Organisieren von Lesungen?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Bianca
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Organisieren von Lesungen?

von Bianca (24.06.2008, 12:08)
Hallo Leute,

ich mache mir seit einiger Zeit gedanken, wie ich eine Lesung organisieren könnte. Nur habe ich niemanden an den ich mich wenden kann.

Meine Frage wäre:
Wie habt ihr eure erste Lesung organisiert?
Habt Ihr bei den Leuten des Veranstaltungsort angerufen und nachgefragt oder habt ihr gewartet bis euch jemand angesprochen hat?

Ich weiß nicht ob ich einfach bei einem solchen Veranstalter anrufen sollte.

lg
Bianca

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LordKotz
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Lesungen

von LordKotz (24.06.2008, 12:18)
Also ich persönlich organisiere auch Lesungen.
Letztes Jahr war die 1 zu der 5 Autoren kamen mit mir dann 6.
Habe im Vorfeld Autoren angesprochen ob sie Lust und Zeit hätten zu kommen und nachdem ich so in groben Zügen eine Übersicht hatte, bin ich los und hab die Werbetrommel gerührt. Lokalpresse angesprochen, Plakate gedruckt usw usw.
Leider machte das Wetter dem ganzen den gar aus, 33° Sonnenschein und so kamen nur wenige Zuhörer.

In diesem Jahr war es weniger erfreulich,
siehe Termine und Ankündigungen : Jurassic Poem

Nichts deto trotz wurde ich auf einem Obststand angesprochen und eingeladen im September eine Lesung in Hamburg zu machen, ebenso hat mich ein Wellnessbetrieb angesprochen wie ich zu Sponsoren stehe.
Natürlich habe ich zugesagt das die die organisation der nächsten Lesung übernehmen können und meinetwegen auch ihr Logo(mit Sponsorvermerk) auf den Plakaten und Flyern anbringen dürfen.
So ist die Sorge ob alles klappt und die finanziellen Mittel ausreichen usw. vom Tisch.

Wenn Du interesse hast las was von Dir hören.
Wenn Du es mit selbstherrlichen Arroganzlingen zu tun hast, lächle einfach in dem Wissen, dass Arroganz die Karikatur des Stolzes ist.
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LordKotz
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Nachtrag

von LordKotz (24.06.2008, 12:20)
Bei der 1 Lesung bin ich zu 3 Orten getingelt und habe nachgefragt ob man dort Interesse hat so eine Lesung zu machen.
2 lehnten ab, und die Kirchengemeinde(Lordkotz in der Kirche^^)
stimmte ohne großes wenn und aber zu.
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Bianca
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Re:

von Bianca (24.06.2008, 12:26)
@Lordkotz

Ich möchte schon den Verkauf meines ersten Buches ankorbeln. Ich weiß nur nicht wie obwohl ich Marketing in der Schule gehabt habe. Meinst du ich könnte einfach bei der Gemeinde anfragen um eine Lesung zu machen?

Natürlich komm ich auf dein Angebot zurück!

lg
Bianca

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (24.06.2008, 12:42)
Ich "baggere" :wink:

Also ich spreche Kneipenwirte, Bibliothekare, Veranstalter, Schiffseigner, Höhlenbesitzer und alle möglichen Leute an, ob ich dort nciht mal eine Lesung machen könnte.

Ich besitze eine Datei mit einem Werbeplakat von mir, das ein freies Feld für den Veranstaltungstermin hat. Das bekommen die Gastgeber von mir als Datei zugesandt und drucken es sich als Werbung aus (oder lassen es drucken).

Die Vereinbarung sieht bei mir so aus:

Der Gastgeber sorgt für die Werbung vor Ort, ich für die überregionale Werbung über meine Webseiten. Meine Lesung kostet den Gastgeber nichts, ich nehme kein Honorar. Dafür sorgt er für mein leibliches Wohl, d.h. ich habe Essen und Trinken frei. Als Gegenzug wiederum mache ich in der Lesung eine längere Pause, damit von den Gästen Getränke und Speisen geordert werden können.

