schule des schreibens

Euer Forum rund um kreatives Schreiben, lesergerechtes Texten und spannende Plots.


Benutzeravatar
nessa1405
Beiträge: 24
Registriert: 10.08.2008, 14:06

schule des schreibens

von nessa1405 (25.08.2008, 12:49)
Hallo zusammen,

ich habe mich dazu entschlossen, demnächst ein Studium bei der schule-des-schreibens.de über einen Fernkurs zu machen um einfach das nötige Handwerk für die Umsetzung zu lernen. Ich möchte den Kurs "Belletristik" belegen, Studiumsdauer sind 24 Monate und Kosten pro Monat 88€. Sobald ich mit meinem Umzug fertig bin (ca.Oktober) soll es los gehen.
Im Vorfeld würd mich interessieren, ob von euch jemand schon Erfahrungen mit Fernkursen gemacht hat?

LG Vanessa

Benutzeravatar
Rabert
Beiträge: 383
Registriert: 09.07.2008, 13:55

Re:

von Rabert (25.08.2008, 12:59)
Liebe Vanessa,

ich hoffe du erwartest nicht mit Abschluss dieser "Ausbildung" bessere Chancen für die Vermarktung deiner Texte. Ich glaube aber schon, dass so ein Lehrgang die Qualität deiner Texte verbessern helfen kann, weil du danach sicherlich mehr weißt über Schriftstellerei, und Orthographie und Grammatikkenntnisse vertieft oder aufgefrischt wurden. Die Ideen werden aber nach wie vor in deinem Kopf geboren, deren Quantität und Qualität wird durch so einen Lehrgang bestenfalls mittelbar beeinflusst.

Ich habe eine Zeitlang an zwei Fernuniversitäten studiert (FernU Hagen und FernFH Pinneberg) und kann dir sagen, dass Fernstudium dort sehr viel Disziplin verlangt, und das Fehlen des direkten Kontaktes zu Professoren und Mitstudenten die Sache erheblich erschwert. Probier's aus ob es etwas für dich ist.

Gruß

Rabert

Versailles
Beiträge: 878
Registriert: 22.05.2007, 21:57

Re:

von Versailles (25.08.2008, 13:40)
Hallo,

ich habe den Lehrgang absolviert (2000-2002) und er hat gewiss meine Ausdrucksfähigkeit geschult sowie den Blick auf Texte ganz allgemein verändert. Du lernst viel über den Aufbau von Kurzgeschichten, über Dialoggestaltung und Charakterentwicklung. Das ist schon sehr spannend.

Allerdings solltest du auch bedenken, dass du der "Kunde" bist, der den Kurs bis zum Ende durchziehen (und bezahlen) soll. Demnach sind die Empfehlungen meistens ziemlich positiv, wohlwollend und aufbauend formuliert.

Sieh' den Lehrgang als Möglichkeit für dich, auf dem Weg zu guten Formulierungen und unverbrauchten Textideen ein Stück weiter zu kommen. Rabert hat es ja sehr treffend formuliert, finde ich.

Und steuerlich absetzen kannst du den Kurs womöglich auch noch thumbbup

Viel Vergnügen!!

Amalia
DIE COMTESSE ab sofort als "EDITION BOD"
www.comtesse-heloise.de

Autorenphoto von J. Nemeth, Photostudio Kannengiesser, 58095 Hagen (2007)

Benutzeravatar
nessa1405
Beiträge: 24
Registriert: 10.08.2008, 14:06

Re:

von nessa1405 (25.08.2008, 14:03)
Hallo,

danke für eure Antworten! Natürlich denke ich nicht, dass ich dadurch meine Texte besser vermarkten kann :wink: Wäre ja zu einfach.
Aber ich erhoffe mir, dadurch einfach eine bessere Struktur und Ausdrucksfähigkeit zu bekommen. Ideen habe ich unzählige, ich bin momentan dabei, einen Roman zu schreiben, nur leider geht es mir oft so, dass ich zwar die Idee im Kopf habe, aber nicht weiß, wie ich sie verpacken soll, damit es auch für andere und nicht nur für mich lesenswert ist. Und ich denke, gerade als "Neuling" kann man da wirklich eine Menge lernen, auch für die Zukunft.

Versailles, ist es denn so, dass man das Studium neben dem Beruf gut abdecken kann? Vielleicht kannst Du mir ein paar Sachen erzählen, was in etwa auf mich zu kommt?

Danke im voraus

Versailles
Beiträge: 878
Registriert: 22.05.2007, 21:57

Re:

von Versailles (25.08.2008, 18:33)
Hallo Vanessa,

das Studium ist neben einer Vollzeitbeschäftigung eine lösbare Aufgabe. Es fordert schon Zeit, aber die solltest du dir auch nehmen cool5
Manche Übungen fallen dir vielleicht sehr leicht, andere brauchen etwas mehr Zuwendung. Dementsprechend wirst du mal etwas schneller, mal etwas zögerlicher vorankommen. Das ist normal! Ich habe mal zwei Hefte auf einmal bearbeitet und meistens am Wochenende geschrieben.

