Wie viel habt ihr bisher verkauft?

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robertwalden
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Re:

von robertwalden (21.08.2007, 09:09)
Ich kann Deinen Euphemismus da leider nicht ganz teilen. Denn nicht jeder, der sich wie ein Profi benimmt, strebt auch tatsächlich an, einer zu sein, wenn wir doch in einer Zeit zu leben scheinen, in der der Schein oft mehr wirkt und bewirkt, als die tatsächliche Intention.

Es gab eine Zeit, in der es hoch angesehen war, sich durch Ablasszahlungen von seinen Sünden freizukaufen. Man kann sich Doktorate und andere Ehrentitel erkaufen. Und man kann sich durch selbst bezahlte Publikationen den Anschein von Professionalität erwerben. Vor diesem Hintergrund nimmt sich der Anspruch auf Professionalität geradezu süß aus.

lg/robertwalden

MisterThirdAct
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Das Licht unterm Scheffel stinkt

von MisterThirdAct (23.08.2007, 22:56)
Überdies kann ich mir nicht helfen, bei Eigenwerbung denke ich immer an das Sprichwort: Eigenlob stinkt. Mich für etwas fähig zu halten, überlasse ich daher gerne anderen, beispielsweise Redakteuren und Verlegern.

Grüß dich hwg,

also, wenn Du Dich selber nicht für fähig hälst, wer soll's denn dann? Außerdem denke ich, Du solltest unterscheiden zwischen Eigenlob und Selbstbewußtsein. Dein Buch hat genau die selbe Chance wie jedes andere, und Verleger haben auch nur ihre subjektive Meinung.

Gruß

Dean

hwg
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Re:

von hwg (24.08.2007, 07:46)
Guten Morgen Dean!

Also, würde ich mich nicht selber für "fähig" halten, hätte ich mir einen anderen Beruf ausgesucht. Die beste "Werbung" fürs eigene Schaffen ist das Geschriebene, für dessen Veröffentlichung nun einmal Redakteure und Verleger zuständig sind. Und diese pfeifen auf Eigenlob des Autors.
So habe ich das gemeint. Und auch das Selbstbewusstsein wächst erst mit der Anzahl von Veröffentlichungen, kaum durch Autosuggestion (außer ein Seelenklempner verordnet diese seinem Patienten :? ).

Herzlichen Gruß!

Hans

Verwirrtenhelfer
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Re:

von Verwirrtenhelfer (29.08.2007, 00:16)
Hallo Forum,

also ich könnte - ehrlich - so aus dem Stehgreif gar nicht sagen wie viele Exemplare meiner Bücher wirklich verkauft wurden. Jedenfalls habe ich die Kosten bei weitem wieder raus - aber Reichtümer sind es natürlich laaange nicht.
Im Sachbuchbereich verdient man wohl mehr an "Folgeaufträgen" (Seminaren, Auftragsarbeiten etc.) die sich daraus ergeben - und das hat hervorragend geklappt in meinem Fall.
Ach ja, und die Einmalzahlungen der VG-Wort sind natürlich auch "nett".

Ich für meinen Teil werde es wohl nie wirklich schaffen, vom Schreiben zu leben - war ja aber auch eigentlich nie mein Ziel.

Grüße

Jochen

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Judith
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Re:

von Judith (29.08.2007, 00:21)
Hallo Jochen,

hast du beruflich mit Demenzkranken zu tun?

Ach, natürlich erstmal ein Willkommen in diesem Forum!

Grüßle,
Judith
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Verwirrtenhelfer
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Re:

von Verwirrtenhelfer (29.08.2007, 00:32)
Hallo Judith,

ja - seit zehn Jahren praktisch mit (fast) nichts anderem §;-).

Grüße

Jochen

AndréLinke
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Re:

von AndréLinke (29.08.2007, 08:17)
hieß es nicht mal laut unesco, dass 0.03% der autoren, die was veröffentlicht haben, vom schreiben leben können? also wer wegen des geldes mitm schreiben anfängt, ist a) meistens kein guter schreiberling und b) ein träumer ;)
ohne den bürojob würde mir auch irgendwie was fehlen. der könnte sich aber später gerne auf 3 tage die woche beschränken, damit ich mehr zeit für die bücher hab. *auch träum*

zum marketing: das ist wirklich frustrierend! seit nem halben jahr bin ich nicht mehr zum weiterschreiben gekommen. wer nachm vollen arbeitstag noch lesermails durchgehen, flyer gestalten und drucken, sticker weiterverschicken, lesungen organisieren, die homepage pflegen, pressemitteilungen verfassen und medien kontaktieren muss... bei dem bleibt das schreiben nun mal auf der strecke. das ist wirklich schade. aber so ist das nun mal in unserem fall. wir sind nicht nur der autor, sondern auch der marketing-leiter, der pressesprecher und der mediengestalter. einige bod-autoren/kleinverlag-autoren sind sich dessen nicht bewusst. die jammern dann rum, dass sie nix verkaufen, mögen aber nicht zu events kommen oder rezensionsexemplare verschicken. tjoah.

