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lverlag
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Re:

von lverlag (28.04.2008, 07:54)
hwg (Moderator) hat geschrieben:
Belege sammeln ist immer gut - vor allem müssen sie dann 7 Jahre lang aufbewahrt werden, denn das ist die Zeitspanne, welche das Finanzamt bei einer Überprüfung zurückverfolgt. Jedenfalls gilt das bei uns. Ich denke aber auch in D.


In Deuschland sind es zehn Jahre für alle steuerrelevanten Unterlagen, also Buchungsbelege, eigene Rechnungen, Jahresabschlüsse usw.

Geschäftsbriefe (ein- und ausgehend) müssen sechs Jahre aufbewahrt werden.

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hawepe
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Re:

von hawepe (28.04.2008, 08:18)
Hallo Alina,

Alina hat geschrieben:
Wenn man nur Ausgaben produziert, heißt das dann vielleicht irgendwann "Liebhaberei", aber hat nix mehr mit Geschäft zu tun, ich weiß. ;)


Wobei Verluste, selbst wenn sie mehrere Jahre hintereinander auftreten, nicht zwangslaeufig auf Liebhaberei deuten.

Man muss dem Finanzamt dann nur ueberzeugend die Gruende nachweisen. Ich habe z.B. recht aufwendig in Jugoslawien recherchiert, um einen Reisefuehrer zu schreiben. Kein halbes Jahr spaeter begann die NATO den Krieg gegen Serbien :-( Heute koennte ich nur von vorne beginnen.

Uebrigens wuerde ich mir als angehender Autor sehr genau ueberlegen, ob ich einen Laptop von der Steuer absetzen. Man legt sich doch fuer mehrere Jahre fest und schraenkt seine steuerlichen Gestaltungsmoeglichkeiten drastisch ein. Investitionen in das Marketing, in den Vertrieb, in Lesungen ueberzeugen die Finanzaemter vermutlich mehr als die Investition in auch privat nutzbare Hardware.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Alina
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Re:

von Alina (28.04.2008, 16:24)
hawepe hat geschrieben:

Uebrigens wuerde ich mir als angehender Autor sehr genau ueberlegen, ob ich einen Laptop von der Steuer absetzen. Man legt sich doch fuer mehrere Jahre fest und schraenkt seine steuerlichen Gestaltungsmoeglichkeiten drastisch ein. Investitionen in das Marketing, in den Vertrieb, in Lesungen ueberzeugen die Finanzaemter vermutlich mehr als die Investition in auch privat nutzbare Hardware.


Hallo Heinz,

sicher ist son Laptop auch privat nutzbar. Aber ich hab hier zum Beispiel nen separaten Rechner für die Grafiksachen und einen privaten, alten Rechner zum Surfen. Den Grafikrechner konnte ich problemlos absetzen. Da hat niemand gemuckert. Warum sollte das als Autor anders sein? Meinst Du, das FA verweist mich dann darauf, daß ich mir doch stattdessen auch einen Notizblock und nen Bleistift zulegen könnte? Natürlich würde der Laptop nicht nur zum Abtippen der Manuskripte gebraucht, sondern auch zur Netzrecherche etc. Aber sonst hieße das ja "Generalverdacht", als würde jeder PC, der zu Hause steht, auch privat genutzt. Meinst Du, da gäbs Probleme?
Ich hab hier mein Homeoffice in einem Zimmer. Ich trenne das ganz strikt. Dafür setze ich die Kosten ja auch ab, obgleich ich am Schreibtisch mal ein -privates-Nickerchen machen könnt..*lach*

LG, Alina

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (28.04.2008, 17:19)
Hallo Heinz,
ein Laptop steuerlich abzusetzen ist absoluter Klax, man schränkt sich nicht ein damit.

Viele Grüße
Maryanne
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

mtg

Re:

von mtg (28.04.2008, 18:21)
Haifischfrau hat geschrieben:
Hallo Heinz,
ein Laptop steuerlich abzusetzen ist absoluter Klax, man schränkt sich nicht ein damit.

Doch - insofern (falls ich Heinz richtig interpretiere) als Du sechs Jahre Abschreibungen hast und in diesem Bereich der G+V blockiert bist.

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hawepe
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Re:

von hawepe (28.04.2008, 18:55)
Hallo Matthias,

mtg hat geschrieben:
Haifischfrau hat geschrieben:
Hallo Heinz,
ein Laptop steuerlich abzusetzen ist absoluter Klax, man schränkt sich nicht ein damit.

Doch - insofern (falls ich Heinz richtig interpretiere) als Du sechs Jahre Abschreibungen hast und in diesem Bereich der G+V blockiert bist.


Danke, du hast es richtig verstanden :-)

Drei Jahre akzeptieren die Finanzaemter meistens Verluste, danach muss man aber mit Fragen rechnen.

