BoD-NOVITÄTEN: Vor- und Nachteile

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Pro oder contra BoD-NOVITÄTEN-Anzeige?

Pro
4
17%
Contra
20
83%
 
Abstimmungen insgesamt: 24

Thorsten Boose

BoD-NOVITÄTEN: Vor- und Nachteile

von Thorsten Boose (03.07.2008, 14:52)
Guten Tag, zusammen.

Ich habe kurz im Forum nach dieser Art von Diskussionsrunde gesucht, bin aber leider nicht fündig geworden, warum ich es jetzt selbst einmal starte und hoffe, dass wir alle detaillierten themenbezogenen Infos zusammentragen können.

Wer bei BoD sein Buch veröffentlicht hat, ist mit Sicherheit auch schon auf die diversen Werbemöglichkeiten aufmerksam geworden. Eine Dienstleistung, die BoD unter weiteren anbietet, ist die erweiterte Anzeige im verlagseigenen Katalog namens BoD-NOVITÄTEN, der monatlich erscheint.

Ich habe schon oft in Foren gelesen, dass Books-on-Demand-Bücher nicht sonderlich gut bei den Buchhandlungen ankommen, deshalb wollte ich einfach mal wissen, ob es sich überhaupt lohnt, sich u.a. auf die Werbewirksamkeit dieser erweiterten (oder auch einfachen) Anzeige im Katalog zu verlassen? (Natürlich reicht das nicht aus an Marketing!)

Die Auflage von 10.000 Exemplaren ist recht hoch, aber was bringt das, wenn Buchhandlungen sich weigern, BoD-Bücher in ihr Sortiment zu nehmen? Außerdem kann ich mir nur schwer vorstellen, dass Buchhändler einmal im Monat samstags den NOVITÄTEN-Katalog durchstöbern und sich eine Liste anlegen mit den Büchern, die sie gerne in ihr Sortiment aufnehmen und Autoren, die sie gerne kontaktieren würden.

Hat jemand Erfahrungsberichte diesbezüglich oder wichtige Informationen, wie man mit dieser Anzeige in dem besagten Katalog wirklich werben kann?

Viele Grüße!

LOFI

Re:

von LOFI (03.07.2008, 14:56)
Hi,

ich hatte in den Novitäten und im Bücherjournal inseriert, mit keinem signifikantem Effekt. 50 Euro bei Novitäten ging ja noch, aber 470 Euro im Bücherjournal war in den Sand gesetztes Geld.

LG

Lorenz

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hawepe
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Re: BoD-NOVITÄTEN: Vor- und Nachteile

von hawepe (03.07.2008, 14:58)
Hallo Thorsten,

Thorsten hat geschrieben:
Hat jemand Erfahrungsberichte diesbezüglich oder wichtige Informationen, wie man mit dieser Anzeige in dem besagten Katalog wirklich werben kann?


Dieses Thema ist bereits so ausfürhlich in diesem Forum diskutiert worden, dass du vermutlich wenig Glück mit vielen erneuten Diskussionsbeitraegen haben wirst.

Ich halte jedenfalls nichts von dieser Werbung.

Beste Gruesse,

Heinz.

Versailles
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Re:

von Versailles (03.07.2008, 15:04)
Hallo Thorsten,

ich hatte mir im vergangenen Jahr zum Erscheinen des Buchs die erweiterte Anzeige gegönnt und stelle fest, dass ich keinen der getätigten Buchverkäufe bzw. keine der Kommissionen mit der Novitäten-Anzeige in Verbindung bringen kann. Mir fehlt ein Kontrollmedium.
Ob diese Anzeige mir also irgendeinen Erfolg gebracht hat? Ich kann es für mich nicht nachvollziehen - es war ein Versuch.

Ich kann zu diesem Zeitpunkt weder eindeutig pro noch contra voten, tendiere wegen des hohen Verbreitungsgrades und des vergleichsweise (zu anderen Anzeigen) geringen Preises zu pro. Die Entscheidung muss letztlich jeder Autor selbst treffen.

Herzlichst
Amalia
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Doc GermaniCus
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Kritisch..

von Doc GermaniCus (03.07.2008, 17:08)
Hallo...

