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Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (25.03.2008, 15:20)
Die Frage war:
kann man ein Buch veröffentlichen und als Autor unsichtbar bleiben?

Versailles
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Re:

von Versailles (25.03.2008, 15:49)
Birgit, wie man hier sehen kann: ja :wink:

Zoba, wenn man lange genug gräbt, wird es auch am Nordpol warm :twisted: und hätte der Hund nicht ... hätte er einen Hasen gefangen und ... wäre die Stimmung mit Fahnen nicht toll gewesen, wäre sie es ohne ... ach was, soll's ... Over and out.
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HuWes
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Re:

von HuWes (25.03.2008, 16:23)
Zoba hat geschrieben:
Ähm, was soll daran positiv sein? Wäre die Stimmung ohne Fahnen nicht auch fröhlich gewesen? Und könnte es eventuell nicht an was anderem gelegen haben, daß die Gemengelage auf entspannt gefiltert war? Davon ab fehlt mir diesbezüglich an der echten Grundlage für Stolz (ich meine da nicht nur die Deutschen, sondern das Ganze allgemein).


ich empfand und empfinde es als ausgesprochen positiv (im Sinne von "positiver Nationalstolz"), dass hier ein Großereignis stattfinden konnte , bei dem reichlich Fähnchen geschwenkt wurde, die Fans (aller anwesenden Nationen) sich ihrer Nationalität bewusst waren und trotzdem (?) gute Stimmung herrschte. Ohne die Bekenntnisse zur eigenen Nationalität wäre die Stimmung sicher weniger gut gewesen (allein schon wegen der fehlenden Farben).

Zoba hat geschrieben:
Mit Nationalstolz hatte das nicht viel zu tun, sondern mit dem Wunsch in Freiheit leben zu können. Ich habe zu der Zeit (sogar bis heute gibts das noch) keineswegs bemerkt, daß die "Ossis" mit weit geöffneten Armen aufgenommen wurden. Die ersten dämlichen Ossi-Witze gabs bereits nach ein paar Tagen und jede Menge Vorurteile auch.

Wenn da jemand stolz auf sich (sic! Nicht auf die Nation) sein kann und konnte, dann die Montagsdemonstranten auf sich selbst. Was aber sollte das mit Nationalstolz zu tun haben?


Ach, ich finde es schon ganz gut - auch aus nationaler Sicht -, dass Deutsche einen Umsturz hinbekommen ohne Blutvergießen; ein Ereignis von epochaler Bedeutung durchziehen so ganz entgegen dem "Image" der Deutschen. Und letztlich haben die Montagsdemonstranten ja nicht gerufen "ich will raus" (hast du dich nicht über den latenten Egoismus in diesem Lande beklagt?), sondern "wir sind das Volk" (was ja letztlich ein nationaler Begriff ist), ganz zu schweigen von "Deutschland, einig Vaterland".

Auch wenn du diese Ereignisse aus nationaler Sicht schlecht machst, ich bin ziemlich stolz auf meine Landsleute, dass sie 1989 und 2006 so etwas hinbekommen haben.

Ganz nebenbei: frag mal bei den von dir so bevorzugten Franzosen, Briten, Italienern, Spaniern, Portugiesen, US-Amerikanern & Co nach, wie die es mit dem "Nationalstolz" halten. Da sind wir in Deutschland aber noch ausgesprochen zurückhaltend.

Nichts für ungut, aber mir scheint, du siehst auf einer grünen Wiese immer nur die Kuhfladen und nicht die Gänseblümchen. Das gibt auf Dauer nur Magengeschwüre und ungesund hohen Blutdruck.

Versailles
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Re:

von Versailles (25.03.2008, 16:31)
ich empfand und empfinde es als ausgesprochen positiv (im Sinne von "positiver Nationalstolz"), dass hier ein Großereignis stattfinden konnte , bei dem reichlich Fähnchen geschwenkt wurde, die Fans (aller anwesenden Nationen) sich ihrer Nationalität bewusst waren und trotzdem (?) gute Stimmung herrschte.

