Wie viel habt ihr bisher verkauft?

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Peter_Schmalenbach
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Verkaufszahlen

von Peter_Schmalenbach (02.07.2007, 23:51)
Hallo,

von meinem Buch "Asien - Bezugsquellen für Handel und Gewerbe (mit Importanleitung)" wurden seit Ende 2002 über 20.000 Exemplare verkauft. Das Buch wird jährlich aktualisiert.

Um in der BOD - Bestsellerliste zu erscheinen, müssen in einem Zeitraum von 6 Wochen etwa 200 Bücher über den Buchhandel verkauft werden. Damit liegt man so zwischen Platz 5 und 20. Bestellungen des Autors für den Eigenbedarf zählen nicht mit (auch wenn der Autor sie selbst verkauft hat). Ich lag auch schon mehrmals auf den Plätzen 1 und 2.

Viele Bücher habe ich über meine Internetseite http://www.schmalenbach.de und auch über ebay verkauft. Bei ebay läuft zzt. überhaupt nichts mehr. Lassen Sie sich durch das Märchen vom Aufschwung nicht blenden. Es gibt keinen Aufschwung! Die Internetseite wird über Google - Adwords beworben, was aber nicht billig ist (200 bis 300 Euro muss man pro Monat schon ausgeben).

Hat man gute Verkaufszahlen, dann werden leider auch starke Begehrlichkeiten bei Nachahmern und Urheberrechtsverletzern geweckt (u.a. bei BOD). Ich musste zeitweise 3 Anwaltskanzleien gleichzeitig mit der Wahrnehmung meiner Interessen beauftragen. Sogar in einem Buch des Verlages "Markt + Technik" fand sich der wesentliche Inhalt meines Buches wieder. Das gesamte Kapitel "Import" wurde aus diesem Nachahmerbuch mit gerichtlicher Hilfe entfernt. Der dreisteste Nachahmer hatte mein gesamtes Buch gescannt und auf geheimen (kostenpflichtigen) Internetseiten für 65,- Euro angeboten (regulärer Verkaufspreis: 15,- Euro). Es gibt sogar einen Legastheniker aus der ehemaligen DDR (ohne jegliche Importkenntnisse), der zunächst versuchte, mein Buch zu imitieren (ähnlicher Titel / gleicher Inhalt / Erscheinungsankündigung bei Amazon). Nachdem ich ihm das durch meine Anwälte untersagen ließ, füllte er das Buch einfach mit völlig belanglosem Inhalt, der überhaupt nichts mit dem Import von Waren zu tun hat. Dieses Betrugsbuch verkauft er auch heute noch und schreibt sich sämtliche positiven Rezensionen dazu bei Amazon selbst (negative lässt er mit aller Gewalt von Amazon löschen)! Amazon wurde darüber mehrmals von meiner Kanzlei und von mir informiert. Die selbst geschriebenen positiven Rezensionen dieses Betrügers (er hat 20 verschiedene Amazon - Zugänge mit 20 unterschiedlichen Mailadressen!) wurden dann auch stets von Amazon gelöscht. Der Betrüger schreibt sich jedoch immer wieder nach ein paar Tagen erneut positive Eigenrezensionen. Er bietet noch weitere "Bücher" an, deren komplette Inhalte er aus anderen Büchern, aus Zeitschriften und aus dem Internet übernommen hat (er selbst kann ja nicht schreiben). Diese "Bücher" haben unglaublich schlechte Rezensionen erhalten. Leider ist Amazon bisher gegen diesen Betrüger nicht intensiv vorgegangen und hat auch seine Betrugsbücher mit gestohlenen oder völlig unbrauchbaren Inhalten bisher nicht entfernt. Er lässt munter weiterhin schlechte Rezensionen von betrogenen und sehr unzufriedenen Lesern entfernen und schreibt sich ständig selbst (frei erfundene) positive Rezensionen. Amazon wurde schon oft aufgefordert (auch in verschiedenen Medien), diesem Bewertungsunwesen ein Ende zu bereiten.

Das alles hat mich sehr viel Geld und Nerven gekostet. Hinzu kommen noch die erheblichen Kosten für weitere Werbemaßnahmen, Steuerberater, Finanzamt usw.

