Was, wenn echte personen im Buch sind?

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


Der Meinige
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Re:

von Der Meinige (21.07.2008, 23:03)
Aber ob Du es glaubst oder nicht ich kenne ihn privat und er stellt sich jedesmal via Telefon oder email als Rechtsverdreher meines Vertrauens vor


Warum sollte ich das nicht glauben? Nur - im Nachhinein betrachtet - wundert mich es dann, dass diese Eingangsfrage dann nicht schon längst zufriedenstellend von dir/ihm beantwortet worden ist ... :shock::

In dem Zusammenhang interessiert mich noch, inwieweit Minderjährige überhaupt für eventuelle Rechtsvergehen haftbar gemacht werden können; meines Wissens nach würden bei einem Verstoß die Erziehungsberechtigten zur Rechenschaft gezogen werden, oder etwa nicht?

Gibt es denn bei BOD - und darauf scheint ja diese Veröffentlichung hinauszulaufen, wenn ich es richtig verstanden habe - keine Altersbeschränkung ibei kostenpflichtigen Rechtsgeschäften?

Sorry, wenn meine Anmerkungen jetzt Off Topic laufen, gegebenenfalls lässt sich das auch separat diskutieren. :roll:

LOFI

Re:

von LOFI (21.07.2008, 23:19)
Der Meinige hat geschrieben:
Gibt es denn bei BOD - und darauf scheint ja diese Veröffentlichung hinauszulaufen, wenn ich es richtig verstanden habe - keine Altersbeschränkung ibei kostenpflichtigen Rechtsgeschäften?


Hi,

das frage ich mich auch, denn der Autorenvertrag kommt ja nur online zustande, und die Buchprojekte kann scheninbar jeder abschliessen. Und da stellt sich echt die Frage, was passiert, wenn eine minderjährige Person diesen Vertrag abschließt und rechtlich "problematisches" Material veröffentlicht.

LG

Lorenz

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Haifischfrau
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Namen ...

von Haifischfrau (21.07.2008, 23:20)
Ich schaue mir den Thread schon eine Weile an und fürchte, dass er für die Autorin mehr Verwirrung als alles andere mit sich bringt.

Daher mal mein Versuch, Nägel mit Köpfen zu machen:

Warum nicht einfach einen "neutralen" Namen nehmen??? Wenn du als Autorin berühmt und arriviert bist, kannst du immer noch komplizierte Dinge tun, aber so lange dies nicht der Fall ist, solltest du dich vielleicht auf das Schreiben an sich konzentrieren; es wird deinem Werk keinen Abbruch tun, wenn du dich entsprechend zurück hältst.

Gruß
Haifischfrau

Leilah

Re:

von Leilah (21.07.2008, 23:38)
Liebe Kolleg/inn/en,

wie ich sehe, bemüht Ihr Euch redlich, den juristischen Teil der Fragestellung abzuklären, was als Nichtjurist sicher schwierig und vage ist.

Aus schriftstellerischer Sicht würde mich allerdings primär interessieren, was eine Autorin dazu bewegt, eine "Biographie" (Zitat: "Es ist authentisch.") oder ähnliches (was eigentlich genau?) über eine Person zu verfassen, die sie offenbar nicht einmal persönlich kennengelernt hat.
Meines Wissens - und nach meinem Berufsverständnis - führt ein Biograph im Vorfeld solcher Veröffentlichungen intensive Interviews mit dem Betreffenden oder beschäftigt sich zumindest über Jahre aufwändig mit dessen Vita.
Ich begrüße es ehrlich gesagt nicht, die junge Kollegin in dieser Hinsicht so ins Nichts laufen zu lassen. Daher auch meine spaßige Anmerkung weiter oben. Man mag solche Veröffentlichungen als "Lehrgeld" ansehen, das man anfangs eben zu zahlen hat, besser fände ich aber, darauf hinzuweisen, dass auch die Schriftstellerei ein Handwerk mit einigen formalen Regeln und Grundlagen ist. Wichtigste Frage immer vorweg: Was ist eigentlich meine Intention? - In diesem Fall ist mir diese absolut nicht klar: Eine hübsche Geschichte erzählen? Aber warum dann die Anlehnung an diesen Sänger? Eine Biographie schreiben? Wo sind dann die harten Fakten?
Ich möchte sie nicht entmutigen oder gar ihre Arbeit beurteilen, zumal ich die Texte und ihre Schreibe nicht kenne, aber mir erscheint eine Buchveröffentlichung auf dieser Ebene sehr unausgegoren und - nicht böse gemeint - etwas kindlich.
Nicht jede Idee, die einen Teenager zum Schreiben bewegt, muss gleich in Buchform erscheinen. Nicht, weil es ihr nicht gegönnt sein soll, sondern weil ihr Name vorn draufstehen und sie eine Weile an dieser Arbeit gemessen werden wird.
Nur mal so meine Denkanregung.

