Tino Hemmann

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Tino
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Tino Hemmann

von Tino (22.06.2007, 16:02)
Tino Hemmann wurde im Februar 1967 in der erst viel später als Heldenstadt bekannt gewordenen Bezirkshauptstadt Leipzig geboren. Damals war alles anders. Zum Beispiel gab es noch die DDR, also Milch in Tüten und Sekundärrohstoffsammelstellen für Flaschen, Gläser, Altpapier. Unsere Brüder und Schwestern aus dem deutschkapitalistischen Ausland kannten die liebevoll Ossis genannten DDR-Bürger nur unter der Bezeichnung "Klassenfeind", "Messegast" und von den Weihnachtspaketen. Täglich stand in den Zeitungen, dass der Sozialismus siegen und die Partei ... die Partei ... immer Recht haben würde. In gewissem Sinne war es also auch ein RECHTsstaat.
Es gab die NVA und die anderen sozialistischen Bruderarmeen, die für ständigen Schutz sorgten und natürlich die Volkspolizei. Außerdem waren alle gut organisiert: Jungpioniere, Thälmannpioniere, FDJ, Staatssicherheit, Blockpartei oder SED. Irgendwas ging immer.
Hemmann besuchte die Kinderkrippe und wurde dort auf das Ärgste zum Topfsitzen gezwungen, was ihn aber nicht störte, den Kindergarten (er hatte schließlich werktätige Eltern) und anschließend zehn Jahre lang die Polytechnische Oberschule.
Mit acht, neun Jahren hat er seine ersten, frei erfundenen Kindheitserinnerungen aufgeschrieben. Mit zehn beschloss er, den Roman "Silberauge" zu schreiben. Selbstverständlich schrieb Hemmann im Stile von Twain, Stevenson und Verne und völlig fehlerlos. Eben in dieser Zeit trat er in den Klub Schreibender Arbeiter in Leipzig ein. Das Buch "Silberauge" wird der Rumpf des 2009 erschienenen Romans "Sonnemacher".
Kurze Zeit später lieh er sich erstmalig eine riesige, uralte Schreibmaschine aus und schrieb und schrieb. Um dabei keinen krummen Rücken zu bekommen oder gar fett anzusetzen, besuchte er nacheinander verschiedene Trainingsleistungszentren im Handball und im Badminton oder fuhr allein mit dem Fahrrad in einem Ritt an die Ostsee. Mit vierzehn schrieb er die letzte Seite von "Silberauge". Ein Buch, das über einen kleinen norwegischen Jungen handelt, der um 1850 zum Waisenkind wird und anschließend einmal rund um die Welt kommt.
Damals war Lesen noch "in", schließlich gab es keine Computer, DVDs und es gab viel weniger Fernsehprogramme. Hemmann las sehr viel.
Nach der Schule beschloss er, einen Beruf zu lernen. Dass er Waagenbauer wurde, lag daran, dass er keine Tischlerlehrstelle bekam. Also reparierte er Waagen zum Wiegen. Zählwaagen, Kohlenwaagen, Fleischerwaagen, Autowaagen, Schüttgutwaagen, Analysewaagen, Apothekerwaagen, Tafelwaagen ...
Und dann war da noch ... Die Tochter seines Geschichtslehrers kannte er schon zeitig, sie konnte ihn nie besonders leiden. Doch nach dem Motto "Tausendmal berührt ..." kamen sie sich näher. Sie probierten es, zusammen zu sein, und verlobten sich zwei Jahre später. Dann probierten sie verlobt zu sein und heirateten zwei Jahre später. Nun probierten sie verheiratet zu sein und zwei Jahre drauf wurde Hemmanns Tochter geboren.
Nach der Lehre, das war im Jahre 1985, hatte der Möchtegernautor genug von der Wirtschaft und holte sein Abi nach. Um das zu können, willigte er ein, danach ein Studium bei der NVA zu machen, um sich in Zittau zum Chemieingenieur hochzuarbeiten. Zu DDR-Zeiten musste man Kompromisse schließen. Das hieß fünf Jahre Schnuffi, Sturmbahn und Studium. Immerhin lernte er so die ersten Grundbegriffe der Programmiersprache BASIC und die Bedienung eines KC85 (so eine Art Computer), als auch Ordnung zu halten und die beste Ausrede zu wissen. Seine Computer-Spiele programmierte er sich damals selbst, denn es gab in der DDR keinen einzigen Ich-bin-doch-nicht-blöd-!-Markt.
Dann kamen die Wende und die Kapitulation des Sozialismus vor dem Klassenfeind, obwohl der gar kein Ultimatum gestellt hatte. Über Nacht zerbröselte der Ostblock, es gab keinen Sozialismus mehr, nur noch Marktwirtschaft und Arbeitsämter, Treuhand und Immobilienhändler; ganze KfZ-Schrottplätze wurden in den Osten verbracht und Gebrauchtwagenhandelszentren genannt. Jeder Ossi schnüffelte solange in der Welt herum, wie sein Westgeld reichte.
Hemmann wechselte in die (Volks-)Bildung, wurde Erzieher an einer Schule und bekam als Lehrer (damals waren die knapp) eine erste Klasse. Die DDR-Stundienabschlüsse wurden jedoch angezweifelt und so sagte er dem Schuldienst traurig adé und bewarb sich in der freien Wirtschaft.
Er durfte dabei sein, als sein Sohn Bastian geboren wurde und auch 1998 beim Jüngsten Benjamin. Nach jedem neuen Kind zog Hemmann um.
Ein Digitaldruckmaschinenhersteller stellte ihn im Außendienst ein, zehn Jahre verbrachte er in diesem Unternehmen in der Dienstleistungsbranche, dann beschloss der Konzern, das Geschäftsfeld zu verhökern. Irgendwie gelangte er mit dem neuen Jahrtausend in die Selbständigkeit im Digitaldruck. Aus dieser Branche löste sich der bedarfsgerechte Buchdruck, mit dem Hemmann eine Chance sah, ohne sinnlose Belastungen für Autor und Verlag ein Buch auf den Markt zu bringen. Heute hat sein Verlag rund 1.000 Autoren unter Vertrag und er verbringt jeden Tag 14 bis 15 Stunden damit, die Manuskripte der Autoren für den Buchmarkt vorzubereiten, Verkaufsmarketing zu betreiben, mit Händlern zu reden, Messen zu besuchen. Und manchmal versucht er für seine Familie da zu sein. Und noch manchmaler schreibt er an seinen eigenen Büchern.
So entstand eine Bibliografie, die mittlerweile mehrere Tausend Seiten umfasst. Hemmanns Bestseller ist der NS-Kindereuthanasie-Roman „Hugo. Der unwerte Schatz".
Nebenbei schrieb er zwei Drehbücher für Kinofilme. „HUGO" ist die Kinoadaption vom Buch „Der unwerte Schatz" und „Himmel Helden Harmonie" ein Drehbuch zu Hemmanns Buch „DIALOG". Beide warten noch auf eine Verfilmung.
Im November 2007 wurde das Buch "Leipziger Nächte sind lang. Alltags-Horror" fertig, ein Roman, der in soziale Abgründe unserer Gegenwart eintaucht.
Das Jahr 2008 gehörte David Knackmanns Rückkehr ins Gutböse-Reich. Unter dem Titel "David Knackmann" erschien ein Doppelwendeband , der die überarbeitete Fassung des Buches "Das Gutböse Reich" und eine Fortsetzung des zauberhaften Fantasiemärchens enthält, das Harry endlich Paroli bieten soll!
Ende 2008 erschien der Leipzig-Krimi "quod erat demonstrandum", der in einen selbstverständlich imaginären Leipziger Sumpf führt. Am ersten Dezember 2008 veröffentlichte Hemmann überraschend das Polit-Satire-Buch "Mein Krampf - Part 3" als eine Aufarbeitung des politischen und gesellschaftlichen Jahres.
Die Kindheitserzählung "Sonnemacher", die als Grundgerüst das Buch "Silberauge" enthält, tauchte im August 2009 auf dem Buchmarkt auf. Gleichzeitig und anlässlich des 70. Jahrestages des Beginns der nationalsozialistischen Kinder-„Euthanasie" erscheint die dritte Auflage vom „Unwerten Schatz" unter dem Titel „Hugo. Der unwerte Schatz" als Festeinband.

