Hilfe bei Verlagswechsel

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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GabrielaT
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Hilfe bei Verlagswechsel

von GabrielaT (07.05.2008, 15:14)
Hallo liebe Autorenkollegen/innen,

heute habe ich - da offenbar mein Verlagswechsel - immer konkreter wird eine Frage:
Wer kennt einen Anwalt in Sachen Verlagsrecht, der eventuell auch einmal für einen Freundschaftspreis helfen würde? book:
Da es jetzt wirklich nicht mehr geht (leider) muss ich von meinem Druckkostenzuschuss-Verlag weg. smart2 Er droht - vollkommen überzogen - mit Anwalt etc. Wäre toll, wenn jemand von euch einen Tipp hätte. Infos bitte am besten per PN. Ach ja, wie mir auf der Buchmesse in Leipzig von Buchhändlern bestätigt wurde handelt es sich bei den Büchern die er für mich hat drucken lassen, um Mängelexemplare, die eigentlich zum bedingungslosen Rücktritt vom Vertrag berechtigen. Aber ich kenne mich eben null aus, was ich da jetzt tun muss.

Ich danke im Voraus sehr herzlich

Gabriela
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lverlag
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Re:

von lverlag (07.05.2008, 15:38)
Hallo Gabriela,

ich hätte zwar einen Anwaltstip für Dich hier in München (ein Spezialist in Sachen Medienrecht, der neben meinem auch einige andere Verlage in München betreut), allerdings wird der Deinem Wunsch nach einem Freundschaftspreis wohl nicht entgegenkommen. Spezialisten im Medienbereich bewegen sich eher im oberen Bereich der Stundensätze.

Im Bedarfsfalle lasse ich Dir gerne den Kontakt zukommen, aber vorerst dürfte das wohl aufgrund der Kostenfrage ausscheiden. Ansonsten einfach per PN bei mir melden.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinem 'Disput'! Laß Dich nicht einschüchtern...Verleger können gut klappern, und wenn es schon an der Druckqualität der Bücher mangelt, klingt das schon so als läge dort einiges im Argen.

beste Grüße
André

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hawepe
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Re: Hilfe bei Verlagswechsel

von hawepe (07.05.2008, 16:53)
Hallo Gabriela,

GabrielaT hat geschrieben:
Wer kennt einen Anwalt in Sachen Verlagsrecht, der eventuell auch einmal für einen Freundschaftspreis helfen würde?


Ich befuerchte, damit sieht es schlecht aus. Es gibt eine Gebuehrenordnung, die angewandt werden muss. Es gibt da zwar Speilraeume, aber ob da ein Freundschaftspreis rausspringen kann?

Frage doch einfach mal beim Verband Deutscher Schriftsteller in der IG Medien nach. Zumindest koennen sie dir erst einmal Anwaelte nennen, die auf Medienrecht spezialisiert sind.

Falls der DKZV nicht in Muenchen sitzt, bist du dir sicher, dass bei einem Rechtsstreit aus dem Vertrag wirklich Muenchen der Gerichtsstand ist?

Beste Gruesse,

Heinz.

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PvO
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Re:

von PvO (07.05.2008, 17:46)
Mir hatte damals bei einer ähnlichen Sache das Autorenhaus.de geholfen. Völlig Problemlos und umsonst. Die kriegen einen dicken Hals, wenn es um Zuschussverlage geht und sie haben schon einige Musterverfahren hinter sich. Versuch es einfach.
PS
Damit es hier keine Missverständnisse gibt, ich habe nie mit irgendwelchen Zuschussverlagen zusammengearbeitet und hab das auch nicht für die Zukunft vor.

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GabrielaT
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Re:

von GabrielaT (07.05.2008, 21:50)
Vielen lieben Dank!

