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Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Der_Meinige
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Re:

von Der_Meinige (26.08.2008, 21:53)
Diese Kuckucksidee ist weder verrückt noch besonders einfallreich. Sie ist schlicht und ergreifend ein desaströses Beispiel für frustrierte Bezahlautoren, die mit aller Brachialgewalt auf sich und das Werk(?) aufmerksam machen wollen; dementsprechend wird auch das Resultat ausfallen. Mit solchen Aktionen erfüllst du alle Klisches, die "man" gemeinhin von Autoren hat, die den Weg ins normale Verlagsgeschäft nicht gefunden haben.
:shock::
Und ganz nebenbei ist die Phalanx der BoD-Autoren, belastet mit einem weiteren Vorurteil (die schmuggeln jetzt ihren Schrott in meinen Laden!) noch weiter ins Hintertreffen geraten ...

Sinnvoller und intelligenter wäre es, mit dem Inhaber ein offenes Gespräch über dein Werk zu suchen, anstatt sich auf einen Zufallskauf zu verlassen. Mit so einem Bauernfängerversuch – noch dazu in einem Buchladen(!) – solltest du besser versuchen, den Aufgebahrten im Krematorium eine Lebensversicherung anzudrehen: Dort hast du zwar auch keinen Erfolg, aber keiner wird`s dir übel nehmen.

Sorry - nichts gegen dich persönlich, aber vielleicht überdenkst du diese "Idee" noch einmal, bevor du dich lächerlich machst. cool5

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (26.08.2008, 21:57)
Hallo, Meinige.

Der_Meinige hat geschrieben:
Diese Kuckucksidee ist weder verrückt noch besonders einfallreich. Sie ist schlicht und ergreifend ein desaströses Beispiel für frustrierte Bezahlautoren, die mit aller Brachialgewalt auf sich und das Werk(?) aufmerksam machen wollen; dementsprechend wird auch das Resultat ausfallen.


Das ist es ja, was Rabert tun will. Es passt ja zu seinem Projekt, Teil davon ist auch die Webseite. :wink:

Deine Befürchtung des Klischees hatte ich auch, sofern es immer mehr werden, die diese Idee in die Tat umsetzen. Doch das kann man nicht so pauschal sagen, viele suchen lieber das Gespräch.

Wie geschrieben, würde diese Aktion gut in das Konzept Raberts passen.

Grüße!

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Zoba
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Re:

von Zoba (26.08.2008, 22:23)
Hi Der_Meinige,

ich würde es nicht so harsch sehen. Eher erscheinen mir die "normalen" Werbemarathons, die hier manche betreiben, nervig.

Buchhändler sind Verkäufer. Punkt.

Ein Verkäufer/Kaufmann wird alles verkaufen, mit dem er Geld machen kann, die Qualität ist der großen Mehrheit ausgesprochen egal. Ob man nun Bohlen oder Rabert verkauft, sorry, ich tippe da bei der Qualität eher auf Rabert, sogar ohne ihn gelesen zu haben. Und Bohlen hatten sie alle im Programm.

Der Edeka-Marktchef bei mir um die Ecke bekommt keinen roten Kopf, wenn er parallel zu den Edeka-Waren auch Beeren, Gemüse, Obst und Eier der umliegenden Dörfler mit verkauft. Ich glaube kaum, daß ein Buchhändler rot würde, wenn er aus heiterem Himmel 15 Euro einnehmen kann, er tippt sich eher an die Stirn, weil ihm jemand Geld geschenkt hat. Vorausgesetzt daß das Buch interessant genug aussieht und sich ebenso anliest und es kauft jemand. Kaufts niemand, fliegt es bei der nächsten Inventur in die Grabbelkiste oder den Papierkorb - so what?

Immer locker bleiben cool5
Gruß,

Zoba

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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky

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Rabert
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Re:

von Rabert (26.08.2008, 23:59)
Der_Meinige hat geschrieben:
Text

Oh Mann, da ist aber jemand verkniffen ...

