Search Inside

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Melissa
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Re:

von Melissa (06.02.2008, 13:29)
[vom Verfasser entfernt]
Zuletzt geändert von Melissa am 18.07.2015, 20:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Claire
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Re:

von Claire (07.02.2008, 09:42)
Julia-Viola hat Folgendes geschrieben:
Da ich ja gerade heute via Mail meinen Vertrag "unterzeichnet" habe, kann ich sagen, dass ich darum gefragt wurde, ob ich "search inside" möchte.

Stimmt, dass wird man auch. Kann jeder für sich entscheiden, ob er das möchte. Ich denke, ich muss mir da als kleines Licht keine Gedanken, dass jemand mein Buch einfach nur herunterlädt, um Geld zu sparen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwer kauft, weil er reinlesen kann, ist glaube ich zumindest, höher.

Mein Meckern gestern hat übrigens gefruchtet. "Search Inside" ist bei meinem Buch jetzt eingestellt.

LG Claudia
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Andi7
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Re:

von Andi7 (07.02.2008, 12:18)
Hallo zusammen,

nachdem ich mir nun diese Diskussion durchgelesen habe, beschleicht mich ein wenig der Eindruck von Naivität.
Sicher, Hysterie wäre bestimmt falsch aber die Search-Inside-Funktion hat für mich einen bitteren Beigeschmack, die gute alte Leseprobe tut es in den meisten Fällen auch - mit dem Vorteil, daß ich als Autor von vornherein bestimmen kann, was ich in ihr preisgebe. Vermutlich sind, wie schon häufiger hier erwähnt, belletristische Werke (deutlich) weniger durch Search-Inside gefährdet als Bücher, die kurze, in sich geschlossene Abschnitte, Themen etc. haben, z.B. Sachbücher. Bei letzteren, das gebe ich ganz offen zu, hat mich diese Funktion schon vom Kauf eines Buches abgehalten WEIL ich die gesuchte Information gefunden habe. In einem Buchladen hätte ich das Buch gezielt durchgeblättert und im angesprochenen Fall freudig zugeklappt und gekauft. Zum mal eben auswendig lernen wäre es zuviel gewesen. So aber habe ich mir die zwei oder drei Seiten (noch erfreuter) abgespeichert und auf den Buchkauf verzichtet, das gesamte übrige Buch wäre eh wertlos für mich gewesen.

Die Argumentation "wenn jemand ein Buch vervielfältigen will, dann schafft er es und wenn er sich ggf. ein Exemplar kauft" ist absolut richtig. Mit der nötigen kriminellen Energie geht vieles und werden die größten Hürden gemeistert. Hierzu gibt es jedoch auch die Umkehrung, die leider, leider Realität ist: Je niedriger die Hürden sind, um so weniger kriminelle Energie ist notwendig. Will hier konkret heißen: Wenn jemand nicht erst ein Buch besorgen / kaufen muß, abschreiben oder Seite für Seite einscannen und umwandeln muß, sondern bequem und einfach alles am PC zusammenkopieren kann, so wird dies auch viel eher geschehen weil der Aufwand viel geringer ist. Daß dabei noch die Hürde besteht, nicht alle Seiten auf einmal herunterkopieren zu können, weckt bei einigen eher den sportlichen Ehrgeiz als daß es bremst. In dieser Diskussion war bisher auch nur immer von - ich nenne sie mal Einzeltätern - die Rede. In der Realität klappt aber auch - gerade - hier die Arbeitsteilung. Oft sind es mehrere Personen, ein Freundeskreis, Cliquen usw. die sich absprechen und dann lädt jeder vom eigenen PC aus nur ein paar Seiten herunter, aus Sicht (des Servers) von Amazon alles normale, harmlose Abfragen wie jede andere auch. Doch zusammengefügt ergeben sie ein Duplikat des kompletten Werkes. Es soll Freundeskreise geben, dies regelrecht als Sport betreiben. Sollen sie meinetwegen, damit schaden sie ja (noch) keinem und wie bereits weiter oben im Faden erwähnt, werden diese Leute nicht zu den potentiellen Käufern gehören. Das fertige Werk wird jedoch zunächst nur bei dem aus der Gruppe liegen, der es letztendlich zusammengefügt hat. In der heutigen Zeit führt der Weg anschließend (und meist ungeschützt) über eine P2P-Tauschbörse um es den Kumpels zur Verfügung zu stellen...
Bingo! Jetzt ist die digitale Kopie draußen, jeder hat Zugriff und es gibt kein zurück mehr. Vielleicht findet sie zudem den Weg auf einen der vielen freien Download-Server.
Das in meinen Augen Schlimmste an diesem Beispiel ist, daß es vollkommen ohne kriminelle Energie auskommt, da vielen (nicht nur jungen) Leuten heute das nötige Unrechtsbewußtsein fehlt und sie sich überhaupt nicht bewußt sind, daß sie kriminell handeln. Jedem, dem sich mal die Möglichkeit bietet, kann ich nur empfehlen über solche Themen mit Kriminalbeamten zu reden, die mit solchen Delikten zu tun haben, man bekommt eine ganz andere Sicht auf viele Dinge. Das aufgeführte Beispiel ist übrigens keine Fiktion sondern beruht auf einem konkreten Fall.

Ob so etwas mit einen Bod-Titel passiert, ist eine andere Frage. Wenn ein Titel erfolgreich ist, gepaart mit den hier sehr oft erwähnten wochenlangen Lieferzeiten, steigen seine Chancen dafür deutlich. Ob und wie sehr das dem Verkauf schadet, vermag ich nicht zu beurteilen und ist sicherlich auch sehr stark von der Art und dem Genre des Buches abhängig.

