noelle - Kapitel 1 ERGÄNZUNG

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na?

Umfrage endete am 21.11.2008, 18:33

gelungen
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nicht gelungen
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Abstimmungen insgesamt: 4

anja1989
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Registriert: 11.11.2008, 21:50

noelle - Kapitel 1 ERGÄNZUNG

von anja1989 (14.11.2008, 18:33)
editiert
Zuletzt geändert von anja1989 am 27.12.2008, 00:02, insgesamt 2-mal geändert.

LOFI

Re:

von LOFI (14.11.2008, 18:51)
Hi,

hab ich mir schon fast gedacht, denn das passt. Du steigerst dich, muss ich sagen. Feinheiten sind vielleicht auszubessern, aber sonst, nicht schlecht. Du verstehst es, die Leute neugierig zu machen.
Eine genaue Satzanalyse will ich anderen überlassen, aber ich konnte den Text gut lesen. Verständlich war er auch für mich.

VG

Lorenz

anja1989
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Re:

von anja1989 (14.11.2008, 19:08)
Sigfried, dass nicht gelungen kommt sicher von dir :P
Darf ich erfahren warum?

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Siegfried
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Re: noelle - Kapitel 1

von Siegfried (14.11.2008, 19:18)
Nur ganz kurz, auch wenn es anderen "stinkt" oder der Vorwurf im Raum steht, dass wieder mal alles kritisiert wird:

anja1989 hat geschrieben:
Kapitel 1
Marina und Jasmin waren beste Freundinnen. Sie selbst gaben sich den Namen »Princess Zwillinge.«. Sie zählten zu den beliebtesten Mädchen der Realschule, jedenfalls bei den Jungen.
Marina hatte lange, gelockte, braune Haare, sie war groß, superschlank und trug einen Jeansminirock, ein gelbes Top und hohe, schwarze Lackstiefel.
Ihre Freundin hatte strohblonde Haare, war sehr dünn und trug fast das gleiche wie Marina, nur die Farbe ihres Tops war orange.
Beide Mädchen stammten aus reichen Familien. Ihre Väter arbeiteten bei der Immobilienfirma Korido.


Genau das meinte ich in einer anderen Kritik mit der Aufforderung, dich einmal mit dem Thema "Show, don't tell" zu befassen.

Alles, was in den wenigen Zeilen oben gesagt wird, ist eben "gesagt". Vom Autor behauptet. Es wird nicht "gezeigt". Oder zumindest in irgendeiner Weise in die Handlung eingebaut (wobei "Handlung" wirklich "Handeln", also irgend etwas tun, meint).

Von einem Autor, der in den letzten Jahren mehrere Romane beim Aufbau-Verlag veröffentlicht hat (Auflage im mittleren fünfstelligen Bereich) und auch mal als Hobby-Autor angefangen hat:

Ja, auch ich kann's mir nicht verkneifen, das altbekannte "Show, don't tell". Aber es ist nun einmal eine Grundregel - und auch noch eine, die stimmt.
Identifikation, Spannung, Authentizität entstehen, wenn sich Figuren aus der Handlung, aus ihrer Interaktion ergeben - und nicht aus Behauptungen.
"Klaus ist ein Morgenmuffel", natürlich. Na und? Wer beweist das? Ist es relevant? Nicht notwendigerweise. Aber wenn es wichtig ist, daß Klaus ein Morgenmuffel ist, dann läßt sich eine spannende, lustige, interessante Szene erzählen, aus der dies klar wird, ohne daß man es behauptet. Mmh, dieser Klaus, das scheint ein ziemlicher Morgenmuffel zu sein - wenn ein Leser so denkt, hat man etwas gewonnen, im günstigsten Fall ihn.
Übrigens verleitet insbesondere die auktoriale Erzählweise dazu, Behauptungen aufzustellen, die sich viel besser und schöner aus der Handlung ergeben könnten. Der Leser will Erkenntnisse selbst gewinnen, auch, wenn er dabei "nur" auf einen Trick hereinfällt - solcherart gewonnene Erkenntnisse führen dazu, daß uns der Leser glaubt, daß er sich mit Figuren identifiziert, daß ihn die Geschichte erreicht. Natürlich muß man einen Protagonisten nicht zum Friseur gehen lassen, nur, um mitteilen zu können, daß er lange, braune Haare hat. Auch hier zählt - wie bei allem - die richtige Gewichtung und Dosierung.
Aber Bücher nur mit Mitteilungscharakter sind unspannend.


Also:
Wenn Marina und Jasmin beste Freundinnen sind, dann zeig es dem Leser und behaupte es nicht nur.
Wenn Marina und Jasmin bei den Jungs die beliebtesten Mädchen an der Schule sind, dann zeig es dem Leser und behaupte es nicht nur.
Wie die beiden aussehen, was Haare, Kleidung, Accessoires angeht, dann binde es in die Handlung ein und mach keine simple Aufzählung.
Wenn sie aus einer reichen Familie stammen, dann zeig das an ihrem Verhalten und behaupte es nicht einfach.

Löse solche Behauptungen szenisch auf. Manchmal reicht da schon ein einziger Satz.

Wie hieß es oben? Bücher mit Mitteilungscharakter sind unspannend.

LG
Siegfried

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