Wichtig ist trotzdem, dass du die Hefte der Reihe nach durcharbeitest und nicht springst (da baut eins auf dem anderen auf) und vor allem: am Ball bleiben und die Übungen nutzen, um Stück für Stück dein Wissen und deine Erfahrungen zu erweitern. Das klang jetzt oberklug, oder :wink:

Konnte ich dir helfen?

Liebe Grüße
Amalia
DIE COMTESSE ab sofort als "EDITION BOD"

www.comtesse-heloise.de



Autorenphoto von J. Nemeth, Photostudio Kannengiesser, 58095 Hagen (2007)

Benutzeravatar
PvO
Beiträge: 854
Registriert: 21.10.2007, 09:50
Wohnort: Ostseebad Prerow

Re:

von PvO (26.08.2008, 09:06)
Ich habe auch so eine Schule besucht und meine Meinung hier eingetragen: http://peters-buchladen.de/html/____ser ... toren.html

Benutzeravatar
Birgit Fabich
Beiträge: 1930
Registriert: 23.10.2007, 11:34
Wohnort: Füchtorf

Re:

von Birgit Fabich (26.08.2008, 09:53)
es ist zwar gut, wenn man schon genau weiß was man will und sich auf diesem Gebiet dann vervollkommnet, aber es ist eine Herausforderung, Gebiete zu bearbeiten, auf die man von 'allein' gar nicht gekommen wäre, vielleicht entwickelt sich eine neue Vorliebe oder eine Fähigkeit, die sich am Anfang nicht vorausgesehen hätte....
Stelle Deine Füße auf einen weiten Raum
an anderer Stelle wurde darüber geschrieben, dass manchmal Abwechslung oder ein ganz anderes Genre nötig ist, um wieder Schwung für das aktuelle Projekt zu bekommen.
Einengen ist unproduktiv,
streichen oder verwerfen hinterher bleibt ja immer als Option, aber wer weiß, vielleicht ist jemand, der meint Fantasy schreiben zu müssen und sich quält ein wahrer Haiku Meister....
Gruß Birgit cheezygrin
Mimi und der große Brand
Geschichten für ....
www.blix-derneueselbstverlag.de
www.geschichtenfuer.blogspot.com

Benutzeravatar
Claire
Beiträge: 709
Registriert: 07.12.2007, 09:32
Wohnort: Bochum

Re:

von Claire (26.08.2008, 16:40)
@ Vanessa

Ob man es brauchen kann oder nicht, da mögen die Meinungen auseinandergehen. Schaden kann es wohl kaum. Steuerlich absetzbar ist es bei Berufstätigen auch noch als Weiterbildung. Etliche deutsche Autoren rühmen sich damit, die Schule des Schreibens besucht zu haben und sie macht nicht zu Unrecht Werbung damit.
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

hwg
Beiträge: 6034
Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (26.08.2008, 16:47)
In den vergangenen Jahrzehnten habe ich - aus purem Interesse - mehrere dieser Angebote "durchgeackert" und festgestellt, dass
diese Kurse einander stark ähneln. Lediglich die Preisunterschiede
sind eklatant. Ich habe dann keinen dieser Lehrgänge belegt - und
es hat mir n i c h t geschadet... :lol:

Benutzeravatar
Rabert
Beiträge: 383
Registriert: 09.07.2008, 13:55

Re:

von Rabert (26.08.2008, 17:30)
Ich glaube, wer in der Schule im Deutschunterricht gut aufgepasst hat und dort regelmäßig zu den Klassenbesten zählte, braucht so einen Lehrgang nicht unbedingt. Wer seine Stärken allerdings eher in Mathematik und Physik hatte und nun ein Buch über die Geschichte der Zahl Pi schreiben möchte, für den könnte so ein Kurs vielleicht hilfreich sein.

Gruß

Rabert

Der_Meinige
Beiträge: 46
Registriert: 04.08.2008, 13:54

Re:

von Der_Meinige (26.08.2008, 22:03)
Wer seine Stärken allerdings eher in Mathematik und Physik hatte und nun ein Buch über die Geschichte der Zahl Pi schreiben möchte, für den könnte so ein Kurs vielleicht hilfreich sein.


Hört, hört ... :shock:: Wahrscheinlich willst du damit auch noch zum Ausdruck bringen, dass die Verbreitung intelligenter Schriften nur mit Hilfe von Absolventen belletristischer Trivial-Literaturschulen möglich ist?

Na dann: Erklär` uns mal mit deiner Lizenz zum Schreiben das Geheimnsi der Kreiszahl. Auf den Spannungsbogen bin ich schon gespannt.

LOFI

Re:

von LOFI (26.08.2008, 22:08)
Der_Meinige hat geschrieben:
Wer seine Stärken allerdings eher in Mathematik und Physik hatte und nun ein Buch über die Geschichte der Zahl Pi schreiben möchte, für den könnte so ein Kurs vielleicht hilfreich sein.


Hört, hört ... :shock:: Wahrscheinlich willst du damit auch noch zum Ausdruck bringen, dass die Verbreitung intelligenter Schriften nur mit Hilfe von Absolventen belletristischer Trivial-Literaturschulen möglich ist?

