Können Träume doch in Erfüllung gehen?

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Hermina
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Können Träume doch in Erfüllung gehen?

von Hermina (04.09.2007, 08:29)
:( Ist es wirklich unmöglich, Literatur zu verkaufen?
Ich schreibe seit meinem 5. Lebensjahr. Ja, lange bevor andere Kinder die ersten Buchstaben lernen, konnte ich bereits meine ersten Gedichte schreiben. Das war einmal...
Mittlerweile bin ich fast 32 Jahre alt und lebe seit 17 Jahren in Deutschland.
Über meine Integration als Kind einer osteuropäischen Familie habe ich ein Buch geschrieben.
Es ist ein bewegendes Buch mit dem Titel " Ich war das Asylantenkind, mein Weg in die Freiheit", und es erscheint demnächst bei BoD.
Umsonst habe ich die großen Verlage angeschrieben, Ihnen die Vorteile meines Manuskriptes gezeigt ( aktuelles Thema, mein Buch zeigt ein Bild , das würdig ist, nach außen transportiert zu werden etc. ).
Es hat keinen wirklich interessiert.
Bis auf die Verlage, bie denen man tief in die Tasche greifen muß. Und wer weiß, ob man überhaupt ein einziges Exemplar verkaufen wird?
Ich habe mich letzlich für BoD entschieden, hier kann man wenigstens den Status überprüfen und sich aktiv an der Vermarktung beteiligen.
Allerdings bin ich von unzählingen positiven wie auch negativen Einträgen etwas schockiert.
Ich habe meine Hoffnungen in der Frankfurter Buchmesse gesetzt und hoffe, dort Werbung für mein Buch machen zu können.
Fremde, die das Buch als Manuskript gelesen haben, habe richtig geweint.
Es ist ein Buch für alle, die noch nicht wissen, was es bedeutet, fremd und einsam zu sein. Sind wir nicht alle, Menschen, irgendwie fremd und einsam in diesem Universum?
Kann mir jemand aus seiner eigenen Erfahrung sagen, ob es wirklich noch Wunder gibt? Ist der Weg nach oben, als Schriftsteller angesehen zu werden, von den großen Verlagen Aufmerksamkeit zu bekommen, unmöglich? Wie haben es die anderen geschafft? Wenn keiner hilft, den Anfang zu gestalten, kann doch keiner von uns bekannt werden, oder?
Bitte schickt Eure Emails und wartet nicht ab!
Ich bin verzweifelt!
Ich bin enttäuscht!
Doch lebe ich und hoffe, das Träume in Erfüllung gehen können. Es ist mein Kindheitstraum.
Danke,
Hermina Popa
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Mein Kindheitstraum ist wahr geworden. Bald werde ich mein erstes Buch in den Händen halten können. Wie schwierig wird aber der Weg nach oben?

julia07
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Re:

von julia07 (04.09.2007, 11:08)
Hallo Hermina!

Nein, Du bist nicht enttäuscht, verzweifelt und was sonst noch Schlimmes - Du bist vielleicht einfach nur zu ungeduldig!! cheezygrin

Lass Dich um Himmels Willen nicht von Deinem Buchvorhaben ablenken, aber sammle erst die notwendigen Erfahrungen und Informationen, damit das alles "Hand und Fuß" hat. Ich würde z. B. den Titel anders machen. Mir fällt jetzt zwar auch nichts besseres ein, aber der akuelle erscheint mir marketingmäßig weniger geeignet zu sein.

Du schaffst das ganz bestimmt und hier findest Du ganz bestimmt eine menge Leute, die helfend Rat geben.
Viele Grüße, Julia

dbs

Re: Können Träume doch in Erfüllung gehen?

von dbs (04.09.2007, 11:12)
Hallo Hermina!

hermina.nico@freenet.de hat geschrieben:
:( Ist es wirklich unmöglich, Literatur zu verkaufen?


Es ist möglich. Allerdings gibt es da ein ganz dickes "Aber" ...

Verlage haben nur ein untergeordnetes Interesse an den persönlichen Gefühlen ihrer Autoren. Verlage wollen mit einem Buch eigentlich nur eines: viel Geld verdienen.

Wenn man sein Manuskript einem Verlag zur Veröffentlichung anbietet, dann wird aus dem Herzblut, das in den Seiten steckt, eine ganz profane Handelsware. So wie Autoreifen, Schweinebraten oder Baseball-Kappen.

