Problem "Nicht auf Lager" u. nicht in Buchhandlung

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hawepe
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Re:

von hawepe (26.01.2009, 12:02)
Hallo Speedy,

Speedy hat geschrieben:
Andererseits gibt es aber trotzdem auch Buchhandlungen, die sich solche Bücher ins Regal stellen, weil sie der Meinung sind, damit Geld verdienen zu können.


Natürlich gibt es diese Buchhandlungen. Aber mit Klagen, wie schwer es sei, diese zu finden, kommt man keinen Schritt weiter. Wer freiwillig oder erzwungen per Book on Demand veröffentlicht, muss nun einmal all das übernehmen, was sonst die Verlage erledigen: Klinkenputzen gehen.

Beste Grüße,

Heinz.

hwg
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Re:

von hwg (26.01.2009, 12:04)
Mir ist zu dem Thema aufgefallen:

BoD-Autoren, deren es auch in meinem Umfeld etliche gibt, machen sich und ihre Bücher zuerst durch Lesungen und Artikel in lokalen und regionalen Zeitschriften bekannt. Und wenn sie dadurch einen gewissen Grad an Aufmerksamkeit geweckt haben, greifen auch manche Buchhändler nach den Bänden.

Deshalb ist es von Vorteil, zu Lesungen auch jeweils die Buchhändler der Umgebung einzuladen und sie vielleicht dabei fragen, ob sie nicht nach der Lesung die Bücher - vom Autor auf Wunsch signiert - verkaufen wollen. Das macht nicht zuletzt sowohl beim Publikum als auch bei den Händlern einen guten Eindruck und ist eine "Planung" für die Herausgabe weiterer Werke.

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hawepe
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Re:

von hawepe (26.01.2009, 12:19)
Hallo Hans,

hwg (Moderator) hat geschrieben:
BoD-Autoren, deren es auch in meinem Umfeld etliche gibt, machen sich und ihre Bücher zuerst durch Lesungen und Artikel in lokalen und regionalen Zeitschriften bekannt.


Lesungen sind bestimmt nicht das schlechteste. Aber nur weil man gut schreiben kann, muss man nicht auch gut vorlesen können. Und Lesungen aus Fachbüchern sind auch nicht immer gerade der Renner.

Außer Lesungen gibt es noch unzählige andere Möglichkeiten. Ich habe vor zwei oder drei Jahren mal ehrenamtlich für einen Verein einen Verteiler für ein Buch aufgebaut. Natürlich gingen einige Tage für die Recherche drauf, aber dafür standen in dem Verteiler auch nicht nur irgendwelche Stabsstellen, sondern konkrete Namen. Leider wurde die Aktion sehr schlampig ausgewertet, aber die Rückläuferquote lag im zweistelligen Prozentbereich.

Beste Grüße,

Heinz.

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (26.01.2009, 12:22)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.

hwg
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Re:

von hwg (26.01.2009, 12:34)
Hier ist - hoffentlich - jeder Vorschlag willkommen, auch wenn er nicht für jeden Autor oder jedes Buch tauglich sein sollte.

Eine weitere Anregung: Eine Autor hat ja oft auch Kontakte zu Kulturkreisen und deren Veranstaltungen. Dort könnten ja an der
Abendkasse ebenfalls Bücher aufgelegt werden, auch wenn deren Inhalt nicht in unmittelbarem Zusammenang mit den Aktivitäten des Kreises oder der Art der Veranstaltung steht.

Sich den "Kundenkreis" erst nach der Herausgabe eines Buches auszusuchen, dürfte wohl nicht so leicht sein (außer im unmittelbaren Bekanntenkreis).

Deshalb schreibe ich bereits meine Texte im Hinblick auf den zu erwartenden Leserkreis - und auch da ist man vor "Irrtümern" nicht gefeit. :lol:

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hawepe
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Re:

von hawepe (26.01.2009, 12:49)
Hallo Andreas,

Andreas T. hat geschrieben:
Nun muss ich natürlich eingestehen, dass auch ein guter Autor nicht zwangsläufig ein guter Vermarkter ist. Das ist klar. Aber für das, was man nicht selbst kann oder beherrscht, sollte man sich an kompetenter Stelle Rat und Hilfe holen. So etwas kostet allerdings Geld und das erwirtschaftet man hinterher nur dann, wenn das eigene Werk gut ist und es eine ausreichend große Zielgruppe gibt.


Vermutlich wird man es aber eher nicht erwirtschaften. Engelsdorf lässt z.B. über eine PR-Agentur für eine ausgewählte Titel werben. Darunter war auch mein Slowakei-Reiseführer. Ein Erfolg war nicht messbar. Zum Glück war es nicht mein Geld, aber mehrere solcher Flops kann sich auch Engelsdorf nicht leisten.

Was wir hier im Forum in dieser Hinsicht leisten können ist, dass wir uns gegenseitig mit eigenen Erfahrungen, Tips und Ideen aushelfen.


Das ließe sich bestimmt weiter ausbauen.

Bei dieser Gelegenheit will ich mich auch gleich mal bei Matthias, der hier ja nicht mehr erwünscht ist, sowie Maryanne und Barbara bedanken, die mir sehr tatkräftig bei meinem heute rausgehenden Werbebrief an die Volkshochschulen unterstützt haben. Achja, und auch bei Julia. Ich hoffe, ich habe eben niemanden vergessen.

Beste Grüße,

Heinz.

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (26.01.2009, 15:03)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.