Ganz nebenbei: frag mal bei den von dir so bevorzugten Franzosen, Briten, Italienern, Spaniern, Portugiesen, US-Amerikanern & Co nach, wie die es mit dem "Nationalstolz" halten.

Nichts für ungut, aber mir scheint, du siehst auf einer grünen Wiese immer nur die Kuhfladen und nicht die Gänseblümchen.
d'accord - Ach Huwes, das hast du jetzt richtig schön formuliert!! angle:
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HuWes
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Re:

von HuWes (25.03.2008, 16:34)
Birgit Fabich hat geschrieben:
Die Frage war:
kann man ein Buch veröffentlichen und als Autor unsichtbar bleiben?


Warum denn nicht?
Man legt sich ein Pseudonym zu wie etwa "Richard Bachman" oder "John Swithen", veröffentlich das Buch (natürlich ohne Autorenfoto) und lässt sich dann nicht in der Öffentlichkeit blicken.

(o.g. Namen sind Pseudonyme von Stephen King, King blieb als "Bachman" fast 10 Jahre unerkannt).

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PvO
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Re:

von PvO (25.03.2008, 17:56)
Nichts für ungut, aber mir scheint, du siehst auf einer grünen Wiese immer nur die Kuhfladen und nicht die Gänseblümchen. Das gibt auf Dauer nur Magengeschwüre und ungesund hohen Blutdruck.

Genau so sehe ich das auch. Wie kann ein einzelner Mensch so viel Unzufriedenheit in sich tragen?
Zobas Glas scheint ständig halb leer zu sein.

Laura
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Re:

von Laura (25.03.2008, 19:40)
Hallo Amalia, ich wollte mit meinem Hinweis auf die "späte Geburt" auch nur sagen, dass ich die hier angesprochenen Zeiten nicht mehr selbst erlebt habe. Gruß Laura

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Zoba
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Re:

von Zoba (25.03.2008, 19:43)
Hi,

@ PvO

Zobas Glas scheint ständig halb leer zu sein.


Ich bin, was dieses Thema betrifft, erworbener Pessimist. Mit Unzufriedenheit hat das nichts zu tun, mal davon abgesehen, daß ich dieses Land sehr gerne wieder hinter mir lassen würde. Im Gegensatz zu einigen hier bin ich jedoch weder betriebsblind, noch nationalistisch/patriotisch (wäre das auch übrigens in keinem anderen Land), noch versuche ich mir rosa einzufärben, was nicht rosa ist. Genau besehen bin ich beinharter Realist.

Ich gehöre deshalb auch nicht zu den Leuten, die man (als stolze frischgebackene Eltern mit einem Kleinkind das wie eine Bratkartoffel aussieht) fragen darf, ob ich das Baby hübsch finde. Ich pflege ehrlich zu antworten cool5

@Versailles:

Was ich zwischenzeitlich bei dieser Diskussion als sehr interessant und bemerkenswert empfinde, ist die restlose Verweigerung auch nur mit der Fingerspitze die Themen zu berühren, die ich dabei angesprochen habe. So viel Schweigen, zumindest öffentliches, mutet schon, hmm, seltsam und sehr bezeichnend an.

Meinst du, daß mit deinem Nebensatz, daß du Rassismus (etc.) nicht gut findest, alles bereits geklärt ist? Daß man dann einfach zur Tagesordnung und "gesundem Nationalstolz" zurückkehren kann, wenn man - so quasi im Groben und Allgemeinen - verurteilt hat, was hierzulande passiert? Und das wars dann?

Tja, DAS, vielmehr GENAU DAS ist das Problem, das ich mit der Sache habe, das ist exakt der Grund, warum ich die Klappe nicht halte. Denn es ist nicht nur der blanke Hohn, es ist auch noch aktives Steigbügelhalten all jenen gegenüber, die da tätig sind. Und auch diese deine Geisteshaltung hatten wir schon mal.

Du äußerst dich nicht zu einem einzigen der von mir angesprochenen Punkte, als ob sie nicht existent seien oder ich sie erfunden hätte oder als ob sie zu vernachlässigen wären. Von einer Autorin, die sich - wie auch immer - mit Geschichte befasst, würde ich anderes erwarten.

