Erfahrungen mit Diogenes Verlag

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ascot
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Erfahrungen mit Diogenes Verlag

von ascot (29.10.2008, 19:15)
Hallo!

Ich habe vor Manuskript & Exposé unter anderem beim Diogenes Verlag einzureichen!

Hat jemand von euch Erfahrungen mit Diogenes?

Danke für eure Hilfe!
Zuletzt geändert von ascot am 29.10.2008, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.

LOFI

Re:

von LOFI (29.10.2008, 19:42)
Jepp,

hingeschickt - nie mehr was gehört. Vor einem Jahr etwa. :( Post kann aber auch verloren gegangen sein.

VG

Lorenz

LOFI

Re:

von LOFI (29.10.2008, 19:45)
Die verlangen einen 30 seitigen Leseauszug und ein Exposee.

ascot
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Re:

von ascot (29.10.2008, 20:02)
LOFI (Moderator) hat geschrieben:
Die verlangen einen 30 seitigen Leseauszug und ein Exposee.


Ich weiß, ist im Exposé eine gewisse Form einzuhalten?

Danke

LOFI

Re:

von LOFI (29.10.2008, 20:06)
ascot hat geschrieben:
LOFI (Moderator) hat geschrieben:
Die verlangen einen 30 seitigen Leseauszug und ein Exposee.


Ich weiß, ist im Exposé eine gewisse Form einzuhalten?

Danke


Exposees sollten 2 Seiten nicht überschreiten, keine Dialoge und keine Nebensächlichkeiten oder unwesentliche Nebenhandlungen enthalten. Inhaltszusammenfassung mit Gesamtverlauf der Story vom Anfang bis zum Ende.

LOFI

Re:

von LOFI (29.10.2008, 20:09)
Ich vergass: Ins Exposee gehört auch eine kurze Skizzierung der Hauptfiguren. Das kann im Handlungsverlauf mit eingebunden werden.

Kausde
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Re:

von Kausde (12.11.2008, 14:11)
Wichtig ist auch, dass der Schluss des Romans verraten wird (und das gilt nicht nur für Krimis!). Sonst kann man sich beim Verlag kein 100%iges Bild von dem Werk machen.
Der Diogenes Verlag ist schon etwas anspruchsvoller, soweit ich weiß. In welche Richtung geht denn der Roman, um den es hier geht?

FraRa
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Re:

von FraRa (15.11.2008, 22:11)
Loriot hat bei Diogenes angefangen. Zu seiner Zeit bestand der Verlag dem Vernehmen nach aus ein paar Büchern unter'm Bett in einer 1-Raum-Wohnung von Daniel Keel in Zürich, oder war's sogar nur ein Zimmer zur Untermiete? Mittlerweile hat sich das Unternehmen jedoch etwas entwickelt.
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.11.2008, 01:38)
FraRa hat geschrieben:
Mittlerweile hat sich das Unternehmen jedoch etwas
entwickelt.


cheezygrin

Schöner Satz, der mit dem "etwas entwickelt"

Der Diogenes Verlag ist mit einer Gesamtauflage von knapp 190 Millionen Exemplaren der grösste rein belletristische Verlag Europas: über 5800 Titel, davon sind 2000 heute noch im Vertrieb.

Wer sein Werk da unterbringen kann - Chapeau!

Der befindet sich nämlich in illustrer Gesellschaft: John Iriving, Janosch, Donna Leon, Ingrid Noll, Bernhard Schlink, Patrick Süskind, Robert Walser, um nur einige zu nennen.

LG
Siegfried

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.11.2008, 01:53)
ascot hat geschrieben:
ist im Exposé eine gewisse Form einzuhalten?


Auf der Homepage von Andreas Eschbach (deutscher Erfolgsautor: "Das Jesus Video", "Eine Billion Dollar" - und zudem sehr kollegial!) gefunden:

Andreas Eschbach hat geschrieben:
1. ein Anschreiben, in dem Sie

a) Ihren Roman vorstellen (Kurzinhalt, ca. 60 Worte, eventuell außerdem, wen Sie sich als Zielgruppe vorstellen oder warum Sie den betreffenden Verlag für geeignet halten; evtl. indem man eine Richtung angibt wie "ist ein Roman in der Art von 'X'", wobei 'X' ein erfolgreicher Roman dieses Hauses ist)

b) sich selbst vorstellen (eventuelle Kurzgeschichtenveröffentlichungen, Preise oder dgl. nicht unerwähnt lassen); unbedingt erwähnen, daß Sie schon am nächsten Roman arbeiten

2. die Leseprobe, idealerweise bestehend aus dem Anfang des Romans, an einer gnadenlos spannenden Stelle aufhörend, so daß der Lektor nach Fortsetzung winselt :-)

3. eine Inhaltsangabe des gesamten Romans auf 4-8 Seiten. (Wie so etwas aussieht? Haben wir alle in der Schule gehabt, möchte ich meinen. "Schreiben Sie eine Inhaltsangabe von Max Frisch, 'Homo Faber'.")

Anbei: "Exposé" nennt man die Inhaltsangabe eines Romans, der noch nicht geschrieben wurde. Die Inhaltsangabe eines existierenden Romans heißt "Synopsis".


Ansonsten direkt beim Verlag anrufen und die gewünschten Vorgaben erfragen.

LG
Siegfried

P.S: Der erste Tipp (Kurzinhalt in 60 Worten) ist eine geile Schreibübung! Macht das mal z.B. für "Hänsel und Gretel" cheezygrin

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Judith
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Re:

von Judith (16.11.2008, 11:53)
Siegfried hat geschrieben:
Anbei: "Exposé" nennt man die Inhaltsangabe eines Romans, der noch nicht geschrieben wurde. Die Inhaltsangabe eines existierenden Romans heißt "Synopsis".


