Rabenwelt - ein Roman für Geldhasser

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Stefan Thiesen
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Rabenwelt - ein Roman für Geldhasser

von Stefan Thiesen (07.12.2008, 14:04)
Titel: Rabenwelt - ein Roman für Geldhasser
Autor: Stefan Thiesen

Verlag: MindQuest / BOD
ISBN: 978-3934195042
Seiten: 144
Preis: 12,22

Der Autor über das Buch:

Irgendwann einmal habe ich geschrieben, ich hätte dieses Buch aus Frust regelrecht "herausgerotzt". Entgegen jeglicher Lehrbuchpraxis wurde es heruntergeschrieben und zwar korrigiert, nicht aber poliert. Das hat vielleicht den Vorteil, daß man seine Ansichten, Einsichten und Meinungen wirklich zum Ausdruckt bringt, anstatt sie im Lektorat weichspülen zu lassen, damit sie besser auf den Mainstream Markt passen.

Mein Alter EGO Rasmus Deison ist wie ich gelernter Astrophysiker. Im Gegensatz zu mir ist er allerdings stinkreich. Geradezu endlos reich. Glücklich allerdings ist er nicht, denn er denkt zuviel. Vor allem fragt er nach dem Sinn der Geldwelt - einer Welt in der Vermehrung des Geldes das letzte wahre verbliebene Glaubensbekenntis zu sein scheint. Aber an dem Punkt, an dem die Sinnlosigkeit ihn zu übermannen droht, beginnen sich Türen in andere Welten zu öffnen, und er begegnet Wesen mit ganz anderen Zugängen zur Wirklichkeit - einer Welt jenseits der Glastürme der Banken, jenseits des Massenkonsums der Sinnlosigkeiten.

Klappentext:

Psychedelische Achterbahnfahrt postmodernen Irrsinns
Rog der Rabe schwingt sich auf, die Welt vor Rudeln irrer Hobbyjäger zu retten und entdeckt dabei, daß die Menschheit von einer scheinbar außerirdischen Macht beherrscht wird. Währenddessen widmet sich der frustrierte Internetmillionär Rasmus Deison der systematischen Vernichtung guten Rotweines und fliegt anschließend ziemlich unmotiviert nach Hawaii, wo er versehentlich über den Sinn des Lebens stolpert. Rasmus und Rog treffen sich im Traum und haben akute Verständigungsprobleme.

Und dann sind da noch die machtlosen Weingeister, leblose Glastürme, Meister Makani und eine seltsame hawaiianische Pilotin namens Kipikoa Kalani, genannt Kia. Sie beherrscht die nützliche Kunst, am Wind vorbeizureden und will auf keinen Fall Kipi genannt werden. Tun wir ihr halt den Gefallen...

Rabenwelt ist ein Roman über die Sinnsuche im Zeitalter der Globalisierung. Ein völlig verrücktes Buch über eine vollkommen wahnwitzige Zeit in einer aus der Bahn geratenen Welt. Die Erde torkelt wirr durch das All, aber was soll das alles?

Inhalt:

Willkommen in der Rabenwelt
Ein Gespräch mit der Presse...


