Texte handschriftlich oder auf dem Computer?

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


freeman1200
Beiträge: 37
Registriert: 16.01.2008, 09:37
Wohnort: Offenbach am Main

Re:

von freeman1200 (25.04.2008, 20:53)
Hallo

Ich habe früher alles mit dem Kuli nieder geschrieben. Dann habe ich es mal mit der Schreibmaschine versucht. Aber seit 12 Jahren verfasse ich alles auf dem PC.

Gruß

Jason
Lebe heute und denke nicht an Morgen

Benutzeravatar
Judith
Beiträge: 3903
Registriert: 05.08.2007, 10:45
Wohnort: Schwobaländle

Re:

von Judith (26.04.2008, 01:34)
Hallo Heinz,

ich helfe ein wenig, es durchwachsener zu machen. Wenn ich schreibe, dann meistens nachmittags 2 - 3 Stunden lang, und zwar mit einem Collegeblock auf dem Schoß, einem weichen Minenbleistift 0.5 oder 0,7 mm in der Hand und einem Radierer, den Rechtschreib-Wahrig und Synonymwörterbuch neben mir.

Am frühen Abend lese ich das ganze meinem Mann vor, er gibt seinen ersten Senf dazu. Dann wird das ganze am selben Abend abgetippt, dabei gibt es gleich die ersten Korrekturen. Meist sind es 3 - 8 Seiten an einem Schreibtag.

Zur Korrektur drucke ich meine Manuskriptseiten aus und kritzle wieder mit Bleistift rein. Doch korrigiere ich auch viel direkt am PC.

Gleich am PC schreiben mag ich nicht. Da fließt der Text nicht, außerdem mag ich nicht noch länger an dem Kasten hocken. Mit dem Block geht's auch prima im Garten in der Sonne, da läuft's bei mir am allerbesten. :P

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Benutzeravatar
Claire
Beiträge: 709
Registriert: 07.12.2007, 09:32
Wohnort: Bochum

Re:

von Claire (26.04.2008, 08:00)
@ Judith

Mit dem Block geht's auch prima im Garten in der Sonne, da läuft's bei mir am allerbesten.


Bist du etwa auch ein Sonnenkind? :lol:

Unser Stil ähnelt sich. Ich lese nur nicht vor. Bei mir bleibt alles unter Verschluss, bis ich so zwei/drei Kapitel fertig habe. Prinzessin habe ich erst aus der Hand gegeben, als ich fertig war.

LG Claudia
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

Benutzeravatar
chiquitita
Beiträge: 1008
Registriert: 21.09.2007, 14:07
Wohnort: Bayern

Re:

von chiquitita (26.04.2008, 10:25)
ich reihe mich bei meinen zwei Vorschreiberinnen ein. Schreibe immer erst in den Collegeblock. Wenn es das Wetter erlaubt, im Garten unter meinem "Schreibbaum" (eine Eiche). Als ich noch in Spanien lebte, hatte ich mein Schreibplätzchen unter einer ausladenden Dattelpalme. Dann übertrage ich alles auf den PC. Ich habe einmal in einem Schreibseminar gehört, dass die Schreibtätigkeit mit der Hand die Kreativität fördern soll. Und man kann mehr nachdenken, weil man per Hand langsamer schreibt als auf dem PC. Allerdings habe ich ein gaaaaanz großes Problem. Wenn ich nicht gleich dazu komme, auf den PC zu übertragen - ich habe viele Blocks (für jedes Projekt einen oder auch zwei) - dann bin ich doch schon manchmal am Suchen, wo denn der schöne Text von letzter Woche nun ist. :cry:
LG Uschi

hwg
Beiträge: 6034
Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (26.04.2008, 12:01)
Das mit der Sucherei kenne ich auch - allerdings habe ich eine Notizzettel-Sauwirtschaft.

Notizbücher oder Blocks verwende ich deswegen nicht (mehr), weil wenn ich eines bzw. einen davon verliere, ist alles was darin- oder daraufsteht weg.

Bei den Zetteln, die ich unterwegs mit Notizen fülle, passiert das Verlieren selten, weil ich sie, wenn ich wieder zu Hause bin, sofort auf einem der Schreibtische ablade.

Wenn dann die Notizen auf dem PC zu einem Text geworden sind, werden die Zettel weggeworfen. Allerdings kommen oft an einem Tag derart viele solche Zettel zusammen, dass ich dann, meistens in der Nacht, den Überblick verliere (woran allerdings niemals der Rotwein Schuld trägt.... :lol: ).