Liebe Grüße an Euch,
Leilah

sannibabe
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Re:

von sannibabe (22.07.2008, 10:32)
"Aus schriftstellerischer Sicht würde mich allerdings primär interessieren, was eine Autorin dazu bewegt, eine "Biographie" (Zitat: "Es ist authentisch.") oder ähnliches (was eigentlich genau?) über eine Person zu verfassen, die sie offenbar nicht einmal persönlich kennengelernt hat. "

Zu erst eine Antwort auf die Frage " Was eigentlich genau?"
Kann euch ja den Klappentext kopieren, dann wisst ihr, was eigentlich genau. Als Biographie würde ich es nicht unbedingt bezeichnen ( Aus Max habe ich übrigens Charlie gemacht):
"Kaum zu glauben, wie nur eine einzige Nacht, das Leben Dreier Menschen von Grund auf, auf den Kopf stellen kann und es für immer zu verändern scheint. So beginnt alles mit einem harmlosen Clubbesuch. Sowohl Charlie als auch Lara ahnen vorher nicht, welch' Gefühle diese wenigen Stunden in ihnen auslösen können. Und doch ist es Liebe auf den ersten Blick. Eine Liebe, unweit von Komplikationen und Problemen. Vor allem dann, wenn sie nicht auf Gegenseitigkeit basiert...

Eine mitreißende,herzerwärmende, teilweise humorvolle Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Exakt so kompliziert wie das wirkliche Lebens. "

Warum einen Sänger? Ganz einfach: Weil er mich inspiriert hat! Seine Art, seine Liebe zur Musik. All das hat mich dazu inspiriert, über ihn zu schreiben. Ist das denn so verwerflich?


Ich habe mich mittlerweile sehr wohl intensiv mit dem Sänger beschäftigt. War schon auf 18 Konzerten, habe mich PERSönlich mit ihm unterhalten. Vielleicht beobachte ich ihn noch nicht seit vielen Jahren, doch für mich sind auch ein und halb Jahre nicht grade wenig.

"Nicht jede Idee, die einen Teenager zum Schreiben bewegt, muss gleich in Buchform erscheinen. Nicht, weil es ihr nicht gegönnt sein soll, sondern weil ihr Name vorn draufstehen und sie eine Weile an dieser Arbeit gemessen werden wird. "

Das nicht jede Idee, die einen TEENAGER zum Schreiben bewegt, gleich in Buchform erscheinen muss, ist mir klar. Würde ich mich sonst erst für mein achtes geschriebenes Werk entscheiden? Gewiss nicht... denn mit den anderen Büchern bin ich noch nicht ganz zufrieden.
Ich werde dran gemessen? Finde ich nicht schlimm.
Ich kenne so einige Leute, die diese Geschichte schon gelesen haben und sie als sehr gut und lesenswert empfinden.

Ich würde mich freuen, wenn auch ihr an mich glauben würdet.

Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.

