Vorsicht bei der Verlagssuche!!!

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hawepe
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Re:

von hawepe (29.07.2007, 12:56)
Hallo Yuki,

Yuki hat geschrieben:
Leider gibt es auch Zuschussverlage, die auf ihrer Homepage nichts davon erwähnen.


Aber irgendwan muessen sie mit ihren Preisen herausruecken. Und die liegen fast zwangslaeufig weit ueber denen von BoD.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Yuki
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Re:

von Yuki (30.07.2007, 22:05)
Hallo Heinz,

klar müssen sie das irgendwann, aber ist doch schade ums Proto, wenn man es erst bei der Antwort erfährt...

Yuki

Poet
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Re:

von Poet (16.08.2007, 18:58)
Dagmar R. Rehberg hat geschrieben:
Der Verlag übernimmt sämtlich Kosten und das volle Risiko, dafür aber auch alle Urheberrechte.


Unfug. Das Urheberrecht ist absolutes Recht und als solches grundsätzlich nicht übertragbar (§ 29 Satz 2 UrhG). Somit kann ein Verlag das nicht "übernehmen".

hwg
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Re:

von hwg (17.08.2007, 10:22)
Wer meine Beiträge gelesen hat weiß, dass ich als Autor für Druckkostenzuschuss-Unternehmen keine Zuneigung empfinde, aber unter manchen deren schreibenden Inanspruchnehmern und ihren Werken als Leser sehr wohl schon die eine oder andere literarische "Perle" entdeckt habe.

Betrüger gibt es in jeder Branche. Jedem der Druckkostenzuschuss-Betriebe eine Betrugsabsicht zu unterstellen, wäre allerdings arg verfehlt. So wie bei jeden Dienstleistungsangeboten variieren Preis und Qualität - und in der Werbung sind nun mal "Übertreibungen" fast überall "in Mode".

Verträge genau durchlesen, Vergleiche mit anderen Unternehmen anstellen, eventuell sich einige Buchexemplare besorgen - und mehr als dreimal überlegen, ob der finanzielle Aufwand sich überhaupt jemals lohnt. Und wer über genügend Geld verfügt, kann sich ja gleich selber einen Verlag "schenken" und damit auch Chancen für Autorenkollegen eröffnen... :lol:

Ein sehr berühmter, bereits verstorbener deutscher Bestseller-Fabrikant mit internationalen Autorenverträgen hatte so etwas ja im Familienverband gemacht und damit sein ohnehin schon vorher erschriebenes Vermögen vervielfacht (und der "Eigenverlag" war
lange Zeit nur unter Branchenkennern als solcher bekannt, bei den Lesern wurde er eher als "Filiale" eines Verlagskonzerns angesehen).

robertwalden
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Re:

von robertwalden (17.08.2007, 11:11)
Der Eröffnungsbeitrag scheint mir etwas polemisch. Die Sache mit dem Urheberrecht wurde schon geklärt, das ist ja ok.
Dass es eine geradezu unüberschaubare Menge von Kleinverlagen gibt, die ihren Autoren Standardverträge anbieten, keinerlei Buchabnahme oder finanzielle Beteiligung erwarten und meist am breiten Publikumsgeschmack vorbeipublizieren, um Nischeninteressen zu bedienen, wird hier nicht erwähnt. Warum nicht? Aus Unkenntnis, oder bewusst?

Gerade in den Kleinverlagen findet man als Jungautor oder als Autor, schwer verkäuflicher Literatur/Poesie/was weiß ich oft einen Förderer, der Kleinauflagen bis 2000 Stück druckt, bewirbt und verkauft. Man wird nicht reich, zweimal im Jahr allerdings fettet das Autorenhonorar schon die Urlaubskasse auf.