Der Versuch, mit Diktiergerät zu arbeiten, hat mich nicht überzeugt, weshalb ich's wieder bleiben hab lassen.

Benutzeravatar
Judith
Beiträge: 3903
Registriert: 05.08.2007, 10:45
Wohnort: Schwobaländle

Re:

von Judith (26.04.2008, 12:44)
Ich mache mir dummerweise zu wenige Notizen und vergesse deshalb viele Ideen wieder. :?
In einem Ringbuch sind aber die wichtigsten gesammelt, z.B. Ideen für meine Vorlesegeschichten und mögliche Buchprojekte.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Lilian
Beiträge: 31
Registriert: 19.02.2008, 16:48

Re:

von Lilian (26.04.2008, 17:18)
Wirklich interessantes Thema und doch sehr unterschiedliche Herangehensweisen, wenngleich viele den PC wählen.

Ich habe früher fast nur handschriftlich geschrieben, fand es dann aber mühsam, es abzutippen. Daher war ich über den PC froh. cheezygrin
Somit haue ich also alles direkt in die Tasten. Mittlerweile schreibe ich in einem Autorenteam, da geht das ohnehin nicht anders. Da schreibt man das Ganze sogar in einen Messenger und kopiert es in eine Word-Datei.

Aber dann geht es los ... Nach ein paar "Korrekturrunden" am PC wird das Ganze ausgedruckt und auf Papier gelesen. Die handschriftlichen Notizen werden dann in die Datei übertragen. In der letzten Phase kommt die "Murmelrunde", in der der Text laut vorgelesen wird. Beides hat sich als sehr hilfreich erwiesen, denn es liest sich in allen drei Fällen vollkommen anders, und erst beim Vorlesen fallen einem die "Stolperfallen" auf und findet all die fehlenden "kleinen" Wörter, mal ein "es" hier, mal ein "so" dort.
I'm running into the water to drown in your soul.

http://www.juli-selbstverlag.de.vu

Benutzeravatar
S.Schunck
Beiträge: 29
Registriert: 17.09.2007, 21:13
Wohnort: Wiesbaden

Scrivener

von S.Schunck (26.04.2008, 18:33)
Judith hat geschrieben:
Zur Korrektur drucke ich meine Manuskriptseiten aus und kritzle wieder mit Bleistift rein. Doch korrigiere ich auch viel direkt am PC.


So mache ich es auch, Judith! Man hat doch einen anderen "Überblick", wenn man das Ganze schwarz auf weiß vor sich liegen als auf dem Monitor flimmern hat. Ansonsten tippe ich auch gleich am Rechner. Da ich vor einiger Zeit auf den Mac umgestiegen bin, habe ich mir auch gleich das Programm "Scrivener" zugelegt, das speziell für die schreibende Zunft entwickelt wurde. Eine sehr umfangreiche Anwendung, die viele nützliche Funktionen (wie z.B. Notizen, Vollbildansicht etc.) mitbringt. Da ist es fast schon nicht mehr nötig, viele Zettel und Notizen auf dem Schreibtisch zu haben, weil man all das in ein Projekt einbinden kann.

Benutzeravatar
Judith
Beiträge: 3903
Registriert: 05.08.2007, 10:45
Wohnort: Schwobaländle

Re:

von Judith (26.04.2008, 22:04)
Ich habe nicht den Eindruck, dass mich das Schreiben mehr Zeit kostet, weil ich zunächst alles von Hand schreibe. Einmal habe ich ein Kapitel direkt in den Computer getippt, und das war so schlecht, dass ich wesentlich mehr überarbeiten musste. Bei meiner Arbeitsweise ist es so, dass es meist keine allzu großen Korrekturen mehr gibt, wenn der Text mal im PC ist, weil ja schon beim Eintippen wesentliche Überarbeitungen stattfinden.