Manchmal kann einem da schon die Lust am Bücherschreiben und am Vertrieb vergehen (auch wenn's temporär sehr gut lief).

Hier noch ein wirklich guter Tip für alle:
http://www.bund-deutscher-schriftsteller.de/ratgeber.htm

Mit freundlichem Gruß
Peter Schmalenbach
http://www.schmalenbach.de
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Zuletzt geändert von Peter_Schmalenbach am 02.08.2007, 13:09, insgesamt 6-mal geändert.

julia07
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Blauäugigkeit Ade...

von julia07 (03.07.2007, 07:37)
Hallo Peter,
vielen Dank für Deine ausführlichen Schilderungen. Auch ich habe viel gehört, was in diese Richtung geht, aber zum Glück noch nicht selbst erlebt. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich hier nie dazu geäußert habe. Man hat zu schnell eine Klage am Hals...
Sehr wichtig erscheint mir Dein Hinweis, dass das mit dem Missbrauch des Urheberrechts natürlich erst zum Tragen kommt (= schmerzhaft wird), wenn man Erfolg hat. Da viele Nebenerwerbsautoren aber offenbar gar nicht an einen solchen glauben, wird das Thema Copyrightverletzung irgendwie nicht ernst genommen..
Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du in Bälde auch etwas anderes, als Ärger mit dem Vertrieb hast :D
Viele Grüße, Julia

hwg
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Re:

von hwg (03.07.2007, 07:43)
Zu diesem Verkaufserfolg muss man einfach gratulieren.

Gute Sach- und Fachbücher sind offensichtlich auch abseits der
herkömmlichen Verlagswelt gefragt. Das zeigen die angeführten Plagiatsfälle, die an Unverschämtheit nicht zu überbieten sind.

Gruß aus der Steiermark!

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hawepe
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Re:

von hawepe (03.07.2007, 08:05)
Hallo,

hwg (Moderator) hat geschrieben:
Gute Sach- und Fachbücher sind offensichtlich auch abseits der
herkömmlichen Verlagswelt gefragt. Das zeigen die angeführten Plagiatsfälle, die an Unverschämtheit nicht zu überbieten sind.
!


Die Missachtung des Urheberrechts ist laengst ueblich geworden, weil das Risiko vor allem derjenige traegt, dessen Rechte verletzt werden.

Verstoesse gegen das urheberrecht erfuellen zwar einen Straftatbestand, muessen aber im Gegensatz zu anderen Straftaten nur verfolgt werden, wenn es im oeffentlichen Interesse liegt. Und letzteres wird von den Gerichten in der Regel verneint :-(

Verboten ist ausserdem nur, fremde Werke abzuschreiben, aber nicht, sie als eigene Werke auszugeben. Lediglich bei Bildern kaeme das strafverschaerfend hinzu.

Natuerlich kann man es auch mit Abmahnungen und Rechnungen versuchen, aber wenn da nicht die Unterschrift eines Rechtsanwaltes drunter prangt, kann man es sich meistens schenken. Anwaelte kosten jedoch Geld, und das Risiko ist hoch, dass beim Verletzer nichts zu holen ist, so dass man sogar noch auf seinen Kosten sitzenbleibt.

Und dann kann man noch eine Anzeige wegen Betruges stellen. Da aber die Verfahren wegen Urheberrechtsverletzung in der Regel eingestellt werden, kann man diesen Vorwurf nicht belegen und riskiert eine Gegenanzeige wegen uebler Nachrede.

Gefaehrlich wird es fuer Verletzer erst, wenn sie sich an den Grossen der Branche vergreifen.

Beste Gruesse,

Heinz.

robertwalden
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Re:

von robertwalden (16.08.2007, 08:52)
Seit 1998 alles zusammen rund 11 000 Bücher (Zwei Gedichtbände und fünf Romane)

Das ist echt nur über den Daumen gepeilt, um eine ganz genaue Zahl zu nennen, müsste ich mir die Honorarabrechnungen zusammensuchen. Und ich stehe per se mit Papierkram auf kriegsfuß :D

beste grüße
robertwalden

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hawepe
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Re:

von hawepe (16.08.2007, 09:12)
Hallo,

robertwalden hat geschrieben:
Seit 1998 alles zusammen rund 11 000 Bücher (Zwei Gedichtbände und fünf Romane)


Und alle Buecher sind als Book on Demand erschienen? Das waere dann eine echte Leistung, so viel zu verkaufen.