Es ist zu befürchten, dass es hier wie bei vielen werbefinanzierten Zeitungen geht, die im Handel ausliegen (sollen)..

Die gedruckte Auflage ist ansehnlich.. was letztendlich die Zielgruppe tatsächlich sieht.. ist verschwindend gering.

Vor Jahren hatte ich eine kleine Galerie. Zur Auslage kamen monatlich ca 500- 1000 Exemplare einer solchen Zeitung (Thema Kunst).. Und im Höchstfalle wurden im Schnitt 1-3 Exemplare von Passanten / Kunden mitgenommen. Der Rest landete im Altpapier. Die bestätigten mir damals auch einige Kollegen.

Es ist IHO tatsächlich anzunehmen und zu befürchten, dass es bei den Druckerzeugnissen in der Buchbranche ähnlich ist.

Überhaupt gibt es unzählige Werbeideen, die letztendlich ausschliesslich dem etwas bringen, der die Anzeigen verkauft.. Sorry.. SO sind meine bisherigen Erfahrungen...


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Gruss!


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PvO
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Re:

von PvO (04.07.2008, 09:02)
aber 470 Euro im Bücherjournal war in den Sand gesetztes Geld.

Ich sehe so etwas immer aus der kaufmännischen Sicht. Wie viel Bücher muss ich verkaufen, um das Geld wieder rein zu bekommen, lautet da meine Frage. Hier bleibt eindeutig die Kosten Nutzen Rechnung auf der Strecke und ich hätte nicht eine Sekunde gezögert, so ein Angebot abzulehnen.

hwg
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Re:

von hwg (04.07.2008, 09:40)
Es ist ja für mich ohnehin merkwürdig, wenn ein sich Verlag nennendes Unternehmen für die von ihm erzeugten Produkte Geld für Inserate vom Buchautor verlangt. Schließlich müsste ja auch das Unternehmen an einer Umsatzsteigerung seiner Erzeugnisse, in diesem Fall Bücher, interessiert sein.

Außerdem lässt sich der Nutzen jeder Werbung nicht von einer "Einmal"-Aktion ableiten. Die vielfache Kontinuität in gewissen zeitlichen Abständen lässt es erst zu, die "Ernte" einzufahren.

Ich beispielsweise blättere (fast) j e d e n verfügbaren Katalog durch und notiere mir das eine oder andere Buch, um es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben. Ebenso mache ich es bei Buchkritiken oder Internet-Ankündigungen.

Bei Werbemaßnahmen gilt das selbe wie bei Manuskripteinreichungen:
Geduld aufzubringen hat nicht selten angenehme Überraschungen zur Folge.

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hawepe
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Re:

von hawepe (04.07.2008, 10:18)
Hallo Peter,

PvO hat geschrieben:
Ich sehe so etwas immer aus der kaufmännischen Sicht. Wie viel Bücher muss ich verkaufen, um das Geld wieder rein zu bekommen, lautet da meine Frage.


Nur gibt es, wie die Umfrage zeigt, eine grosse Minderheit, die da anders rangeht.

Zumindest ist hier im Forum noch nie berichtet worden, dass sich eine Anzeige in den Novitaeten kosten-nutzen-maessig gerechnet haette, gehe ich mal davon aus, dass bisher alle nur gegenteilige Erfahrungen gesammelt haben. Und trotzdem empfinden sie es als lohnend.

Das beantwortet uebrigens auch die Frage, warum die DKZV nicht ueber mangelnden Andrang von Autoren klagen muessen.

Beste Gruesse,

Heinz.

lverlag
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Re:

von lverlag (04.07.2008, 10:25)
Die Vorteile von Bod sind gleichzeitig die größten Nachteile für den Vertrieb der Bücher über das Sortiment.

Das kann man nicht mit einer einmaligen Anzeige ausgleichen. Ich stimme hwg zu, dass nur nachhaltige Werbemaßnahmen letztlich auch den gewünschten finanziellen Erfolg bringen. Das setzt aber voraus, dass die Rahmenbedingungen stimmen, also der Beworbene gegenüber dem beworbenen Produkt eine grundsätzlich positive Einstellung besitzt.

