Papier oder PC?

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Dalma Lee
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Papier oder PC?

von Dalma Lee (27.01.2009, 01:12)
Papier oder PC?
Das würde mich mal interessieren cheezygrin und zwar im Bezug auf euer fertig gestelltes Manuskript (in der Rohfassung).
Belasst ihr es dabei, es direkt am PC zu korrigieren oder macht ihr einen Ausdruck (um handschriftlich zu korrigieren)?

Ich spiele derweil mit dem Gedanken die erste Fassung meines kleinen Buches als BOD Fun für mich zu erstellen, Kosten für einen Ausdruck wären nämlich entweder gleich oder höher.

g.c.roth

Re:

von g.c.roth (27.01.2009, 06:03)
Hallo,
es ist so, je öfter ein Text gedruckt wird, desto mehr Fehler trauen sich an die Oberfläche. cheezygrin
Auf dem Bildschirm haben sie offenbar ungeahnte Möglichkeiten sich zu verstecken.
Die, die sich am Besten verstecken können, warten mit ihrem Erscheinen, bis die Bücher fertig gedruckt und ausgeliefert sind.
Keine Ahnung warum, aber das ist so ...

Ich drucke immer aus und lese meine Texte laut.
Derweil bewege ich mich meistens noch im Raum auf und ab, :shock:: ach Unsinn. Ich meine hin und her - das wäre sehr umständlich mit dem Bildschirm.

LG Grete

julia07
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Re:

von julia07 (27.01.2009, 06:07)
Beides!
(Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass Du nicht Lektorieren meinest):

Am PC lasse ich zunächst einmal die hundsnormale Rechtschreibprüfung drüber gehen. Dabei fallen schon einmal viele Fehler weg.
Erst danach drucke ich mir alles aus und korrigiere selbst.
Danach bekommt mindestens eine weitere Person das Manuskript ebenfalls zur Korrektur.
Die dabei entstehenden Diskrepanzen versuche ich dann mittels Duden etc. zu bereinigen.

Mit was für einem Drucker druckst Du denn? Ein Fun-Buch plus Porto kommt da preislich sicher nicht mit, außerdem hätte ich keine große Lust so einen fehlerbehafteten Schmöker zugesandt zu bekommen :wink:

LG,
Julia

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hawepe
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Re: Papier oder PC?

von hawepe (27.01.2009, 08:31)
Hallo Dalma Lee,

Dalma Lee hat geschrieben:
Belasst ihr es dabei, es direkt am PC zu korrigieren oder macht ihr einen Ausdruck (um handschriftlich zu korrigieren)?


Probiere es doch einfach mal mit ein paar Seiten aus. Wenn du alle Fehler auf dem Bildschirm gefunden hast, ist es okay, wenn du auf dem Ausdruck weitere Fehler findest, solltest du besser das gesamte Manuskript ausdrucken.

Persönlich kenne ich allerdings niemanden, der am Bildschirm genauso zuverlässig korrigieren kann wie auf dem Papier. Auf dem Bildschirm liest es sich nun einmal schlechter. Aber das hängt auch ganz wesentlich von der Schrift ab.

Ich lese erst einmal auf dem Bildschirm Korrektur und nutze dafür auch verschiedene Rechtschreibhilfen. Dann drucke ich das Manuskript aus und lese erneut Korrektur; hier fallen mit dann auch die meisten Fehler auf. Meistens brauche ich noch einen zweiten Ausdruck, weil das Manuskript irgendwann so bunt aussieht, dass es unübersichtlich wird. Zum Schluss gibt es dann nochmal einen Korrekturdurchgang am Bildschirm, ob alle Worttrennungen okay sind.

Beste Grüße,

Heinz.

Dozen-Roses

Re: Papier oder PC?

von Dozen-Roses (27.01.2009, 08:49)
Ich habe mir auch drei Manuskripte in BoD fun drucken lassen und beim Lesen dann noch massig Fehler gefunden. Das ist eine gute Variante. Das Druckerpapier ist ja auch nicht ganz umsonst. Von der teuersten Flüssigkeit der Welt mal zu schweigen. Tinte!

Wenn man am PC korrigiert, muss man tatsächlich überkonzentriet Satz für Satz - und nicht zu viele davon - lesen, damit nichts durch die Lappen geht. book:

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hawepe
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Re: Papier oder PC?

von hawepe (27.01.2009, 09:05)
Hallo Dozen-Roses,

Dozen-Roses (Moderator) hat geschrieben:
Das Druckerpapier ist ja auch nicht ganz umsonst. Von der teuersten Flüssigkeit der Welt mal zu schweigen. Tinte!


Wenn man nicht ein deutlich über A5 liegendes Papierformat gewählt hat, passen problemlos zwei Buchseiten auf ein Blatt Papier.

