Fein,

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Adriana
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Re: Mit Büchern Geld verdienen

von Adriana (20.04.2007, 15:59)
Hallo Heinz,

dass manche Verlagsnamen einfach für Qualität sprechen, wird wohl niemand bestreiten. :) Genauso wenig die Tatsache, dass die Qualität bei BoD und anderen on-Demand-Verlagen sehr durchwachsen ist. Egal, ob Lyrik oder andere Veröffentlichungen: Ein großer Teil ist - vorsichtig ausgedrückt - einfach dilettantisch.
Aber viele Autoren schreiben deswegen schlecht, weil sie es nicht besser wissen. Also schimpfen wir besser auf die die Deutschlehrer als auf BoD :P .

Andererseits hab ich bei BoD auch schon hervorragende Lyrikautoren entdeckt!

Die Gründe, weshalb Leute bei BoD veröffentlichen, sind vielfältig. Nicht alle tun es, weil sie nirgendwo anders eine Chance haben. Manche - auch renommierte Autoren - meinen, dass BoD mehr Tantiemen zahlt. Und wieder andere - vor allem Newcomer - machen lieber über BoD auf sich aufmerksam, als dass sie mit ihrem Manuskript von einem kommerziellen Verlag zum nächsten rennen und ein paar hundert Absagen kassieren.
Einige haben es ja auch auf diesem Weg geschafft!

Beide Gedichtsformen geben Inhalte sehr verichtet wieder, lassen Bilder oder Melodien entstehen. Dazu bedarf es einer angemessenen Wortwahl und des Verzichts auf abgenutzte Bilder.


Ganz meine Meinung. :)

Viele Grüße,

Adriana.

Athenaios
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Re: Fein,

von Athenaios (20.04.2007, 16:10)
Teddy2065 hat geschrieben:
dann mal eine Frage. Mal abgesehen davon wie schwer es ist ein Buch zu veröffentlichen, was kann denn ein Neuling überhaupt mit einem Buch verdienen.

Teddy

Klare Frage, klare Antwort: Nichts! Wenn Du nicht sehr gut bist, sehr viel Glück hast und gute Beziehungen, dann wird Dein Buch ein Draufzahlgeschäft. Wenn es Dein Hobby ist - ok - wenn nicht - Pech gehabt.
Thorwald
Meine Internetseite mit meinen Büchern über Platons Atlantis:
http://www.atlantis-scout.de/

herby

Re:

von herby (20.04.2007, 17:13)
Den renommierten Autor würde ich gerne kennen, der mit BOD mehr verdient als mit einem großen Verlag. Das funktioniert nur, wenn der Preis hoch ist und ist der Preis hoch, wirkt dies nicht verkaufsfördernd.
gruss
herby

Jakob W.
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Re:

von Jakob W. (20.04.2007, 18:43)
Hallo,

zum Thema; zwar hab ich noch nichts besonders mit meinem Erstlingswerk verdient, versuche jedoch Werbung zu machen. Heute waren es zwei Zeitungsagenturen, wobei ich sie angefragt habe, ob die Rezesionen über mein Buch schreiben könnten.
Mal gucken. =)

In baldiger Zeit werde ich natürlich auch Buchläden aufsuchen, und fragen ob ich bei ihnen Flyer etc. da lassen kann.


Gruß,
Jakob Welik

Gerry
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Zum Thema

von Gerry (21.04.2007, 11:52)
Hallo!

Ich lese, dass sich die Kommentare immer weiter vom eigentlichen Thema: "Kann man mit Büchern Geld verdienen?", entfernen.

Ich bestreite nicht, das BoD sich Mühe gibt und gute Bücher verlegen möchte, aber die Qualität eines Büches entscheidet nicht über seinen Erfolg auf dem Buchmarkt. Wer das glaubt, lebt auf dem falschen Planeten.
Ich kenne eine ganze Reihe von Büchern, sogenannte Bestseller, die nur zu Bestsellern wurden, weil eine große Werbekampagne sie dazu gemacht hat. Danach sind sie auf einem Wühltisch gelandet, weil die Leser gemerkt haben das es nur "heiße Luft" war.
Wer mit einem Buch Geld verdienen möchte, der muss eine Merktlücke finden und starke Sponsoren, so wie das bei anderen Artikeln auch der Fall ist. Das glingt vielleicht entmutigent, ist aber die Realität.
Trotzdem: "Die Hoffnung stirbt zuletzt."