@HuWes:

Diese WM war die reine und gezielte Propaganda, von A bis Z. Nicht nur, daß "wir Deutsche" im Vorfeld der WM ganz gewaltig aufgeräumt wurden. Falls du nicht verstehst was ich meine, dann lese mal nach, wer alles im Vorfeld verhaftet, überprüft und mit Hausarrest belegt wurde. Ich kenne allein in Stuttgart ein paar Fälle, aus Berlin wird von wesentlich mehr gesprochen. Und ich rede nicht von Hooligans.

Im fröhlichen Schwipp-Schwapp auch völlig untergegangen sind eine Reihe der weitreichensten Gesetzesänderungen der jüngeren Geschichte (so in etwa der letzten 60 Jahre), die - oh wie passend - zu dem Zeitpunkt durchs Parlament gehievt wurden, als Deutschland bier- und sangestrunken vor dem Fernseher 11 Männekens zusah.

Übrigens, ganz ließ sich die häßliche Seite des Nationalismus auch bei der WM nicht verheimlichen, wie diverse Spieler demonstrierten.

Völlig unblutig war 1989 sicher nicht und friedlich/positiv liefen die Folgejahre für sehr viele, eigentlich die meisten ehemaligen DDRler, auch nicht. Es wurde sich wie Hyänen auf sie gestürzt, das Land verscherbelt, die Industrie zerstört und Berufsausbildungen und (Lebens-)Werte zerschlagen, der Osten ausgeblutet. Stolz kann man, auf Seiten der alten BL nicht darauf sein und die neuen BL zeigen heute den Nachhall dessen, was gelaufen ist. Oder empfindest du es als normal, daß Inder durch ostdeutsche Dörfer geschasst werden oder Schwarze dort halbtot geprügelt werden? Darf ich außerdem bitteschön an Hoyerswerda erinnern? Das gehört alles selbstverfreilich in diesen gesamten Prozeß mit hinein.

Wenn du zurückliest, wirst du feststellen, daß ich schrieb, daß ich egal welchen Nationalismus/Patriotismus egal welchen Landes gleich unangebracht finde. Ich gab dazu auch noch das Beispiel der USA, die gerade zu bedauern lernen, wozu Patriotismus führt. Aufgebracht habe das Thema auch nicht ich, läßt sich auch zurücklesen. Irgendeine Form von Nationalismus wäre für mich jedoch der allerletzte aller Gründe, warum man sein Land (oder auch andere Länder) nicht offen für seine Fehler kritisieren sollte cheezygrin
Gruß,

Zoba

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Lucie
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Re:

von Lucie (25.03.2008, 19:58)
Hallo Claire,
aber jeder Mensch hat die Chance, als Erwachsener damit umzugehen,
also ist das keine Entschuldigung!
Es ist schon eigenartig, dass je besser es den Menschen geht, diese negativen Eigenschaften mit dem Wohlstand mitwachsen...

Grüße
Lucie

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danysahne

Re:

von danysahne (25.03.2008, 20:28)
Ich zitiere:
Und sofern du nicht in einer Familie großgeworden bist, in der bei 3 von 4 Namen, die bei Familienfesten erwähnt werden, die Betreffenden jung in Auschwitz oder Dachau verstorben wurden, hast du auch nicht die leiseste Vorstellung davon, wie enorm zwiespältig gerade in jüngerer Zeit viele solche Familien Deutschland sehen und erleben. (Zitat Ende)