Das klingt tatsächlich gut! DKZV kommt für mich nie wieder in Frage.
Mängelbehaftete Bücher mit Dutzenden von Rechtschreibfehlern, Bücher die beim Lesen in den Händen der Kinder auseinander fallen, Papier das sich dunkel verfärbt... und dafür zahlt man dann ???? Das kann es nicht sein!

Herzliche Grüße

Gabriela
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PvO
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Re:

von PvO (08.05.2008, 11:45)
Hinzu kommen noch die Blamage und das Belächelt werden. Dann halt uns mal auf dem Laufenden, wie es ausgeht. Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg, mit einem Gruß von der Ostsee.

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (08.05.2008, 12:12)
Hallo Gabriela,
es ist nicht ganz einfach mit den DKZV, wie du schon gemerkt hast. Auf der anderen Seite ist dieses Prinzip oftmals die einzige Möglichkeit, sein Buch zu veröffentlichen.
Nun könnte man sich über die Difinition eines DKZV streiten. Im Grunde sind das alles Dienstleister. Du bezahlst Geld, und dafür bekommst du eine bestimmte Leistung.
Dass deine Bücher eher so eine Art Baukasten geworden sind, ist natürlich nicht zu entschuldigen. Eventuell kann man dem Problem aus dem Weg gehen, wenn man den Verlag vcorher um ein Musterexemplar bittet, um sich die Qualität des Buches anschauen zu können.
Hinzu kommt, dass man die Verträge sehr genau lesen muss (Verstehe mich nicht falsch, ich gehe davon aus, dass du das hast), aber viele Verträge dieser Art riechen schon von weitem nach Besch...

Es gibt einige DKZV oder auch Dienstleistungsverlage (das sind meist die, die klipp und klar sagen: "Das oder jenes kostet bei mir so und soviel") die wirklich gute Arbeit leisten. Rechtschreibfehler kann man immer übersehen. Mit einer gewissen Fehlerquote muss man einfach rechnen, schließlich sitzen da auch nur Menschen.

Aber das Buch darf nicht auseinanderfallen - ganz klar. Und wenn du, was den Text als solches sichergehen willst, regel das vorher und lass dir dein Manuskript schicken, bevor es gedruckt wird. Dann kannst du selber nochmal prüfen und erlebst keine bösen Überraschungen.

@ PVO: Bist du noch beim Engelsdorfer? Wenn ja, bist du zufrieden? Dann empfehle ihn doch cheezygrin

Gruß
Hakket

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GabrielaT
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Re:

von GabrielaT (08.05.2008, 16:45)
Hallo Hakket,

tja, das mit dem Musterexemplar wollte ich ja eigentlich. Doch er hat in China drucken lassen und dort verzögerte sich der Druck um Monate!!! Wir konnten von Glück sagen, dass wir dann haarscharf rechtzeitig zur Buchmesse 07, ein paar Exemplare erhielten. Zugegebener Weise war ich damals so froh, nicht ohne Buch in Leipzig zu stehen, dass mir zu Beginn die Mängel vor lauter Erleichterung gar nicht aufgefallen sind.

Lustig .. :twisted: .. war dieses Jahr mein Besuch bei einem chinesischen Drucker, der mir lächelnd erklärte, dass das Buch in dieser Qualität nie so viel gekostet haben dürfte, wie ich bezahlt habe. Sehr interessant.

Aber du kennst das sicher ...im Nachhinein ist man immer klüger. Und hätte alles so geklappt wie besprochen, dann wäre der Vertrag schon ok gewesen.... so wie es jetzt lief, ist er allerdings ein böser Witz.

Aber da muss ich jetzt irgendwie durch. book:

Liebe Grüße

Gabriela
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PvO
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Re:

von PvO (08.05.2008, 18:06)
@ PVO: Bist du noch beim Engelsdorfer? Wenn ja, bist du zufrieden? Dann empfehle ihn doch

Das hab ich bereits an anderer Stelle mehrfach getan. Die Probleme, die hier über BOD angesprochen wurden hab ich dort nie gehabt. Engelsdorfer kann ich bedenkenlos empfehlen. Des weiteren hab ich beim MV Verlag veröffentlicht, wo es auch schon kleinere Probleme gab und bei einem herkömmlichen Verlag, unter Pseudonym. Dort gab es gar keine Probleme. Momentan schreibe ich nicht.