Wenn es mit den Einnahmen nicht wie gewuenscht laufen will, muss man manchmal eben auch die Ausgaben senken. Was das Geschaeft ankurbeln koennte, darf man aber nicht streichen, weil man dem Finanzamt damit unfreiwillig signalisieren wuerde, dass es sich um keine ernsthafte Geschaeftstaetigkeit handelt.

Eine einmal aufgenommene Abschreibung kann man aber nicht einfach vergessen, um die Einnahmen/Ueberschuss-Rechnung zu verbessern.

Klar, wenn man die ganze Schreiberei groesser angeht, dann spielen solche Ueberlegungen keine Rolle.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (28.04.2008, 18:58)
Okey Matthias und Heinz,
wieder etwas gelernt. In dieser Situation war ich noch nie, d.h. ich hatte nie kaum Gewinne und nur Verluste , allerdings in der Summe .....

Viele Grüße
Maryanne
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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hawepe
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Re:

von hawepe (28.04.2008, 20:27)
Hallo Alina,

Alina hat geschrieben:
sicher ist son Laptop auch privat nutzbar. Aber ich hab hier zum Beispiel nen separaten Rechner für die Grafiksachen und einen privaten, alten Rechner zum Surfen. Den Grafikrechner konnte ich problemlos absetzen. Da hat niemand gemuckert. Warum sollte das als Autor anders sein?


Mit meinem anderen Posting duerfte vermutlich auch deine Frage beantwortet sein.

Lesungen, Flyer, Druckkosten fuer das Buch, fuer Illustrationen, eine buchspezifische Homepage usw. lassen sich sehr viel schwerer mit privaten Interessen begruenden als ein Laptop und aehnliche Investitionen.

Prinzipiell ist es natuerlich ausschliesslich Sache des Autors, wofuer er sein Geld ausgibt. Interessant wird es eben wirklich nur, wenn man nachweisen muss, dass es sich um keine Liebhaberei handelt.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Judith
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Re:

von Judith (28.04.2008, 23:25)
Mehr zufällig habe ich mein Notebook nicht angegeben; nach den Erklärungen hier war es wohl besser so.

Danke und Gruß,
Judith
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hawepe
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Re:

von hawepe (29.04.2008, 07:41)
Hallo Judith,

Judith hat geschrieben:
Mehr zufällig habe ich mein Notebook nicht angegeben; nach den Erklärungen hier war es wohl besser so.


Ich glaube nicht, dass du Schwierigkeiten mit dem Finanzamt bekommen haettest. Du wirst dort doch schon seit Jahren als Selbstaendige gefuehrt und hast fuer die letztlich nur dein Geschaeftsfeld etwas erweitert. Und mit deinen Aktivitaeten duerftest du wohl auch nicht den Eindruck erwecken, dass das Schreiben nur eine Liebhaberei ist, die du dir vom Finanzamt mitfinanzieren lassen moechtest.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Judith
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Re:

von Judith (29.04.2008, 12:01)
Hallo Heinz,

es läuft aber ein "normaler" PC übers Geschäft, und die hätten sich vielleicht gefragt, wozu dann noch ein Notebook. So lange ich noch relativ wenig schreibe, sehe ich es als Privatvergnügen an. Und bis das nächste fällig ist (was nicht so lange dauert, weil ich mal Saftschorle über die Tastatur gekippt habe :twisted: ), werde ich vielleicht ja schwarze Zahlen schreiben mit der Schreiberei. :P

Grüßle,
Judith
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Schnuffelandree
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von Schnuffelandree (02.05.2008, 09:50)
Hallo, dann gehöre ich wohl zu den wenigen 1%. Ich verdiene mein Geld seit 1999 als freischaffender Autor und schreibe Computerbücher und Beiträge für Computermagazine, Onlinemedien, Sammelwerke etc.

Ich finde jedoch wenig Zeit, um nebenbei eigene Projekte zu entwickeln, seien es nun Sachbücher oder mein Genremixx-Roman.

Man kann auf simple Weise auch ein paar Gewinne einholen. Und wenn das Finanzamt nur mal 100 oder 200 Euro im Plus sieht. Mach ne Homepage mit Google-Werbung, Amazon-Links und Affiliante-Anzeigen. Zumindest aller zwei Jahre bekommst du was raus. Und so hast du auch Gewinne, wenn dein Buch kein grosser Erfolg wird oder du länger für einen Titel braucchst.

Meine ersten zwei BOD-Titel haben nicht viel gebraht. Dank Werbung, die ich auch selbst nutzen kann, habe ich aber auch Gewinne vorweisen können. Ausserdem - warum die Provision für ein neues Handy verschenken? :-)

MfG
René

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