hwg
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Re:

von hwg (29.08.2007, 08:41)
Hallo André,

ob ich ein "guter Schreiberling" bin, mag dahingestellt sein, ansonsten muss ich Deinem ohnehin mit einem Zwinkern illustrierten Satz energisch widersprechen.

Ein hauptberuflicher Autor sollte eben vielseitig sein und darf sich nicht nur aufs Bücherschreiben konzentrieren. Es gibt auch andere Möglichkeiten, seine "Werke" unters Volk zu bringen und dafür vernünftig bezahlt zu werden. Und wer als Freelancer fleißig ist, braucht für einen anderen (abgesicherten) Job nicht seine Zeit und Freiheit zu "opfern". Doch wie schon mehrmals festgestellt: Jeder ist seines Glückes Schmied.

Gruß aus der Steiermark!

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Judith
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Re:

von Judith (29.08.2007, 11:56)
Hallo Hans,

ich habe mal ein bisschen im Internet gestöbert, um herauszufinden, was du so machst (nicht, dass ich neugierig wäre, nein, ich doch nicht!). Sag' mal, wie kommst du überhaupt noch zum Arbeiten? Du scheinst ja ständig in Internetforen "herumzuhängen" :wink:

Grüßle und schönen Tag,
Judith
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hwg
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Re:

von hwg (29.08.2007, 15:08)
Hallo Judith,

Kontaktpflege gehört zu den Aufgaben eines Journalisten - und das Internet unterstützt sie meistens problemlos.

Den Autorenforen widme ich durchschnittlich eine Stunde pro Tag. Da ich ohnehin zu Hause arbeite (wenn ich nicht gerade zu Recherchezwecken unterwegs bin), ist so ein Click zwischendurch ja möglich.

Außerdem bin ich nicht nur ein Viel-, sondern auch ein Schnellschreiber. Immerhin habe ich es ja jahrzehntelang geübt :lol: . Und da der Tag für jeden von uns gleichviel Stunden aufweist, ist alles nur eine Frage der
Zeiteinteilung, ohne dass ich dabei in einer Dauerhektik verfallen müsste.

Derlei Stressambitionen habe ich mir schon längst abgewöhnt, schließlich will ich mich noch viele Jahre der so gut wie möglichen Gesundheit erfreuen.

Herzlichen Gruß!
Hans

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Judith
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Re:

von Judith (29.08.2007, 16:06)
hwg (Moderator) hat geschrieben:
Außerdem bin ich nicht nur ein Viel-, sondern auch ein Schnellschreiber. Immerhin habe ich es ja jahrzehntelang geübt :lol: .


Ein Vielschreiber bin ich - da ich ja einen Brotjob mit mindestens 40-Stunden-Woche habe - (leider noch) nicht. Aber ein Schnellschreiber. Ich habe es tatsächlich geschafft, in weniger als einem Monat das komplette Manuskript für mein neues Kinderbuch fertigzuschreiben, immerhin ca. 115 Normseiten (= als Kinderbuch ca. 160 Seiten bei mittelgroßem Format). :D Nun gut, es wird etwa dreimal so lange dauern, es zu überarbeiten, aber das kann ich immer mal zwischendurch machen. Ich denke mal, dass es - wenn man mit der Schreiberei Geld verdienen möchte - auch relativ wichtig ist, dass man nicht zu lange braucht, um ein paar Sätze zu schreiben. Immerhin in dieser Beziehung bringe ich gute Voraussetzungen mit. :wink: :P

So, jetzt muss ich zum Geld verdienen. In den Ferien habe ich zwar nur wenig Unterricht, aber auch der muss gemacht sein.

Bis dann, Grüßle,
Judith
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hwg
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Re:

von hwg (30.08.2007, 08:27)
Guten Morgen Judith!