Beste Gruesse,

Heinz.

robertwalden
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Re:

von robertwalden (16.08.2007, 09:25)
Sorry, ich wusste nicht, dass es hier nur um die Verkaufszahen von BOD Produkten geht. Nein, die Bücher erschienen bei Kleinverlagen mit Standard Autorenverträgen.

beste grüße
robertwalden

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hawepe
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Re:

von hawepe (16.08.2007, 09:35)
Hallo,

robertwalden hat geschrieben:
Sorry, ich wusste nicht, dass es hier nur um die Verkaufszahen von BOD Produkten geht. Nein, die Bücher erschienen bei Kleinverlagen mit Standard Autorenverträgen.


Auch dann ist deine Verkaufszahl allerdings gar nicht uebel. Aber Book-on-Demand-Autoren waeren oft schon mit 10 Prozent dessen zufrieden. Wohl auch deshalb werden Verkaufszahlen meistens als geheime Verschlusssache behandelt - von den Dienstleistern wie den Autoren, wobei Ausnahmen natuerlich die Regel bestaetigen.

Beste Gruesse,

Heinz.

hwg
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Re:

von hwg (16.08.2007, 09:37)
Hallo Robert,

selbstverständlich geht es hier nicht nur um bei BoD produzierte Exemplare, auch ich berappe für Veröffentlichungen keinen einzigen Euro!

Deine Verkaufszahlen können sich durchaus sehen lassen, Kompliment!

Gruß aus der Steiermark!
Hans

robertwalden
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Re:

von robertwalden (16.08.2007, 09:48)
Ich glaube, ich würde die Verkaufszahlen unter zwei Bedienungen zur Verschlusssache erklären: Entweder es ist erbärmlich wenig, oder es ist so viel, dass ich eine Gefahr darin sähe, meine Umwelt ungefiltert an meiner Freude teilhaben zu lassen.

Und wie gesagt, die Verkaufszahl hier ist eine grobe Schätzung, also 200 mehr oder weniger könnten es schon sein.

beste grüße aus wien
robertwalden

AndréLinke
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Re:

von AndréLinke (20.08.2007, 13:09)
wow, einige haben hier verkaufszahlen genannt, auf die ich wirklich neidisch bin... die ich aber hoffentlich auch noch erreichen werde - man muss ja optimistisch bleiben und sich selber weiter antreiben ;)

bisher konnte sich mein besagtes buch gut 500 mal verkaufen im ersten halben jahr - durch online-marketing. ich hoffe, wenn ich im herbst die ersten lesungen veranstalte, wird es schneller vorangehen.

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chilterngreen
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Passt auch in "Die Guten und die Doofen"

von chilterngreen (20.08.2007, 13:45)
Hallo,

als ehemaliger Buchhändler (daher Einblick ins Sortiment) und früherer Sachbuch-Selbstverleger fällt mir die fragwürdige Ignoranz der Medien (speziell der Printmedien mit ihren Feuilletons) gegenüber BoD-Titeln auf. Noch immer scheint sich hartnäckig der Eindruck zu halten, wer bei BoD veröffentlicht, dessen Mansuskript wurde von allen anderen (renommierten) Verlagen abgelehnt. Somit widmen die Damen und Herren Rezensenten der namhaften Printmedien erst dann einem BoD-Titel Aufmerksamkeit , wenn bereits mehrere kleinere Medien (oder das TV) darüber berichtet haben. Oder in welchem Feuilleton und in welcher Literatur-Zeitschrift findet sich auf Anhieb ein BoD-Titel bei den Renzensionen?