Speedy
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Re:

von Speedy (26.01.2009, 15:54)
hawepe hat geschrieben:
Hallo Speedy,

Speedy hat geschrieben:
Andererseits gibt es aber trotzdem auch Buchhandlungen, die sich solche Bücher ins Regal stellen, weil sie der Meinung sind, damit Geld verdienen zu können.


Natürlich gibt es diese Buchhandlungen. Aber mit Klagen, wie schwer es sei, diese zu finden, kommt man keinen Schritt weiter. Wer freiwillig oder erzwungen per Book on Demand veröffentlicht, muss nun einmal all das übernehmen, was sonst die Verlage erledigen: Klinkenputzen gehen.

Beste Grüße,

Heinz.


Hallo Heinz,

da hast Du vollkommen Recht. Von nichts kommt nichts.

Gruß

Speedy

julia07
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Re: Problem "Nicht auf Lager" u. nicht in Buchhand

von julia07 (26.01.2009, 19:14)
MToss hat geschrieben:
... Ich merke, dass das Hauptproblem der BoD-Autoren Bücher zu verkaufen der Buchhandel selbst ist. Es gibt hunderttausende Bücher und nur theoretisch bestellbar zu sein reicht eben nicht. [...] Bei amazon steht meistens "Nicht auf Lager" (was viele potentielle Käufer abschreckt) [...] Was nützt ein gutes Buch, wenn niemand darauf aufmerksam wird oder es findet? Wie kann man amazon dazu bewegen das Buch ständig "Auf Lager" anzuzeigen? ...

Hallo "MToss",
ich behaupte immer wieder, dass das alles nicht ausschlaggebend ist. Auch in der Buchhandlung wird nur das gekauft, wofür zuvor die große Werbetrommel richtig gerührt wurde. Wenn das geschieht, kannst Du jeden Mist (ver)kaufen.
Wie erklärst Du Dir denn, dass selbst bei Amazon Bücher Verkaufsquoten haben, die monatelang nur vorbestellbar sind, weil sie noch als Altpapier auf das Recyceln warten? Werbung und Mundpropaganda ist das Zauberwort, nicht die Lagerverfügbarkeit.
Bevor sich bei Amazon überhaupt jemand darüber ärgern kann, dass ein Buch "nicht auf Lager" ist, muss er erst einmal davon wissen und dafür ist Amazon nun wirklich nicht verantwortlich. Ich selbst kaufe regelmäßig Bücher bei Amazon, die nicht auf Lager sind, denn meistens sind auch die innerhalb von einer Woche da.
Zum "großen Geld verdienen" über die kostengünstige PoD-Methode, gehört halt doch mehr, als ein Tchibo-Gutschein :wink:
Hohe Verkaufszahlen kann man nur durch sinnvolle, wohl überlegte Marketingmaßnahmen, viel Eigeninitiative, jede Menge Zeit und Arbeit, viel Geld, so man welches besitzt, und ausreichend Masse zwischen den Ohren erzielen :wink:
Eines der größten Hindernisse auf dem Weg zum Verkaufserfolg als PoD-ler ist meines Erachtens auch eine gnadenlose Selbstüberschätzung. Die ist nämlich schon einmal die erste Bremse zum Ärmel aufkrempeln cheezygrin

In diesem Sinne, packen wir es an thumbbup

LG,
Julia

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (26.01.2009, 23:30)
Speedy hat geschrieben:
Bei mir hat Werbung in zielgruppenspezifischen Internetforen ziemlich gut geholfen.


Hallo Speedy,

leider gilt das nicht für alle Foren, da Werbung manchmal ünerwünscht ist :)
LG,

Lisa

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Judith
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Re:

von Judith (27.01.2009, 00:15)
... und auch nicht für alle Zielgruppen, weil es nicht immer passende Foren gibt.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (27.01.2009, 10:14)
Meine bescheidenen Erfahrungen nach mehr als vier Jahren BoD:

die schlechte Nachricht: Ohne Klinken putzen und vieeeel Eigeninitiative läuft gar nichts (außer man hat großes Glück)

die gute Nachricht: manchmal klappt doch etwas. Gestern habe ich - mit meinen aktuellen Presseartikeln und mentaler Unterstützung bewaffnet - zwei Buchhandlungen geentert. Und siehe da: beide haben Exemplare meines Romans "Meine Berliner Kindheit" genommen (Kommission)... (Ich war selbst überrascht). cheezygrin

Mal schauen, die Leute werden nicht gerade die Bude einrennen, aber mein Buch in den Regalen zu wissen, evtl. sogar im Schaufenster zu sehen, macht mich happy!

Also, nicht aufgeben!!!

Gruß, Barbara ;-))

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hawepe
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Re:

von hawepe (27.01.2009, 10:18)
Hallo Barbara,

skipteuse hat geschrieben:
Also, nicht aufgeben!!!


Ich glaube, du hast dich verschrieben und meintest: Also, anfangen!!! cheezygrin

Beste Grüße,

Heinz.

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (27.01.2009, 10:32)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:37, insgesamt 1-mal geändert.

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (27.01.2009, 10:44)
Genau, ich sehe es auch als Chance, sich überhaupt langsam "einen Namen zu machen" ... Aber ein Buch reicht da auch nicht. Ich arbeite kontinuierlich daran und schreibe, publiziere, lese und werbe weiter; beinahe Tag für Tag. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache ...

Von den Columbobüchern verkaufe ich seit dem letzten Jahr im Schnitt nun fast jeden Tag eines ... ;-) Ich zehre von den kleinen Erfolgen cheezygrin

Barbara

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