Flöckchens erste Abenteuer

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Nedea
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Flöckchens erste Abenteuer

von Nedea (31.10.2008, 17:03)
...werden auch meine sein, um in die welt der schreibenden eintreten zu können...hier der Anfang...ein Ende ist noch nicht geschrieben:


Ich grüße Dich. Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Flöckchen und ich bin eine Katze. Ich habe kurzes, ganz weiches plüschiges Fell, das einen grauen Farbton hat. Manchmal, wenn die Sonne darauf scheint, leuchtet es fast blau. Meine Augen sind orangefarben, den Farbton bezeichnet man als Bernstein. Wegen dieser Eigenschaften nennt man mich auch eine Kartäuserkatze.
Ich wurde bei einem Katzen-Züchter geboren. Züchter sind Menschen, die besonders schöne oder seltene Tiere dazu bringen, Kinder (Junge) zu bekommen. Meist sind sie Vereinen angeschlossen, haben Erfahrungen bei der Aufzucht und Pflege der Tiere und sie haben einen Namen. Der Name ist immer individuell, er wird vom jeweiligen Züchter selbst gewählt. Weil eine Zucht etwas Besonderes ist und wir Tiere den Namen des Hauses bekommen, in dem wir geboren werden, bin ich eine richtige Prinzessin. Mein vollständiger Name lautet Flöckchen von der Wasserburg. Genannt werde ich eher Flocke, ist einfach kürzer. Du darfst mich gerne so nennen wie Du es möchtest.

Ich bin bereits eine erwachsene Katze und habe doch in meinen noch recht jungen Jahren schon viel erlebt und möchte Dich gerne teilhaben lassen an meinem Erlebten, den vielen kleinen Geschichten und Geschichtchen. Du wirst in der Hülle des Buches eine CD finden. Dort habe ich ein paar Bilder und Videos hineingelegt, weil bestimmte Atmosphären so leichter zu erleben sind.
Nun wirst Du dich sicherlich fragen, wie ich das alles aufschreibe: ich habe natürlich eine Helferin. Diese hat statt der zwei vorderen Pfoten zwei Hände, einfach praktischer beim Schreiben. Während dies alles geschrieben wird, liege ich auf dem Arm meiner besten Freundin und diktiere und prüfe, ob auch alles richtig ist. Im weiteren Verlauf dieses Buches wirst Du sie noch kennen lernen, ich will jetzt nur noch nicht zu viel verraten.

Im Allgemeinen fängt man bei einer Biografie, und das ist es was ich hier erzähle, mit der Geburt an. Ich will da auch keine Ausnahme machen und werde versuchen, alles ganz der Reihe nach zu erzählen. Am Anfang werde ich noch viel erklären müssen und damit man Erklärung und Erzählung auseinander halten kann, werde ich das durch die Schrift kennzeichnen. ...Moment, kurze Schmuserunde.


Nun ja...träumen darf man ja , auch als Schreiberling...das mit dem einlegen einer CD wird wohl nichts, aber es wäre wirklich toll wenn ich dafür einen Verlag finden würde... . Auch sind auf vielen Seiten Bilder, die das alles veranschaulichen...Aber bitte, beurteilt erst einmal meinen Schreibstil...

Nedea
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Gigger
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Re:

von Gigger (31.10.2008, 17:14)
ein edles Tier, deine Katze!
In der Vorstellung schreibst du schon, dass Flöckchen bei einem Züchter geboren wurde. Später sagst du, dass die Biografie dann bei der Geburt anfangen wird. Ich würde oben etwas kürzen und nicht zuviel verraten.

Flüssig und leicht lesbar geschrieben.
Ansonsten gibt es hier im Forum zahllose katzenfreunde/innen, die darüber geschrieben haben und dies besser beurteilen können als ich.

Arachne
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Re:

von Arachne (31.10.2008, 17:39)
Eine Karthäuserin, oder?

Wenn ich es richtig verstanden habe, willst Du wissen, ob es Kinder- oder Erwachsenenlektüre ist. Nach dieser Leseprobe könnte ich das noch nicht abschließend entscheiden. Für Kinder wohl nicht genug "auf den Punkt" (ich habe da Nero Corleone im Kopf), d.h. zu viel Drumherumgerede - rein aus Kindersicht.

