Professionell Bücher signieren...?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Thorsten Boose

Professionell Bücher signieren...?

von Thorsten Boose (17.06.2008, 11:55)
Guten Tag, Gemeinde.

Ich habe zu diesem Thema über die Suchfunktion leider keine Beiträge entdecken können, darum eröffne ich es in diesem Bereich und hoffe, dass ich richtig bin.

Wie der Titel verrät, würde mich mal interessieren, ob es eine bestimmte Art gibt, wie man professionell seine Bücher signiert. Ich habe bewusst das Wort professionell gewählt, weil ich nicht annehme, dass es eine "richtige" und/oder "falsche" Signatur gibt.

Ich habe bereits Bücher gesehen, die auf Lesungen signiert wurden, wo alleine der Ort, das Datum und das Autogramm des Schriftstellers abgedbildet waren. Ist das zu empfehlen oder wirkt es noch besser, wenn man einen Spruch einbaut, je schlichter desto besser? Und wie steht es mit persönlichen Widmungen?

Ich weiß, es sind einige Fragen auf einmal, aber ich hoffe, dass dieses Thema hier nicht auf allzu große Ablehnung stößt, da es mich schon interessiert - nebenbei ist es doch auch wichtig zu wissen.

Grüße,
Thorsten.

LOFI

Re:

von LOFI (17.06.2008, 12:02)
Für Leser, die die du kennst, würde ich auf jeden Fall etwas Persönliches reinschreiben. Für alle anderen Unbekannten, tja, Datum Unterschrift, vielleicht noch "in netter Erinnerung" oder so ähnlich.

LG

Lorenz

Versailles
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Signieren

von Versailles (17.06.2008, 12:19)
Hi Thorsten,

ich habe mir mal einen Stapel Bücher von Andreas Eschbach signieren lassen. Er hat in jedes Buch einen anderen, kurzen Text geschrieben, der aber 10 Worte nicht überschritt. Dazu Signatur, Datum und Ort der Lesung.

Das habe ich mir mal zum Vorbild genommen und praktiziere das 2-Stufen-Modell :wink:

Bücher für mir unbekannte Menschen : Für XY (Vor und Nachname), einen kurzen Satz (ich wünsche viel Vergnügen in Versailles oder anregendes Lesevergnügen oder... je nach Tagesstimmung), Signatur und - mit ein wenig Abstand - Ort und Datum.
Ich signiere in der Regel übrigens ziemlich raumfordernd mit Amalia K, also nicht mit meinem ausgeschriebenem Nachnamen.

Bücher mit persönlicher Widmung: da schreibe ich z.Bsp. "Für meine geschätzte Autorenkollegin + Vorname + Nachname" und dann weiter wie oben oder "für XY, Text, Deine/Ihre..." - ich schreibe mal etwas mehr, mal etwas weniger Text, je nach Zeit.

Oberste Regel: man sollte sich nicht verschreiben :wink: cheezygrin und bei einem Namen lieber einmal zu viel nachfragen
Was ich persönlich bei Lesungen auch immer sehr schön finde: das Buch offen dem Käufer überreichen, damit er die Widmung lesen kann. Das hat für mich etwas mit Wertschätzung zu tun.
Man sollte einen Stift (Kuli) wählen, der weich schreibt und nicht durchschlägt. Ein sehr feiner Edding beispielsweise ist eher ungeeignet, es sei denn, die Seiten sind in Hochglanz gedruckt.

Ansonsten fällt mir jetzt nicht mehr ein.

Ach ja, wenn man eine sehr schlecht lesbare Handschrift (also eine Sauklaue :wink: ) hat: dann sollte man tatsächlich nur unterschreiben. Es macht, finde ich, manchmal Sinn, seine Signatur ein wenig zu üben. Leichte Schwünge nach der Lesung machen eher einen professionellen Eindruck als wenn man sich mit dem Kuli einen "abbricht" und wirkt, als habe man gerade erst das Schreiben gelernt.

Viel Spaß beim Signieren wünscht
Amalia
DIE COMTESSE ab sofort als "EDITION BOD"
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julia07
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Re:

von julia07 (17.06.2008, 12:36)
Danke Amalia!
Besser geht es nicht. Da kann jeder etwas von lernen thumbbup
LG,
Julia

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Claire
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Re:

von Claire (17.06.2008, 12:37)
@Amalia

Oberste Regel: man sollte sich nicht verschreiben und bei einem Namen lieber einmal zu viel nachfragen


Wie wahr! Ist mir leider schon passiert, aber nur bei meiner Cousine. Die nahm's locker und meinte: "Wer weiß, was das mal wert wird ..."

Ansonsten finde ich deine Anregungen sehr schön. Bisher habe ich mir nur für jedes Buch einen Universalspruch (hab's im Moment mit universal, weil ich den Universalschuldigen baue :D ) einfallen lassen.
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

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Judith
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Re:

von Judith (17.06.2008, 12:41)
Die Sache mit Ort und Datum: Macht ihr das alle? Oder nur bei Lesungen?
Bisher habe ich beides weggelassen, nur (je nach Bedarf den Namen und) einen netten Satz und Unterschrift. War mir wegen des Datums immer etwas unsicher.

