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Schnuffelandree
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Von Lektoren und mehr

von Schnuffelandree (30.04.2008, 10:47)
Hallo zusammen,

ein bisschen erinnert mich unsere Diskussion um den Streit von Gentechnikern und Biobauern. :-) Überzeugungen und Standpunkte.

Natürlich geht es ohne Lektor. Wenn man verschiedene Möglichkeiten bündelt und so zu einem fehlerfreien Ergebnis kommt. Duden Korrektor, Probelesen, Autoren-/ Schreibgruppe.

Als Computerbuchautor finde ich eine Aussage, das "Korrektorprogramme nichts bringen" nicht gut. Das sollte man mal testen. Was übrigens eine gute Idee wäre.

Myhammer für Lektoren und Grafiker ist mir neu. Ich finde erstmal nichts. Aber hier ne Ausschreibung starten und suchen wär gar nicht mal so ne schlechte Idee. Nur ist die Frage, was taugt das Ergebnis. Einen arbeitslosen Lektor, der meint, er kann das und braucht die Kohle, würde ich nie an mein Manuskript lassen. Wenn muss er mir in einem Text nachweisen, das er das kann. Dann wär es auch okay. Also einen fehlerhaften Text vorlegen, den er als Beleg seiner Arbeit zu korrigieren hat und den ich korrigiert schon habe. Wenn er alle Rechtschreuib- und Grammatikfehler findet, mit den Wordkorrekturfunktionen umgehen kann, die Duden Korrektor-Zeichen kennt und mir Kommentare zu Stilfehlern und so gibt, mag es okay sein. Aber dann bleibt immer noch die Frage, ob es gut ist, einen derart Minimumpreis-Lektor zu verwenden. Gute Arbeit muss auch gut bezahlt werden. Es kostet Zeit und Mühe ein Manuskript Seite für Seite durchzusehen. Jemand 100,- geben, wenn er 300 Seiten checkt ist sicher nicht in Ordnung.

Bei einem Blick auf MyHammer seh ich zwei Angebote zum Thema Webesign. Für 47,- und 100,- Das erinnert mich an eine Anfrage von einer Firma, für die ich eine komplett neue Webseite auf Basis von CMS und den vorhandenen Text- und Grafikelementen machen sollte. Ich hab ein paar Vorschläge und Ideen so als Beispiel umgesetzt und Angebote ausgearbeitet. Die Firma hat sich daneben noch einen Website-Berater und zwei Angebote spezialisierter Webdesign-Firmen angehört. Entschlossen, wer das nun umsetzt, hat sich da noch niemand. Mein erstes Angebot lag bei 400 - 600,- . Ich hab da keine Erfahrung, was man so nehmen kann. Die Website-Firma aus Leipzig verlangt 15.000,- für diesen Auftrag.

Es ist schwierig, eine gute Lösung für sich selbst zu finden und ob ich MHammer empfehlen oder verwenden würde - ich weiss nicht. Ich muss mich hier der Meinung von mtg anschließen. Unter Wert verkaufen ist nicht gut. Ob die Kräfte gelernt sind, kann man und sollte man prüfen. Sicher ist nur: Das Buch am Ende muss Fehlerfrei sein. Ganz ega, wie man zu dem Ziel kommt. Ein Auktions-Lektor, der von 10 Fehlern nur 7 findet, den kann man gleich vergessen.

MyHammjer wär vielleicht auch für die Suche nach einem Buchcover-Grafiker interessant. Sowas bräuchte ich mal und ich hab keinen Plan, wo man hier jemanden finden könnte.

MfG
René

hwg
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Re:

von hwg (30.04.2008, 16:39)
Die Aussge, "es geht auch ohne Lektor", erachte ich als sehr gewagt.

Es geht ja nicht bloß um Fragen der Rechtschreibung, sondern vor
allem um den Schreibstil. Ich bin ja kein BoD-Autor, sondern einem
"normalen" Verlag verpflichtet (und das mit Freude!) Zwar werden meine
Texte so gut wie nicht mehr von einem Lektor korrigiert, doch da ich auch
als Lektor arbeite, weiß ich doch, wovon ich schreibe.

Das ist ja der Nachteil von BoD-Produktionen, dass diese ohne "Überprüfung" auf die Buchkäufer "los gelassen werden" und sich dann (manche) Autoren über den mangelnden Verkaufserfolg wundern.
Effiziente Werbung ist ein anderes Thema.

BoD ist ja an und für sich eine prima Sache, doch Manuskripte, und seien deren Qualität aus Sicht des Autors noch so "perfekt", bedürfen trotzdem
einer Sichtung vor Drucklegeung durch eine "unabhängige Instanz".

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andihaller
Beiträge: 284
Registriert: 10.04.2007, 19:29

Re:

von andihaller (30.04.2008, 17:10)
da ich kein "schreibprofi" bin, hab ich mich entschlossen eine fachkraft für Lektorat & Korrektorat in anspruch zu nehmen. ok, es war nicht billig, aber letztendlich war ich sehr zufrieden damit. es war sehr konstruktiv mit einem menschen, der nicht aus meiner ecke kommt, alles nochmal durchzukauen. dies eröffnete mir neue ansatzpunkte und einiges wurde neu überarbeitet.

gruß
andi
Meine persönliche Linkempfehlung: http://www.hint-horoz.de

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PvO
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Re:

von PvO (01.05.2008, 09:00)
Gut, dass das mal angesprochen wird. Es gibt eine Menge Leute, die eine gute Rechtschreibe haben und meinen, sie können ein Lektorat anbieten. Das wird dann bestenfalls ein Korrektorat. Zu einem Lektorat gehört ungleich mehr. Neben Stil und Satzaufbau wird auch der Wahrheitsgehalt überprüft. Wenn ich einen Zahlendreher habe (z.B.) und schreibe: es war das Jahr 1998, als die Mauer fiel, dann muss das einem Lektor auffallen und er muss ein 1989 draus machen.
Der Begriff Berufslektoren wurde genannt. Ich hab mich an einen solchen gerichtet und relativ viel Geld bezahlt. Glaubt aber ja nicht, dass das Resultat fehlerfrei ist. Seit dem ich weiß, dass in den großen Verlagen ein Manuskript viermal durchgesehen wird (Lektorat, Zweifachkorrektorat und Schlusslektorat), bin ich der Meinung, dass eine Person so ein umfangreiches Textdokument, wie ein Manuskript nun mal ist, nie allein fehlerfrei hinbekommt. Sicher kennen das einige, einen Brief mit einer A4 Seite bekommt man fehlerfrei hin, bei 10 Seiten kann sich schon mal der Druckfehlerteufel einschleichen, aber wie sieht das erst bei 150 Seiten aus?

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