Man selbst hält sein Werk logischerweise für unbedingt veröffentlichungswürdig - der Verlag stellt aber die Frage: Wer soll das fertige Buch kaufen? Wie sieht die Zielgruppe aus? Und spielt das Buch die Herstellungskosten wieder ein oder ist es ein Verlustgeschäft (ein Buch für den Markt zu produzieren kostet den Verlag etwa so viel wie ein Mittelklasseauto).

Wer ein Buch geschrieben hat, das mit sehr viel Emotionen verknüpft ist (so wie das bei dir der Fall zu sein scheint), läuft ohnehin großes Risiko. Da sind zum einen die Ablehnungen durch die Verlage, was dem eigenen Ego nicht gerade zuträglich ist. Und wenn sich dann doch ein Verlag findet, der das Buch herausbringt, was geschieht mit dir, wenn die ersten Rezensionen das Buch in der Luft zerfetzen? Vielleicht sogar auf der Feuilleton-Seite deiner lokalen Zeitung? Kritik kann verdammt weh tun, und unter Umständen wirst du auch noch der Lächerlichkeit preisgegeben? Bist du auf so etwas eingestellt?

Das ist jetzt nichts Spezifisches, was nur dich allein betrifft. Das gilt für alle Autoren, die sich in das Licht der Öffentlichkeit wagen. Und wenn es dann noch um ein Buch geht, in das man viele eigene Gefühle investiert hat, dann kann es richtig hart werden.

Also Abstand gewinnen. Sein Werk auch mal nur als »Ware« sehen, völlig losgelöst vom Inhalt und den persönlichen Beziehungen. Eine Schreibkollegin von mir hat immer gesagt: "Nie etwas in die Öffentlichkeit geben, wenn man nicht ausreichend emotionalen Abstand hat." Von sich und seinem Werk überzeugt sein - ja! An der Ignoranz der Welt verzweifeln - nein!

Grüße
Siegfried

Hermina
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Re:

von Hermina (04.09.2007, 11:57)
Hallo!

Zuerst möchte ich mich herzlich für die schnelle Antwort bedanken. Es ist ein tolles Gefühl!
Der Anfang ist immer schwer, ich weiß es, und ich bin bereit, durch dick und dünn zu gehen, um diesen Traum zu erfüllen. Ich möchte schreiben, ich möchte die notwendige Erfahrung sammeln, ich möchte Lob und Kritik sammeln, um als Autor überhaupt überleben zu können. Ich habe keine Angst vor der Außenwelt, ich habe nur Angst von der Blindheit der Medien, die nur nach Quantität suchen. Was hätten die Genien der Welt gemacht, wenn man sie einfach ignoriert hätte. Nicht jeder kann Dieter Bohlen heiraten, nicht jeder zeigt sich nackt vor Kameras, um überhaupt Erfolg zu haben. Mein Erfolg würde bedeuten, an einem wunderschönen Herbsttag, vor vielen Menschen, mein Buch zu presentieren.
Mein Wunsch ist es, die anderen 8 Buchprojekte, die zur Zeit laufen, der Welt zu zeigen. Ich möchte einfach nur das Gefühl haben, dass mich die Welt draußen wahrnimmt.
Ich weiß, dass der Weg nach oben steinig und scwierig ist, wenn man keine Beziehungen hat. Das ist die Ironie der Zivilisation.
Ich werde aber nach möglichen Abkürzungen suchen, um ans Ziel zu kommen.
Ich danke nochmal für die Nachricht. Es ist wie ein Vitamindrink, der Körper und Geist aufmuntert.

Hermina
Mein Kindheitstraum ist wahr geworden. Bald werde ich mein erstes Buch in den Händen halten können. Wie schwierig wird aber der Weg nach oben?

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Judith
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Re:

von Judith (04.09.2007, 12:33)
Hallo Hermina,

hübsches Foto! :D

Du hast 8 Buchprojekte? Wow, dann scheinst du ja eine echte Vielschreiberin zu sein!

