Leseprobe: Karin - Die Hexenschule

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Mochi-kun
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Leseprobe: Karin - Die Hexenschule

von Mochi-kun (03.01.2009, 20:02)
Titel: Leseprobe: Karin - Die Hexenschule
Autor: Guido H.

Verlag: nv
ISBN: nv
Seiten: ca. 250
Preis: nv

Der Autor über das Buch:

Ich bin dabei mein erstes Buch zu schreiben. Ich habe den unglaublich riskanten Traum, mein Geld mit Büchern zu verdienen und werde alles daran setzen, dass dieser Traum irgendwann in Erfüllung geht. Die Buchreihe "Karin" soll mein erster Schritt dazu sein. Es kann sein, dass dieses Buch noch lange nicht an ein bestseller Roman herankommt, allerdings sollte ich so genügend Erfahrungen sammeln, die ich für meinen Lebenstraum benötige.
In "Die Hexenschule" geht es darum, dass die 15 jährige Karin schon seit ihrem Geburtstag die Hexenschule besucht, so wie alle Mädchen aus ihrer Familie. Dort lernt sie mit Dämonischer, Elementarer, Illusions-, und Schutzmagie umzugehen. An der Hexenschule ist vorerst nichts wirklich besonders, sie ist allerhöchstens sehr ungewöhnlich. Was für Karin zur Zeit problematischer ist, als die Hexenschule, ist ihr verwirrendes Doppelleben. Die Hexenschule wird nur 3 Stunden am Tag besucht, ansonsten lebt sie wie ein normales 15-jähriges Mädchen mit ganz eigenen privaten Problemen.

Ich würde mich sehr über Rückmeldungen zu dem Buch freuen, alleinig auf die Leseprobe bezogen.

Inhalt:

Karin
Die Hexenschule


I
Normalität

Der Mond schimmerte leicht auf die schwach beleuchtete, neblige Straße. Der Nebel war so stark, dass man nur einige Meter weit sehen konnte. Die Straßen schienen leer, keine Autos waren zu hören, kein Mensch war zu sehen. Das einzige Geräusch das zu hören war, war der leichte Nieselregen, der sanft auf den Boden fiel. In einer so eisigen und dunklen Nacht wie diese, ging kaum ein Mensch aus dem Haus. Karin hingegen war schon längst auf den Beinen und ging in ihren schwarzen Gewändern die lange Straße entlang. Auf der rechten Straßenseite flimmerte eine Straßenlaterne und manchmal zog eine frostige Brise über den Boden. Ein „normales“ 15-jähriges Mädchen würde wahrscheinlich Angst bekommen, wenn sie Nachts, bei solch einem Wetter und noch dazu alleine eine einsame Straße entlang gehen müsste. Aber Karin war kein bisschen ängstlich, was wohl auch daran lag, dass sie nicht wie andere Mädchen in ihrem Alter war. Andere Menschen würden wohl auch kaum zu dieser Zeit in schwarzen Gewändern durch die Stadt ziehen, wenn sie nicht gerade zu einer Sekte oder sonstigem gehörten. Nach einer Weile bog sie links ab und ging auf eine Bushaltestelle zu. Sie stellte sich in das Bushäuschen und sah auf ihre schwarze Armbanduhr. Es war kurz vor drei, Karin war pünktlich wie immer. Nun schloss sie ihre Augen und schien sich auf irgendetwas zu konzentrieren. Langsam und unauffällig verdichtete sich der Nebel. Er wurde so dicht, dass es unmöglich wurde, durch ihn hindurch zusehen. Während dessen schlich er langsam auf Karin zu, die immer noch seelenruhig dort stand. Einige Sekunden später, nachdem die undurchdringliche Nebelschicht Karin komplett eingehüllt hatte, waren nicht mal mehr ihre leichten Umrisse zu sehen, die zuvor durch den Mondschein und den Straßenlaternen zu erkennen waren. Nur ein Augenblick später fiel der dunkle Nebel in sich zusammen und verteilte sich ruckartig über den Boden, wo er wieder seine klarere Form an nahm. Dort wo nun eigentlich Karin hätte stehen sollen, war Niemand mehr. Allerdings stand sie von ihrer Sicht aus immer noch in der undurchdringlichen Nebelschicht. Auch dieser Nebel fiel zusammen, er verteilte sich über dem glänzenden Parkettboden. Karin fand sich in einem langen, hell beleuchteten Flur wieder, der ganze Boden wurde von einer hellen, durchsichtigen Nebelschicht überdeckt. Der Gang war über 5 Meter breit und über gut 50 Meter lang. An den beiden Flurenden befanden sich keine Türen. Allerdings befanden sich an der rechten und linken Seite je fünf Türen in gleichem Abstand. Der komplette Flur war generell sehr hell eingerichtet. Der Boden bestand aus glänzendem, braunen Parkett. Die Wände waren weiß bestrichen und abwechselnd in einem Meter Abstand von oben bis unten mit spiralförmigen goldenen und schwarzen Linien verziert. Die Decke konnte man nicht erkennen, da sie genau wie der Boden von einer Nebelschicht verdeckt war, nur war dieser Nebel viel dunkler. Alle zehn Meter ragten weiße, mit goldenen Linien verzierte Säulen aus der Wand hervor. Links und rechts an der oberen Wand, kurz bevor der Nebel die Sicht versperrte hingen viele weiße Kristalle. Diese Kristalle hatten alle unterschiedlich eckige Formen, waren aber durchschnittlich so groß wie Karins Handflächen. Die kleinen, weißen Kristalle strahlten hellstes Tageslicht aus. Nicht nur das Licht, sondern auch die Luft war so