SP: Herr Thiesen – würden Sie sagen Ihr Buch Rabenwelt ist ein Erfolg?
ST: Da ist die Frage, wie man Erfolg misst. Finanziell ist es sicher kein großer Erfolg – es sind seit dem Erscheinen vor 8 Jahren keine 1000 Stück verkauft worden. Aber was die Wirkung angeht – da bin ich schon manchmal überrascht.
SP: Das Buch spannt einen recht weiten Bogen. Was wollen Sie aussagen?
ST: Also – ich halte nicht viel davon, mein eigenes Buch im Nachhinein zu interpretieren. Vieles würde ich heute anders schreiben. Das Buch entstand vor dem 11ten September. Seitdem hat sich doch einiges auf der Welt geändert.
SP: Auf der anderen Seite ist es doch sehr aktuell. Bedenkt man den Teil mit den Glastürmen – das hatte 1999 doch etwas fast schon prophetisches an sich.
ST: Nun. Ja. Aber in Rabenwelt übernehmen die Glastürme ja quasi die Macht. Sie stürzen nicht ein.
SP: Das nicht – aber sie werden zu einem seelenlosem Selbstzweck, der die Existenz der Welt bedroht.
ST: Das Geld wird zum Selbstzweck.
SP: Und die Türme sind das Symbol dafür. Sehen sie das heute noch immer so?
ST: Absolut. Ja. Mehr als je zuvor. Das meiste was wir tun ist von vorne bis hinten vollkommen sinnlos. Unsere Zivilisation ist größtenteils mit der massenhaften Produktion von völligen Überflüssigkeiten beschäftigt.
SP: Und wie kann man das ändern?
ST: Gar nicht. Die Menschen müssten geändert werden, und jeder Versuch, Menschen zu ändern, hat bisher immer zu etwas noch Schlimmerem geführt. Es gibt wunderbare Arbeiten, die entlarven, wie blind Menschen sind. Etwa das Buch „Die Blindheit der Gesellschaft“ oder auch das Buch „Lebenslügen“ – auf Englisch treffender Weise „Vital Lies“ . Ich habe für mich selber unsere Spezies in „Homo Sapiens Potentialis“ umgetauft. Potentiell vernunftbegabt. Weil vernünftig verhalten wir uns nur sehr selten. Sehen Sie – selbst wenn wir wissen, dass uns Rauchen und Trinken umbringt, tun wir es dennoch. Obwohl wir wissen, dass unsere Wirtschaftsform die Erde zerstören wird und die drohende Energiekrise ein Riesen Chaos auslösen wird – tun wir nichts. Wir haben Apparate geschaffen, die völlig ohne uns funktionieren würden – und möglicherweise werden. Sofern es genügend Brenn- und Schmierstoffe geben wird.
SP: Das war auch in Rabenwelt ein Thema – dass die Strukturen, die von den Menschen geschaffen wurden, auch ohne Menschen weiterfunktionieren könnten.
ST: Ja – und sie sogar abschaffen. Genau.
SP: Was sind die Auswege?
ST: Auswege? Das weiß ich nicht. Ich bin Schriftsteller und Naturwissenschaftler. Ich arbeite in einer selbstverwalteten Solartechnikfirma, weil ich dort das Gefühl habe, etwas Sinnvolles zu tun und einen Beitrag leisten zu können, der Mensch und Umwelt nicht noch mehr schädigt. Ich kann Dinge sehen und Menschen darauf hinweisen. Ich kann sie aber nicht unbedingt besser machen. Wenn ich ein schlechtes Bild erkenne, kann ich deshalb auch nicht ein besseres malen.
SP: Weshalb der Titel Rabenwelt?
ST: Der Rabe ist sehr symbolträchtig. Das wirkt auf mehreren Ebenen. Der dunkle Unglücksbringer. Aber auch die mythischen Raben in den indianischen Mythologien die eher Wächter sind, aber auch Gaukler und Frechdachse. Oder der nordische Mythos von den Raben Hunin und Munin – Weisheit und Erinnerung. Raben sind in gewisser Weise auch Zwischenwesen – hochintelligent, aber dennoch natürlich. Auf Englisch bedeutet daneben „ravenous“ auch „gierig“. Ein Aspekt ist, dass wir eine Welt geschaffen haben, in der hemmungslose Gier der zentrale Motor ist. Wachstum, Zinswirtschaft etc. Das ist eine Giermaschine.
SP: Was soll man von den mystischen oder esoterisch anmutenden Elementen halten?
ST: Das überlasse ich dem Leser selbst.
SP: Verliert das Buch nicht an Seriösität dadurch?
ST: Wer sagt denn, dass das Buch seriös sein soll? Aber – nein. Einerseits ist vieles symbolisch. Andererseits – es ist ein Kontrast. Rasmus, der knallhart naturwissenschaftlich denkt, muss erkennen, dass es viel mehr gibt, als das – dass vielleicht fast alles eigentlich außerhalb dieser logischen Denkweise liegt. Inklusive seiner eigenen Person.
SP: Jetzt haben Sie doch Ihr Buch analysiert…
ST: (lacht) Nicht wahr. Das wollte ich eigentlich vermeiden…

Rabenwelt. Bei Amazon. http://www.amazon.de/Rabenwelt-Stefan-T ... /mindquest
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Rabenwelt
Wirklichkeit ist das, was nicht verschwindet, wenn man aufhört daran zu glauben.

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