Puristische Cover wissenschaftlichen Werken vorbehalten?

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Leilah

Puristische Cover wissenschaftlichen Werken vorbehalten?

von Leilah (08.08.2008, 22:18)
Ich bin eine Freundin absolut puristischen Designs, am liebsten in schwarz-weiß. Deshalb trage ich mich mit dem Gedanken, meinem nächsten Buch (auch dem dazugehörigen Hörbuch, ernste Materie) ein gänzlich illustrationsfreies Cover mit schnörkelloser, weißer Schrift auf schwarzem Grund zu geben.
Was meint Ihr dazu? In letzter Zeit sieht man so etwas ja fast nur noch bei philosophischen Schriften u. ä..
LG, Leilah

LOFI

Re:

von LOFI (08.08.2008, 22:35)
Hi,

kann mir vorstellen, dass das gut rüberkommt, wenn die Schrift und Textsetzung auf dem Cover originell ist und ein gewisser Kontrast besteht.

Der_Meinige
Beiträge: 46
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Re:

von Der_Meinige (08.08.2008, 22:58)
Weiß auf schwarz? Morbid - aber wenn`s zum Inhalt passt, ist es bestimmt angebracht.

frangsen
Beiträge: 275
Registriert: 15.12.2007, 17:03

Re:

von frangsen (08.08.2008, 23:10)
Ich glaube, dass es gut aussehen kann, vor allem mit einem Hochglanzcover. Bilder auf dem Cover können zwar den jeweiligen Geschmack treffen - müssen es aber nicht.

(Andererseits gibt es zuweilen auch eine Illustration bei einem philosophisch-wissenschaftlichen Werk, wie zB bei diesem
http://www.amazon.de/Taking-Rights-Seri ... 565&sr=8-2
...die mir sehr gefällt.)

VGe
Frank

hwg
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Re:

von hwg (09.08.2008, 07:14)
Guten Morgen Leilah!

Auch mir gefallen "puristisch" gestaltete Cover. In Zeiten einer überbordenden Bilderflut sind solche Bücher, aber auch Zeitschriften,
eine Wohltat! Bloß keine Kursivschrift verwenden!

Gruß Hans

julia07
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Re:

von julia07 (09.08.2008, 07:19)
Hallo Leilah,

nun, die Idee ist weder neu noch "schlecht" und man/frau hat ja durch das Layout auch Möglichkeiten Akzente zu setzen und so das Cover trotzdem zum Eycatcher zu machen.
Versuch macht kluch cheezygrin

LG,
Julia

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (09.08.2008, 12:19)
Moin,
mir gefallen puristische Cover z.T. auch sehr gut. Selbst bei Romanen ist das machbar.
Ich mache für die Bücher, die ich verlege meistens 3 Entwürfe, wo eigentlich auch immer ein eher puristischer mit dabei ist.
Letztlich entscheidet aber der Autor, und der entscheidet sich dann fast immer für die Cover mit eher aufwändigen Bildern/Photos.

Ein sehr tolles Cover fand ich "Der Schwarm". Das Cover ist nur schwarz mit weißer Schrift, und die blaue Iris ein einziger Hingucker. Okay, es ist schon nicht mehr ganz so puristisch, aber schon ziemlich.

Ich finde, dass solche Cover sehr edel wirken.

Gruß
Hakket

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greatK
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Re:

von greatK (09.08.2008, 12:32)
Warum nicht, ich find diese Art von Cover auch durchaus interessant. Hat oft etwas "geheimnisvolles", daher funktioniert dieser Stil auch bei Romanen.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/21kOLnoIwwL._SL500_AA180_.jpg

Fällt mir dazu ein. Zumindest hat das Cover es geschafft, dass ich das Buch in die Hände genommen habe um den Klappentext zu lesen.

Dennoch: ansprechend gestaltete Titelbilder gefallen mir persönlich besser.

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Adriana
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Re:

von Adriana (09.08.2008, 12:46)
Hm, ich bin ja auch ein Fan der Minimalistischen Farbgebung (bicolor, colorkey etc.). Aber einfch nur weiß auf schwarz? Ich fürchte, das fehlt der Eyecatcher. Wenn man den Hintergrund einfach scharz lässt, und dafür die Schrift besonders gestaltet (z.B. mit einer Textur), könnte es wiederum sehr edel aussehen!

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hawepe
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Re: Puristische Cover wissenschaftlichen Werken vorbehalten?

von hawepe (09.08.2008, 13:21)
Hallo Leilah,

Leilah hat geschrieben:
Ich bin eine Freundin absolut puristischen Designs, am liebsten in schwarz-weiß.