Gruß Gerry

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hawepe
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Re: Zum Thema

von hawepe (21.04.2007, 14:01)
Hallo,

Gerry hat geschrieben:
Ich lese, dass sich die Kommentare immer weiter vom eigentlichen Thema: "Kann man mit Büchern Geld verdienen?", entfernen.


Das Thema dieses Threads war "Fein", und da kann man natuerlich so ziemlich alles drunter fassen. Auf die Frage "Kann man mit Büchern Geld verdienen?" haette dagegen streng genommen ein kurzes "Ja" gereicht, denn mehr war nicht gefragt ;-)

Also versuchte jeder irgendetwas draus zu machen, was den Fragesteller eventuell vielleicht interessieren koennte.

Beste Gruesse,

Heinz.

Dagmar R. Rehberg
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Re:

von Dagmar R. Rehberg (26.04.2007, 08:48)
Hallo zusammen,
die Frage, ob man mit Bücherschreiben Geld verdienen kann, ist sicherlich mit einem einfachen Ja zu beantworten. Weitere Frage bleibt nur "Wie?"
Ich habe kürzlich von einem Verlagskaufmann gehört, dass es in Deuschland etwa 15 Autoren geben soll, die vom Schreiben leben können. Ob die Zahl stimmt, weiß ich nicht, aber sehr ermutigend ist es nicht, besonders wenn man bedenkt, dass Herr Grass, Herr Lenz und Kollegen dazugehören. Die Autoren verdienen an ihren Büchern am wenigsten. Wenn wir von einem normalen Publlikumsverlag ausgehen, also einem Verlag, der das kaufmännische Risiko allein trägt und dem Autor vom ersten Buch an ein Honorar zahlt, liegt der Verdienst für ein Paperback bei 5%, für Hardcover bei 8% vom Nettoladenpreis. Der Verlag verdient selbst nicht viel, denn die Hand halten ganz andere auf: Die Buchhändler kassieren etwa 30%, die Grossisten (z. B. libri) bis zu 40%!!! (So viel zum Thema: wenn alles so günstig wie eine ISBN-Nummer wäre)
Man kann sich also leicht ausrechnen, wie viele Bücher man verkaufen muss, um zu verdienen. Das ist übrigens auch der Grund, warum die großen Verlage nur selten neue Leute nehmen. Mit viel Glück und Geschick verkaufen sie vom Erstlingswerk 1000-2000 Bücher. Alles in allem kostest das Verlegen incl. Marketing aber etwa 10.000 Euro, ist also fast immer ein Verlustgschäft.
Dennoch, will man die Schriftstellerei gewinnbringend betreiben (und darunter verstehe ich nicht ein paar Euro mehr verdienen, als man ausgegeben hat), muss man sich an große Verlage wenden. Selbstfinanzierte Bücher haben auf dem freien Markt nur geringe Chancen, eben weil hier keine Qualitätskontrolle stattfidet. Leider ist es so, dass viele Leute schreiben, die wirklich keine Ahnung davon haben. Viele Leute glauben, sie können das ABC, also können sie auch schreiben. So ein Unsinn! Ich komme ja auch nicht auf die Idee, eine Klaviersonate spielen zu wollen, nur weil ich Noten lesen kann. Schriftstellerei ist ein Handwerk, das wie jedes andere gelernt werden muss!!! Nur wer das einsieht und entsprechend handelt, kann mit guter Leistung und ganz viel Glück bei einem großen Verlag landen. Für Leute, die mit Bücherschreiben Geld verdienen wollen, können Selbstverlage nur Sprungbretter sein.

dbs

Re:

von dbs (26.04.2007, 11:43)
Dagmar R. Rehberg hat geschrieben:
die Frage, ob man mit Bücherschreiben Geld verdienen kann, ist sicherlich mit einem einfachen Ja zu beantworten. Weitere Frage bleibt nur "Wie?"


Eigentlich müßte die Frage nicht "ob" oder "wie" lauten, sondern "wieviel".