Sigrid

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Nedea
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Re:

von Nedea (31.10.2008, 18:21)
ok, hier noch ein kleiner Ausschnitt...mitten aus der Erzählung... :lol:

Junge Katzen sind ja von Natur aus neugierig, und ich bin eine junge Katze! Nur Putzen, Essen und Schlafen sind auf die Dauer ja auch nichts, also gehe ich sobald ich kann auf Entdeckungsreise.
Gestern war wieder so ein öder Tag. Birte und Jens haben wie immer mit den Kindern gegen sieben Uhr dreißig das Haus verlassen. Gelangweilt schlich ich durch die Wohnung. Die Tür zu Stefans Zimmer war wie immer verschlossen, ebenso die Tür, die von der Küche aus abgeht. Zuerst kuschelte ich mich in Denise ihr Federbett, denn es war ja niemand da der mit mir schimpfen konnte. Aber so gegen Mittag setzte wieder die Langeweile ein. Missmutig schlenderte ich ins Schlafzimmer und entdeckte, dass die kleine Tür neben dem großen Bett nur angelehnt war. Selten geht dort jemand rein, aber wenn, dann raschelt und knistert es da drüben, so dass ich schon längst einmal nachsehen wollte, was sich hinter dieser Tür verbirgt.
Ganz vorsichtig stoße ich mit meinem Schnäuzchen die Tür ein bisschen weiter auf. Ich gleite, tief geduckt und ganz vorsichtig über die erhöhte Schwelle. Es ist hell in dem Raum, das Licht kommt von einem Fenster, das in die schräge Wand mir gegenüber eingelassen ist. Warm ist es hier drinnen, wärmer als in den anderen Räumen. Und es riecht hier sehr merkwürdig! Diesen Geruch habe ich schon einmal wahrgenommen. Wo war das nur? Egal, jetzt schau ich erst einmal weiter. Der Raum ist eine Bodenkammer. Die Dachschräge geht auf der linken Seite fast bis zum teppichbedeckten Boden, auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein weißes Regal, das an der Wand festgeschraubt ist. Kisten, Schachteln und Tüten stehen auf dem Regal und auch auf der Seite der Dachschräge. An einer Stange hängen in großen Tüten Mäntel und Jacken. Vorsichtig beschnüffle ich jede einzelne Tüte oder Kiste, aber so richtig Interessantes entdecke ich dabei nicht. Auf diese Weise komme ich immer näher zum Ende der Kammer. Die Wände sind mit einem weißen Plastik beklebt oder anders befestigt, so genau kann ich das nicht sehen. Da ist er wieder! Dieser Geruch! Intensiver jetzt, streng. Jetzt weiß ich auch, woher ich ihn kenne. Lange ist es her, auf der Fahrt hierher zu meinem Zuhause. Wir machten damals in dem alten Waggon halt und übernachteten dort. Und genau da habe ich diesen Duft schon einmal erschnüffelt. Der Geruch kommt eindeutig aus der Plastikwand. Mein Jagdinstinkt erwacht! Mein Fellchen auf dem Rücken stellt sich in die Höhe und ich zieh die Luft durch die Schnauze ein


Ist glaube wirklich nicht so einfach...und ja, eine Karthäuser.

Nedea

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Siegfried
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Re: Flöckchens erste Abenteuer

von Siegfried (03.11.2008, 00:17)
Nedea hat geschrieben:
Aber bitte, beurteilt erst einmal meinen Schreibstil...


Frage dazu: Wie ist das zu verstehen, diese Bitte nach Beurteilung deines Schreibstils?

LG
Siegfried

Arachne
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Re:

von Arachne (03.11.2008, 18:39)
Ich würde den Text nicht für Kinderbuchtauglich halten. Es tut mir leid, so richtig Zug hat er aus meiner Sicht nicht. Etwas genervt haben mich die Diminutive "Schnäuzchen, Fellchen" usw. Ich glaube nicht, daß eine Katze mit Selbstbewußtsein so von sich selbst reden würde. Auch das Springen zwischen den Zeitformen solltest Du m.E. überarbeiten.