Egal ob Buchhandel oder Printmedien, man nimmt uns BoD-Autoren nicht ernst. Daher habe ich in drei Wochen nur ca. 20 Exemplare meines Buches durch die Veröffentlichung meiner PR-Meldungen (nicht einer Rezension) verkauft, weil ein Rezensent, wenn er die Wahl hat, einem Titel aus einem renommierten Verlag immer den Vortritt geben wird.
Die Vorurteile der Kritikergilde gegenüber BoD wiegen einfach zu schwer, um als BoD-Autor eine wirkliche Chance zu bekommen. Daher werden BoD-Autoren, wenn sich nicht gerade Erotik (jeder zweiter Titel bei den BoD-Belletristik-Bestsellern behandelt dieses Thema) oder einen Titel wie "Lucy mit C" veröffentlichen, nie auf erfreuliche Verkaufszahlen kommen, weil man sie in den einschlägigen Medien schlichtweg ignoriert - sie sind ja keine "richtigen" Autoren, weil sie für die Veröffentlichung bezahlt haben.

Dass ein Buch bei einem bekannten Verlag erscheint, kann wohl kaum als Gradmesser für dessen Qualität angesehen werden, denn sonst hätten die Titel von (und dies ist NUR meine PERSÖNLICHE MEINUNG als Leser) Gaby Hauptmann dort nie erscheinen dürfen, weil sie eine handwerklich schlechte Schriftstellerin ist. Sie hatte einfach nur Glück, gleich zu Beginn in "Brigitte" rezensiert zu werden, was einem BoD-Autoren wohl nie gelingen wird, wenn er keine Beziehung in die dortige Redaktion hat.

Obwohl ich bei der Pressekampgne für mein Buch zahllose Redaktionen angeschrieben habe und diesen auch die Möglichkeit des kostenlosen Bezuges von Rezensionsexemplaren über BoD aufgezeigt habe, wurde bislang kein einziges bestellt. Natürlich kann es daran liegen, dass es kein Interesse an meinem Buch gibt. Wäre es aber das gleiche Desinteresse, wenn auf dem Cover meines Buches "Piper", "Heyne", "Goldmann" o.ä. stehen würde?

Auch schrieb ich alle regionalen Buchhandlungen mit dem Hinweis an, dass in den kommenden Wochen eine groß anglegte Kampagne in den Regionalmedien stattfinden wird. Meine PR-Texte wurden inkl. Bild von allen Regionalzeitungen veröffentlicht, aber von den angeschriebenen Buchhandlungen hat nur eine drei Exemplare vorab bei BoD geordert. Obwohl auf Vorrat georderte BoD-Titel remittiert werden können, reagieren die Buchhandlungen nicht, lassen die Zeit, in der BoD die Titel hätte drucken können, bis zur Veörffentlichung der PR-Meldungen verstreichen und geben dem in die Buchhandlung geeilten Kunden die Info "des müsst ich halt erst bestellen; dauert so zwei Wochen". Dem Kunden dauert dies zu lange und nimmt vom Kauf Abstand - dem Buchhändler und dem Autoren geht so Geld flöten. Daher wundert es mich nicht, dass immer mehr Buchhandlungen schließen - sie versauen sich durch ihre verschnarchte Art das eigene Geschäft und überlassen dies lieber Amazon & Co. Ich weiß als ehemaliger Sortiments-Buchhändler, wovon ich rede.

Mein Beitrag sollte nicht als "Jammern eines verkannten Bestellerautoren" verstanden werden. Ich finde es einfach nur frustierend, dass Veröffentlichen bei BoD letztendlich doch fast nur "Unter Ausschluß der Öffentlichkeit" stattfindet.

Beste Grüße,

Michael
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julia07
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Re:

von julia07 (20.08.2007, 15:58)
Hallo Michael,

das, was du sagst, trifft den Nagel ziemlich mittig auf den Kopf - es leben die Vorurteile :wink:

Ohne "Vitamin B" geht hier nur sehr selten etwas wirklich Aufsehen Erregendes ...
Der größte Hemmschuh ist hierbei tatsächlich das schlechte Image von uns BoD-Autoren.

Was das Layout von Cover und Buchblock angeht, trifft das 'naturbedingt' sicher sehr oft ja auch zu, denn ein großer Verlag setzt da logischerweise Profis drauf an und unsereiner popelt selbst herum. Wer da nicht wirklich Talent oder wenigstens Unterstützung hat, schneidet meistens schlecht ab. Beim Inhalt selbst aber, verflüchtigen sich die Vorteile der Publikumsverlage viel zu oft wie von selbst. Man sehe sich nur die "Sensationsrenner" vor/von den Buchmessen an. Wenn auf diese Art 200.000 Schundromane verkauft wurden, sind alle Beteiligten zufrieden und die Druckdaten können getrost gelöscht werden. Das letzte Bohlen-Buch kann man jetzt bei e-Bay für -,49 Euro haben, weil sich kein Mensch mehr dafür interessiert.