Habe ich eine weite Anreise, sprechen wir vorher über eine mögliche Beteiligung an den Fahrtkosten und den Möglichkeiten der Übernachtung.

Ich sorge für eine gute Stimmung bei den Hörern und finanziere mich dann über den Bücherverkauf. Verkaufe ich wenig, freue ich mich über die Multiplikation - verkaufe ich viel, freue ich mich über die Wirtschaftlichkeit der Veranstaltung.

Bei Lesungen in Buchläden entfällt natürlich der eigene Verkauf, doch da gibt es ja dann auch ein Honorar zum Ausgleich. Solche Lesungen sind allerdings bei unbekannten Autoren extrem selten.

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LordKotz
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Na klar

von LordKotz (24.06.2008, 12:43)
frag einfach bei der Gemeinde an ob Du z.B. im Gemeindehaus eine Lesung machen kannst. In der Regel ist man dort sehr aufgeschlossen für solche Events, was man von Bücherreien und Buchhandlungen nicht behaupten kann, wenn Du noch keinen "Namen" hast. Mag sein das das an anderen Orten nicht so ist, aber hier ist dem leider so.
Da wird man damit konfrontiert das Autor 0815Unbekannt keine Leute zieht weil ja schon "große" da waren. Finde ich persönlich Schade! Also diese Einstellung.

Bei dem letzten Jurassic Poem sind eigentlich alle deutschen Autoren abgesprungen weil es ihnen entweder zu weit weg war(ironischer Weise waren diese rund 20-100km weit weg) oder sie schon ganz plötzlich was anderes vorhatten. Tja hier im Forum stieß es auch auf wenig resonanz.
Immerhin sind Autoren aus der Schweiz dagewesen! Trotz der langen Anreise!
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Bianca
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Re:

von Bianca (24.06.2008, 13:17)
@ CeKaDo

Deine Vereinbarung klingt gar nicht übel. Frage, wenn ich es genauso anstellen würde, könnte ich die Vereinbarung übernehmen? Oder müsste ich mir eine neue Schreiben?

Trotzdem Danke für dein Ansporn.

@ LordKotz

Ich werde mich nächste Woche mal dran machen und die Gemeinden abklappern. Vielleicht hab ich ja Glück.

Drückt mir die Daumen!

Danke

lg
Bianca

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (24.06.2008, 14:09)
Wissen ist teilbar :wink: Also nutze gern meine Art, Lesungen zu organisieren. An anderer Stelle hatte ich auch schon mal etwas über die Konzepterstellung geschrieben. Wenn ich ein wenig Zeit habe, stelle ich gern mal meinen "Laufzettel" vor.

Ich habe kein Copyright auf meine Ideen, sofern sie nicht in meinem Buch doer in meinen Webseiten stehen. cheezygrin Nimm also hin, forme um und berichte über Deine Erfahrungen! Dann zehren wir alle davon.

Und ich habe dieses "Gentlemen-Agreement" noch nie schriftlich gebraucht, wenn wir von Verträgen sprechen. Meist geht eine Terminvereinbarung per Mail und Telefon vonstatten und bislang passte alles wunderbar.

Bestes Beispiel dafür sind die Gastwirte in Chemnitz ( Grüner Hang, wo ich am 05.07.2008 lese! ) und in Herdecke bei Hagen ( Tante Alma ). Diese Beiden haben immer ein offenes Ohr und eine offene Tür für Autoren.

Dabei fällt mir ein: Wollen wir nicht mal gemeinsam hier im Forum eine Liste wohlwollender Gastgeber aufstellen?
Zuletzt geändert von CeKaDo am 24.06.2008, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Bianca
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Re:

von Bianca (24.06.2008, 14:21)
@CeKaDo

Das mit der Liste wohlwollender Gastgeber wäre vieleicht eine möglichkeit für die die noch keine Erfahrungen machen konnten, so wie mich. Ich wäre gerne dabei.


lg
Bianca

PS. Werde mal den Text nehmen und ihn auf mich abstimmen. Danke!!!

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (24.06.2008, 14:49)
Hallo Bianca!