Auch in bin ja etliche Jahre in einem Angestelltenverhältnis gewesen, habe damals jedoch auch nichts anderes gemacht als jetzt und über meine Arbeitszeit relativ frei verfügen können.

Der Unterschied ist bloß gewesen, dass ich mit dem "Verkauf" meiner Texte ziemlich eingeschränkt gewesen bin. Deshalb habe ich mich fürs Freelancer-Dasein entschlossen und es bis heute nicht wirklich bereut, auch wenn die sozialversicherungsmäßigen Belange einen hohen finanziellen Aufwand erfordern.

Ich denke auch, wer sein Dasein grundsätzlich "absichern" will und in jüngeren Jahren schon die zu erwartende Pensionszahlung im Kopf hat, tut gut daran, Beamter zu werden :lol: . Das ist mir in keiner Phase meines bisherigen Werdeganges erstrebenswert erschienen.

Ob sich der von mir eingeschlagene Weg schlussendlich als der Richtige erwiesen hat? Manchmal hege sogar ich als Optimist daran leichte Zweifel, aber auch das gehört zu den menschlichen Eigenschaften.

Lieben Gruß!
Hans

AndréLinke
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Re:

von AndréLinke (30.08.2007, 08:57)
klar muss ein autor eines renommierten publikumsverlags auch noch viel zum marketing beitragen. aber der befindet sich dann doch in einer ganz anderen welt als wir ... oder zumindest als ich.
was bei mir alles an marketingideen auf der strecke bleibt, weil die werbung nun mal so zeitaufwändig ist... wie oft ich den verlag um mithilfe irgendeiner art bitten muss... und dass ich mich vor 10 monaten das letzte mal intensiv dem schreiben widmen konnte, sowas wird einem markus heitz sicher nicht passieren.
und das freelancer-dasein ist keine option für mich. nicht im moment.
aber was meinst du mit: "Es gibt auch andere Möglichkeiten, seine "Werke" unters Volk zu bringen und dafür vernünftig bezahlt zu werden." ???
erzähl mal :)

MisterThirdAct
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Re:

von MisterThirdAct (31.08.2007, 12:58)
hwg (Moderator) hat geschrieben:
Guten Morgen Dean!

Also, würde ich mich nicht selber für "fähig" halten, hätte ich mir einen anderen Beruf ausgesucht. Die beste "Werbung" fürs eigene Schaffen ist das Geschriebene, für dessen Veröffentlichung nun einmal Redakteure und Verleger zuständig sind. Und diese pfeifen auf Eigenlob des Autors.
So habe ich das gemeint. Und auch das Selbstbewusstsein wächst erst mit der Anzahl von Veröffentlichungen, kaum durch Autosuggestion (außer ein Seelenklempner verordnet diese seinem Patienten :? ).

Herzlichen Gruß!

Hans


Servus Hans,

dass man natürlich nicht in einer Art und Weiseständig die eigene Trompete bläst, ist schon klar. Es ist eben eine ziemlich feine Linie zwischen Selbstherrlichkeit und dem Wissen, dass man zumindest auf der eigenen Seite alles erdenklich Mögliche getan hat, um ein gutes Buch zu schreiben, d.H. man ist sich seines handwerklichen Geschickes bewußt. Trotzdem denke ich, dass man schon beim schreiben selbstbewußt genug ist, an jeden einzelnen Satz zu glauben. book:

viele Grüße

Dean

Doris
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Buch nicht im Buchhandel erhältlich

von Doris (01.09.2007, 17:58)
Ich könnte bei Amazon.de oder Buch.de durchaus Bücher verkaufen.
Aber das leidige Thema ist ja, dass es 2 -3 Wochen Lieferzeit hat, da verlieren die Interessenten die Lust und im Buchhandel werden sie mit den Worten abgespeist "ist ja gar nicht lieferbar". Ich finde es schade, daß es jetzt nur noch 39 Euro kostet ein Buch drucken zu lassen. Denn die Mitarbeiterzahl ist bestimmt nicht erhöht worden. Das heißt noch mehr Streß und weniger Zeit sich um einen vernünftigen Vertrieb zu kümmern.

Laut BOD bleiben ja erfolgreiche Autoren gerne bei ´BOD obwohl sie Angebot von einem Verlag haben. Wie wurden diese Autoren erfolgreich?
Wie funktionierte oder funktioniert bei Ihnen der Vertrieb? Darüber hätte ich gerne mal eine Meinung.

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