Wie geht ihr um mit negativer Kritik?

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Chaos Overlord
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Re:

von Chaos Overlord (09.12.2008, 11:51)
Moin Leute
werd ich mich ma zum thema äußern:

Ich persönlich habe vor längerer Zeit einmal eine wirklich saftige Kritik bekommen (ganze A4 Seite)
Leider hat der junge Mann unter falschen Namen und mit falscher E-Mail geschrieben.

darum hab ich diese Kritik nicht aufmeinem Blog veröffentlicht.

Anfangs hab ich mir auch gedacht,
Verbaler Heckenschütze = brauch ich nicht...

nach dem 3. oder 4. mal durchlesen aber, hab ich angefangen ihn zu verstehen
jetzt hängt der Zettel (den ich mir natürlich ausgedruckt habe) direkt neben meinem einer anderen Urkunde im Bilderrahmen.

Zugegeben, er hätte es auch freundlicher schreiben können,
aber meistens ist der direkte (und somit schmerzvollere) Weg, der beste um es zu Kapieren ^^

lg
Chris
Wenn Kaffee Coffein enthält
dann muss Kakao eigentlich Kokain enthalten...
Leute
ich geh mich ma schnell zudröhnen ^^

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (09.12.2008, 13:04)
Hanna hat geschrieben:
Als vor eineinhalb Jahren mein Roman "Endlich frei von dir" erschien, geriet er in die Fänge eines Liebesromanforums, wo er von selbsternannten Literaturkritikerinnen von A - Z vernichtet wurde.


Andreas T. hat geschrieben:
Es gibt bestimmte Foren, in denen der Verriss zum Sport erklärt ist.


Kleine Bitte: Könntet ihr mal konkret sagen, um welche Foren es sich handelte?

LG
Siegfried

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (09.12.2008, 13:17)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:47, insgesamt 1-mal geändert.

Hanna
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Re:

von Hanna (09.12.2008, 13:27)
Gut gebrüllt Löwe thumbbup

Grüessli Hanna

Hanna
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Re:

von Hanna (09.12.2008, 13:41)
Hi, nochmals Danke für die Antworten!
Meine Frage lautete ja, wie Ihr mit negativen Kritiken oder Verrissen umgeht. Namen von Foren sind dabei unwichtig. Viel mehr wollte ich von Euch wissen, ob Ihr auch ab und an von diesen allzu menschlichen Regungen wie Neid und Missgunst heimgesucht werdet. Weil ich damals in meinen schriftstellerischen Anfängen plötzlich die Mimose in mir entdeckte und lange dagegen ankämpfen musste. Auch gegen Neidgefühle, wenn andere angeblich oder tatsächlich (wie auch immer) besser davon kamen als ich. Ich glaube, ich habe mich mittlerweile im Griff und mir ist viel wohler so. Es war ein Lernprozess, der mir gar nicht so schlecht getan hat.

Liebe Grüsse an Euch alle
Hanna

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cosmopolit
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Re:

von cosmopolit (09.12.2008, 13:47)
Andreas T. hat geschrieben:
Siegfried hat geschrieben:
Kleine Bitte: Könntet ihr mal konkret sagen, um welche Foren es sich handelte?

LG
Siegfried

Sorry, aber das werde ich hier auf keinen Fall tun!

Gruss
Andreas

Frage:Bist du Mitglied in diesen Foren?
Wenn nicht stelle doch nur die Links ein und schreibe dazu das jeder sich ein Bild machen kann.Du musst ja keine Aussage dazu machen.(Falls du Angst hast das dich einer belangen will.)
Erwachsen wirst du nicht mit dem alter,sondern erst dann wenn du die Fehler zuerst bei dir suchst. http://uae-alfred.blogspot.com/

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Judith
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Re:

von Judith (09.12.2008, 13:51)
Hallo cosmopolit,

die Aussage hat Andreas ja schon oben gemacht. Deshalb wäre es sicher nicht sinnvoll, wenn er die Links einstellen würde.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (09.12.2008, 13:59)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (09.12.2008, 14:03)
Judith hat geschrieben:
die Aussage hat Andreas ja schon oben gemacht. Deshalb wäre es sicher nicht sinnvoll, wenn er die Links einstellen würde.


So verhindern Andreas und Hanna aber, dass ich die Möglichkeit bekomme, in diesen Foren einen Text von mir vorzustellen, um dann zu sehen, welche Qualität die Kritik dort hat.

Zum Vergleich: Ich habe früher Texte von mir in einem Vorgängerforum der "42erAutoren" (heute: www.42erautoren.de) vorgestellt. Dort sind auch die Fetzen geflogen. Und wie! Manche Kritiker waren hochqualifiziert, andere haben "Blümchenkritik" mit Schwerpunkt auf fehlende Satzzeichen betrieben. Die Frage ist, ob die oben angedeuteten Foren in ihrer Kritik ähnlich sind (gute und schlechte Kritiker) oder ob es da tatsächlich diese Rudelbildung zum Plattmachen gibt.

LG
Siegfried

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hawepe
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Re:

von hawepe (09.12.2008, 15:13)
Hallo Chris,

Chaos Overlord hat geschrieben:
nach dem 3. oder 4. mal durchlesen aber, hab ich angefangen ihn zu verstehen
jetzt hängt der Zettel (den ich mir natürlich ausgedruckt habe) direkt neben meinem einer anderen Urkunde im Bilderrahmen.


thumbbup

Ich finde auch, man muss seine Kritiker nicht unbedingt lieben. Wenn die Kritik dann auch noch sehr unfreundlich rüberkommt, ist man natürlich immer versucht, die Kritik als unbegründet beiseitezuschieben. Ich nehme mich da gar nicht aus. Bloß manchmal steckt trotzdem ein Körnchen (oder gar mehr) Wahrheit in ihnen.