Oh! :roll: :oops: Dann habe ich das in meinen "Bewerbungsschreiben" immer falsch benannt. :roll: :oops:

Aber warum sagen dann die Lektorinnen, wenn ich ihnen erzähle, dass ich einen Roman geschrieben habe, ich solle ihnen ein Exposé schicken? Wird dann wohl im allgemeinen Sprachgebrauch wohl eher "falsch" benutzt, oder?

Grüßle,
Judith
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.11.2008, 14:12)
Judith hat geschrieben:
Oh! :roll: :oops: Dann habe ich das in meinen "Bewerbungsschreiben" immer falsch benannt. :roll: :oops:

Aber warum sagen dann die Lektorinnen, wenn ich ihnen erzähle, dass ich einen Roman geschrieben habe, ich solle ihnen ein Exposé schicken? Wird dann wohl im allgemeinen Sprachgebrauch wohl eher "falsch" benutzt, oder?


Irgendwie hat sich das wohl eingebürgert, eine Inhaltsangabe eines bestehenden Buches als "Exposé" zu bezeichnen, obwohl es falsch ist. Ich habe mal nachgeschlagen:

Wikipedia hat geschrieben:
Exposé bezeichnet:

in der Architektur eine Bauprojektdarstellung, siehe Exposé (Immobilien)
in der Literatur einen Entwurf, eine Disposition oder ein Konzept, siehe Exposé (Literatur)


Beim Bauen ist ein Exposé also ein Projekt, keine Beschreibung eines fertigen Hauses. In der Literatur vergleichsweise die Beschreibung eines Buchprojektes.

Wikipedia hat geschrieben:
Exposé (Literatur / Film / Wissenschaft)

Ein Exposé bzw. Exposee ist eine schriftliche Form der kurzen vorausschauenden Inhaltsangabe eines Buchprojekts, eines Films oder eines wissenschaftlichen Werks.

Das Exposé soll die Grundidee und den groben Handlungsverlauf eines literarischen Werks vorstellen. Es ist meist nur einige Seiten lang und enthält weder Dialoge noch Einzelheiten. Es skizziert die Hauptfiguren oder gibt die thematische Grundlinie eines Sachbuchs wieder.

Exposés spielen im Verlagswesen eine große Rolle. Ein Verlag lässt sich von einem Autor das Exposé eines Romans vorlegen, um zu entscheiden, ob der Roman in die Planung aufgenommen werden soll. Ein Exposé beschreibt darum meist Inhalt und Hauptidee eines Werks, das noch nicht existiert.

Es ist üblich, zu Drehbüchern ein Exposé zu schreiben, um möglichen Produzenten einen kurzen Überblick über den geplanten Film zu gewähren und eine Bewertung des Stoffes zu erleichtern. Die weitere Ausarbeitung des Drehbuches findet dann im Treatment statt.

Eine wichtige Rolle spielen Exposés auch beim Verfassen wissenschaftlicher Texte. Im Exposé wird die Fragestellung dargestellt, der Aufbau des Textes skizziert und ein Überblick über die Quellenlage gegeben. Das Exposé kann zur Diskussion des Projektes und später als Fahrplan für das Verfassen der Arbeit genutzt werden. Im Rahmen des Exposés sollten Problemstellung, Methoden, Ziele und die der Arbeit zugrunde liegenden Hypothesen erläutert werden. Erforderlich ist weiterhin ein realistischer Zeitplan.


Das Problem ist: Wenn ein Autor ein Exposé vor dem Schreiben verfasst (also Anfang, Handlung, Ende, Kernaussage, Figuren usw. vorher beschreiben muss), dann fällt die Möglichkeit des Einfach-drauflos-Schreibens unter den Tisch. Dann hat man plötzlich eine Vorgabe, an der man sich entlang hangeln muss, und das widerstrebt vielen einfach zutiefst (beliebte Aussage: Eine Vorgabe schränkt den Künstler in seinen Freiheiten ein). Vermutlich legen deshalb viele das Exposé nach hinten.

LG
Siegfried

holz

Re:

von holz (27.11.2008, 12:31)
FraRa hat geschrieben:
Der Diogenes Verlag ist mit einer Gesamtauflage von knapp 190 Millionen Exemplaren der grösste rein belletristische Verlag Europas...
Wer sein Werk da unterbringen kann - Chapeau!


auch große namen kennen ihre ladenhüter, wie die worstliste der am wenigsten verkauften titel eines jahres zeigt (erstmal 2005 von diogenes veröffentlicht).
im jahr 2005 waren von O'Connors meistererzählungen 3 bücher verkauft, Orwell 8, Faulkner 15.

für die liste von 2006 lieferten auch andere großverlage ihre daten: "an der spitze" wieder diogenes. Muriel Spark kam auf 6 exemplare.
platz 2 ein nobelpreisträger, lyrik von Montale (bei hanser 14 mal verkauft).
unter 50 verkauften exemplaren auch Seghers, Mann, Remarque.
Zuletzt geändert von holz am 27.11.2008, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.

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MW
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Re:

von MW (27.11.2008, 12:45)
wo kann man denn solche listen einschauen? ist ja spannend :-))

P.S. da kann die babs ja mächtig stolz sein: hat in den letzen 10 tagen über 60 bücher verkauft :-) es weihnachtet sehr *hohoho*
aktuelles sachbuch: "design kalkulieren"
www.designkalkulieren.de

artwork: www.designers-inn.de
schreiben: www.angenehme-vorstellung.de
thriller: www.marclinck.de
musik: www.linck-live.de


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