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (08.05.2008, 18:41)
@ Gabriela:
Das ist schon sehr merkwürdig, dass ein Verlag nicht irgendwo ein Buch - und wenn es von einem anderen Autor ist, sprich, aus dem Programm - auf Lager hat. In der Regel ist es doch so, dass ein Verlag im großen und ganzen bei der gleichen Druckerei drucken lässt.
Sachen gibts ... naja, dass es bei einem Dinetsleister aber immer etwas teurer ist, als wenn man es selbst machen könnte, damit musst du rechnen. Die wollen ja auch was verdienen. :twisted:
Wenn du in ein Restaurant gehst, bezahlst du ja auch mehr, als das Eseen reell kosten würde.
Aber China? :shock:: Nix gegen China, aber fressen da nicht schon die Versandkosten die günstigeren Druckpreise auf?

Vom Engelsdorfer habe ich ein Buch. Druck und Verarbeitung ist gut. Die lassen - glaube ich in Leipzig drucken. Allerdings nehmen sie deine Dateien "blind" wenn du nicht extra bezahlst - glaube ich. Es kann also sein, dass das Druckergebnis nicht unbedingt deinen Vorstellungen entspricht. Was dann aber nicht am Verlag, sondern an den Datein liegt.

(Die Qualität meiner Bücher ist übrigens auch sehr gut ... cheezygrin )

Gruß
Hakket

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hawepe
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Re:

von hawepe (08.05.2008, 20:23)
Hallo Hakket,

Hakket (Moderator) hat geschrieben:
Vom Engelsdorfer habe ich ein Buch. Druck und Verarbeitung ist gut. Die lassen - glaube ich in Leipzig drucken. Allerdings nehmen sie deine Dateien "blind" wenn du nicht extra bezahlst - glaube ich. Es kann also sein, dass das Druckergebnis nicht unbedingt deinen Vorstellungen entspricht. Was dann aber nicht am Verlag, sondern an den Datein liegt.


Es gibt ein Musterexemplar, in dem man korrigieren kann. Welchen Umfang diese Korrekturen annehmen duerfen bzw. was sie dann kosten, weiss ich nicht. Ich liefere immer druckfertige PDF-Dateien, so dass es mein Problem ist, wenn ich viel korrigieren muss. Standard ist bei Engelsdorf aber die Anlieferung von Worddateien.

Beste Gruesse,

Heinz.

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PvO
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Re:

von PvO (08.05.2008, 22:52)
Der Umfang der Korrekturen war bei mir nicht begrenzt und extra gekostet hat es auch nicht. Der Vorteil: wie viele von uns haben stolz ihr Buch in Händen gehalten und dann: da, ein Fehler, da noch einer usw. Das kann man durch diese Art vermeiden. Man erhält sein Buch, korrigiert noch mals - oder besser, lässt korrigierren - und schickt es dann zurück. Die Korrekturen werden in das endgültige Produkt eingearbeitet. Weiterer Vorteil bei Engelsdorfer, das Cover. Man hat als Autor nichts damit zu tun und das Ergebnis ist beeindruckend - meistens.

hwg
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Re:

von hwg (09.05.2008, 07:15)
Wie bekannt, veröffentliche ich nicht in für den Autor kostenpflichtigen Verlagen. Doch ich bekomme immer wieder Rezensionsexemplare aus diesen und kann PVO hinsichtlich der Ausstattung der Bände aus dem Engelsdorfer-Verlag nur zustimmen. Und es scheint auch das Preis - Leistungs - Verhältnis zu stimmen.

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