Beste Grüße,

Heinz.

Chaos Overlord
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Re:

von Chaos Overlord (09.12.2008, 15:38)
^joa
ich denke dass solche aggresive Kritik, die wirklich ohne Rücksicht auf Verluste gerade aus beschreibt was Sache is, immer noch die beste is,
auch wenns weh tut, auch wenn man da dann rumheult und ausfallend wird,
hilft glaub ich immer noch mehr als schönrednerei.

leider hab ich das zu spät kapiert :cry:

lg
Chris
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Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (09.12.2008, 15:45)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Werner Krotz
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Kritische Äußerungen zu Kurztexten

von Werner Krotz (09.12.2008, 15:57)
Hallo Hanna

Ich kann nur mit zwei kleinen Erfahrungen antworten, von kritischen Äußerungen, die Kurztexte von mir in Foren bekommen haben.

1. Als ich vor Jahren einmal zwei Gedichte in ein Forum stellte, antwortete jemand mit einem ganz kurzen Wort: "Gähn."
Ich war zuerst beleidigt, dann überlegte ich mir: Was ist denn an diesen beiden Gedichten so langweilig?
Es waren einige theoretische Formulierungen drinnen, und ich habe sie gegen konkrete Formulierungen vertauscht.
Die beiden Gedichte waren nachher wesentlich besser!
Sie sind in meinem Buch "zeit wie flüssige kristalle" abgedruckt.

2. Als ich vor einigen Monaten die Neubearbeitung eines Gebetes in ein Forum stellte, teilte mir jemand mit, wenn er das lese, könne er sich doch gleich übergeben.
Was war hier passiert? Ich hatte nicht bedacht, wenn ich schreibe "übergib uns", dass das eine fatale Assoziation zu "wir übergeben uns" weckt.
Ich habe diese Passage komplett umformuliert, und das Gebet ist wesentlich besser geworden.
Es ist in meinem Buch "Du bist Liebe - Die Johannes-Schriften der Bibel in neuer Bearbeitung" im Anhang abgedruckt.

Das sind also zwei Beispiele, wo ich für negative Kritiken nur dankbar sein konnte. Und ich werde auch in Zukunft bei negativen Kritiken sehr aufmerksam sein.

Liebe Grüße
Werner
Leben und leben lassen
http://wernerkrotz.net

Hanna
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Re: Kritische Äußerungen zu Kurztexten

von Hanna (09.12.2008, 19:13)
Das sind also zwei Beispiele, wo ich für negative Kritiken nur dankbar sein konnte. Und ich werde auch in Zukunft bei negativen Kritiken sehr aufmerksam sein.


Hi Werner
Genau so halte ich es mittlerweile auch. Aufmerksam sein und daraus lernen. Dubiose Rezis, wie sie bei Amazon manchmal auftauchen, ignoriere ich einfach. Wünsche ich eine Beurteilung, wende ich mich lieber privat an jemanden, dem ich vertraue und bitte ihn(sie), mein Manus zu lesen und mir ehrlich zu sagen, was Sache ist. Hat sich bewährt.

Selber würde ich nie einem Autor einen Verriss antun. Weil ich davon ausgehe, dass er sein Werk, wie ich meins und du deins, mit viel Herzblut geschrieben hat. Wenn meine Meinung gefragt ist (und nur dann), versuche ich möglichst sachlich, aber nie vernichtend zu urteilen. Versuche mich in den Schreiber hineinzuversetzen. Seine Figuren zu verstehen... gelingt es mir nicht, lasse ich lieber die Finger davon.

@Chris
Gerade an die Wand pinnen möchte ich meine schlechten Noten nicht, da ist mir die Schublade von Andreas denn doch lieber :lol:

Grüessli an alle Hanna

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LordKotz
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Wie

von LordKotz (09.12.2008, 21:13)
es die meisten schon ausgeführt haben. "Totale Vernichtungskritik" die jedweger Grundlage entbehrt und den Autor angreift und sich nichtmal im Ansatz auf den Text bezieht...tja darauf kann man gelinde gesprochen ScheiXX :twisted:

Nun gibt es auch Kritiken die sich genüßlich auf den Autor und den Text einschießen. Soooo schwer es mir dann meist fällt, ich versuche mir das was dabei dann Sinnvoll ist heraus zu lesen, denn es entbehrt ja nicht zwingend einem vernünftigen Ansatz. Auch wenn mehr wert darauf gelegt wird den Autor zu denunzieren.

Die Kritik die mir am liebsten ist, ÄTSCH :P
Nein natürlich nicht die "OH wie wundervoll usw."
Eher schaffen es auch Kritiker konstruktiv und hilfreich zu sein ohne dabei Sätze fallen zu lassen wie"Gähn, man schreibst du eine Kacke usw"
Jedem wird man es ohnehin nicht recht machen!
Wenn Du es mit selbstherrlichen Arroganzlingen zu tun hast, lächle einfach in dem Wissen, dass Arroganz die Karikatur des Stolzes ist.
www.oliver-wehse.de

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