Billiger als heimische Drucker kommen zudem häufig Copy-Center. Aber da sind die Großstädter natürlich klar im Vorteil. Besonders in Uni-Nähe finden sich häufig sehr preiswerte Angebote.

Beste Grüße,

Heinz.

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Judith
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Re:

von Judith (27.01.2009, 11:50)
Bis bei mir ein Buch fertig ist, habe ich alles mindestens vier Mal ausgedruckt.

Normalerweise schreibe ich von Hand. Ich sitze dann mit Collegeblock, Bleistift, Radierer und Wahrig im Garten oder auf dem Sofa. Im Moment muss ich Zeit sparen und tippe gleich in den PC, was mir allerdings nicht so gut gefällt. Meistens schaffe ich an Schreibtagen ein Kapitel (sind meist nur so 6 - 9 Seiten), das drucke ich dann gleich aus, um es meinen Mann lesen zu lassen (oft lese ich auch vor, da fallen mir viele Fehler auf). Nachdem mein Mann seinen Senf dazugegeben hat, lese ich es auch nochmal durch, manchmal erst am nächsten Tag, und male Korrekturen auf den Ausdruck. Falls ich nicht nur Kleinigkeiten ändere, drucke ich die korrigierte Fassung auch aus. Natürlich benutze ich nur den Spardruck und nutze auch die Rückseiten des Papiers.

Wenn ich meine, es ist alles fertig, lasse ich das Duden-Korrekturprogramm drüberlaufen und sehe nochmal alles durch. Vom vorläufigen Endprodukt mache ich einen Ausdruck auf jungfräuliches Papier. Der komplette Text wird dann nochmal am Stück durchgearbeitet. Außerdem schicke ich das ganze dann per E-Mail an mindestens eine Person meines Vertrauens, die es durchsieht (am PC) und - je nach Länge - noch 5 - 10 Fehler entdeckt.

Wenn das ganze Manuskript fertig ist, drucke ich alles in einem anderen Format, meist A5, binde es und gebe dieses Buch an Testleser der Altersgruppe weiter. Selbst finde ich dann auch nochmal sehr viele Fehler, durch diese veränderte Form.

Wenn ich das ganze dann selbst über BoD veröffentliche, mache ich zunächst eine Fun-Version des Buches, um den Satz zu kontrollieren. Und auch da finde ich nochmal Fehler, weil es wieder anders aussieht.

Grüßle,
Judith
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hawepe
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Re:

von hawepe (27.01.2009, 12:01)
Hallo Judith,

Judith hat geschrieben:
Bis bei mir ein Buch fertig ist, habe ich alles mindestens vier Mal ausgedruckt.


Wenn ich das ganze dann selbst über BoD veröffentliche, mache ich zunächst eine Fun-Version des Buches, um den Satz zu kontrollieren. Und auch da finde ich nochmal Fehler, weil es wieder anders aussieht.


Du jagst Dalma Lee ja einen Schrecken ein cheezygrin

Aber es stimmt natürlich. In der Praxis drucke ich meine Manuskripte auch mehrmals aus. Die Korrektur beschränkt sich ja nicht auf Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler, sondern auch auf den Inhalt. Meistens formuliere ich verschiedene Absätze neu, stelle Absätze oder gar ganze Abschnitte um oder streiche auch ganze Sätze und Absätze.

Okay, Umstellungen sind eher typisch für Sachbücher. Hier kommen dann auch noch Verweise und Indizes dazu, die kontrolliert werden wollen.

Da ich für die unterschiedlichen Arten von Korrekturen unterschiedliche Farben benutze, sieht der erste Ausdruck immer sehr bunt aus. Beim zweiten und dritten überwiegt dann schon das Druckerschwarz :-)

Beste Grüße,

Heinz.

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Madison
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Re:

von Madison (27.01.2009, 20:02)
Ich hab lange mit mir gekämpft, was ich denn nun tun soll. Ich wollte nicht alle 200! Seiten ausdrucken, aber nun hab ich es doch gemacht und habe sehr viele Fehler gefunden, die ich am PC wohl nie entdeckt hätte :lol:

Sicherlich ist es sehr viel aufwand, es zunächst Handschriftlich und dann noch mal in den PC zu hämmern, aber Qualität hat nun mal seinen "Preis" :D

Also Arschbacken zusammen und durch! :twisted: cheezygrin
Zuletzt geändert von Madison am 27.01.2009, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
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LOFI

Re:

von LOFI (27.01.2009, 20:06)
Madison hat geschrieben:
Sicherlich ist es sehr viel aufwand, es zunächst Handschriftlich und dann noch mal in den PC zu hämmern


Hallo,

ich kenne es gar nicht anders. ich schreibe fast immer alles handschriftlich vor, tagsüber, jenachdem wo ich bin, immer mit Kladde bewaffnet. Und Abends oder Nachts wird dann das ganze in den Schirm gehackt. Dabei kann ich dann so schön das bereits am nachmittag Formulirte noch einmal überdenken.
Zu jedem meiner Bücher existiert immer ein handschriftliches Vormanuskript.