Ich habe das Glück in Düsseldorf viele Veranstaltungorte zu kennen, weil ich mich häufig in den dortigen Kulturvereinen herumtreibe und dort entsprechend die zuständigen Leute kenne oder schnell ausfindig machen kann. Solche Kulturvereine (etwas anderes als die typischen ausländischen Kulturvereine) unterhalten für gewöhnlich Kneipen bzw. Cafés, die als Veranstaltungsort für diverse kuturelle Events genutzt werden, in der Regel auch Lesungen. Die Kulturvereine, die ich kenne, sind allerdings üblicherweise nicht in der Lage ein Honorar zu zahlen. Man kann allerdings einen Hut herumgehen lassen (bringt vielleicht Fahrtkosten wieder rein) oder es eben auch als Möglichkeit der Werbung sehen (sollte also ein paar Exemplare seines Buches zum Verkauf dabei haben). Solche Kulturvereine gibt es, wie ich glaube, in jeder größeren Stadt. Normalerweise haben sie eine Homepage mit Kontaktdaten der jeweiligen Ansprechpartner. Diese Leute freuen sich, wenn Künstler bei ihnen auftreten möchten, dafür sind diese Läden gedacht. In Düsseldorf kann ich das Solaris 53 empfehlen, wo ich selbst Mitglied bin, Homepage: www.solaris53.de Ansprechpartner wäre Dirk Kulschewski. Vielleicht sind solche Auftrittsmöglichkeiten aber auch nicht unbedingt die lukrativsten, gebe ich zu, aber zumindest sind dort immer auch unbekanntere Autoren willkommen. thumbbup

Sylvie
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Lesungen

von Sylvie (24.06.2008, 15:17)
Hallo liebe Bianca,

ich habe ebenso wie alle anderen die eigene Werbetrommel gerührt. Das was CeKaDo schreibt, ist 'ne gute Idee, mit wohlwollenden Gastgebern zu verhandeln. Unsere Lokalpresse hat sich taub gestellt (tun die immer), also musste ich mir was einfallen lassen. Ich habe bei uns das Kulturamt angemailt und daraufhin einen Vorstellungstermin bekommen. Alle waren sehr nett und jetzt darf ich im Oktober/November 2008 ein paar Lesungen seitens der Stadt Wesel halten. Was die OG angeht, kümmert sich das Kulturamt komplett drum. Ich brauche nur "zu erscheinen" und zu lesen. Eintritt ist mind. 5 EURO, so das Kulturamt, damit die den Aufwand ein wenig rauskriegen. Sage ich, ich möchte 10 EURO verbleiben pro Eintrittskarte alles was über diese 5 EURO über bleibt, in meiner Tasche. Nun kann man das aber nicht immer machen, finde ich jedenfalls. Die Frauengleichstellungsbeauftragte habe ich auch angerufen, weil mein Buch ja ein typisches Frauenthema berührt. Die will sich aber noch melden.
Und ich habe auch Kneipen bei uns angesprochen, die sowas machen. Das sind aber wenige. Das mit Solaris53 in Düsseldorf muss ich mir merken. Ich habe mal 3 Jahre in D'dorf gearbeitet. Wäre ne echte Maßnahme. Danke am Zeitl0ch für den Tipp! Das mit der Gemeinde würde ich in jedem Fall empfehlen. Und mit der Schule würde ich auch irgendwas versuchen. Ich habe jetzt 5 Exemplare in einer großen Buchhandlung gelassen und werde mich hier auch noch mal um eine Lesung bemühen.

Man muss alles versuchen. Auch die unkonventionellsten Wege. Die sind manchesmal die besten! thumbbup

Halt die Ohren steif! Das wird schon! :D
Liebe Grüße
Sylvie

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Miss_Buecherwurm
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Re:

von Miss_Buecherwurm (24.06.2008, 15:33)
Hallo Bianca,

meine Kooperationspartnerin und ich organisieren seit Anfang des Jahres Lesungen. Bei uns läuft das alles über Eigeninitiative!!! Location ins Auge fassen und dann fragen. Bis jetzt war niemand abgeneigt.

Wenn du Fragen hast melde dich doch einfach mal.

