Flyer verteilen

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Ungläubiger
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Flyer verteilen

von Ungläubiger (09.10.2008, 21:35)
Hallo,

ist es eigentlich erlaubt, sein Buch per Flyer zu berwerben. Ich würde mir gerne welche drucken lassen und an ein paar "Schwarze Bretter" pinnen, eventuell auch in Briefkästen werfen, weiß aber nicht, ob das erlaubt ist. Von ominösen Autohändlern oder zwielichten Partys hat man ja auch dauernd welche im Scheibenwischer, im Briekasten oder erblickt diese an allen möglichen Pinnwänden.

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Vivanini
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Re:

von Vivanini (09.10.2008, 21:43)
Also in Berlin ist das Verteilen von Flyern oder sonstigen Werbematerialen auf Straßen nur mit Erlaubnis gestattet. Z.B.Werbezettel hinter Autowischer usw. Da würdest du dich ohne Erlaubnis ordnungswidrig verhalten und das kostet dann mal so auf die schnelle 40 €.
Briefkasten ist was anderes, ist wie andere Werbung die man so in den Briefkasten bekommt.
LG Anja

www.vivanini.de Letztes Update 09.09.2009 und neuem GB

Ein Merkmal großer Menschen ist, daß sie an andere weit geringere Anforderungen stellen als an sich selbst.
Marie von Ebner-Eschenbach

LOFI

Re: Flyer verteilen

von LOFI (09.10.2008, 21:46)
Ungläubiger hat geschrieben:
ist es eigentlich erlaubt, sein Buch per Flyer zu berwerben. Ich würde mir gerne welche drucken lassen und an ein paar "Schwarze Bretter" pinnen, eventuell auch in Briefkästen werfen, weiß aber nicht, ob das erlaubt ist. Von ominösen Autohändlern oder zwielichten Partys hat man ja auch dauernd welche im Scheibenwischer, im Briekasten oder erblickt diese an allen möglichen Pinnwänden.


Klar kannst du das machen, allerdings vorher fragen bei heiklen Vorhaben. Hier in Norwegen sieht man das alles lockerer. hier pinnen alle alles irgendwo an Lichtmasten und co. oder werfen ihre Angebote in die briefkästen. Aber In DE steht doch immer gleich das Ordnungsamt auf der Matte, wie ich das so mitbekomme. Also lieber nachfragen vor dem Verteilen, denke ich.

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hawepe
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Re:

von hawepe (10.10.2008, 11:34)
Hallo,

mehr oder weniger unsystematisch Flyer unter das Volk zu bringen, nützt nach meiner Erfahrung überhaupt nichts, sondern kostet nur Geld.

Bei den Mengen Werbung, die sich heute in den Briefkästen finden, werden Flyer kaum noch beachtet. Wenn man sie nur dort einwirft, wo ausdrücklich Werbung unerwünscht ist, erhält sie natürlich sehr viel mehr Aufmerksamkeit, aber ob die Wirkung so ausfällt, wie eigentlich erhofft?

Ohne Werbung geht es nicht, aber sie sollte zum einen die Zielgruppe erreichen und zum anderen diese auch zur rechten Zeit und am richtigen Ort erwischen. In der Praxis ist das allerdings meistens gar nicht so einfach.

Beste Grüße,

Heinz.

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Claire
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Re:

von Claire (10.10.2008, 12:11)
Ich verteile meine Flyer ganz gezielt, z. B. in ganz bestimmten Geschäften, an der Uni oder bei Lesungen. Briekastenwerbung oder Werbung an Windschutzscheiben finde ich persönlich nicht prickelnd, deshalb unterlasse ich sie. Ich überlasse es den Leuten selbst, ob sie mein Flyer mitnehmen möchten oder nicht. Weniger ist manchmal mehr.
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

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Rainer Paul
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Re:

von Rainer Paul (10.10.2008, 13:17)
Flyer wahllos verteilen hat sicher keinen Zweck, schon gar nicht, wenn die Bücher, wie bei mir, sogenannte "Saisonartikel" sind. Für meine Quitten- und das Schlehenbuch werbe ich jetzt in der "Saison" durch Auslage von Flyern in Ausflugslokalen, Bauernhof-Cafes und Obsthändlern. Dieses Jahr habe ich durch engere Kontakte zu einer örtlichen Buchhandlung und einem Obst- und Gemüsehändler die Werbung noch intensiviert:
Die Flyer für mein Quittenbuch lege ich beim Obsthändler aus, auf dem Flyer ist der Hinweis zu lesen: erhältlich in Ihrer Buchhandlung und darunter dann deren Stempel.
Mal sehen, wie sich das auf die Verkaufszahlen auswirkt.

LG
Rainer
www.puca-prints.de: Bücher, die Appetit machen!

LOFI

Re:

von LOFI (10.10.2008, 13:46)
Meine Flyer, die ich über Bekannte nach Deutschland geschickt hatte,
haben auch nur wenig bewirkt. Teilweise schon, hingegen haben die, die ich hier vor Ort an Touristen (die zu meinem Roman einen "euphorischen Ortsbezug" hatten) verteilt hatte, eine wesentlich größere Wirkung gezeigt.
Für mich heißt das in Zukunft:
Flyer ja, aber nur noch speziell adressiert. Alles andere ist Altpapier.

LG

Lorenz

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (10.10.2008, 13:59)
Also ich streue etwas weiter ...

Allerdings habe ich auch zwei oder mehr Bücher dann auf einer höherwertigen Karte (250-300 g Papier). Ich habe ganz gute Erfahrungen damit ...

