und bin da - mit kleinen Abstrichen - auch zufrieden. Ich würde aber auch nicht auf die Idee kommen, Leute zu verurteilen, die das Dorfleben vorziehen. Bitte schön - wer bin ich?
Vor- und Nachteile hat beides. Für mich hat die Großstadt zur Zeit definitiv mehr Vorteile, aber das hat mit meiner Gesundheit zu tun. Wenn man krank ist, lernt man es zu schätzen, dass die Ärzte direkt nebenan sind.

LG Claudia
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Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

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Judith
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Re:

von Judith (22.03.2008, 22:51)
CeKaDo hat geschrieben:
Allerdings ist auch das Klageverhalten der Deutschen beispielhaft ...


Solche Aussagen meinte ich weiter oben. Warum sprichst du in der dritten Person, wenn du selbst dazu gehörst? Auch wenn du versuchst, etwas zu ändern, bist du ein Teil davon.

Zoba, niemand hier kann hellsehen. Und keiner von uns kann wissen, warum du so verbittert bist.

Grüßle,
Judith
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Laura
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Re:

von Laura (24.03.2008, 19:47)
Also ich kann mich hier in diesem Thread nur voll hinter Zoba stellen.
Irgendwie schon interessant, dass sich ausgerechnet die Schwaben "auf den Schlips getreten" fühlen, denn im Land der Kehrwochenfanatiker findet man das von Zoba beklagte Verhalten besonders häufig.

Ich bin zwar leider nicht so weitgereist wie Zoba, aber innerhalb Deutschlands ganz schön rumgekommen.

Ich finde es auch sehr unfair, wie man hier reagiert, wenn Zoba auf das Schicksal ihrer Familie hinweist. Hier wäre ein wenig mehr Sensibilität und Taktgefühl durchaus angebracht, oder soll sie sich etwa noch dafür rechtfertigen, was mit ihrer Familie passiert ist. Todschweigen, das ist auch typisch für "unsere" deutsche Mentalität. Gruß Laura, die manchmal nicht ihren Schnabel halten kann

mtg

Re:

von mtg (24.03.2008, 20:04)
Laura hat geschrieben:
Ich finde es auch sehr unfair, wie man hier reagiert, wenn Zoba auf das Schicksal ihrer Familie hinweist. Hier wäre ein wenig mehr Sensibilität und Taktgefühl durchaus angebracht, oder soll sie sich etwa noch dafür rechtfertigen, was mit ihrer Familie passiert ist.


Laura - ich weiß zwar nicht, was Du in diesem Thread zu diesem Thema gelesen haben willst, aber diese Deine Einlassung ist völlig unnötig, ja sogar deplatziert.

Ich bin allerdings der festen Auffassung, dass keine einzelnes Mitglied in diesem Forum irgendwelche tragischen Historien für sich gepachtet hat. Ich gehe mehr noch fest davon aus, dass viele Mitglieder vergleichbare, ähnliche oder auch ganz anders geartete Schicksale vorweisen können OHNE darauf hinweisen zu müssen - was natürlich nichts an dem Schicksal der Einzelnen ändert...

Matthias

Versailles
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Neid

von Versailles (24.03.2008, 20:56)
Guten Abend zusammen,

zuerst einmal möchte ich sagen, dass der Ton in dieser Diskussion eine Schärfe angenommen hat, die mir nicht behagt. Ich werde mich aus verschiedenen persönlichen Gründen nicht daran beteiligen, habe aber eine Frage an Zoba: was bitte schön ist ein Gutmenschenverein???

LG
Amalia
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Re:

von franziska rechperg (24.03.2008, 21:27)
[quote="julia07"]Sag mal Zoba,
warum bist du nur derart negativ eingestellt?

Das ist ja langsam unerträglich, wie du hier rumjammerst. Wenn mich ein Land oder dessen Bewohner so sehr anwidern würde, wie wir Gerne-Deutschen dich, dann würde ich lieber gestern als heute abhauen.

Was auch immer du hierauf antwortest, ich gebe gleich bekannt, dass ich darauf nicht antworten werde, denn mir hängt diese Hetze zum Hals raus.


Genau! Ich habe nicht vor gehabt, auf die Hetztirade von Zoba zu antworten, aber genau das, was in den letzten beiden Beiträge geschrieben wurde, ist auch meine Ansicht. Ich begreife die Menschen nicht, die ein Land so sehr hassen und dann dort leben wollen! Schwer nachvollziehbar, aber vielleicht hat sie irgendwann die Möglichkeit, auszuwandern. Ich wünsche es ihr von Herzen!
Trotzdem frohe Ostern!
Franziska Rechperg
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Apegon
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Re:

von Apegon (24.03.2008, 22:04)
Ein Land zu hassen, ist immer der falsche und destruktive Weg.
Ich lebe hier in Deutschland, weil ich aus meiner Heimat mit Gewalt vertrieben worden bin.

Ich danke Deutschland sehr dafür und liebe es umso mehr, weil es mich ohne wenn und aber aufgenommen hat.
Ich glaube zu wissen, was es bedeutet eine Freiheit zu haben im Sinne des Denkens, Schreibens und Meinungsäußerung.
Deutschland bietet diese Eigenschaften – und dies sind Dinge, die man mit Respekt und Achtung begegnen sollte.

„Quae nocent, docent“. Was schadet, lehrt. Vielleicht müssen die Menschen erst die andere Seite des Lebens kennen lernen, um zu wissen, wo die Messlatte gesetzt werden sollte…
pendare nik, goftare nik, kerdare nik

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