natürlich wie auf dem Land. Irgendwie seltsam, denn es waren weder Fenster noch andere Lufteinlässe zu erkennen. Auf dem langen Flur tummelten sich über 100 Mädchen, alle waren ungefähr so alt wie Karin und genau wie Karin trugen alle ein langes, seiden-leichtes Kleid mit langen Ärmeln. Der gezackte Saum der Kleider ragte stets wenige cm über den Fußknöcheln. Zu dem Kleid gehörte auch ein spitzer, schwarzer Hut mit 2 leichten schwarzen Bändern, die links und rechts bis zur Hüfte hinunter fielen. Außerdem trugen alle einen etwas breiteren schwarzen Gürtel, der mit den gleichen goldenen Linien verziert war wie die Wände und Säulen. Die beiden Linien auf dem Gürtel sahen aus, wie zwei Sicheln die fast ineinander griffen. An dem Gürtel waren vorne noch zwei breitere schwarze Stofffetzen aus Tüll befestigt. Noch dazu trugen alle die selben schwarzen Strumpfhosen und die selben kurzen, ebenso schwarzen Schuhe. Man konnte die Mädchen lediglich durch Körperbau, Gesichtsform und ihren Haaren voneinander unterscheiden. Immer wieder tauchten hier und da ein paar dichte Nebelsäulen wie aus dem Nichts auf. Genau wie bei Karin fiel der Nebel herab und einzelne Mädchen traten hervor. Plötzlich winkte ihr eins der Mädchen zu und rief: „Karin, hier drüben!“
Karin lächelte ihrer Freundin zu und lief zu ihr, neben ihr stand noch eine dritte Person. „Morgen Vani, Hi Tatjana.“
Karin freute sich, ihre beiden besten Freundinnen wieder zu sehen. Vanessa war mit 1,69 Meter deutlich größer als Tatjana und Karin. Ihr lockiges schwarzes Haar ragte ihr bis zu den Schulterblättern. Sie hatte fast die selben dunkelbraunen Augen wie Tatjana. Tatjana war in etwa so groß wie Karin, allerdings hatte sie hell braunes Haar, welches sie zu einem langen Pferdeschwanz zusammen gebunden hatte. Vanessa zog ihren seidenen Gürtel noch einmal nach, blickte anschließend zu Karin und begann das Gespräch: „Wie geht es dir denn so?“
„Mir geht es ganz gut, so wie immer eigentlich und euch?“
„Ja mir geht es auch super.“
„Und mir auch“, warf Tatjana ein.
Noch während sie miteinander redeten, drehte Vanessa Karin so, dass sie deren Haare in die Hand nehmen konnte. »So wird langsam Zeit für deine Haare.«, sagte Vanessa im Anschluss.
Daraufhin flocht sie Karins blonde Haare zu zwei Zöpfen, die nun hinter ihren Schultern hinunter baumelten. Sie flocht Karins Haare fast jeden Tag zusammen, da sie so etwas einfach besser als jede andere konnte.
Die drei Mädchen unterhielten sich noch etwas darüber, dass sie in der ersten Unterrichtsstunde „Dämonologie“ hätten und dass sie sich auf ihre erste praktische Stunde freuen würden. Immerhin bestanden die letzten Stunden in diesem Fach nur aus Theorie. Genau genommen bestanden in den letzten drei Monaten alle Fächer nur aus Theorie, denn es muss gelernt sein, dass die erlernte Hexenmagie nicht falsch eingesetzt werden darf.
Plötzlich verdunkelten die Kristalle den Raum. Sie wurden so dunkel, dass sie kaum noch Licht spendeten. Die einzigen Kristalle, die nun noch hell leuchteten, waren jene, die über den verschiedenen Türen platziert waren. Dies war das Zeichen, dass die Schülerinnen nun in ihre Klassen gehen sollten und das der Unterricht beginnen würde. Bereits vor der Tür stehend, legte Karin ihre Hand auf den Türknauf, drehte ihn nach links und öffnete die Türe langsam. Je weiter sie die Türe öffnete, desto mehr schien ihr das schimmernd-rote Licht entgegen.