Wer ein Taschenbuch bei einem Verlag unterbringt, bekommt vom Nettoladenverkaufspreis fünf bis 6 Prozent. Bei einem Eckpreis von 9,95 Euro liegt der Nettopreis bei 9,30 Euro. Davon 5% sind 0,46 Euro. Um von diesem Buch leben zu können, müssten monatlich vier- bis fünftausend Stück verkauft werden. Das wäre am deutschen Buchmarkt schon ein ziemlicher Kracher (nicht jeder heißt J.K.Rowling und hat eine Erstauflage von 1 Million Stück (Harry Potter 4).

Ich wäre schon heilfroh, wenn ein selbstveröffentlichtes Buch seine Produktionskosten einspielt. Deshalb berechne ich immer den "break even", ab welcher Auflagenzahl ein Buch Gewinn abwirft. Wenn der "break even" bei 200 Exemplaren liegt, wird es mit größter Wahrscheinlichkeit ein Verlustgeschäft.

Dagmar R. Rehberg hat geschrieben:
Man kann sich also leicht ausrechnen, wie viele Bücher man verkaufen muss, um zu verdienen. Das ist übrigens auch der Grund, warum die großen Verlage nur selten neue Leute nehmen. Mit viel Glück und Geschick verkaufen sie vom Erstlingswerk 1000-2000 Bücher. Alles in allem kostest das Verlegen incl. Marketing aber etwa 10.000 Euro, ist also fast immer ein Verlustgschäft.


Das ist sehr, sehr wohlwollend gerechnet. Denn bis zur Veröffentlichung eines Buches in einem "normalen" Verlag fallen eine Menge Kosten an, die man auf den ersten Blick so gar nicht sieht.

Bei einer Verlagsveröffentlichung begleitet ein/e Lektor/in das Buch, d.h. das Manuskript muss wieder und wieder gegengelesen werden. Das kostet Zeit (und somit Geld). Ein guter Verlag kümmert sich um den/die Autor/in, es kommt also zu direkten Kontakten - auch das kostet Zeit und Geld. Dazu kommen die redaktionellen Sitzungen im Verlag, wo Sinn und Unsinn einer Veröffentlichung eines Buches diskutiert werden, und je größer und langwieriger diese Diskussionsrunden sind, desto größer ist der Betrag an Geld, der dort verbrannt wird.

Alle Mitarbeiter im Verlag wollen am Monatsende ihr Gehalt auf dem Konto sehen - auch diese Kosten (inkl. Lohnnebenkosten) müssen anteilig auf die publizierten Werke umgelegt werden. Von den Kosten für Büroraum, Maschinen usw. gar nicht zu reden.

Der (freiberufliche?) Layouter des Umschlages will ebenso Geld sehen wie die Leute der Werbefirma. Die reinen Druckkosten von vielleicht 2 Euro je Buch bei einer Auflage von 2.000 Stück machen da insgesamt nur einen kleinen Teil aus. Ich habe mal - noch zu D-Mark-Zeiten - gelesen, eine Buchproduktion für einen Neu-Autoren im Verlag wird mit 40.000 bis 50.000 Mark veranschlagt. Das ist eine Menge Holz.

Grüße
Siegfried

hwg
Beiträge: 6034
Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (26.04.2007, 14:51)
Dem BoD-System bedienen sich auch "reguläre" Kleinverlage und ersparen sich dadurch Lagerkosten. Ein regulärer Verlag verlangt vom Autor k e i n Geld, bestenfalls Mitarbeit bei der Werbung (Subskriptionsangebote, Lesungen mit Direktverkauf etc.).

Diese Werbung kann man auch über einen Autorenverband "anheizen", selbstverständlich auch übers Internet. BoD ist nichts anderes als ein Druckanbieter, so wie jede andere Druckerei in der näheren Umgebung.

Aufpassen heißt es bei den so genannten Druckkostenzuschussunternehmen (das Wort Verlag kommt mir in diesem Zusammenhang nicht über die Lippen). Deren großartig angekündigten Versprechen hinsichtlich Lektorat, Werbung und dergleichen erweisen sich im Nachhinein nicht selten als Luftblasen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Meine Meinung: Ein Autor m u s s für seine Arbeit bezahlt werden und soll nicht selber bezahlen! Der Erfolg hängt ohnehin, so oder so, vom Buchkäufer ab. Doch jeder ist seines Glückes Schmied.

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