Äh ja...! Ich weiss nicht, was diese in meinen Augen äusserst dumme Bemerkung soll. :shock::
Denn das, was geschehen ist, ist lange her. Sicher nicht lang genug und niemand sollte je vergessen, was damals geschehen ist. Denn dieses Schandmal in der Geschichte der Menschheit darf weder geleugnet noch vergessen werden und erst recht darf sich so etwas nie wieder wiederholen. Doch was kann ich zum Beispiel (Baujahr 1979) denn dafür, was damals irgendwelche Geistesgestörten Deiner Familie und Dir an Leid zugefügt haben? Wie lange wollen denn die Nachfahren und Überlebenden uns ( also den Deutschen, ich zähl mich mal jetzt einfach dazu) das noch vorhalten? Wieviele Denkmäler brauchen wir denn noch, damit wir nicht vergessen? Wir (und damit sind nicht nur die Deutschen gemeint) können es weder ändern noch rückgängig machen, nur daraus lernen und es in Zukunft besser machen. Leider lassen sich niemals alle Idioten bekehren und zu braven Musterrmenschen erziehen. Aber das sind doch eher Ausnahmen, wenn man das Ganze mal genau betrachtet. Und wenn man sich in einem Land, das so böse zu einem ist, sich nicht wohlfühlt, kann man ja auswandern. ;) Ich bin auch mit vielem, was hier geschieht, nicht unbedingt einverstanden, aber deswegen hasse ich weder Land noch Leute. Gut, einige Ausnahmen gibt es da schon ;)

Und im übrigen: Auch wenn es hart klingt: Man muss auch verzeihen und die Vergangheit ruhen lassen können. Wir leben im Jetzt und Heute. Verzeihen ist nie leicht, gibt aber der Seele den Frieden, den sie braucht. Hass kann da nicht die Lösung sein... Ich weiss, wovon ich rede... und einige wissen sicher noch, was ich meine ;)

Schalom :)
Zuletzt geändert von danysahne am 25.03.2008, 20:34, insgesamt 2-mal geändert.

Versailles
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Re:

von Versailles (25.03.2008, 20:32)
Meinst du, daß mit deinem Nebensatz, daß du Rassismus (etc.) nicht gut findest, alles bereits geklärt ist? Daß man dann einfach zur Tagesordnung und "gesundem Nationalstolz" zurückkehren kann, wenn man - so quasi im Groben und Allgemeinen - verurteilt hat, was hierzulande passiert? Und das wars dann?
Nein, Zoba, das meine ich nicht!
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julia07
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Re:

von julia07 (25.03.2008, 20:37)
Zoba hat geschrieben:
Was ich zwischenzeitlich bei dieser Diskussion als sehr interessant und bemerkenswert empfinde, ist die restlose Verweigerung auch nur mit der Fingerspitze die Themen zu berühren, die ich dabei angesprochen habe. So viel Schweigen, zumindest öffentliches, mutet schon, hmm, seltsam und sehr bezeichnend an.

Jetzt gehts du mir aber entschieden zu weit! Nur weil sich nicht alle wie du stundenlang im Kreis um das gleiche Thema herumdrehen wollen, bzw. sich nicht dazu zwingen lassen, hier zu bestimmten Themen Grundsatzdiskussionen zu führen, heißt das noch lange nicht, dass diese Kollegen/innen ignorant oder desinteressiert sind.
Deine Ansichten sind ganz schön anmaßend und unglaublich pauschal...
Gruß,
Julia

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Zoba
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Re:

von Zoba (25.03.2008, 21:15)
Hi,

@Danysahne:

Das Letzte zuerst. Auch wenn du erst 1979 geboren wurdest, entschuldigt dies nicht, einfach anzunehmen, ich wäre jüdisch oder meine Familie wäre aus diesem Grund im KZ gelandet. So viel sollte man, gerade als Deutsche, wissen, daß zwar die große Mehrheit aller Opfer Juden waren, aber daneben auch noch einige anderen rassischen, religiösen und politischen Hintergrunds.

Als nächstes scheinst du nicht wirklich hingehört/gelesen zu haben, was ich kritisiere. Ich habe es NICHT davon, daß irgendwer bis in die zigste Generation hinein Schuld empfinden oder Denkmäler errichten sollte.

Ich habe, mehrfachst, eigentlich in jedem Beitrag weitere und neue, Beispiele dafür gebracht, daß heute - HEUTE - in Deutschland Dinge vorgehen, die anbetracht dessen was wir allesamt als Erbe mit uns tragen, eben genau dieses Erbes, die bereits Grenzen überschritten haben, die das Andenken an die Vergangenheit hätte setzen müssen.

Und offenbar werden, statt sich dessen gewahr und bewußt zu werden, diese Vorgänge verharmlost und nicht weiter beachtet, eine heile, rosige Welt beschworen und die Augen verschlossen.