Dozen-Roses

Re: Leseprobe: Karin - Die Hexenschule

von Dozen-Roses (03.01.2009, 20:25)
Hallo Guido!

Ich versuchs mal, wobei in letzter Zeitziemlich gefährlich lebte, welcher hier ein Statement abgab.

Meine erste Empfindung war: Das soll ein Abklatsch werden von Harry Potter. Also vergleicht man sofort den Text mit Harry Potter. Leider reicht dein Text in keinster Weise dort heran.

Viele Sätze empfinde ich als Lari-Fari, also nichtssagend. Ohne spannende Metaphern. Fehler sind auch reichlich vorhanden, aber nun gut, die würdest du sicher noch ausbügeln.

Ich würde mir die Sätze an deiner Stelle noch einmal Satz für Satz selber laut vorlesen um dann zu hören, wo es hakt. Oder nehme es auf und höre es dir an.

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JessM
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Re:

von JessM (03.01.2009, 20:50)
Ich habe den Text nur grob überflogen, was mir auffällt, du möchtest mit deinen ersten Sätzen Stimmung machen, jedoch ist es eher so, dass diese Setze keine Atmosphäre bringe.

Mochi-kun hat geschrieben:
Der Mond schimmerte leicht auf die schwach beleuchtete, neblige Straße. Der Nebel war so stark, dass man nur einige Meter weit sehen konnte. Die Straßen schienen (entweder die Straße ist leer oder sie ist voll, aber es kann niemals so scheinen) leer, keine Autos waren zu hören, kein Mensch war zu sehen. Das einzige Geräusch das zu hören war, war der leichte Nieselregen, der sanft auf den Boden fiel.
(Achte aufgezielte Absätze. Ist zwar hier ein Forum, aber mir scheint, dass du Absätze auch nicht so im Buch setzt
In einer so eisigen und dunklen Nacht wie diese, ging kaum ein Mensch aus dem Haus.

Karin hingegen war schon längst auf den Beinen und ging in ihren schwarzen Gewändern die lange Straße entlang. Auf der rechten Straßenseite flimmerte eine Straßenlaterne und manchmal zog eine frostige Brise über den Boden.


Allgemein wäre ich mit dem Satz hier angefangen:
Karin hingegen war schon längst auf den Beinen und ging in ihren schwarzen Gewändern die lange Straße entlang.


Und dann hätte ich angefangen zu beschreiben, dabei hätte ich Karin handeln lassen, dass der Nebel in ihre Glieder steigt, sie erschaudern lässt, ihr Streiche spielt etc.

Es ist wichtig eine Mischung aus Aktion und Beschreibung zu bekommen, gerade bei den ersten paar Sätzen, erscheint die Hauptfigur zu spät, legt der Leser das Buch weg.