Mit der Werbung ist es wie mit dem Lernen. Der Werbe- bzw. Lernerfolg nimmt mit der Anzahl der Wiederholungen zu. Einmalige Aktionen bleiben allenfalls im Kurzzeitgedächtnis und sind bald vergessen.

Aber letztlich bin ich der Meinung, dass die Nachteile von Bod für das Sortiment immer noch so schwer wiegen, dass man mit einer Anzeigenkampagne kaum zum Erfolg kommen wird. Zumindest wenn man die Absicht hat, sein Buch im Verkaufsraum eines Buchhändlers zu finden.

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SandraR
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Re:

von SandraR (04.07.2008, 11:56)
Wer etwas Geld in teurere Werbemassnahmen stecken moechte, dem wuerde ich eher Messepraesenz empfehlen. Der Verkauf steigt nicht spuerbar aber der Bekanntheitsgrad.
Nachhaltig wirkt sich auf den Verkauf vorallem die direkte Praesenz in entsprechenden Foren aus (bei Sachbuechern) insbesondere wenn man nicht mit Ratschlaegen geizt und sich diese als korrekt erweisen. Bei Belletristik ist dies sicherlich schwerer, hier wuerde ich dann eher Lesungen empfehlen, bei Romanen die in einer bestimmten Stadt spielen ev. mit Spaziergang an die Schauplaetze verbinden u.ae.
Einmalig eine Anzeige schalten wuerde ich eher nicht anraten, dann lieber das Geld nehmen und eine Schuelerin Pressemails versenden lassen, wenn man dies, warum auch immer. nicht selber machen will.
Bei Kindergeschichten Flyer beim Kinderarzt auslegen u.ae. Aktionen. Kosten auch Geld, sind aber erfolgsversprechender.
Sandra
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Versailles
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Wer die Wahl hat...

von Versailles (06.07.2008, 11:56)
Hallo zusammen,

nun ist es ja nicht so, dass BoD keine kostenlosen Angebote hätte :wink: So hat es sich bereits 2007 für mich dargestellt:
Die Standard-Darstellung mit Coverabbildung und bibliografischen Angaben ist ein kostenloser BoD-Service, der für jedes Buches mit einer ISBN von BoD automatisch nach Freigabe des Buches erfolgt. Mit dem NOVITÄTEN-Special können Sie zusätzlich eine erweiterte Titeldarstellung buchen: Hier präsentieren Sie für 49 Euro Ihr Buch auf den ersten Seiten Ihrer jeweiligen Rubrik mit einem interessanten Werbetext.

So ist es auch heute noch. Wie gesagt, es muss jeder für sich entscheiden, ob er die Novitäten-Specials (o.a. Werbeanzeigen wo auch immer) bucht oder nicht. Es steht auch für mich ausser Frage, dass hier stetes Tropfen den Stein höhlt und nur konsequente Präsenz irgendwann den gewünschten Erfolg zeigt. Soweit ich aber verstanden habe, kann man nur 1x in den Novitäten erscheinen, nämlich mit Veröffentlichung des Buches?!

Einen schönen Sonntag wünscht
Amalia
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LOFI

Re:

von LOFI (06.07.2008, 12:13)
SandraR hat geschrieben:
bei Romanen die in einer bestimmten Stadt spielen ev. mit Spaziergang an die Schauplaetze verbinden u.ae.


Hallo,

mein Roman spielt hier in Oslo und da habe ich Flyer an enstprechenden Schauplätzen hinterlegt und tue es noch (Museen, Ausflugsboote, etc.) Die Einheimischen lesen das ja nicht, da auf deutsch, aber die Touristen, nehmen sich die Flyer wohl weg, wie ich aus Rückmeldungen erfuhr, mit der Folge, dass 1 bis 2 Wochen später mehr Abrechnungen bei BOD verbucht wurden. Hätte nicht gedacht, dass Touristen mal eine Zielgruppe sein könnten, obwohl es ja nahe liegt.

LG

Lorenz

Thorsten Boose

Re: Wer die Wahl hat...

von Thorsten Boose (06.07.2008, 12:24)
Versailles hat geschrieben:
Soweit ich aber verstanden habe, kann man nur 1x in den Novitäten erscheinen, nämlich mit Veröffentlichung des Buches?!