Wagt es jemand, den Finger auf diese Punkte zu legen, darauf hinzuweisen, daß exakt jene Mentalitäten, die in der Vergangenheit bereits für die schlimmsten aller Folgen sorgten, wieder am kommen und am fröhliche Urstände feiern sind, dann wird nicht etwa kritisch hinterfragt, inwiefern dies etwa richtig sein könnte, inwiefern dies bereits negative Folgen für - im Verhältnis zu unserer Vergangenheit - zu viele Menschen gehabt hat (HAT, nicht eventuell haben könnte!), nein, stattdessen wird demjenigen unterstellt, er leide an einem pathologischen Deutschlandhaß.

Ich habe nicht festgestellt, daß ich dieses Land hasse, ich sagte vielmehr, daß mir die stetig hass-, mißgunst- und neiderfüllteren Mitbürger auf den Sack gehen, genauso wie ich es als unerträglich empfinde, daß ebendiese Dinge in diesem Land wieder geschehen können, ja regelrecht geplant und vorbereitet werden.

Du stellst also in deinem Post fest, daß du meinst, nichts mit dem was vor 60-70 Jahren geschah zu tun hast? Abgesehen natürlich davon, daß man das Deutschsein (wie hier mehrfach geäußert) nicht abwaschen kann und darauf stolz zu sein hat. Okay. Ich sage dir aber, daß du mit dem was HEUTE geschieht zu tun hast. Und nun?

Falls es einigen hier entgangen ist, eine massive Auswanderungswelle gabs auch schon mal. Unter sehr ähnlichen Vorzeichen.

@Versailles: Deine Antworten lassen dies jedoch vermuten.
Gruß,



Zoba



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Re:

von Zoba (25.03.2008, 21:19)
Und weils grad reinpasst, eine Ver.di-Veranstaltung, übermorgen:

http://vs.verdi.de/aktuelles/veranstaltungen/vs-informationen/menschenrechte
Gruß,



Zoba



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Leilah

Re:

von Leilah (25.03.2008, 21:41)
Hallo Ihr Lieben,

ich bin ein bisschen betrübt darüber, dass meine Ausgangsfrage eine derart heftige Diskussion über andere Dinge ausgelöst hat. Damit habe ich nicht gerechnet, und es war auch nicht meine Absicht.

Wenn Ihr erlaubt, würde ich trotz (oder wegen) der angespannten Atmosphäre gern wieder zum Kern zurücklenken:
Natürlich habe ich im Vorfeld schon eigene Recherchen und Überlegungen zum Thema angestellt, und so simpel, wie in einigen Statements geäußert (z. B. von Huwes) gestaltet sich eine solche Veröffentlichung wohl nicht.
Schließlich sind wir alle nicht Stephen King.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es hierzulande ohnehin nicht einfach, ein Buch wirklich erfolgreich zu vermarkten. Das haben wir sicher alle am eigenen Leib erfahren. Natürlich ist auch immer die Frage, ob man die Schriftstellerei eher als Hobby betrachtet und sich freut, wenn die Ausgaben gedeckt sind oder ob es ein Teil des Broterwerbs ist.
Um die Karten auf den Tisch zu legen: Meine Hauptumsätze gehen auf einen intensiven Lesungsmarathon mit relativ teurem Multi-Media-Einsatz und auf Pressearbeit zurück. Käme ich nun unter einem völlig neuen Pseudonym daher und würde Interviews, Lesungen, Fotos etc. verweigern, dann würde das (Hör-)Buch wie Blei im Regal liegen. Das heißt, genau genommen würden "meine" Buchhändler gar kein Exemplar davon hinlegen. Im Grunde genommen resultiert doch jeder einzelne Buchverkauf aus langfristiger Vorarbeit.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie man ein Werk bekanntmachen soll, ohne dabei "enttarnt" zu werden, wo man doch so als Autor/in schon kaum einen Fuß auf den Boden kriegt.

Belehrt mich eines Besseren!
Zuletzt geändert von Leilah am 25.03.2008, 22:28, insgesamt 1-mal geändert.

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