Viel Spaß im Forum wünscht
Judith
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Versailles
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Re:

von Versailles (04.09.2007, 15:00)
Hallo Hermina,

du scheinst wirklich unglaublich schreib-fleissig, aber eben auch emotional sehr mit deinem aktuellen Projekt verbunden. Aber wer ist das nicht??
Wenn man sein Manuskript einem Verlag zur Veröffentlichung anbietet, dann wird aus dem Herzblut, das in den Seiten steckt, eine ganz profane Handelsware. So wie Autoreifen, Schweinebraten oder Baseball-Kappen.

Da gebe ich Siegfried Recht - nichts anderes sieht ein Verleger in einem Manuskript.
Man selbst hält sein Werk logischerweise für unbedingt veröffentlichungswürdig

Absolut! Sonst hätte wohl niemand von uns sein Buch veröffentlicht und die berühmten Strohballen würden hier durchs Forum wehen
der Verlag stellt aber die Frage: Wer soll das fertige Buch kaufen? Wie sieht die Zielgruppe aus? Und spielt das Buch die Herstellungskosten wieder ein oder ist es ein Verlustgeschäft


Bei mir gab es ein paar Absagen, weil man wohl dachte: neu + zu spezielles Thema = da geht nichts.
Also bin ich über BoD selbst auf die Suche gegangen nach meiner Zielgruppe und habe sie gefunden. Jetzt kostet es Kraft und persönlichen Einsatz, meinen Titel bekannt zu machen, aber ich weiss, dass es irgendwann Früchte trägt. Ausserdem ist der Austausch hier in diesem Forum sehr anregend und gleichzeitig auch beruhigend - ich bin nicht allein mit meinen tollen und den weniger erbaulichen Erfahrungen! Es gibt viele Tipps, Ideen und Anregungen.

Was hätten die Genien der Welt gemacht, wenn man sie einfach ignoriert hätte
Gegenfrage: was wäre aus den Genies geworden, wenn sie sich von der Ignoranz hätten einschüchtern lassen? :wink:

Stell' dir doch mal vor, du stehst mit einem Tisch voller Bücher in der Fussgängerzone, an einem Samstag Vormittag. Die Menschen strömen vorbei, achtlos, manche bleiben stehen, schauen neugierig, rümpfen die Nase, gehen wortlos weiter. Manche bleiben stehen, suchen das Gespräch mit dir und nehmen deine Zeit in Anspruch, ohne sich zum Kauf zu entscheiden und einige von den Menschen blättern im Buch und kaufen es spontan. Wenn du dir vorstellen kannst, eine solche Aktion durchzuziehen, ohne nach einer Stunde völlig verzweifelt in Tränen auszubrechen, ist, glaube ich, der Punkt gekommen, deinen Text noch ein wenig mehr loszulassen und ihn auch als 'Produkt' zu sehen. Das heisst natürlich nicht, dass du ihn wie sauer Bier anbietest, aber die persönliche Note sollte nicht allzu deutlich zu spüren sein. Ich meine damit, dass vor allem die unbequemeren Reaktionen der Mitmenschen dich nicht allzu sehr anmachen.

Ich wünsche dir alles Gute und freue mich auf einen anregenden Informationsaustausch

Amalia
DIE COMTESSE ab sofort als "EDITION BOD"
www.comtesse-heloise.de

Autorenphoto von J. Nemeth, Photostudio Kannengiesser, 58095 Hagen (2007)

Hermina
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Re:

von Hermina (04.09.2007, 16:09)
Hallo!