Passiert mir auch immer sehr oft, dass ich vergesse den Leser ins kalte Wasser zu schmeißen, doch ich würde gründsätzlich immer mit einer Handlung beginnen.
Es muss keine große Handlung sein, aber dass der Leser einfach nur merkt, ich bin mitten drin. cheezygrin
Und dann Stimmung machen.

Hanna
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Re:

von Hanna (03.01.2009, 21:13)
Lieber Guido
Harry Potter habe ich nicht gelesen. An der Idee kann ich demzufolge nichts aussetzen. Jedoch wirkt der Text auf mich insgesamt etwas hölzern. Auch vermisse ich eine gewisse Eloquenz. Versuche die Sätze flüssiger zu machen. Weniger Wiederholungen und auf Ungereimtheiten achten (siehe Beispiele unten)!
Rose hat es treffend ausgedrückt: Laut lesen...Dir selber zuhören...Überarbeiten...überarbeiten...überarbeiten!

Der Mond schimmerte leicht auf die schwach beleuchtete, neblige Straße. Der Nebel war so stark, dass man nur einige Meter weit sehen konnte.
Wie kann das Mondlicht bis zur Strasse gelangen, wenn man nur einige Meter weit sehen kann?

Ihr lockiges schwarzes Haar ragte ihr bis zu den
Müsste das nicht eher heissen: Ihr Haar reichte bis zu den Schulterblättern?

Ich wünsche Dir viel Ausdauer und Fantasie, damit Dein Wunsch, vom Schreiben leben zu können irgendwann in Erfüllung geht.
L.G. Hanna

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Mochi-kun
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Re:

von Mochi-kun (03.01.2009, 21:15)
Mein Buch soll auch in keinster Weise an Harry Potter heranreichen. Immerhin ist es mein erster Versuch und bis auf den Unterschied dass eine Person, die noch nicht Erwachsen ist eine Zauberschule besucht, gibt es keinen wirklichen vergleich. Man könnte wenn man die weitere story jetzt kennt noch auf dieses Spiel zwischen "Gut und Böse" eingehen. Aber das wäre auch vertreten wenn ich ein Buch über Fabelwesen etc. schreiben würde.

Ich danke jedenfalls schonmal für die ganzen Tipps, nur wäre es nett wenn ihr mir noch ein Fehlerbeispiel nennen könntet. Ich werde versuchen Karin generell am Anfang schon mehr zu beziehen etc. (Klingt ja alles sehr nett :D)
Nur die Sache mit den Fehlern überrascht mich doch etwas ^^'

Hanna
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Re:

von Hanna (03.01.2009, 21:49)
Nur die Sache mit den Fehlern überrascht mich doch etwas


Schreibfehler sind mir keine aufgefallen. Für mich wären die auch nicht so wichtig. In erster Linie muss eine Geschichte fesseln. Die Leseprobe tut das noch nicht. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass da noch was im Köcher liegt.

L.G. Hanna

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Mochi-kun
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Re:

von Mochi-kun (03.01.2009, 22:14)
Danke dir, ich würde gerne wissen ob es in Ordnung ist, wenn ich die wörtliche Rede im ersten Kapitel raus nehmen würde?!

Habe die Leseprobe nun umgschrieben und frage mich ob sie so in Ordnung ist...nein ich verlange beim besten willen nicht, dass ihr sie euch jedesmal durch lest, ich schreibe sie nur 1 weiteres mal dazu und würde gerne an eurem feedback hören ob ihr meint, ich sei in der Lage die Fehler/Spannung zu verbessern, wenn man die beiden Texte mal miteinander vergleicht:

I
Ganz Normal

Der Mond schimmerte leicht auf die schwach beleuchtete Straße.
Die gesamte Stadt war leer. Karin konnte kein Auto hören und keinen Menschen erblicken. Das einzige Geräusch das zu hören war, war der leichte Nieselregen, der sanft auf ihren Regenschirm und den Boden fiel. In einer so eisigen und dunklen Nacht wie diese, ging kaum ein Mensch aus dem Haus. Karin hingegen war schon längst auf den Beinen und ging in ihren schwarzen Gewändern die lange Straße entlang. Auf der rechten Straßenseite flimmerte eine Straßenlaterne und manchmal zog eine frostige Brise über den Boden. Karin war kein bisschen ängstlich, was wohl auch daran lag, dass sie nicht wie andere Mädchen in ihrem Alter war. Sie selber fand es allerdings ganz normal, so früh Morgens durch die leeren Straßen zu gehen.
Nach einer Weile bog sie links ab und ging auf eine Bushaltestelle zu. Sie stellte sich in das Bushäuschen und sah auf ihre schwarze Armbanduhr. Es war kurz vor drei, Karin war pünktlich wie immer. Nun schloss sie ihre Augen und schien sich auf irgendetwas zu konzentrieren.
Langsam und unauffällig verdichtete sich der Nebel. Er wurde so dicht, dass es unmöglich wurde, durch ihn hindurch zusehen. Während dessen schlich er langsam auf Karin zu, die immer noch seelenruhig dort stand. Einige Sekunden später, nachdem die undurchdringliche Nebelschicht Karin komplett eingehüllt hatte, waren nicht mal mehr ihre leichten Umrisse zu sehen, die zuvor durch den Mondschein und den schwachen Straßenlaternen zu erkennen waren. Nur ein Augenblick später fiel der dunkle Nebel in sich zusammen und verteilte sich ruckartig über den Boden, wo er wieder seine klarere Form an nahm. Dort wo nun eigentlich Karin hätte stehen sollen, war Niemand mehr. Allerdings stand sie von ihrer Sicht aus immer noch in der undurchdringlichen Nebelschicht. Auch dieser Nebel fiel zusammen, er verteilte sich über dem glänzenden, braunen Parkettboden.
Karin fand sich in einem langen, hell beleuchteten Flur wieder, der ganze Boden wurde von einer hellen, durchsichtigen Nebelschicht überdeckt. Der Gang war über 5 Meter breit und über gut 50 Meter lang. An der rechten und linken Seite befanden sich fünf Türen in einem gleichmäßigen Abstand. Der komplette Flur war generell sehr hell eingerichtet. Die Wände waren weiß bestrichen und abwechselnd in einem Meter Abstand von oben bis unten mit spiralförmigen goldenen und schwarzen Linien verziert. Die Decke konnte man nicht erkennen, da sie genau wie der Boden von einer Nebelschicht verdeckt war, nur war dieser Nebel viel dunkler. Alle zehn Meter ragten weiße, mit goldenen Linien verzierte Säulen aus der Wand hervor. Links und rechts an der oberen Wand, kurz bevor der Nebel die Sicht versperrte hingen viele weiße Kristalle. Diese Kristalle hatten alle unterschiedlich eckige Formen, waren aber durchschnittlich so groß wie Karins Handflächen. Die kleinen, weißen Kristalle strahlten hellstes Tageslicht aus. Nicht nur das Licht, sondern auch die Luft war so natürlich wie auf dem Land. Irgendwie seltsam, denn es waren weder Fenster noch andere Lufteinlässe zu erkennen.
Auf dem langen Flur tummelten sich über 100 Mädchen, alle waren ungefähr so alt wie Karin und genau wie Karin trugen alle ein langes, seiden-leichtes Kleid mit langen Ärmeln. Der gezackte Saum der Kleider ragte stets wenige cm über den Fußknöcheln. Zu dem Kleid gehörte auch ein spitzer, schwarzer Hut mit 2 leichten schwarzen Bändern, die links und rechts bis zur Hüfte hinunter fielen. Außerdem trugen alle einen etwas breiteren schwarzen Gürtel, der mit den gleichen goldenen Linien verziert war wie die Wände und Säulen. Die beiden Linien auf dem Gürtel sahen aus, wie zwei Sicheln die fast ineinander griffen. An dem Gürtel waren vorne noch zwei breitere schwarze Stofffetzen aus Tüll befestigt. Noch dazu trugen alle die selben schwarzen Strumpfhosen und die selben kurzen, ebenso schwarzen Schuhe.
Man konnte die Mädchen lediglich durch Körperbau, Gesichtsform und ihren Haaren voneinander unterscheiden. Immer wieder tauchten hier und da ein paar dichte Nebelsäulen wie aus dem Nichts auf. Genau wie bei Karin fiel der Nebel herab und einzelne Mädchen traten hervor.
Plötzlich winkte ihr eins der Mädchen zu und rief: „Karin, hier drüben!“
Karin lächelte ihrer Freundin zu und lief zu ihr, neben ihr stand noch eine dritte Person.
Karin begrüßte ihre beiden Freundinnen freudig. Vanessa war mit 1,69 Meter deutlich größer als Tatjana und Karin. Ihr lockiges schwarzes Haar reichte ihr bis zu den Schulterblättern. Sie hatte fast die selben dunkelbraunen Augen wie Tatjana. Diese war in etwa so groß wie Karin, allerdings hatte sie hell braunes Haar, welches sie zu einem langen Pferdeschwanz zusammen gebunden hatte.
Noch während sie miteinander redeten, drehte Vanessa Karin so, dass sie deren Haare in die Hand nehmen konnte. „So wird langsam Zeit für deine Haare.“, sagte Vanessa im Anschluss.
Daraufhin flocht sie Karins blonde Haare zu zwei Zöpfen, die nun hinter ihren Schultern hinunter baumelten. Sie flocht Karins Haare fast jeden Tag zusammen, da sie so etwas einfach besser als jede andere konnte.
Die drei Mädchen unterhielten sich noch etwas darüber, dass sie in der ersten Unterrichtsstunde „Dämonologie“ hätten und dass sie sich auf ihre erste praktische Stunde freuen würden. Immerhin bestanden die letzten Stunden in diesem Fach nur aus Theorie. Genau genommen bestanden in den letzten drei Monaten alle Fächer nur aus Theorie, denn es muss gelernt sein, dass die erlernte Hexenmagie nicht falsch eingesetzt werden darf.
Plötzlich verdunkelten die Kristalle den Raum. Sie wurden so dunkel, dass sie kaum noch Licht spendeten. Die einzigen Kristalle, die nun noch hell leuchteten, waren jene, die über den verschiedenen Türen platziert waren. Dies war das Zeichen, dass die Schülerinnen nun in ihre Klassen gehen sollten und das der Unterricht beginnen würde.
Bereits vor der Tür stehend, legte Karin ihre Hand auf den Türknauf, drehte ihn nach links und öffnete die Türe langsam. Je weiter sie die Türe öffnete, desto mehr schien ihr das schimmernd-rote Licht entgegen.