Diesen Wunsch, Schriftstellerin zu werden und auch ein Buch zu veröffentlichen, trage ich schon seit ich ganz klein bin, in mir rum. Nur scheint es so, wenn ich einige Beiträge lese, als wäre ich noch meilenweit davon entfernt, mir diesen Traum zu realisieren.

Liebe Grüße
Sandra

Leilah

Re:

von Leilah (22.07.2008, 19:04)
Liebe Sandra,

mir geht es ganz gewiss nicht darum, Dir oder jemand anders die Träume zu zerreden und Dich runter zu ziehen, aber mit einiger Lebenserfahrung weiß man eben, wie wichtig es ist, erst einmal mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen, bevor man über das Leben schreibt und richtig ernst genommen wird. Meiner eigenen Tochter würde ich nichts Anderes sagen.

Und auch wenn es altbacken und belehrend klingen mag: In ein paar Jahren siehst Du Deine heutigen Arbeiten mit Sicherheit mit völlig anderen Augen. Das ist mir selbst so gegangen und ich wette, fast allen hier im Forum. Wenn ich heute durchlese, was ich mit 20 Jahren für Kurzgeschichten u.ä. verfasst habe, kann ich nur den Kopf schütteln und bin heilfroh, dass es nicht gedruckt wurde. Damals fand ich mich genial. :wink:

Gerade wenn Du Dich, wie Du sagst, ernsthaft schriftstellerisch betätigen willst, solltest Du Dir und Deiner Schreibe ruhig Zeit zum Reifen geben, bevor Du Dich in Buchform verewigst.

Viel Erfolg und liebe Grüße
Leilah

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Judith
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Re:

von Judith (23.07.2008, 00:25)
Leilah hat geschrieben:
Und auch wenn es altbacken und belehrend klingen mag: In ein paar Jahren siehst Du Deine heutigen Arbeiten mit Sicherheit mit völlig anderen Augen. Das ist mir selbst so gegangen und ich wette, fast allen hier im Forum. Wenn ich heute durchlese, was ich mit 20 Jahren für Kurzgeschichten u.ä. verfasst habe, kann ich nur den Kopf schütteln und bin heilfroh, dass es nicht gedruckt wurde. Damals fand ich mich genial. :wink:


Oh Leilah, wie recht du doch hast! thumbbup :lol:

Grüßle,
Judith
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Bärentante
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Re:

von Bärentante (23.07.2008, 00:29)
@ Sandra

An dem Klappentext solltest Du aber noch arbeiten. Da blickt ja kein Mensch durch. :roll:
Liebe Grüße
Christel

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Judith
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Re:

von Judith (23.07.2008, 00:35)
Stimmt, Bärentante. Es sind einige Tipp- Komma- und Ausdrucksfehler drin, dadurch versteht man den Sinn z.T. nicht wirklich.

Grüßle,
Judith
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JessM
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Re: Was, wenn echte personen im Buch sind?

von JessM (22.10.2008, 18:35)
sannibabe hat geschrieben:
Hallo, ich möchte meine Hauptfigur nach einem Sänger benennen, benutze dabei aber nur seinen Vornamen und den Anfangsbuchstaben seines Nachnamens. Kann ich da Probleme bekommen????
Ich habe ihm eine Mail geschrieben und wenn er dies genehmigt, ist es dann okay? SEHR WICHTIG. Brauche unbedingt nähere Informationen dazu!


Solltest du Namen von echten Personen nehmen und du weißt schon selber, dass man ohne Probleme diese Anspielung versteht, ist das ein Grund den Namen zu ändern. book:

Denn dann werden deine Leser es auch wissen und wenn es ein Sänger ist, machst du indirekt Promotion und das sehen die Werbefirmen des Sängers nicht gerne, auch wenn nur seinen Namen erwähnst.

Deswegen lasse die Finger davon. Findest du den Vornamen toll, nehme denen, suche aber nach einem anderen Nachnamen.
Auf Namen gibt es kein Patentrecht, nur wenn es wirklich im Zusammenhang mit Nachname etc gibt. :?

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