Sigrid

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (03.11.2008, 19:15)
"in Denise ihr Federbett"
"einem weißen Plastik beklebt"

1. ist wohl Dialekt, es müsste heißen: "in Denises Federbett"
2. was ist ein weißer Plastik?

Ich finde auch, dass dieser Text für Kinder eher langweilig wirkt, sehe auch (noch?) nicht, was die ellenlangen Beschreibungen bringen sollten.

Die Verkleinerungen finde ich auch nicht so schön, ein Fell ist ein Fell, egal ob die Katze klein oder groß, jung oder alt ist.
Ich mag Tiergeschichten - hier fehlt mir (noch?) der Biss.

Gruß
Haifischfrau

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (03.11.2008, 22:21)
Ich finde Sprache und Stil meilenweit entfernt von allem, was Kinder anspricht. Ist die Katze schon verbeamtet? Oder ist sie in einer Anwaltskanzlei aufgewachsen?
Da spricht der Kater Murr von E.T.A. Hoffmann lebendiger, und dessen "Lebensansichten" erschienen erstmals 1819.

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Judith
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Re:

von Judith (03.11.2008, 23:23)
Ich bin auch nicht der Meinung, dass der Text Kinder ansprechen würde. Trotzdem liest es sich so, als wäre es für Kinder geschrieben, denn für Erwachsene ist es "zu niedlich". Für Kinder allerdings auch. :wink:

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

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Nedea
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Re:

von Nedea (05.11.2008, 18:04)
Hi, Danke für Eure Antworten.

Ich wollte eigentlich einmal ein Kinderbuch schreiben... :cry:
Nun ja, ich hab mir so etwas schon gedacht, sonst hätte ich die Frage nicht gestellt.
Umschreiben wäre eine Möglichkeit, aber ich wüßte nicht, wie...da sind wir auch bei der Antwort :
Frage dazu: Wie ist das zu verstehen, diese Bitte nach Beurteilung deines Schreibstils?
ich werde ihn erst finden müssen. dozey:
Ich habe einiges korrigiert und werde nun sehen, was die Leser für Kritiken haben...fals sich Leser finden. :?

NEDEA[/quote]

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (05.11.2008, 18:45)
Nedea hat geschrieben:
Umschreiben wäre eine Möglichkeit, aber ich wüßte nicht, wie...da sind wir auch bei der Antwort :
Frage dazu: Wie ist das zu verstehen, diese Bitte nach Beurteilung deines Schreibstils?
ich werde ihn erst finden müssen. dozey:


So war meine Frage nicht gemeint, dass du deinen Schreibstil erst einmal finden musst.

Ich wollte eigentlich wissen, was du an deinem Schreibstil prüfen lassen wolltest: Satzbau? Wortwahl? Inhalt? Klang? Bezug von Inhalt und Form?

Und ich wollte wissen, was und vor allem wie stark Kritik an deinem Schreibstil sein kann/darf/sollte/muss ...

Schreibstil ist eine Geschmacksfrage. Ich kann z. B. mit dem Schreibstil eines Norman Mailers nichts anfangen. Ich habe drei Bücher von ihm gelesen und jedes Mal nach wenigen Seiten abgebrochen. Für mich stilistisch nicht lesbar (ich weiß nicht, warum).

Ich könnte bei deinem vorgestellten Text auf deinen Stil eingehen, wie du die Eigenschaften der Katze vorstellst. Das sind - leider - nur aufgezählte Fakten:

Ich bin ... Ich habe ... Meine Augen sind ... Ich wurde ... Der Name ist ...

Ich gehöre der Fraktion an, die bei so etwas sagt: Das könnte man auch anders machen. Eleganter. Schöner im Stil.

Deshalb die Frage. Stil ist eben nicht nur Wortwahl und Satzbau.

LG
Siegfried

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (05.11.2008, 19:01)
Hallo Nedea!