Jeder muß für sich ganz allein entscheiden, ob er die Search-Inside-Funktion für sein Buch haben möchte oder nicht, doch ich hoffe, daß ich dem einen oder anderen die Augen ein wenig für die damit verbundenen Gefahren dieser scheinbar so harmlosen Funktion geöffnet habe.

LG
Andi

PS: Nicht jeder braucht Sofa und Kuscheldecke zum Lesen eines Romans. Liegt er als Textdatei vor, so machen eine Sprachsynthese-Software und ein MP3-Player ein einfaches Hörbuch draus...

mtg

Re:

von mtg (07.02.2008, 12:22)
Andi7 hat geschrieben:
... da vielen (nicht nur jungen) Leuten heute das nötige Unrechtsbewußtsein fehlt und sie sich überhaupt nicht bewußt sind, daß sie kriminell handeln.

Ach Andi,

auch wenn es off topic ist: Wenn Du wüsstest, wie Du mir mit diesem Satz aus der Seele sprichst.....

LG - Matthias

julia07
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Re:

von julia07 (23.05.2008, 08:41)
Ich wollte eben gerade mal schnell in einem Buch, das vor einem Jahr erschienen ist, via Search Inside (SI) die Impressum-Seite ansehen.
Dabei habe ich enttäuscht festgestellt, dass es dafür kein SI gibt. Da es sich um ein sehr gut gehendes Fachbuch handelte, kam mir sofort der Gedanke, dass das der Verlag/Autor wohl gar nicht haben will book:
Neigierig, wie ich nun mal bin, habe ich mir dann sämtliche Beststellerlisten bei Amazon angesehen und siehe da, so gut wie kein darin aufgeführtes Buch ist per SI einsehbar cheezygrin

LG,
Julia

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SandraR
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Re:

von SandraR (23.05.2008, 08:46)
Julia ich denke SI kann Sinn machen, wenn ein Titel am auslaufen ist und eine Neuauflage nicht geplant ist. Solange ein Titel gut laeuft ohne SI sollte man die Finger davon lassen.
Besser ist ein Auszug zB. bei suchbuch.de das ist aber eben nicht SI und gibt nur einen kleinen Einblick in das was einem im Buch erwartet.
Sandra
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

julia07
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Re:

von julia07 (23.05.2008, 09:00)
Mich brauchst Du da nicht zu bekehren, denn wenn Du nachliest, wirst Du mich als erklärte Gegnerin von SI finden :wink: Bei Enno Stracke hatte ich übrigens alle meine Bücher von Anfang an eingestellt und ich war ja auch auf seinem Messestand in Leipzig dabei.

Obwohl ich bei keinem meiner Bücher SI angekreuzt habe, sind inzwischen vier von fünf darüber einsehbar, also gegen meinen Willen! bei den letzten beiden Büchern kam SI zeitgleich mit dem Erscheinen des Coverfotos.
Ich weiß zwar, dass man das bei Amazon wieder entfernen lassen kann, aber ich denke, bei den Verkaufszahlen spielt das wirklich keine so große Rolle. :wink: Sollten sich die aber etwas mehr nach oben bewegen, wenn ich denn endlich einmal dazu komme, etwas für die Werbung zu tun, dann werde ich das entsprechende Mail an Amazon schicken.

LG,
Julia

franziska rechperg
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Re:

von franziska rechperg (23.05.2008, 14:18)
hawepe hat geschrieben:
Hallo,

danysahne hat geschrieben:
Wenn man etwas komplett haben möchte, bekommt man es mit den entsprechenden Programmen auch. ;)


Klar, aber man sollte die Gefahr trotzdem nicht ueberschaetzen. Wer von uns BoD-Autoren ist schon so interessant, dass es einen Massenandrang auf seine Buecher gibt ;-)

Die allerwenigsten potentiellen Leser duerften ueber die entsprechenden Fachkenntnisse verfuegen.

Sehr viel groesser ist das Risiko, dass Leser ein Buch an Freunde verleihen oder dass Buecher aus Bibliotheken ausgeliehen werden.


Da gebe ich Dir absolut recht, aus eigener Erfahrung. :( Mir haben bei meinem ersten Buch einige Leute stolz erzählt, dass sie mein Buch "sogar an Freunde ausgeliehen hatten, und denen hat es auch sehr gut gefallen". (Knurr) :twisted:
Ansonsten dürfte es auch für den normalen Leser sehr mühsam sein, ein ganzes Buch nach dem Search in - Verfahren durchzublättern und zu lesen.

Viele Grüße
Franziska Rechperg
www.franziskas-buchwelt.de

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Claire
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Re:

von Claire (23.05.2008, 17:19)
@ Franziska

Wer von uns BoD-Autoren ist schon so interessant, dass es einen Massenandrang auf seine Buecher gibt


Wir würden uns wohl alle freuen wenn, aber ... :(

Ansonsten dürfte es auch für den normalen Leser sehr mühsam sein, ein ganzes Buch nach dem Search in - Verfahren durchzublättern und zu lesen.


Das sehe ich auch so. Außerdem werden auch Bücher in Buchhandlungen gestohlen. Ein gewisser Schwund ist unvermeidbar. dozey:
LG Claudia

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Arachne
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Re:

von Arachne (23.05.2008, 18:19)
Also, soweit ich beim Einkauf von Büchern bei Amazon SearchInside genutzt habe - das waren aber keine Werke der erzählenden Literatur und außerdem aus den USA bzw. England importierte - hat mir das bei der Entscheidung "kaufst Du oder nicht?" schon sehr geholfen. Es handelte sich meiner Erinnerung nach aber nur jeweils um wenige Seiten, die aufrufbar waren. Interessiert hat mich dabei z.B. das Inhaltsverzeichnis, d.h. der Aufbau des Buches.


Sigrid

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