Ansonsten: Danke für die ausführliche Ausführung, Amalia! thumbbup

Grüßle,
Judith
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Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (17.06.2008, 12:41)
Da schließe ich mich julia07 an, besser geht's nicht. thumbbup

Ich dank dir für die präzise Erklärung, hat mir sehr geholfen.

Verschreiben sollte man sich nicht, aber falls es doch mal passiert, geht die Welt nicht unter. Wie Claires Cousine meinte: "Wer weiß, was das mal wert wird ..." [Zitatende] :D

Grüße,
Thorsten!

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hawepe
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Re: Signieren

von hawepe (17.06.2008, 12:48)
Hallo Amalia,

eine tolle Zusammenstellung. Danke :-)

Versailles hat geschrieben:
Was ich persönlich bei Lesungen auch immer sehr schön finde: das Buch offen dem Käufer überreichen, damit er die Widmung lesen kann. Das hat für mich etwas mit Wertschätzung zu tun.


Und sich beim Schreiben nicht bereits mit dem naechsten Leser unterhalten. Empfinde'jedenfalls ich als extrem unhoeflich.

Man sollte einen Stift (Kuli) wählen, der weich schreibt und nicht durchschlägt. Ein sehr feiner Edding beispielsweise ist eher ungeeignet, es sei denn, die Seiten sind in Hochglanz gedruckt.


Und er sollte nicht abfaerben oder verschmieren. Wenn man das Buch eine halbe Stunde nicht zuschlagen oder man nicht auf die Schrift kommen darf, weil dann alles verschmiert, ist das nervig.

Ansonsten fällt mir jetzt nicht mehr ein.


Mir aber noch cheezygrin

Gut sind immer ein paar Blatt Papier, um sich ggfs. auch mal einen Namen oder aehnliches aufschreiben lassen zu koennen. Es gibt einfach Namen, da packt mich einfach die Verzweiflung ;-)

Beste Gruesse,

Heinz.

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (17.06.2008, 21:44)
Ich nehme zum Signieren einen dicken Kugelschreiber. Dick vom Umfang her, damit ich sicher und schwungvoll schreibe.

Dann frage ich, was ich hineinschreiben soll. Kommt ein Wunsch (was sehr häufig ist) lasse ich mir den Namen notfalls aufschreiben. (Was übrigens auch beispielsweise Stephan Sulke mit der Widmung für meine Tochter Monja gemacht hat. Noch heute ich auf der Bühne im Wuppertaler Rex-Theater ihr Name zu lesen cheezygrin )

Ich signiere mit dem Text und meinem Signum, sowie Ort und Datum und einem kleinen Bonus. Das freut die Menschen und sie mögen das gern.

Wenn ich Bücher versende und / oder mir wird nichts vorgegeben, dann schreibe ich nur "Für XYZ" und Signum, Bonus, Ort und Datum.

Ach ja, ich lege immer ein sauberes leeres Blatt Papier unter die Signierseite, damit nichts durchschreibt oder durchdrückt.

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constanze
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Re:

von constanze (17.06.2008, 22:55)
Ich hatte im letzten Jahr einen kleinen Buchstand auf dem Sommerfest eines Kinderhospizes.
Ich bat um den VORNAMEN, schrieb - meinem Thema entsprechend:
für xy
...ein Stück vom Himmel...
von herzen,
constanze köpp, datum, ort

ich habe den menschen aber das buch persönlich in die hand gedrückt,

ich tausche auch schon mal mit anderen autoren bücher aus. da wird gewidmet und signiert!
bestellen meine leser über mich statt über amazon, bekommen sie grundsätzlich eine widmung.

ich finde signierte bücher sehr wertvoll. ich selbst verschenke nie ein buch ohen widmung. wer bücher im geschäft direkt einpacken lässt, möchte ich am liebsten sagen: HEY, Bücher sind persönlich! setzen sie doch einen satz dazu, sie schenken doch das werk mit bedacht!

lg constanze

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (30.12.2008, 12:32)
Je nach Anlass:

Ganz kurz
"Für XY
Valerie J. Long"

oder ausführlicher, ähnlich wie
"Für XY, die daran schuld ist, dass ich das Schreiben angefangen habe"
"Danke für die umfassende und konstruktive Kritik, ohne die dieses Werk nicht möglich gewesen wäre"

Ich nehme einen Tintenroller, der relativ schnell antrocknet, aber noch so leicht läuft, dass ich die Widmung nicht eingraviere... cool5

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (30.12.2008, 13:38)
Ich schreibe neben meinem Namen und meist ein paar persönlichen Worten immer Ort und Datum (zumindest Monat und Jahr) dazu ... ist für die Erinnerung einfach ganz schön, finde ich.

(aber superkluge Weisheiten/ Philos, die nicht abgedroschen klingen, finde ich auch super - nur fällt mir nicht immer eine ein, sodass ich meist einfach persönlich Bezug zu nehmen versuche... :)

Lieben Gruß von Barbara

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constanze
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Re:

von constanze (30.12.2008, 15:37)
liebe babs,

auch ich nehme mir zeit - wenn schon widmung, dann richtig. und nur ne sinatur - noch haben wir zeit für unsere leser! ich hoffe, dass wird sich auch nicht ändern, wenn wir berühmt wie die rowling sind! :-)

ich liebe signierte bücher. sie schmücken ein regal eben doch anders!

lg constanze*

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