Probier einfach ein bisschen aus. Meine Erfahrung mit meinen COLUMBO-Büchern war: Sie sind eigentlich für Erwachsene geschrieben, aber auch viele Jugendliche und sogar Kinder finden Gefallen daran... Obwohl der Text nicht als "Kinder- und Jugendliteratur" intendiert war, spricht er zum Teil mehr jüngere als ältere Tierfreunde an; meine Leser sind wirklich zwischen 9 und 87 Jahren alt...
Hauptsache, der Text "fesselt" irgendwie - und selbst das ist natürlich ganz unterschiedlich: dem einen gefällt's, dem anderen weniger...

Dranbleiben und schreiben schreiben schreiben...

Lieben Gruß von uns sechs Beinen...
B + C :)

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Nedea
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Re:

von Nedea (05.11.2008, 19:06)
Ich bin ... Ich habe ... Meine Augen sind ... Ich wurde ... Der Name ist ...

Das ist so mein kleines Problemchen. Da die Erzählungen alle als Biographie geschrieben sind, also in der Ich-Form, fällt es mir schwer, es anders zu formulieren. Ganze Gruppen habe ich schon umgestellt, aber das "ich" läßt sich irgendwie nicht verbannen... :(

Nedea[/quote]

Arachne
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Re:

von Arachne (07.11.2008, 16:15)
Hallo Nedea,

ich glaube nicht, daß Siegfried gemeint hat, Du solltest ohne das Wort "ich" auskommen. Aber Eigenschaften kann man auch "indirekt" beschreiben, das ist eben die Kunst guter Dichter. Bei der Biographie einer Katze allerdings sicher schwierig, weil sie keine Gesprächspartner hat.
Beispiel (mir fällt gerade nichts besseres ein): statt zu sagen "ich habe braunes Fell" könnte man sagen: "ich ging zu meiner Schlafstelle, die voll von braunen Haaren war" - damit weiß es der Leser auch.

Sigrid

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haekelschwein
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Re:

von haekelschwein (14.11.2008, 02:48)
Was Arachne anmerkt, lässt sich wunderbar nachlesen in dem Schreiblehrgang "Über das Schreiben"von Sol Stein. Das ist eines der besten Bücher, die ich je zu diesem Thema las, und es hilft unheimlich weiter, wenn man einen Text interessanter machen möchte.

Was Flöckchens Abenteuer betrifft, so ist die Rechtschreibung schon mal in Ordnung, bis auf einige fehlende Kommata. Und ich würde "Du" nicht großschreiben, es ist ja kein Brief. Falls aber doch, dann auch "dich".

Der Stil ist ein bisschen zu ausschweifend und umständlich, ich rate deshalb zu mutigen Kürzungen. Das traut man sich oft nicht, weil man es "schade um das viele Geschriebene" findet, aber je weniger Worte man für die gleiche Aussage benötigt, desto besser. Fast immer gewinnt ein Text durch Kürzungen, er wird prägnanter und flotter.

Beispiele:

Original:
Ich grüße Dich. Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Flöckchen und ich bin eine Katze. Ich habe kurzes, ganz weiches plüschiges Fell, das einen grauen Farbton hat. Manchmal, wenn die Sonne darauf scheint, leuchtet es fast blau. Meine Augen sind orangefarben, den Farbton bezeichnet man als Bernstein. Wegen dieser Eigenschaften nennt man mich auch eine Kartäuserkatze.

Kürzere Version:
Darf ich mich vorstellen? Flöckchen mein Name, ich bin eine Katze. Mein grauer Pelz leuchtet in der Sonne fast blau, gefällt er dir? Was hältst du von meinen bernsteinfarbenen Augen? So schick ist nur eine Kartäuserkatze.

Das wäre es nicht nur kürzer, sondern würde uns zugleich etwa über Flöckchens Charakter vermitteln, dass sie nämlich ein bisschen selbstverliebt ist.


Original:
Es ist hell in dem Raum, das Licht kommt von einem Fenster, das in die schräge Wand mir gegenüber eingelassen ist.


Kürzer:
Der Raum wird von einem kleinen Fenster erleuchtet.

Lebendiger:
Ein Lichtstrahl aus dem gegenüberliegenden Fenster kitzelt meine Nase.

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