Na dann: Erklär` uns mal mit deiner Lizenz zum Schreiben das Geheimnsi der Kreiszahl. Auf den Spannungsbogen bin ich schon gespannt.


Was wohl zum Ausdruck kommen sollte, ist einfach die Tatsache, dass es oft Leute gibt, die ein Ass auf der Geige in Naturwissenschaften sind, und im schriftlichen Ausdruck nicht so versiert sind (einseitige Interessenkanalisierung). Gibt es öfter als man denkt. und für solche Fälle war diese Aussage wohl gedacht. Wir hatten jedenfalls einige im Physikstudium, die hatten echte Schwächen im schriftlichen Ausdruck, wenn es darum ging, Seminararbeiten zu schreiben.

LG

Lorenz

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5861
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (26.08.2008, 22:57)
Rabert hat geschrieben:
Ich glaube, wer in der Schule im Deutschunterricht gut aufgepasst hat und dort regelmäßig zu den Klassenbesten zählte, braucht so einen Lehrgang nicht unbedingt.


Starker Tobak, so eine Aussage. :shock::

Ich kann mich - trotz einer 2+ in der Oberstufe im Deutschunterricht - beim besten Willen nicht daran erinnern, jemals etwas von "Figurenzeichnung" oder "Struktur einer Dramaturgie" erfahren zu haben. Von "Plotpunkten" und "narrativem Haken" ganz zu schweigen.

Ich nehme aber an, du kennst dich in diesen Dingen bestens aus und lässt uns nicht dumm sterben ... Oder?

Grüße
Siegfried

Benutzeravatar
PvO
Beiträge: 854
Registriert: 21.10.2007, 09:50
Wohnort: Ostseebad Prerow

Re:

von PvO (27.08.2008, 08:31)
Ich kann mich - trotz einer 2+ in der Oberstufe im Deutschunterricht - beim besten Willen nicht daran erinnern, jemals etwas von "Figurenzeichnung" oder "Struktur einer Dramaturgie" erfahren zu haben. Von "Plotpunkten" und "narrativem Haken" ganz zu schweigen.

Voll meiner Meinung. Es gibt Jungautoren, die schreiben einfach drauf los, ohne sich Gedanken über all das Angesprochene zu machen. Ich habe gerade so ein Manuskript auf dem Schreibtisch gehabt, mit der Bitte der Überarbeitung. Charakterisierung gab es nicht. Es gab auch kein Wetter und da wunderte es mich auch nicht weiter, dass die Beschreibung irgendwelcher Räumlichkeiten oder Schauplätze völlig fehlten. Es musste nahezu jeder Satz umgestellt werden, dass ich mich letztlich geweigert habe, weiter zu machen.
Wieso sind viele junge Leute so felsenfest davon überzeugt, dass sie sich ohne alle Voraussetzungen zum fiktiven Schreiben berufen fühlen?

Selbst für das Schreiben von Groschenromanen ist ein Fundament an sehr soliden und stilistischen Kenntnissen erforderlich, vor allem aber muss man erst einmal wissen, wie eine spannende Story aufgebaut wird. Man kann nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun - das geht immer schief.
Es genügt bei weitem nicht, Phantasie zu besitzen. Schreiben ist ein Handwerk wie jedes andere, und wenn man darin erfolgreich sein will, muss man es lernen - sogar wenn man nur ganz gewöhnliche Schundromane zu schreiben gedenkt. Es gibt hierfür Kurse und ähnliches, aber auch zahlreiche ausgezeichnete Bücher und Anleitungen, man braucht sie nur zu studieren.
Ohne universelle Bildung und ohne ein gewisses angeborenes Erzähltalent gerät jede Art von ernsthafter Schriftstellerei zum Desaster. Dies gilt für Belletristik in besonders hohem Maße. Jenen, die als Schri

Der komplette Text steht hier: http://peters-buchladen.de/html/bildung.html

Benutzeravatar
Rabert
Beiträge: 383
Registriert: 09.07.2008, 13:55

Re:

von Rabert (27.08.2008, 09:00)
Au weia ... da hab ich aber was losgetreten ...

Natürlich ist das nicht zu verallgemeinern, was ich da oben geschrieben habe. Ich selbst war im Gymnasium in der Oberstufe gerade als dieses Kurssystem eingeführt wurde, und hatte dann Deutsch und Physik als Leistungskurse.

Aber tendenziell glaube ich schon, dass das stimmt. Viel lesen hilft glaube ich auch ...

Ich habe zwar schon so einiges geschrieben, aber noch keine Belletristik. Sollte ich das einmal versuchen (was ich bezweifle jemals zu tun), würde ich möglicherweise auch feststellen, dass die Erfahrung aus tausenden von gelesenen Büchern, hunderten geschriebenen Texten, und erfolgreichem Deutschunterricht vor -zig Jahren nicht ausreicht, um mich einen spannenden Roman oder ein bewegendes Gedicht schreiben zu lassen. Vielleicht kann das sogar mein Nachbar aus der Physikklasse das besser, der in Deutsch - sagen wir mal - eher geschwächelt hat.

Gruß

Rabert

Zurück zu „Textakademie“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.