1. Ich habe dieses Buch nicht geschrieben, weil ich ein Schriftsteller sein will oder damit Geld verdienen will, sondern weil ich etwas zu sagen habe.
2. Die Webseite ist für mich wesentlich wichtiger als das Buch, weil sie aus Text Dialog macht. Das Buch ist für mich eigentlich nur Werbung für die Webseite - und nicht umgekehrt.
3. Vielleicht solltest du dir "das Werk" erstmal anschauen, bevor du so geringschätzig darüber hinwegfährst. Oder gehörst du zu denen bei denen BOD = Schrott ist? Dann frage ich mich, was du hier machst. Du kannst das Buch vollständig auf meiner Webseite lesen, wenn du willst.
4. Auch wenn Suhrkamp, Fischer oder sonstwer bei mir anklopfen würde, ich will keine Verlagsbindung für dieses Buch. Ich habe BOD gewählt weil ich will, nicht weil ich muss. Für ein anderes (Wirtschaftsfach)Buch, das nächstes Jahr erscheinen wird, habe ich schon einen Verlag, und das nicht unter meinem Pseudonym.

Gruß

Rabert
Zuletzt geändert von Rabert am 27.08.2008, 07:49, insgesamt 1-mal geändert.

hwg
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Re:

von hwg (27.08.2008, 06:38)
Dass BoD-Autoren und Eigenverleger andere Wege als "normale" Verlage zwecks Verbreitung ihrer Bücher beschreiten, ist an sich verständlich.
Deswegen die Idee sofort "abzukanzeln", erachte ich als unzweckmäßig.
Wäre ich aktiver Buchhändler, könnte ich dem Vorgehen sogar etwas abgewinnen... Der vorprogrammierte Erfolg jeder Werbemaßnahme steht ohnehin in den Sternen...

LOFI

Re:

von LOFI (27.08.2008, 08:31)
Hi,

ich finde, dass in der heutigen werbe- und kommerzüberfluteten Konsumwelt für unsereins hier kaum grosse Chancen existieren, sich durchdringend bemerkbar zu machen. Und da sind solche Ideen, wie Rabert sie hat, eigentlich ein Zeichen von Kreativität. Wäre ein renomierter Verlag, nach Absprache mit dem Buchhandel, auf diese Idee bei einem bestimmten Produkt gekommen, und würde es marketingtechnisch elegant vorbereiten, nach dem Motto: "Wer findet den neuen H.Potter zuerst", würde man sagen: Wow, cooler Werbegag und keiner hier würde sich beschweren und das als "lächerlich" bezeichnen.

LG

Lorenz

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PvO
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Re:

von PvO (27.08.2008, 08:54)
Genau so sehe ich das auch.
Und ganz nebenbei ist die Phalanx der BoD-Autoren, belastet mit einem weiteren Vorurteil (die schmuggeln jetzt ihren Schrott in meinen Laden!) noch weiter ins Hintertreffen geraten ...


Wer sagt denn, dass BOD mit Schrott gleichzusetzen ist? Sicher wird es die geben, genau, wie es Schrottbücher von herkömmlichen Verlagen gibt.
Vom Prinzip finde ich die Idee auch witzig, es wird aber nichts bringen, denn in so einem Laden stehen die BOD`s - für 18, 19, und 20 Euro - direkt neben der vergleichbaren Konkurrenz, die in der Regel für 8 und 9 Euro zu haben sind. Warum soll ich 19 Eus zahlen, wenn es 9 Euronen auch tun?
Und schon sind wir wieder bei dem Thema Preise für ein BOD, aber das hatten wir ja schon alles zur Genüge.

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Rabert
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Re:

von Rabert (27.08.2008, 09:11)
Stimmt. Dann würde ich das auch nicht machen. Bei meinem dünnen Bändchen steht aber 5 € drauf gedruckt, da könnte das gehen. :wink:

Gruß

Rabert

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (27.08.2008, 10:29)
He, zudem liegt "Guerilla-Marketing" doch voll im Trend... ;-)

Der_Meinige
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Re:

von Der_Meinige (27.08.2008, 10:43)
Genau so sehe ich das auch.
Zitat:
Und ganz nebenbei ist die Phalanx der BoD-Autoren, belastet mit einem weiteren Vorurteil (die schmuggeln jetzt ihren Schrott in meinen Laden!) noch weiter ins Hintertreffen geraten ...


Wer sagt denn, dass BOD mit Schrott gleichzusetzen ist? Sicher wird es die geben, genau, wie es Schrottbücher von herkömmlichen Verlagen gibt.


Wie unschwer nachzulesen ist (siehe oben), denkt das der Buchhändler ...

Versailles
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Re:

von Versailles (27.08.2008, 11:10)
Hallo zusammen,

ich finde das Konzept nett und wünsche vor allem viel Spaß bei der Umsetzung. Thema und Preis könnten Erfolg versprechen. Ich persönlich würde mich dann doch mit dem Buchhändler besprechen und die Bücher auf Kommissionsbasis da lassen.

