Die Länge des Manuskripts

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hawepe
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Re:

von hawepe (24.08.2008, 12:43)
Hallo Lorenz,

LOFI (Moderator) hat geschrieben:
eine ideale Schriftgröße für Erstklässler liegt zwischen 16 und 20.


Das sagst du und das sagen die Ministerialbeamten in den Bildungsministerien. Wie gesagt, Wissenschaftler in den beiden genannten Laendern sehen das inzwischen sehr kritisch, waehrend in D die letzten ernsthafteren Auseinandersetzungen dazu meines Wissens in den fuenfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gelaufen sind.

Beste Gruesse,

Heinz.

LOFI

Re:

von LOFI (24.08.2008, 12:46)
Hi,

ich bin Pädagoge und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die von mir genannten Größen eine gute Akzeptanz aufweisen. Es kommt allerdings auch auf die Schriftart an. Je verschnörkelter, desto problematischer.

LG
Lorenz

PS: Versentliche beeinflußt wird die Texterkennung allerdings durch das Erlernen der Erstschrift (Druckschrift oder Schreibschrift).

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Judith
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Re:

von Judith (24.08.2008, 13:00)
Hallo Patnus,

handelt es sich bei deinen 42 Seiten um Normseiten? Wie viele Zeichen (incl. Leerzeichen) hat dein Manuskript? Und wie viele Kapitel? Wenn man das weiß, dann kann man eher die Seitenzahl abschätzen.

Grüßle,
Judith (die morgen mit dem Mädchenroman fertig werden will, ca. 200.000 Zeichen)

EDIT: Soeben sehe ich, dass es irgendwas mit 74tausend Zeichen incl. Leerzeichen sind. Das wären dann schätzungsweise 68 Seiten, wenn man die Schrift nicht so klein macht. Dann kommen noch die Schmutztitel etc. hinzu, wenn du bei Seite 7 beginnst hättest du 76 Seiten. Du könntest das Buch für 4,95 Euro anbieten (Marge 61 cent), dann würde vermutlich kaum einer meckern, weil es so dünn ist (obwohl Kinder ab 9 Jahren schon lieber ein Buch mit 120 Seiten wollen).
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patnus
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Re:

von patnus (24.08.2008, 13:08)
Hallo Judith

Mein Buch:

42 Din A4 Seiten
Wörter: 12'407
Zeichen (mit Leerzeichen): 74'123
Kapitel: 16 (z.T. recht kurze)

Gruss Patnus

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (24.08.2008, 13:16)
74000 Zeichen mit Leerzeichen wären im Format 12x18cm bei Palatino10p ca. 60 Seiten.
Allerdings dann reiner Text ohne Tricks :wink: , aber mit Titelei.

Gruß
Hakket

g.c.roth

Re:

von g.c.roth (24.08.2008, 13:29)
Hallo,

Im Übrigen ist die Vorgabe, dass die Seitenanzahl durch 4 geteilt werden muss, wohl nur bei Bod?


Hab ich was verpasst in der Entwicklung?
Ich kenne keine Broschüren oder Bücher, die 13 oder 25 Seiten haben.

Ok, man kann natürlich auch Einzelblätter mit je zwei Seiten drucken, dann kanns auch durch zwei teilbar sein, dürfte aber kostspieliger in der Weiterverarbeitung sein, da die Seiten zusammengetragen und geleimt werden müssen.

Ich hab ja nicht gesagt, dass auf allen Seiten was drauf stehen muss. dozey:
Aber vorhanden sein, muss die Seite doch.

LG Grete

@ Heinz: Definitiv bringst Du Kinder leichter ans Lesen mit großen Schriften, viel Durschuss und kurzen Sätzen. Bin voll im Thema mit drei Enkeln und einer zehnhjährigne Tochter (die liest allerdings inzwischen 700 Seiten Wälzer in Normalschrift.) :lol:

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Rabert
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Re:

von Rabert (24.08.2008, 13:41)
Mein Büchlein im Format 12x19 cm (das kleinste Format bei BoD) hat knapp 10.000 Wörter bei ca. 55.000 Zeichen. Das sind dann inklusive Titelei bei einer 10 Punkt Rockwell Schrift und 1,1 Zeilenabstand 64 Seiten. Dementsprechend käme dein Buch auf ca. 25% mehr, also um die 90 Seiten.