VG
Lofi

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Judith
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Re:

von Judith (27.01.2009, 23:30)
LOFI (Moderator) hat geschrieben:
Dabei kann ich dann so schön das bereits am nachmittag Formulirte noch einmal überdenken.


Genau so ist es. Beim Eintippen gibt es gleich die erste Korrektur. Mein jetziger Roman ist der erste, der nicht zuerst auf Papier geschrieben wird. Dafür brauche ich mehr Ausdrucke.

Grüßle,
Judith
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buchselstabe
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Re:

von buchselstabe (27.01.2009, 23:54)
Hallo!
Nun, ich bin ja noch nicht soweit, wie die Meisten hier.
Aber ich habe mir zum Thema Korrektur schon einiges überlegt.
Momentan lese ich am PC Korrektur. Natürlich stelle ich da auch schon das eine oder andere textlich um.
Immer, wenn ich nach einer Schreibpause wieder starte, lese ich mindestens die letzten 5-10 Seiten vorher durch.

Nun habe ich mir einen neuen Laserdrucker angeschafft. Ist ein Brother, ist netzwerkfähig und hat eine automatische Duplexeinheit.
D.h. man bekommt vier Taschenbuchseiten auf ein DIN A4 Blatt.
Bei knapp über 300 Euro komt das nicht teurer, als wenn man sich irgendwo drucken/kopieren läßt.

Ich werde, wenn ich fertig bin und die Leserei am PC nicht mehr viel bringt, zwei Ausdrucke fertigen. Die werden dann am Rücken geleimt und an zwei Personen meines Vertrauens ( es könnten auch drei werden) übergeben. Die haben dann die heilige Pflicht mit Bleistift zu lesen und zu kommentieren.

Danach werde ich mich natürlich auch über mein Werk hermachen.

So, oder so ähnlich habe ich das vor.
Aber ich lasse mir gerne wertvolle Tips geben, wie ich das besser machen kann.

Gruß Uwe
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julian
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Re:

von julian (28.01.2009, 13:26)
ich denke es ist generell nicht sehr sinnvoll nur am pc zu korrigieren, da man da einfach viel zu viele fehler übersieht.

ich mache es immer so dass ich erstmal einen Ausdruck mache und da auf rechtschreib- und zeichenfehler achte .. wenn ich das gemacht habe nehm ich mir den text nochmal vor und kontrolliere meine wortwahl (was für adjektive habe ich benutzt und sind die geeignet um die gewollte atmosphäre zu erzeugen oder fallen mir bessere ein .. benutze ich ein wort auffällig häufig .. etc etc) .. am ende kontrolliere ich den text dann nochmal nach seinem inhalt, also ob alles seinen logischen zusammenhang hat und ob der leser den auch erkennt ..

das dauert zwar lange, aber ich habe festgestellt das es für mich am effektivsten ist
aber das ist bestimmt auch von schreiber zu schreiber unterschiedlich .. ich könnte zum beispiel nie stundenlang auf meinem bildschirm auf einen text starren und dabei konzentriert bleiben :?

grüße
julian

ps: ich denke man sollte sich auch immer nur kleinere stücke nehmen und nicht gleich das ganze manuskript auf einmal
Ein Abend, bei dem alle Anwesenden der selben Meinung sind, ist ein verlorener Abend (Einstein)

Tom
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Re:

von Tom (28.01.2009, 15:27)
Was mir am PC fehlerfrei erscheint, stellt sich nach dem Ausdrucken manchmal als wahre Fundgrube für Fehler heraus. Das überrascht mich oft selbst. Ich versuche schon am PC so wenig Fehler wie möglich zu machen, drucke aber dann immer ein paar Seiten aus und lese es mit dem Rotstift in der Hand nochmal in Ruhe durch.

Wenn ich dann irgendwann mal fertig werden sollte cheezygrin werde ich das ganze Manuskript dann nochmal komplett ausdrucken und auf Fehler absuchen. Dann muss meine bessere Hälfte ran, und zum Schluss der Lektor. Ist noch ein weiter Weg bis dahin. book:
Neid ist eine häßliche, aber zumindest sehr aufrichtige Art der Anerkennung.

Viele Grüße vom Tom

hwg
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Re:

von hwg (28.01.2009, 15:34)
Kurze, "für den Tag" geschriebene Texte (Presseartikel) korrigiere ich am Bildschirm, längere Texte grundsätzlich nach deren Ausdruck!

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