Der Autor arbeitet derzeit an einer umfangreichen SF-Trilogie, deren erster Band im August 2009, der zweite im Oktober 2009 und der dritte spätestens im Januar 2010 im Handel sein soll. Die Trilogie ist einerseits eine Persiflage auf „DUNE - Der Wüstenplanet" und auf die amerikanischen „StarWars"-Filme, andererseits ein Abbild der gegenwertigen irdischen Politik.
Die Trilogie erscheint unter dem Haupt-Titel „Der Rat der Planeten".

Bibliografie von Tino Hemmann

Sonnemacher

Leipziger Nächte sind lang. Alltags-Horror

Und weil die Stunde kommt

Hugo. Der unwerte Schatz

Die Trilogie
Der Rat der Planeten
I. Buch
Fünfeinhalb Irre im All (2009)
II. Buch
Invasion der Robomutanten (Ende 2009)
III. Buch
Die Rache der Zwillinge (2010)

MUTANTA - Die Menschfabrik

Helagonitis - Das Leipziger Experiment

OST gegen WEST

SHINKH - Einer muss das Opfer sein

DAVID KNACKMANN

Nomenclatura - Leipzig in Angst

Dialog 500 Stufen über Leipzig

Vogelgrippe - Der Krimi

quod erat demonstrandum
http://www.tino-hemmann.de

oder meine Sci-Fi-Homepage
http://www.rat-der-planeten.de

oder besucht mal meine Fotografenseite unter

http://www.wigipetia.de

(Aber nicht falsch wie richtig wikipedia schreiben!)
Dateianhänge
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Autor und Verleger Tino Hemmann
Zuletzt geändert von Tino am 22.10.2009, 16:11, insgesamt 4-mal geändert.

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Heiner
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Re:

von Heiner (22.06.2007, 17:33)
Hallo Tino,

willkommen an Bord :D

Grüße

Heiner

Sven
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Registriert: 23.06.2007, 11:21

Sven

von Sven (23.06.2007, 11:34)
Hallo Tino ich heiße Sven und finde es sehr umfangreich und proffesinell wie du dich vorstellst. Diese Plattform wird sicher mal sehr toll.

Schöne Grüße vom Unfugium
PS: Mann müßte sich mal treffen zu einer gemeinsamen Lesung mit ALLEN?

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Tino
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Re: Sven

von Tino (23.06.2007, 11:46)
Sven hat geschrieben:
Schöne Grüße vom Unfugium


Tach Sven K. Schön, dass du auch hier bist. Gemeinsame Lesungen sind gut. Zum Beispiel im Stadtpark Papier auflesen oder so.

Rita Hajak

Re:

von Rita Hajak (23.06.2007, 15:00)
Hallo Tino,

schön, dass Du jetzt auch zu uns gehörst. Du hast ja einen enormen Werdegang hinter Dir. Auch als Autor hast Du schon einiges geleistet. Mein Kompliment.
Weiterhin viel Erfolg!
wünscht

Rita

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