Mit anderen Schriften, Schriftgrößen, Zeilenabständen, Leerseiten zwischen Kapiteln etc. kommst die leicht auf über 100 Seiten, wenn du willst. Dann kostet das Buch in der Produktion aber auch ein wenig mehr.

Gruß

Rabert

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (24.08.2008, 13:45)
Hakket (Moderator) hat geschrieben:
Es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten, um den Umfang zu strecken - wenn es denn unbedingt sein muss.
Allein durch die Gestaltung der Kapitel kann man schon einiges machen, z.B. ein neues Kapitel fängt immer auf der linken Seite an.



Das wäre für mich völlig neu. Bislang bin ich immer davon ausgegangen, dass ein Kapitel auf einer rechten Buchseite - d.h. auf einer Seite mit einer ungeraden Seitenzahl - beginnt. Aber man lernt ja nie aus! cheezygrin

Ansonsten kann ich für den Seitenaufbau immer nur wiederholen: Schaut euch an, wie es die Profis machen!

Ich habe einfach wohllos ins Buchregal gegriffen und mir ein paar relativ dünne Taschenbücher herausgezogen:

Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker - rororo Taschenbuch - 114 Seiten - Seitenformat 115 x 190 mm

35 Zeilen pro Seite - etwa 60 Zeichen pro Zeile - Blocksatz - Absatzbeginn etwa zwei Zeichen eingerückt - nichtproportionale Serifenschrift



H. G. Wells - Der Krieg der Welten - Diogenes - 176 Seiten - Seitenformat 112 x 180 mm

41 Zeilen pro Seite - etwa 60 Seichen pro Zeile - Blocksatz - Absatzbeginn etwa zwei Zeichen eingerückt - nichtproportionale Serifenschrift



William Golding - Der Herr der Fliegen - Fischer Taschenbuch - 229 Seiten - Seitenformat 120 x 190 mm

38 Zeilen pro Seite - unter 60 Zeichen pro Zeile - Blocksatz - Absatzbeginn nicht eingerückt - nichtproportionale Serifenschrift



Erich Scheurmann - Der Papalagi - Tanner + Staehelin Verlag - 119 Seiten - Seitenformat 115 x 175 mm

36 Zeilen pro Seite - unter 60 Zeichen pro Zeile - Blocksatz mit Rahmung des Textblocks auf jeder Seite - Absatzbeginn nicht eingerückt - nichtproportionale serifenlose Schrift



Douglas Adams - Per Anhalter durch die Galaxis - Ullstein Taschenbuch - 187 Seiten - Seitenformat 116 x 177 mm

36 Zeilen pro Seite - etwa 60 Zeichen pro Zeile - Blocksatz - Absatzbeginn etwa zwei Zeichen weit eingerückt - nichtproportionale Serifenschrift


Zusammenfassend:

ca. 35 bis 40 Zeilen je Seite bei etwa 60 Zeichen je Zeile mit einer nichtproportionalen Serifenschrift im Blocksatz scheint der Standard zu sein.

Ob Absatzanfänge eingerückt werden oder nicht, ist wohl
Geschmackssache (oder Regelwerk des jeweiligen Verlages).

Die Seitengrößen variieren, liegen aber unterhalb des A5-Formates.

Die Maße für Kopf, Fuß, Bund und Steg ergeben sich nach bekannter Formel und anhand der Fläche für den Textblock


Grüße
Siegfried

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (24.08.2008, 18:25)
@ Siegfried: Ups, ich meine natürlich auf der rechten Seite. :shock::
(Wenn man das Buch andersherum hält, dann ist es links cheezygrin )
Nein, natürlich rechts. :roll:

Was die Vierteilung angeht ... bei "meiner" Druckerei ist das egal, es wird auch nicht teurer deswegen.