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Re:

von Hanna (04.01.2009, 09:25)
Hallo Guido
Schön, dass Du Dich nochmals hinter Deinen Text gemacht hast. Ich erlaube mir, Dir in einem kurzen Abschnitt zu zeigen, was ich unter textverflüssigen verstehe. Es nimmt dem Ganzen das "Einkaufslistenhafte". Versuche auch, mit geschickt eingeteilten Abschnitten dem Leser das Lesen zu erleichtern.
Ich hoffe, Dir damit ein paar hilfreiche Impulse gegeben zu haben.
L.G. Hanna

[quote]Der Mond schimmerte durch den Nebel hindurch auf die schwach beleuchtete leere Straße. Bis auf den leichten Nieselregen, der sanft auf ihren Regenschirm und den Boden tropfte, herrschte Totenstille. Die schattenhafte Gestalt bewegte sich lautlos die Straße entlang, blieb bei einem Bushaltehäuschen stehen, hob den Arm und blickte auf die Armbanduhr, deren Zeiger auf die dritte Morgenstunde wiesen. Auf der rechten Straßenseite flimmerte eine Straßenlaterne und manchmal zog eine frostige Brise über den Boden.

Karin war pünktlich wie immer. Konzentriert schloss sie die Augen..........

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Re:

von Judith (04.01.2009, 11:51)
Hallo Guido,

ein paar Rechtschreibfehler sind drin, aber nicht viele( z.B.: (dunklen Nacht wie dieser; währenddessen gehört zusammen; hindurchzusehen zusammen; niemand klein...). Das ist nicht das Problem. Aber der Vergleich mit der Einkaufsliste ist nicht schlecht; ich empfinde es ein bisschen wie eine Inhaltsangabe. In der Schule habe ich die gehasst, weil sie ja möglichst emotionslos nur wiedergeben sollten, was in einer Geschichte passiert. Um den Leser zu fesseln, müsstest du vollkommen anders an die Sache herangehen. Du müsstest das ganze zum Leben erwecken.

Schau mal im Thread Show, don't tell vorbei.

Grüßle,
Judith
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Mochi-kun
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Re:

von Mochi-kun (04.01.2009, 14:44)
Nebenfrage: Wisst ihr wo ich Microsoft Word her bekomme und wie teuer dieses Programm ist? Ich hab open office und es zeigte mir ein paar Fehler an die meiner Meinung nach (und auch offensichtlich Judiths Meinung nach) überhaupt keine Fehler waren...Hatte früher mal Microsoft Word doch dann musste mein PC formatiert werden und mein Vater hat die gute CD verschlammt...

Und danke euch nochmal, mit "zum Leben erwecken" kann ich was anfangen :D

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Re:

von Hanna (04.01.2009, 15:26)
Und danke euch nochmal, mit "zum Leben erwecken" kann ich was anfangen


Dann bist Du auf dem richtigen Weg!
thumbbup
L.G. Hanna

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Re:

von Judith (04.01.2009, 21:53)
Hallo Guido,

die Word-Korrektur ist katastrophal. Die von Duden ist brauchbar, darf man aber nicht ständig laufen lassen, sondern nur gezielt sagen, dass der Korrektor starten soll, weil sonst alles toootaaaal laaaahm wiiird.

Grüßle,
Judith
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hawepe
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Re:

von hawepe (05.01.2009, 08:32)
Hallo Mochi-kun,

Mochi-kun hat geschrieben:
Nebenfrage: Wisst ihr wo ich Microsoft Word her bekomme und wie teuer dieses Programm ist? Ich hab open office und es zeigte mir ein paar Fehler an die meiner Meinung nach (und auch offensichtlich Judiths Meinung nach) überhaupt keine Fehler waren...


Es gibt bislang noch keine Computerprogramme, die das Denken übernehmen. Egal, welche Rechtschreibhilfe du benutzt, entscheiden musst du immer selbst. Bei einigen wirst du häufiger, bei anderen seltener im Duden oder Wahrig nachschlagen müssen, aber drumherum kommst du nie.

Hatte früher mal Microsoft Word doch dann musste mein PC formatiert werden und mein Vater hat die gute CD verschlammt...


Einfach unter warmem Wasser und eventuell mit etwas Spülmittel den Schlamm abwaschen cheezygrin

Wenn ihr noch die Rechnung habt, einfach mal bei Microsoft nachfragen.

Oder, wenn ihr überflüssiges Geld loswerden wollt, neu kaufen. Wenn ihr einfach nur das Geld loswerden wollt, kannst du es auch gerne mir schicken. Ich habe dafür immer Verwendungsmöglichkeiten angle:

Beste Grüße,

Heinz.

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Yuki
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Re:

von Yuki (08.03.2009, 17:30)
Office 2007, wo neben Word auch Exel, Power Point und noch etwas dabei ist, gibt es inzwischen "relativ" günstig (Student Version ca. 69€). Ich bin vor kurzem von Word 2000 auf 2007 umgestiegen und bin sehr zufrieden damit. Heinz hat natürlich Recht, das Denken kann es niemanden abnehmen, aber zumindest Tippfehler findet es sehr zuverlässig. Dies ist jedoch nur meine Meinung, ich weiß, dass einige mit Word auf Kriegsfuß stehen.

Open Office zeigt wirklich bei einige Wörtern Fehler an, die keine sind. Da habe ich schon mehr als einmal große Augen gemacht.

Kurz zu deinem Text: Als ich die erste Version las, hatte ich gleich die Bildabfolge von einem Manga im Kopf. Nach deinem Avatar zu urteilen bist du ein Mangafan ;-) Leider kann man mit einem Bild sehr viel mehr darstellen, als mit Worten... Musste ich auch erst lernen ^^

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