Wie schön es ist, jemanden zu haben, der in der Beziehung genauso denkt und fühlt.
Jeder Anfang ist eine Herausforderung, keine Frage!
Mich entäuscht leider nur zu sehen, wie viel Müll produziert wird, und ich frage mich wirklich, ob es Menschen gibt, die sich dafür tatsächlich interessieren.
Ja, ich schreibe gerne, habe über 500 Gedichte geschrieben, schreibe an
8 Büchern gleichzeitig, habe mein erstes Buch gleichzeitig in drei Sprachen geschrieben ( Deutsch, Rumänisch und Italienisch), arbeite, bin Mutter, habe Haustiere und einen netten Mann. Einen Italiener als Mann, das sagt schon alles! Lebensfroh und sehr bequem.
Das Schreiben ist die Erfüllung der vesteckten Sehnsüchten in mir. Es ist einfach mein kleines Baby, das noch viel Aufmerksamkeit und Zuneigung braucht, um erwachsen zu werden. Ich will es begleiten, lieben und zu einem würdigen Teil der Weltliteratur machen. Es hört sich vielleicht
selbstsicher, naiv, hochnäsig etc.
Wir alle, die imstande sind, unsere Gefühle aufs Papier zu bringen, kleine und große Autoren, jedes Werk, das nicht nur Blödsinn enhält ( Bsp: Dieter Bohlen, Verona Feldbusch, Paris Hilton etc), wir alle sind ein Teil einer menschlichen Etwicklung, die keine geschlossene Türen eigentlich kennt. Denn die wichtigste Tür bleibt für immer offen: Die Tür zu der schönsten Begabung Gottes.
Mein erstes Buch ist sehr bewegend. Ich möchte dadurch der Welt zeigen, wie viel gute Eigenschaften in Deuschland vorhanden sind, wie viel Potenzial dieses Land kennt, das mittlerweile meine Heimat geworden ist und die einzige Heimat meiner Kinder. Sobald schlechte Nachrichten zu hören sind, zeigt man wieder auf Deuschland. Es ist nicht schön. Haben andere Länder keine Probleme? War Deuschland an dem 2. Weltkrieg alleine beteiligt? Doch es bleibt ein Dorn im Auge. Und ich will es versuchen, dieses Bild zu verschönern, durch mein Buch der Realität näher zu bringen. Klar, gibt es hier im Lande Probleme, doch es gibt auch viele schöne Sachen. Ich freue mich, endlich daheim zu sein.
Das ist der Grund, warum mich die Absagen der Verlage enttäuschen.
Sie suchen nach neuen Themen, ich biete ein aktuelles Thema an, und sie lehnen es ab.
Es kommen Bücher auf den Markt, die von afrikanischen, asiatischen, armenischen etc. Schriftstellern geschrieben wurden, Menschen ohne Name, Länder ohne Möglichkeiten, und sie alle schaffen es.
Und ich, hier aufgewachsen, habe ein Buch geschrieben, eigentlich habe ich mit 16 angefangen, dieses Buch zu schreiben, und es folgt keine Reaktion.
Der Kampf geht weiter, ich habe eine tolle Familie, tolle Kinder, ich habe tolle Freunde, die mich unterstützen, und inzwischen eine neue zweite Familie durch das Autorenforum Bod kennen gelernt.
Was bracht man für den Anfang mehr?
Liebe Grüße,
Hermina
Mein Kindheitstraum ist wahr geworden. Bald werde ich mein erstes Buch in den Händen halten können. Wie schwierig wird aber der Weg nach oben?

dbs

Re:

von dbs (05.09.2007, 11:37)
Hi!

Hermina hat geschrieben:
Ich möchte einfach nur das Gefühl haben, dass mich die Welt draußen wahrnimmt.


Wenn das ein für dich wichtiges Ziel ist, dann solltest du an möglichst vielen Schreibwettbewerben teilnehmen. Was derzeit an Ausschreibungen läuft, kannst du hier nachlesen (nur auf die farblich unterlegten Einträge achten):

http://www.uschtrin.de/preise.html

oder du beteiligst dich an Anthologien, siehe hier:

http://www.uschtrin.de/anthologien.html

Letztlich hat dein Roman-Manuskript bei einem Verlag bessere Chancen, wenn du im Anschreiben bereits auf bestimmte Veröffentlichungen hinweisen kannst.

Das ist wie bei einem Deich. Erst muss man kleiner Löche hineinbohren, durch die dann das Wasser langsam plätschert. Mit der Zeit wird es immer mehr, und irgendwann kommt dann der große Durchbruch.

Grüße
Siegfried

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Judith
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Re:

von Judith (05.09.2007, 13:18)
Dake für die Links, Siegfried. Ich werde mich (teilweise zusammen mit meinem Mann) auch mal auf ein paar Kurzgeschichten-Projekte stürzen.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Hermina
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Re:

von Hermina (05.09.2007, 15:32)
Vielen Dank für die erste Hilfe! Ich habe sie gebraucht. Jetzt sieht es schon besser aus. Es lebe das Schreiben!

Bis bald,
Hermina thumbbup thanks:
Mein Kindheitstraum ist wahr geworden. Bald werde ich mein erstes Buch in den Händen halten können. Wie schwierig wird aber der Weg nach oben?

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