Auschnitt meiner Vorgeschichte

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (07.01.2009, 16:55)
Speedy hat geschrieben:
in meinem Spezialgebiet (Marinegeschichte) gibt es einen gewissen Frank Adam. Er hat ein paar ziemlich gute Sachbücher über die britische Marine zu Nelsons Zeiten veröffentlicht. Anschließend versuchte er sich als Autor marinehistorischer Romane und zeigte dabei eigentlich ganz gute Ansätze. Doch je mehr sich sein Held in die große Politik jener Zeit einmischte, desto stärker verkamen seine Geschichten zu trockenen Vorlesungen, in denen nur noch Punkte abgearbeitet wurden.


Das ist dann aber eine stilistische Frage und keine, die mit dem umfangreichen Wissen zu einem Thema zu tun hat.

Schau dir John Le Carré an. Es gibt wohl kaum einen Schriftsteller, der einen genaueren Einblick hat in das Thema Geheimdiensttätigkeit während des Zweiten Weltkrieges und des Kalten Krieges danach. Trotz (oder gerade wegen) seiner tiefen Einblicke sind seine Romane sehr unterhaltend. Eben eine Frage des Stils.

LG
Siegfried

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (07.01.2009, 19:45)
Siegfried hat geschrieben:
Speedy hat geschrieben:
in meinem Spezialgebiet (Marinegeschichte) gibt es einen gewissen Frank Adam. Er hat ein paar ziemlich gute Sachbücher über die britische Marine zu Nelsons Zeiten veröffentlicht. Anschließend versuchte er sich als Autor marinehistorischer Romane und zeigte dabei eigentlich ganz gute Ansätze. Doch je mehr sich sein Held in die große Politik jener Zeit einmischte, desto stärker verkamen seine Geschichten zu trockenen Vorlesungen, in denen nur noch Punkte abgearbeitet wurden.


Das ist dann aber eine stilistische Frage und keine, die mit dem umfangreichen Wissen zu einem Thema zu tun hat.

Schau dir John Le Carré an. Es gibt wohl kaum einen Schriftsteller, der einen genaueren Einblick hat in das Thema Geheimdiensttätigkeit während des Zweiten Weltkrieges und des Kalten Krieges danach. Trotz (oder gerade wegen) seiner tiefen Einblicke sind seine Romane sehr unterhaltend. Eben eine Frage des Stils.

LG
Siegfried


Hallo Siegfried,

uhmmm ich hörte auf, Tom Clancy zu lesen, als er mir Atom U-Boote zu sehr beschrieb. Davor war er echt unterhaltsam, auf eine Stufe mit John Grisham ... irgendwie kann ich nachvollziehen, was Speedy meint. Ein Auto kann manchmal mit seinem Wissen echt übertrieben book:
LG,

Lisa

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Conny
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Re:

von Conny (07.01.2009, 21:30)
Zu der Diskussion um Wissen/ Feedback der Autoren möchte ich auch kurz etwas anmerken.

Der Autor sollte genügend Info über den Stoff haben, nur muss er ja nicht alles schreiben.
Mir persönlich gefallen die Bücher, wo ich das Gefühl habe, der Autor weiß einfach alles - auch wenn er lange nicht alles schreibt.
Wenn ich glaube, ich könnte den Autor alles zu seinem Thema fragen und bekäme immer eine zufriedenstellende Antwort, dann hat er sein Buch für meine Begriffe gut geschrieben.

Ich merke es im Moment am eigenen Leib. Ich schreibe ja zur Zeit auch an einem historischen Roman. Was ich alles recherchiert habe, reicht eigentlich für mindestens zwei Bücher ... Mein Wissen über die Zeit werde ich aber nicht komplett aufschreiben. Der Leser soll zwischen den Zeilen lesen können, dass ich gut recherchiert habe. cheezygrin

LG, Conny
"Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann."
Antoine de Saint- Exupéry

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Judith
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Re:

von Judith (07.01.2009, 23:20)
Lisa_Sonnenblume hat geschrieben:
Ein Auto kann manchmal mit seinem Wissen echt übertrieben book:

Ja, mein Auto hält mir auch immer ellenlange wissenschaftliche Vorträge. :wink: :lol:

Grüßle,
Judith
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