Publikationen in Kleinverlagen sind auch erwiesenermaßen sehr oft das Sprungbrett zu Verträgen mit großen Publikumsverlägen - man braucht sich nur die Headhunter auf der Frankfurter Buchmesse anschauen. Um für diese Kleinverlage und später für die Headhunter interessant zu sein, muss man allerdings schon eine außergewöhnliche Geschichte zu erzählen haben - etwas, dass den meisten Autoren fremd sein dürfte. Denn nicht nur, dass die meisten Jungautoren nichts zu erzählen haben, sie wissen ja nichteinmal, wie man das schreibt, was man nicht zu erzählen hat :-)

beste grüße
Zuletzt geändert von robertwalden am 17.08.2007, 11:31, insgesamt 1-mal geändert.

hwg
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Re:

von hwg (17.08.2007, 11:22)
Was R.W. hier schreibt unterstreiche ich hiermit doppelt! :lol:

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hawepe
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Re:

von hawepe (17.08.2007, 12:17)
Hallo,

robertwalden hat geschrieben:
Denn nicht nur, dass die meisten Jungautoren nichts zu erzählen haben, sie wissen ja nichteinmal, wie man das schreibt, was man nicht zu erzählen hat :-)


Sehr treffen formuliert. Das koenntest du fast als Signatur einsetzen :-)

Ich lese sehr viel auf gedichte.com mit und habe daraus sehr viel gelernt. Unter anderem, dass meine vor Jahrzehnten geschriebenen Gedichte gar keine sind :-( Mein Sohn (du kennst ihn aus dem Forum als E...) troestete mich, dass es wenigstens lesenswerte Zeitdokumente seien.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (17.08.2007, 14:14)
robertwalden hat geschrieben:
Denn nicht nur, dass die meisten Jungautoren nichts zu erzählen haben, sie wissen ja nichteinmal, wie man das schreibt, was man nicht zu erzählen hat :-)


Hallo Robert oder wie auch immer, :wink:
diese Aussage finde ich persönlich ein wenig überheblich. War nicht jeder mal Anfänger?


hawepe hat geschrieben:

Ich lese sehr viel auf gedichte.com mit und habe daraus sehr viel gelernt. Unter anderem, dass meine vor Jahrzehnten geschriebenen Gedichte gar keine sind.


Hallo Heinz,
Du hattest das mit Deinen Gedichten schon einmal angedeutet. Ich habe absolut keine Ahnung von dieser Richtung, aber könntest Du bitte für mich mal in wenigen Worten schildern, was genau Du damit meinst. Kein Gedicht vom Stil, vom Inhalt, von der Aussage, vom Aufbau ...
Liebe Grüße
Christel

robertwalden
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Re:

von robertwalden (17.08.2007, 14:37)
Servus Bärentante,

Natürlich waren alle mal irgendwann einmal Anfänger. Nur sollte man als Anfänger weniger ans Publizieren denken als daran, wie man lernt, die gottverdammte Geschichte wirklich gut zu erzählen. Wenn man mal sein Lehrgeld in Form von einigen tausend Seiten Kurzgeschichten, Romanen, Essays und Gedichten verfasst hat, schön langsam sprachlich sicher fornulieren kann und die ureigene Sprache zum Stil geschliffen hat, dann kann man mal gemütlich über Veröffentlichungen nachdenken.

lg

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (17.08.2007, 15:00)
Klar, Robert, da stimme ich Dir voll zu. Das ist der Idealfall.

Aber ...

ist nicht jeder von seinem Werk überzeugt, dass es gut ist? Egal ob Anfänger oder "alter Hase". Kommt eine andere Erkenntnis nicht erst nach Jahren, wenn man da mal wieder drüberliest? Es ist ein ständiger Lernvorgang, der sich mit entsprechender Beschäftigung mit dem Thema Schreiberei langsam vollzieht.
Und warum sollen nicht auch Anfänger-Autoren, ein wenig Begabung vorausgesetzt, ihre Träume ausleben, wenn sie es sich leisten können und es unbedingt durchziehen wollen. Das gehört zum Lernprozess meiner Meinung nach ebenso dazu.

(Und wenn jeder erst Jahrzehnte schreiben würde vor seiner ersten Buchveröffentlichung, dann wäre BoD beispielsweise arbeitslos.) :wink:
Liebe Grüße
Christel

robertwalden
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Re:

von robertwalden (17.08.2007, 15:22)
Bärentante hat geschrieben:
(Und wenn jeder erst Jahrzehnte schreiben würde vor seiner ersten Buchveröffentlichung, dann wäre BoD beispielsweise arbeitslos.) :wink:


Q.E.D. :-)

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hawepe
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Re:

von hawepe (18.08.2007, 13:16)
Hallo,

Bärentante hat geschrieben:
Du hattest das mit Deinen Gedichten schon einmal angedeutet. Ich habe absolut keine Ahnung von dieser Richtung, aber könntest Du bitte für mich mal in wenigen Worten schildern, was genau Du damit meinst. Kein Gedicht vom Stil, vom Inhalt, von der Aussage, vom Aufbau ...