LG, Barbara

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (10.10.2008, 15:14)
Ich finde auch, dass das wahllose Verteilen von Flyern wenig effektiv ist. Ich verteile meine Flyer nur dort, wo sie die Zielgruppe direkt erreichen. Mit dem Buch selbst gehe ich auch so vor, bei meinem Thema hat es wenig Sinn, das Buch in Buchhandlungen auszulegen. Allerdings habe ich Fachbuchhandlungen, in denen sich auch die Zielgruppe möglicherweise aufhält, angeschrieben und diese haben das Buch auch auf Lager genommen. Flyer und Plakate wollten sie allerdings nicht.

Gruß
Maryanne

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MiMl
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Re:

von MiMl (12.10.2008, 16:54)
Hallo,

Flyer sind total genial!
Ich habe zielgerichtet und mit einem unglaublichen Gespür fürs Marketing an jedem sinnvollen Ort Flyer verteilt. Das sind dann in der Tat keine Scheibenwischer und auch keine Briefkästen. Sondern: Orte, an denen Menschenmassen vorbeikommen und an denen zusätzlich (!) die Möglichkeit besteht, dass man so etwas wie einen Flyer mitnehmen kann. Das wären also nicht Schwimmbäder, Seen oder der Strand am Meer. Geeignet sind vielmehr Dönnerbuden, Bäckereien, Kino, Zoo, Universitäten, Jugendherbergen, Hotels, usw. Oder wenn es etwas ausgefallen sein darf: Skigebiete - da ist der Publikumsverkehr gigantisch.
Das einzige, was man beachten muss: Man sollte die Flyer nicht einfach auslegen, sondern sich zunächst erst mal beim Besitzer vorstellen und recht freundlich fragen, ob man Flyer auslegen darf. In geschätzten 5% aller Fälle hat man es mir nicht gestattet. In allen anderen Fällen wurde es mir erlaubt, in der Regel sogar mit großem Interesse an meinem Buch.
Inzwischen habe ich über 2500 Fyler verteilt. Wie stark dadurch der Verkauf meines Buches gesteigert wurde ist schwer zu sagen, aber man entwickelt ein gewisses Gespür und ich kann mit recht großer Sicherheit sagen, dass es wohl kaum mehr als 10 – 20 Bücher waren, die ich durch die Flyer mehr verkauft habe (vermutlich alle von den interessierten Besitzer der Dönnerbuden, Bäckereien usw. gekauft).

Hm, vielleicht sind Fyler doch nicht so genial. Egal, ich hatte einen irren Spaß beim Falten der Flyer - und vom vielen Falten eine irre Blase am rechten Daumen bekommen ...

Viele Grüße,
Michael

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Conny
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Re:

von Conny (12.10.2008, 17:02)
Wäre nicht das Auslegen von Lesezeichen sinnvoller?
Ich frage ganz unbedarft, da ich noch nicht weiß, welches PR- Mittel ich wählen soll. Oder soll ich überhaupt? :shock::

LG, Conny
"Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann."
Antoine de Saint- Exupéry

www.kundenkoller.over-blog.de

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (12.10.2008, 17:04)
Hi Michael,

was haben dich denn die Flyer gekostet? 2500 Flyer - 10-20 Bücher, das ist wohl doch nicht das beste Output!

Viel besser als Flyer ist m.E. MUNDPROPAGANDA - d.h. begeisterte Leser empfehlen das Buch weiter, aber dazu muss man ja erst mal eine begeiserte Leserschaft erzielt haben, das kann u. U. durch Werbeexemplare (verschenkte Bücher) geschehen.

Viel Erfolg
haifischfrau

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MW
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Re:

von MW (12.10.2008, 17:12)
mundpropagand ist klasse... stößt aber irgendwann an die grenzen. wennalle freunde und bekannten bedacht sind, wird´s langsam eng. da müssten dann schon lesungen etc etc. erfolgen, die aber auch mit kosten vernunden sind, da diese ja ebenfalls beworben werden müssen.

also ich finde flyer-verteilen klasse und bei rund 70 euro für 10.000 flyer, ist auch ein hoher streuverlust völlig okay. das man damit nicht den durchbruch schafft ist ja klar ... aber vielleicht hilft es der mundpropaganda außerhalb der familie auf die spünge ;-))
aktuelles sachbuch: "design kalkulieren"
www.designkalkulieren.de

artwork: www.designers-inn.de
schreiben: www.angenehme-vorstellung.de
thriller: www.marclinck.de
musik: www.linck-live.de

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (12.10.2008, 17:16)
M du weißt ja, dass ich auch flyer habe (wer würde sie mir zu einem derart günstigen Preis drucken?) und natürlich sollen ALLE Leser als Mundpropagandisten gewonnen werden!

Du sitzt ja nun in besten Startlöchern, da wird es Presse geben und du wirst sehen, es läuft alles wie von selbst.

Lesungen, klar die müssen auch sein ...

lg
maryanne

hwg
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Re:

von hwg (12.10.2008, 17:17)
Also, Flyer hinter Auto-Scheibenwischer zu stecken oder kleine Plakate ohne behördliche Genehmigung öffentlich anzubringen, wird bei uns mit einer Verwaltungsstrafe geahndet, sofern wer eine Anzeige erstattet.

Handzettel bei einschlägigen Kulturveranstaltungen zu verteilen oder in Cafés (mit Erlaubnis des Wirtes) aufzulegen, kann schon einen gewissen Erfolg bringen. Allerdings sollte der geneigte Käufer relativ rasch zum Buch kommen - das ist meistens nur direkt bei Lesungen oder im Rahmen einer sonstigen Veranstaltung möglich.

Nur ausgesprochen auf gerade dieses Buch Versessene nutzen die
Möglichkeit einer schriftlichen Bestellung, sei es per Postkarte oder
über einen Versandhandel.

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