Warum nicht? Inmitten der unzaehligen Cover mit bunten Bildern wuerde es jedenfalls hervorstechen.

Deshalb trage ich mich mit dem Gedanken, meinem nächsten Buch (auch dem dazugehörigen Hörbuch, ernste Materie) ein gänzlich illustrationsfreies Cover mit schnörkelloser, weißer Schrift auf schwarzem Grund zu geben.


Diese Variante finde ich allerdings nicht ganz so gut. Schwarz wirkt trist und ist sehr empfindlich gegenueber Fingerabdruecken.

Wenn du nur mit Schrift arbeiten willst, musst du aber beachten, dass bei groesseren Schriftgraden haeufig das Kerning unbefriedigend ist. Ich habe jedenfalls bei meinem Autoren-Ratgeber die Buchstabenabstaende auf dem Cover von Hand korrigiert.

Beste Gruesse,

Heinz.

Leilah

Re:

von Leilah (09.08.2008, 17:17)
@ Heinz: Mit drucktechnischen Fragen kenne ich mich leider nicht aus, muss es andererseits zum Glück auch nicht. Das würde dann am Verlag hängen bleiben. Dein Einwand mit den Fingerabdrücken (vor allem bei Hochglanz) leuchtet mir aber sofort ein.

@ Hans: Kursivschrift, oh nein. Da wird mir beim Draufgucken manchmal richtiggehend körperlich übel. :wink: Und ich mag auch keine Schriften, bei denen ich erst einen Kryptologen hinzuziehen muss, um den Titel zu erahnen.

@ Hakket: Das Cover von "Der Schwarm" finde ich auch toll. Wie Du schon sagst: Nicht mehr so ganz "sparsam", aber zurückhaltend und dennoch ansprechend.

@ Der Meinige: Ich persönlich finde schwarz nicht wirklich morbide (und widerspreche auch der gängigen Ansicht, dass Menschen, die überwiegend schwarz tragen mehr oder weniger depressiv sind. Die phantasievollsten und lockersten Menschen, die ich kennenlernen durfte, schätzten solche Kleidung.) Für mich ist es einfach eine neutrale "Farb"grundlage, auf der die wesentlichen Aspekte gut zur Geltung kommen.

@ Adriana: An eine schöne Textur oder plastische Schrift dachte ich auch. Alternativ zu s/w könnte ich mir auch weiße Schrift auf rubinrot (meine Lieblingsfarbe) gut vorstellen. Schwarz auf rot hingegen wirkt auf mich ein bisschen zu hart.

@ greatK: Das verlinkte Cover ist wahnsinnig cool. Absolut mein Geschmack, wenn auch durch das stilisierte Kreuz und den Trauerrahmen tatsächlich morbide, aber passt ja vermutlich zum Inhalt.

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Cornelia
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Re:

von Cornelia (10.08.2008, 01:06)
Hallo,
die Idee ein Cover ohne Bild zu machen, finde ich nicht schlecht. Mir fallen direkt die Bücher "es" und "sie" (später auch in Deutschland unter "Misery" veröffentlicht) von Stephen King ein. Diese beiden Bücher fielen mir damals direkt ins Auge, waren aber auch Großformat. Stachen aus der Masse heraus und machten schon beim Anblick neugierig.

http://www.amazon.de/Heyne-B%C3%BCcher- ... 345302253X

http://cgi.ebay.pl/Sie-von-Stephen-King ... dZViewItem


Leilah schreibt: (...) und widerspreche auch der gängigen Ansicht, dass Menschen, die überwiegend schwarz tragen mehr oder weniger depressiv sind (...) cool5
Kann ich nur bestätigen, trage fast nur schwarz bis grau,höchstens mit wenig Farbe, bin aber gar nicht depressiv.


Viele Grüße
Cornelia

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Zoba
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Re:

von Zoba (10.08.2008, 08:15)
Hi,

nur mal so zur Erinnerung cheezygrin eine der erfolgreichsten Buchreihen hat schlichte schwarze Schrift auf gelben Covern :lol:

Wobei "sparsam" und "schlicht" nicht illustrationsfrei heißen muß! Interessant ist zB auch die Idee, auf Titel/Author auf dem Cover zu verzichten (beides zB in den Rücken zu schieben), wenn man eine glasklare Illustration findet, die den Inhalt des Buches perfekt wiedergibt. Daß das geht, wissen wir durch die allseits eingesetzten Pictogramme.
Gruß,

Zoba

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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky

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