LG Ute
www.miss-buecherwurm.de
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DermitderTastaturtanzt
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Re:

von DermitderTastaturtanzt (24.06.2008, 17:30)
@ CeKaDo:
"Verkaufe ich wenig, freue ich mich über die Multiplikation - verkaufe ich viel, freue ich mich über die Wirtschaftlichkeit der Veranstaltung." - Das nenne ich mal eine super Einstellung! Egal wie es läuft, du siehst es von der positiven Seite. Klasse!

Bei mir ist es jetzt auch bald soweit. Dieser Tage kommt mein Erstlingswerk raus, und dann stehe ich vor derselben Frage: Lesungen ja oder nein? Wenn ja, wo? Gibt es Erfahrungen, wer "offen" ist für solche Lesungen und wer nicht (allgemein gesehen meine ich)?

Bei mir ist es kurioserweise so, dass ich auf einen regen Verkauf meines Werks gar nicht so viel Wert lege. Ich wollte einfach mal probieren, ob meine Story gut genug ist, um von einem Verlag angenommen zu werden. Das hat geklappt, und darauf kam es mir an.
Das Geld, das ich in die Produktion gesteckt habe, sehe ich als Finanzierung eines Hobbys an. Sollte ich durch den Verkauf meines Werks etwas verdienen - prima! Wenn nicht, auch gut. Ich kann auch ohne leben.

Was natürlich für die Motivation, Lesungen zu veranstalten, nicht gerade förderlich ist ... blink3
Aber was tut man nicht alles, um Lebenserfahrungen zu sammeln ...

Gruß Thomas

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (24.06.2008, 20:14)
Nun ja, die Motivation für eine Verbreitung des Werkes (mal vorsichtig und anders ausgedrückt) ist eigentlich egal. Ob ich berühmt werden will, meine Botschaft rüberbringen möchte, auf der Straße gegrüßt und erkannt werden will oder eben einen Haufen Kohle machen möchte - die Gründe für den Schritt in die Öffentlichkeit sind so vielfältig wie wir Autoren.

Wenn ich allerdings nicht gern sehen würde, irgendeinen Autoren aus der Bestsellerliste zu kicken, dann wäre ich wohl allzu bescheiden und hätte besser mein Büchlein nur im Verwandtenkreise verteilt und auf dem Fotokopiergerät hergestellt. Meiner Meinung nach gehört ein Buch unter die Leute und das möglichst oft. Sich zieren können meinetwegen Models und Modezaren oder Schüler vor dem Auftritt in der Aula. Wer ein Buch geschrieben und gedruckt hat, sollte dafür sorgen, daß die Welt davon Notiz nimmt.

Und dabei sind die Mittel eben so vielfältig und bunt gemischt, wie oben schon beschrieben.

So habe ich z.B. auch Bücher einfach so verschenkt. Ich werde auch auf dem Weg von und nach Chemnitz am nächsten Wochenende ganz bestimmt wieder ein oder zwei Bücher verschenken oder aussetzen. Da bleibt dann eben ein Buch einfach im Zug liegen. Mit der Widmung "Dieses Buch wurde ausgesetzt, damit es möglichst viel Menschen kennenlernen. Lesen Sie es bitte und lassen es erneut irgendwo liegen. Und schreiben sie dem Autor eine Email :)"

Das "Baggern für das Buch" ist ein hartes Geschäft und es ist mühselig, sich bekannt zu machen. Doch andererseits bringt es unglaublich viel Spaß und viele nette Kontakte. Mein Buch ist und war eine Bereicherung in meinem Leben für mich.

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hawepe
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Re:

von hawepe (25.06.2008, 07:46)
Hallo,

CeKaDo hat geschrieben:
Wollen wir nicht mal gemeinsam hier im Forum eine Liste wohlwollender Gastgeber aufstellen?


Ist keine so gute Idee finde ich. Adressen, die im Internet publiziert werden, werden meistens so zugespammt, dass sie die Lust verlieren. Gezielt vermitteln bringt meiner Meinung nach mehr.

Beste Gruesse,

Heinz.

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