Ausweisung MwST / Kleinunternehmenregelung

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Versailles
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Re:

von Versailles (23.07.2008, 15:33)
wenn man in Massen seine Bücher verkauft oder sogar die von anderen ist es andersartig zu sehen, sodann muss ein Gewerbeschein und eine Anmeldung vorliegen.
Stimmt, oder man garniert seinen eigenen Buchverkauf mit Dienstleistungen oder Präsenten rund um das Buchthema. Nur das eigene Buch anzubieten, wäre mir nämlich doch zu "langweilig" gewesen :wink: So bin ich kommerziell und kreativ tätig.

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constanze
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Re:

von constanze (10.10.2008, 23:40)
meine herren,

und wie sieht es aus mit:
selbständgkeit UND buchautorin?

ist die buchautorin freiberuflich? und der verkauf der bücher bis summe xy steuerfrei im jahr?

ein großes feld, für mich als kreative zu groß, zu uninteressant, aber nicht fürs finanzamt. ich will auch alles richtig machen.

suche mir jetzt einen steuermann, äh steuerberater!

lg constanze

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Judith
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Re:

von Judith (11.10.2008, 01:02)
Hallo Constanze,

laut meinem Steuerberater muss ich bei meiner Schreiberei mit MWSt abrechnen, weil ich als Selbständige umsatzsteuerpflichtig bin.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Sabine_Hartmann01
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Re:

von Sabine_Hartmann01 (24.11.2008, 22:52)
Ich verstehe das ganze noch nicht richtig. Also, stellen wir uns vor, ich bin Kleinunternehmer und weise daher keine USt aus.

Nun will KNO oder Libri von mir 100 Büchewr bestellen, sagen wir zu 45% Rabatt.

Wenn der Ladenpreis des Buches 10 EUR beträgt, müßte ich dann als Kleinunternehmer eine Rechnung iHv 55 EUR stellen?

Und eine für mich ebenso wichtige Frage: wäre das für Großhändler (ja sogar auch für gewöhnliche Bchhändler) nicht ganz blöd, wenn sie eine derartige Rechnung bekommen? Sie können dann doch eine USt zurückverlangen?!?

Letzte Frage ist für meine Entscheidung, wie ich vorgehen will, ziemlich entscheidend, denn ich möchte mein Buch (mittels meines Selbst- bzw. Kleinverlages) auch über Buchändler und Großhändler vertreiben.

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hawepe
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Re:

von hawepe (25.11.2008, 07:57)
Hallo Sabine,

Sabine_Hartmann01 hat geschrieben:
Und eine für mich ebenso wichtige Frage: wäre das für Großhändler (ja sogar auch für gewöhnliche Bchhändler) nicht ganz blöd, wenn sie eine derartige Rechnung bekommen? Sie können dann doch eine USt zurückverlangen?!?


Vermutlich meinst du, "Sie können dann doch keine USt zurückverlangen".

Ja, so ist es. Wenn du keine Mehrwertsteuer ausweisen darfst, dürfen Wiederverkäufer diese, obwohl von ihnen bei dir bezahlt, nicht von der eingenommenen Mehrwertsteuer abziehen.

Ob dass deine Chancen beim Handel verringert, weiß ich nicht. Aber da du vermutlich nicht so blauäugig sein wirst, dich ohne jegliche Beratung selbständig zu machen, solltest du die Frage, ob du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmst, einfach mit deinem Steuerberater oder in einem Existenzgründerseminar der IHK ansprechen.

Beste Grüße,

Heinz.

Johanna
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Re:

von Johanna (25.11.2008, 08:08)
Hallo,

Sabine_Hartmann01 hat geschrieben:
Nun will KNO oder Libri von mir 100 Büchewr bestellen, sagen wir zu 45% Rabatt.

Wenn der Ladenpreis des Buches 10 EUR beträgt, müßte ich dann als Kleinunternehmer eine Rechnung iHv 55 EUR stellen?


550,--, oder?

Gruß Johanna

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hawepe
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Re:

von hawepe (25.11.2008, 08:16)
Hallo Johanna,

Johanna hat geschrieben:
550,--, oder?


514,- würde ich annehmen. Üblich sind meines Wissens die Rabatte auf den Preis vor Steuern.

Beste Grüße,

Heinz.

Johanna
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Re:

von Johanna (25.11.2008, 08:32)
Hallo Heinz,

war eine theoretische Rechnung! Ich gehöre ja leider in der Praxis noch nicht zu den verkaufenden Autoren. :lol:

Gruß Johanna

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hawepe
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Re:

von hawepe (25.11.2008, 08:35)
Hallo Johanna,

Johanna hat geschrieben:
Ich gehöre ja leider in der Praxis noch nicht zu den verkaufenden Autoren. :lol:


Was sich doch aber wohl bald ändern wird :-)

Beste Grüße,

Heinz.

FraRa
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Re:

von FraRa (25.11.2008, 11:21)
Lieber Didl,
kein Wunder, dass man bei der ganzen, pardon, Steuerscheiße ins Schwitzen kommt und irgendwann Dein Buch braucht .
Zu beachten wäre bei der Problematik wohl, ob man gegebenenfalls noch andere Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit hat, die mit einzurechnen wären. In jedem Fall ist wohl ein Antrag beim Finanzamt auf Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht zu stellen.
Ich habe hier:
http://www.vrtonline.de/32_Umsatzsteuer ... nstler.php
eine ganz gute Zusammenfassung zu Steuerfragen für Künstler gefunden.
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hawepe
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Re:

von hawepe (25.11.2008, 12:18)
Hallo Frank,

FraRa hat geschrieben:
In jedem Fall ist wohl ein Antrag beim Finanzamt auf Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht zu stellen.


Wenn man das möchte. Wenn man die ersten Jahre Verluste macht, kann unter Umständen sogar eine Umsatzsteuererstattung durch das Finanzamt herauskommen, weil man selber weniger Umsatzsteuer berechnet als bezahlt hat.

Wer wie Sabine überlegt, sich als Kleinstverlegerin selbständig zu machen, sollte deshalb wirklich die Beratungsangebote der Kammer in Anspruch nehmen.

Beste Grüße,

Heinz.

Sabine_Hartmann01
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Re:

von Sabine_Hartmann01 (26.11.2008, 14:49)
Danke erst mal! Hm, ich hätte durch die Umsatzsteuerfreiheit also gar keinen wirtschaftlichen Vorteil? (Weil ich - jedenfalls an Händler - dann nur den Nettopreis als Grundlage nehmen darf)?

FraRa
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Re:

von FraRa (26.11.2008, 14:55)
Genauso ist es. Man winkt andernfalls die Mehrwertsteuer nur durch.
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Sabine_Hartmann01
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Re:

von Sabine_Hartmann01 (26.11.2008, 15:19)
Eigentlich habe ich (wirtschaftlich betrachtet) sogar nur einen Nachteil, wenn ich umsatzsteuerbefreit bin: denn ich kann von mir bezahlte USt (z.B. für einen PC) nicht zurückfordern. Sehe ich das richtig?

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constanze
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Re:

von constanze (26.11.2008, 15:21)
genau das thema hatte ich auch gerade....
ne, du kannst nichts zurückkriegen, wenn du keine abgibst....

aber es ist wirklich ein kompliziertes feld - am besten abgeben an jemand deines vertrauens - und lieber den kopf fürs schreiben freihalten!

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