Gruß
Hakket

g.c.roth

Re:

von g.c.roth (24.08.2008, 19:38)
Hallo Michael!
Was die Vierteilung angeht ... bei "meiner" Druckerei ist das egal, es wird auch nicht teurer deswegen.


Das ist cool. Gehn auch 3 Seiten? cheezygrin Dann liefer ich Dir morgen den Text und wir sind für alle Zeiten aus dem Schneider thumbbup

LG Grete

Sorry, aber mich reitet heut der Schalk ...

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (24.08.2008, 20:06)
Klar gehen auch drei Seiten, wenn sie nicht zu weit gehen sollen. A4 geht natürlich weiter als A5, weil A4 größer ist - sie müssen weniger Schritte machen als ihre halb so großen Kollegen - wobei ich jetzt nicht auf A3 eingehe, denn das wäre wieder anders als A4, von A5 ganz zu schweigen, und A2 vergessen wir mal ganz. Die treten sich schon auf die Füße bevor sie überhaupt losgegangen sind. Die Frage ist auch, ob sich drei Seiten binden lassen - also davon ab, dass sie gehen ... wohin auch immer (sollte ihnen vorher nicht die Puste aus-gehen.) cheezygrin

Gruß
Hakket

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Judith
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Re:

von Judith (24.08.2008, 20:31)
Hallo Siegfried,

ich denke mal, für einen Kinder- und Jugendkrimi darf die Schrift etwas größer sein (wenn er für 8 - 11jährige sein soll). Rabert, dein Buch finde ich nun wieder etwas zu "großzügig".

Irgendwas zwischen 60 und 76 Seiten fände ich nicht so schlimm, wenn es dann preisgünstig ist. Besser billig als mit Gewalt aufgebläht und steht nix drin, vor allem bei einem Kinderbuch.

Grüßle,
Judith
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g.c.roth

Re:

von g.c.roth (24.08.2008, 20:44)
@ Michael
Die Frage ist auch, ob sich drei Seiten binden lassen - also davon ab, dass sie gehen ... wohin auch immer (sollte ihnen vorher nicht die Puste aus-gehen.) cheezy grin



Wegen dem Binden: Hab da gute Erfahrung mit einfacher Speisestärke gemacht, klumpt nicht so wie Mehl. Und falls am Bund was übersteht: einfach mit dem Spatienhobel drüber (ach so, du hast nicht in Blei gemacht, gelle?)
Wenn den Seiten allerdings so schnell die Puste ausgeht, scheint mir das eher eine windige Angelegenheit zu sein.
Hast Du schon ein Ausschießmuster - oder warte - ach, gieß noch mal auf - der Tee ist wirklich gut cheezygrin
angle:


@ patnus:
Du könntest Dir Deinen Text einfach in eine Übungsdatei kopieren. Damit kannst Du dann gefahrlos herumexperimentieren. Alle Schriften und Größen, Seitenränder etc ausprobieren. Das macht Spaß, weil man nicht ständig Angst haben muss, dass man etwas durcheinander bringt. Wenns doch passiert, hast Du ja immer noch Dein Original.

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Rabert
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Re:

von Rabert (24.08.2008, 21:43)
Judith hat geschrieben:
Rabert, dein Buch finde ich nun wieder etwas zu "großzügig".

Inwiefern zu großzügig? Kleiner als 10 Punkt würde ich die Schrift nicht wollen ...

Gruß

Rabert

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Judith
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Re:

von Judith (25.08.2008, 00:42)
Sorry, Rabert, ich dachte, ich hätte in dein Buch mal bei amazon reingesehen. Muss es wohl verwechselt haben, weiß nur nicht mit welchem.

Grüßle,
Judith
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