Schwierig, weil ich eigentlich schreiben muesste, wordurch ein Text zu einem Gedicht wird, also ueber Metaphern, Rhythmen, Metriken, Stilfiguren usw. Wir haben gestern abend gerade "Theorie der Lyrik" von Renate Homann bestellt - 751 Seiten.

Anhand konkreter Texte traue ich mir inzwischen eine oberflaechliche Wertung zu, aber abstrakt darueber zu schreiben, was ein Gedicht und dann vielleicht sogar noch ein gutes Gedicht ausmacht, ueberschreitet (noch) meine Moeglichkeiten.

Wer funderte Kritik und Theoriebeitraege sucht, sollte aber wirklich mal in gedichte.com reinschauen. Zum Lesen braucht man sich auch nicht anzumelden.

Ein schoenes Wochenende,

Heinz.

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (18.08.2007, 14:45)
Danke, Heinz, damit gebe ich mich zufrieden. :)
Es ging mir nicht direkt um die Definition für ein "gutes" Gedicht, sondern Deine persönliche Einschätzung, warum Deine eben dies nicht sein sollen. Wie ich das herauslese, denkst Du, dass es wirklich in allen Kriterien hapert.
Liebe Grüße
Christel

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hawepe
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Re:

von hawepe (18.08.2007, 16:58)
Hallo,

Bärentante hat geschrieben:
Es ging mir nicht direkt um die Definition für ein "gutes" Gedicht, sondern Deine persönliche Einschätzung, warum Deine eben dies nicht sein sollen. Wie ich das herauslese, denkst Du, dass es wirklich in allen Kriterien hapert.


Auf Metapher habe ich fast voellig verzichtet, mit dem Rhythmus hapert es vielfach auch. Immerhin inhaltlich nachvollziehbar sind die Zeilenumbrueche. Alles in allem eben viel zu wenig fuer Gedichte :-(

Ein schoenes Wochenende,

Heinz.

Dagmar R. Rehberg
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Re:

von Dagmar R. Rehberg (30.08.2007, 09:30)
Poet hat geschrieben:
Dagmar R. Rehberg hat geschrieben:
Der Verlag übernimmt sämtlich Kosten und das volle Risiko, dafür aber auch alle Urheberrechte.


Unfug. Das Urheberrecht ist absolutes Recht und als solches grundsätzlich nicht übertragbar (§ 29 Satz 2 UrhG). Somit kann ein Verlag das nicht "übernehmen".


Sorry, ich habe mich falsch ausgedrückt. Das Urheberrecht wird allenfalls vererbt. Der Verlag übernimmt die Nutzungsrechte (die, die ich ihm einräume). Fakt ist, es kommt auf das gleiche heraus. Du braucht vom Verlag sogar eine Genehmigung, wenn du aus deinen Büchern öffentlich lesen willst! Jede Nutzung, seien es Leseproben im Internet, Zeitungen oder auf Flyern, muss vom Verlag abgesegnet sein, genauso wie zusätzliche Veröffentlichungen wie beispielsweise Auszüge in Anthologien. Man kann das Gesamtpaket an Nutzungsrechten einräumen, oder einzelne - wie beispielsweise Filmrecht - ausschließen. Das wird alles im Vertrag festgelegt. Dabei sollt man immer genau überlegen, was man tut. Hat man z. B. gute Kontakte zu Produzenten, empfiehlt es sich u. U. das Filmrecht zu behalten und es dann selbst weiterzugeben. Ansonsten sollte man sich vielleicht lieber auf die guten Kontakte des Verlags verlassen, zumal man als Autor zu einem sehr hohen Anteil beim Weiterverkauf (Filmrecht ca. 80% der Verkaufssumme) beteiligt ist. Allerdings ist das einmalige Abgeben der Rechte nicht unbedingt für alle Zeit. Werden die Rechte innerhalb einer gewissen Zeit ( zwei Jahre plus angemessene Nachtfrist) nicht oder nicht angemessen genutzt, kann man sie zurückrufen. Und das gilt für alle Rechte - auch einzelnd!
Grüße

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