Einen schönen Sonntag wünscht
Amalia


Hallo, Amalia.

Das stimmt. Die erweiterte Anzeige kann man pro Buchtitel jeweils nur einmal durchführen. Laut BoD soll das den neuen Autoren und deren Werken, die ständig hinzukommen, die Chance geben, ebenfalls für sich die Werbetrommel zu rühren. Oder BoD wieder 49 EUR aufs Konto zu hinterlegen...

Ich halte die 49 EUR für etwas zu hoch, da es der verlagseigene Katalog ist und, wie schon jemand vor mir meinte, BoD doch auch eigentlich daran interessiert sein müsste, durch die Neuveröffentlichungen oder überhaupt durch sein Sortiment, mehr Umsatz auf Dauer zu machen.

So wie es aussieht wird die kostenlose Kleinanzeige in dem Katalog nicht freigeschaltet, wenn man zuvor die erweiterte gebucht hat. Ich hatte zwei Monate, in denen mein Buch schon erhältlich war, nichts von der kostenlosen Anzeige gesehen, darum dann das Special gebucht. Finde ich auch nicht gut, denn BoD sagt auf seiner Webseite, dass alle Neuvorstellungen diese Anzeige einmal geschaltet bekommen. Sollte es sich rausstellen, dass ich daneben lag, werde ich es hier reinschreiben. :wink:

Grüße!

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Corvinus
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Re:

von Corvinus (13.07.2008, 13:46)
Und genau hier ist das Hauptproblem von Firmen wie BOD. Sie verdienen wie jeder andere Druckkostenzuschussverlag nun mal nicht am verkauften Buch des Autors, sondern am Autor selbst.

Im Grunde erscheint BOD mit seinen Veröffentlichungskosten anfangs ja auch ganz moderat. Nimmt man aber dann Leistungen in Anspruch die für einen richtigen Verlag eine Selbstverständlichkeit sind, gerade Dinge wie Manuskriptberatung, Lektorat, Coverdesign, Presstext, Werbung, Buchmesse usw usw usw, dann kommen Beträge zusammen jenseits einiger tausend Euro. Daran verdient BOD, nicht an den paar Exemplaren die wir als Autoren verkaufen.

Der größte Vorteil bei BOD, also günstig veröffentlichen zu können, wird zugleich größter Nachteil. Denn BOD Bücher sind hauptsächlich deshalb so schlecht angesehen, weil bei dem Preis wirklich jeder jeden Schrott veröffentlichen kann. Der Buchmarkt wird faktisch überschwemmt mit dem "Zeug" das kein richtiger Verlag haben will.

Weiterer Nachteil sind die horrenden Buchpreise. Mal in die Buchläden geschaut was für schön gestaltete Hardcoverausgaben ihr dort für 12 Euro bekommt? Oder die typischen 480 Seiten Romanwälzer für 8,90 Euro? Warum also sollte jemand ein BOD Hardcover für 28 Euro kaufen oder einen Pappedeckelronman für 18 Euro? Solche Bücher sind schlicht und einfach unverkäuflich.

BOD ist wie ein Sprungbrett im Schwimmbad. Wenn man nach einigen ernstzunehmenden Versuchen immernoch draufsteht sollte man den Rückzug antreten... ;-)

Fazit? BOD verdient allein an der Hoffnung eines jeden Autors mit der einen oder anderen Werbemaßnahme doch noch ein paar Exemplare mehr zu verkaufen. Die Rechnung geht zumindest immer auf, wenn auch nur für BOD selbst...

LG MarkOh
Zahlreich sind die Dinge derer ich nicht bedarf...

LOFI

Re:

von LOFI (13.07.2008, 13:53)
Hi,

Das sind in der Tat gravierende Nachteile. Und wenn Publikumsverlage leichter zum Übernehmen eines Manuskriptes zu bewegen wären, hätten BODs nicht diesen Zulauf, glaube ich. Aber es ist nun einmal für viele hier und woanders, die einzige Chance.

LG

Lorenz

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