Vielleicht ändert sich irgendwann meine Arbeitsweise, aber ich vermute eher nicht. Der Computer ist o.k. um in einem Forum zu schreiben oder eine E-Mail zu tippen, aber eine Geschichte oder ein Buch ist da doch was anderes.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Benutzeravatar
chiquitita
Beiträge: 1008
Registriert: 21.09.2007, 14:07
Wohnort: Bayern

Re:

von chiquitita (26.04.2008, 22:35)
Judith hat geschrieben:
Ich habe nicht den Eindruck, dass mich das Schreiben mehr Zeit kostet, weil ich zunächst alles von Hand schreibe. Einmal habe ich ein Kapitel direkt in den Computer getippt, und das war so schlecht, dass ich wesentlich mehr überarbeiten musste. Bei meiner Arbeitsweise ist es so, dass es meist keine allzu großen Korrekturen mehr gibt, wenn der Text mal im PC ist, weil ja schon beim Eintippen wesentliche Überarbeitungen stattfinden.
Judith


So geht's mir auch. Ich habe so meine ganz persönlichen Stellen, wo ich gemütlich schreiben kann. Vor dem PC ist das eher nicht so. Auf dem Sofa, gemütlich mit einem Gläschen Wein (da geht's besonders flott) oder bei schönem Wetter im Garten, nachts im Bett, wenn die Superideen kommen ...

Jipeee, ich habe heute meinen Block mit mindestens zwanzig Seiten eines neu angefangenen Buches wiedergefunden. Bin total happy. Suche dieses Ding schon seit Wochen. Es war in einer größeren Kollegetasche, die ich selten benutze und die ich zu einem Arzttermin mitgenommen habe (weil man da ja oft auch lange warten muss und im Wartezimmer tolle Portraitstudien schreiben kann). Jetzt kann ich endlich wieder weiterschreiben.
Schönen Abend noch.
LG Uschi

Benutzeravatar
Judith
Beiträge: 3903
Registriert: 05.08.2007, 10:45
Wohnort: Schwobaländle

Re:

von Judith (26.04.2008, 22:50)
Schreib noch schön und gute Nacht!
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Rigolo
Beiträge: 38
Registriert: 07.02.2008, 20:31
Wohnort: Werrikon (CH)

Re:

von Rigolo (26.04.2008, 23:42)
Also bei mir läuft das so:

Da meine Kinder- und Jugendgeschichten auf wahren Begebenheiten basieren, schreibe ich an Tagen, wenn ich mit den Kids (Protagonisten im Buch) zusammen bin, am Abend immer die Highlights in ein Notizbuch. Das können gewisse Geschehnisse oder Sprüche sein. Auf diesen Notizen baue ich meine Geschichten auf und tippe sie dann direkt in meinen Laptop! Bevor meine Texte allerdings ins Lektorat gehen, werden sie immer von meinem 15-Jährigen "Co-Autor" gelesen, der seinen Senf dazu gibt. Es ist immer spannend zu sehen, ob meine Geschichte tatsächlich die Zielgruppe trifft.

Grüsse aus der Schweiz

g.c.roth

Re:

von g.c.roth (27.04.2008, 07:49)
Hallo,
ich fange meistens handschriftlich an. Wenns gut läuft, wechsel ich zum PC, weil ich dort schneller schreiben kann und es trotzdem noch lesbar ist. :lol:
Kreativste Zeiten: morgens zwischen 4 und 6 Uhr.

LG Grete

Benutzeravatar
Judith
Beiträge: 3903
Registriert: 05.08.2007, 10:45
Wohnort: Schwobaländle

Re:

von Judith (27.04.2008, 12:33)
g.c.roth (Moderator) hat geschrieben:
Kreativste Zeiten: morgens zwischen 4 und 6 Uhr.


Mitten in der Tiefschlafphase??? :shock::
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Benutzeravatar
Alina
Beiträge: 78
Registriert: 22.04.2008, 11:43
Wohnort: Rhein-Main Gebiet

Re:

von Alina (27.04.2008, 13:26)
Ich tippe meistens direkt in den PC, aber ich hab unterwegs immer ein Notizbuch und einen Kuli dabei. Wobei ich ungern ganze Kapitel dort reinschreibe. Erstens habe ich mir im Lauf der Jahre die Handschrift versaut und zweitens - nicht lachen - tut mir die Hand weh nach ner gewissen Zeit. Ich denke, das liegt einfach daran, daß ich sonst immer das Tippen gewöhnt bin, da erschlaffen wohl einige Handmuskeln mangels "Training" cheezygrin

Das Abtippen vom Notitzbuch macht aber manchmal Sinn. So sind bei mir schon einige Kapitel komplett rausgeflogen, weil man beim "digitalisieren" des Textes merkt, daß es nicht passt oder zu lang ist usw. Also ich mag die Kombination aus beidem - handschriftlich und PC.

Zurück zu „Self-Publishing“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.