@ Rabert, hast du es denn schon mal mit "bookcrossing" versucht? + Zielst du auf eine Erfolgskontrolle ab? Wirst du nach gewisser Zeit mal wieder in den Buchhandlungen vorbeifahren und schauen, ob sich die geschmuggelte Ware reduziert hat??

Am traurigsten wäre es doch, eine Idee zu haben und sich später mal zu fragen, was gewesen wäre, wenn man sie denn umgesetzt hätte. So ging es mir im vergangenen Jahr, als ich ein Wochenende lang warten musste, bis mich am Montag morgen der Inhaber des Schlosses Vaux-le-Vicomte zu einer Audienz bat. Er hatte zwar "nur 5 Minuten Zeit", aber nahm sich dann doch nicht das Vergnügen, mir die Bilder des Schlossfestes zu zeigen. Ob mein Roman dort zur zeit im Museumsshop liegt und auf die zahlreichen deutschen Besucher wartet, kann ich nicht sagen - ich war noch nicht wieder da - aber es war eine spannende halbe Stunde mit dem neugierigen, netten, jungen Grafen cheezygrin --> No risk, no fun.

LG
Amalia
DIE COMTESSE ab sofort als "EDITION BOD"
www.comtesse-heloise.de

Autorenphoto von J. Nemeth, Photostudio Kannengiesser, 58095 Hagen (2007)

LOFI

Re:

von LOFI (27.08.2008, 11:46)
Der_Meinige hat geschrieben:
Genau so sehe ich das auch.
Zitat:
Und ganz nebenbei ist die Phalanx der BoD-Autoren, belastet mit einem weiteren Vorurteil (die schmuggeln jetzt ihren Schrott in meinen Laden!) noch weiter ins Hintertreffen geraten ...


Wer sagt denn, dass BOD mit Schrott gleichzusetzen ist? Sicher wird es die geben, genau, wie es Schrottbücher von herkömmlichen Verlagen gibt.


Wie unschwer nachzulesen ist (siehe oben), denkt das der Buchhändler ...


Wir sollten uns nicht zu abhängig von Gedanken einzelner Buchhändler machen, finde ich.

LG
Lorenz

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Rabert
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Re:

von Rabert (27.08.2008, 17:32)
Versailles hat geschrieben:
@ Rabert, hast du es denn schon mal mit "bookcrossing" versucht? + Zielst du auf eine Erfolgskontrolle ab? Wirst du nach gewisser Zeit mal wieder in den Buchhandlungen vorbeifahren und schauen, ob sich die geschmuggelte Ware reduziert hat??

Wenn ich bei so einer Buchhandlung wieder vorbeikommen würde, dann würde ich auf jedenfall nachschauen. Ich bin sehr neugierig. Ich würde sogar oft vorbeischauen, weil ich auch ungeduldig bin.

Bookcrossing habe ich noch nicht gemacht, aber ich habe mich dort bereits registriert. Sobald die korrigierte Neuauflage da ist, weder ich das ganz gewiss nutzen.

Ich habe vor bei kleinen Buchhändlern (die, von denen man annehmen kann dass tatsächlich der Inhaber im Laden steht) vorzusprechen, während ich bei den großen Buchändlern (die mit mehreren Stockwerken und integriertem Coffee-Shop) meine Guerilla-Strategie versuchen will. Bei denen dazwischen werde ich wohl beides mal ausprobieren, mal sehen welche Methode dort gewinnt.

Gruß

Rabert

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Judith
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Re:

von Judith (27.08.2008, 23:59)
Rabert hat geschrieben:
Wenn ich bei so einer Buchhandlung wieder vorbeikommen würde, dann würde ich auf jedenfall nachschauen. Ich bin sehr neugierig. Ich würde sogar oft vorbeischauen, weil ich auch ungeduldig bin.


Kennst du zufällig aus "Grosses Lesebuch der Schreibtischtäter" von Akif Pirincci die Geschichte "Der letzte Weltuntergang"? :lol:

Grüßle,
Judith
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Rabert
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Re:

von Rabert (28.08.2008, 07:11)
Nein, ich habe von Akif Pirincci bisher nur ein Buch gelesen (und das war kein Felidae-Roman, ich lese keine Krimis, sondern Yin). Warum?

Gruß

Rabert

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