Der Weg aus unserer Misere besteht m. M. nach unabdingbar aus einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung. Es gibt viele Wege dies zu bewerkstelligen (z. B. durch 'hilfst du mir, so helfe ich dir' beim Layouten, dem Studium der deutschen Sprache, Schreibschulen wie der unsrigen hier, Teilnahmen an Schreibwettbewerben und nicht zuletzt dem LESEN guter Literatur etc.).

Ansonsten ist eine penetrante Präsenz von Nöten - wo auch immer (z. B. Internetplattformen, regionalen Medien, Lesungen ...), denn 'Kleinvieh macht auch Mist', oder 'Steter Tropfen höhlt den Stein'. Diese Art von Werbung kostet zunächst meist 'nur' Zeit, kann aber auch sehr schnell zum Türöffner werden.

Übrigens ist mir aufgefallen, dass viele BoD-Autoren immer noch darauf verzichten, ihre Buchdaten bei amazon.de selbst einzustellen, sobald das Buch verfügbar ist. Auf diese Weise gehen viele Wochen ins Land, in denen interessierte Buchsucher außer den Minimaldaten nichts über den Titel erfahren.

Wenn ich in einer richtig grossen Stadt wohnen würde - ich komme leider vom Land :oops: - würde ich höchstwahrscheinlich einen kleinen, aber feinen Laden für BoD-Bücher eröffnen (mitsamt Internetpräsenz) und Autoren anbieten, ihre Werke auf Provisionsbasis auszustellen; ähnlich dem Second-Hand-Prinzip. Es gibt unzählige, winzige Spezialläden, die man nur über das Internet finden kann, warum also nicht mal einen für unsere Bücher? :lol:

LG, Julia

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hawepe
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Re:

von hawepe (20.08.2007, 16:25)
Hallo Judith,

julia07 hat geschrieben:
Der Weg aus unserer Misere besteht m. M. nach unabdingbar aus einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung


Das ist auch meine Meinung.

dem Studium der deutschen Sprache


Das scheint aber eines der groessten Probleme zu sein. Ich mag da etwas konservativ sein, aber viele Leseproben lese ich alleine schon deshalb nicht zu Ende, weil ich am liebsten jeden zweiten Satz korrigieren wuerde.

Und das bezieht sich nicht auf Formulierungen, die mir einfach nicht gefallen, sondern alleine auf richtige Fehler (falsche Schreibweise, falsche Faelle, verkehrte Zeichensetzung).

Wenn ich in einer richtig grossen Stadt wohnen würde - ich komme leider vom Land :oops: - würde ich höchstwahrscheinlich einen kleinen, aber feinen Laden für BoD-Bücher eröffnen (mitsamt Internetpräsenz) und Autoren anbieten, ihre Werke auf Provisionsbasis auszustellen; ähnlich dem Second-Hand-Prinzip. Es gibt unzählige, winzige Spezialläden, die man nur über das Internet finden kann, warum also nicht mal einen für unsere Bücher? :lol:


Das geht aber nicht nur in einer Grossstadt. Wer im Sueden Berlins wohnt, faehrt z.B. nicht in den Norden der Stadt. Nischenlaeden setzen deshalb fast nie auf Laufkundschaft. Wichtiger ist, dass man in den jeweiligen Kreisen bekannt wird. Und die Kosten moeglichst gering haelt. Eine Bekannte hat gerade das Handtuch geworfen, weil bei 3000 Euro Miete einfach nichts mehr zu verdienen war.

Beste Gruesse,

Heinz.

robertwalden
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Re:

von robertwalden (20.08.2007, 19:22)
ehradinger hat geschrieben:

Ich denke, es ist wie mit allem. Wenn wir wie Profis anerkannt werden wollen, müssen wir uns auch wie solche verhalten.

Frohes Schaffen
Elli


Guter Punkt, aber zu wenig. Nicht nur verhalten, sondern durch Können zum Profi werden.

lg

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