Was würdet ihr mir raten? (Thema Depressionen)

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Silvia Kirschner
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Re:

von Silvia Kirschner (25.01.2009, 10:57)
hallo ihr lieben,

ich hab grad voller begeisterung gesehen, dass schon so viele meinungen hier eingegangen sind.

zuerst war ich doch ein bisschen hin- und hergerissen - ich finde, da ist schon was dran, dass man irgendwie manchmal extrem konfrontieren muss, damit ein gewisses thema ins gespräch kommt.

allerdings habe ich mich auch schon dafür entschieden, nicht mit einer selbstverletzungs-szene zu beginnen. aus vielen verschiedenen gründen, die hier auch teilweise angesprochen wurden, werde ich das lieber nicht so machen. ich überlege noch, ob ich vielleicht irgendwo mittig oder am ende eventuell was in die richtung einbaue oder zumindest andeute, aber ich hab für mich eher den sinn, dass es ins positive licht gestellt werden soll. es soll ja wirklich so sein, dass meine zeilen jemandem mut geben sollen, unterstützung bieten sollen - die betroffenen menschen sollen den funken vertrauen aufgreifen, dass diese schlimme krankheit wirklich auch überstanden werden kann...

wie ich das alles nun genau aufbaue und gliedere, darüber muss ich glaub ich noch ein paar mal schlafen.. wenns dann endlich mal gefruchtet hat, werd ichs euch sagen ;o)

ich danke einstweilen gleich euch allen für eure interessante anteilnahme :o) bin auch gern offen für inspirierende ideen dafür, wie ich mein thema auf youtube am besten rüberbringen könnte!

alles liebe an euch - und noch einen schönen sonntagnachmittag!

eure silvia

Hanna
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Re:

von Hanna (25.01.2009, 13:22)
die betroffenen menschen sollen den funken vertrauen aufgreifen, dass diese schlimme krankheit wirklich auch überstanden werden kann...

Hallo Sylvia
Ein toller Satz. thumbbup thumbbup
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen Kraft und Mut und bin überzeugt, dass Deine offene Art und die Bereitschaft, auch andern Betroffenen zu helfen, Früchte tragen wird.
Alles Liebe Hanna

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noteingang
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Re:

von noteingang (27.01.2009, 11:55)
Wie hier schon angesprochen sind Selbstverletzungen in bestimmten Szenen (emo) gerade fast chic Desweiteren finde ich die Selbstverletzungsschiene bei Depressionen irgendwie ausgelutscht.

Es gibt ja verschiedene Arten von Depressionen. Ich will gar nicht zu sehr ins Detail gehen aber gibt es zum einen die physiologische, bedeutet das Fehlen von Botenstoffen, Hormonen etc. Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion neigen stärker zu Depressionen, oder Menschen mit Prostata/Hodenkrebs. Dann gibt es die Depression, dass man sich für bestimmte Dinge (meist aus der Kindheit) selbst die Schuld gibt und als 3tes halt die Egoschiene. Man kann nichts gutes in der eigenen Handlung sehen und bestraft sich gewissermaßen.

Die Selbstverletzung resultiert (statistisch, finde aber gerade keine QUelle) nie oder fast nie aus der physiologischen Depression. Auch ist pauschal zu sagen, Selbstverletzung ist fast nur bei Frauen zu finden, Männer zeigen ihre Agression anders (Gewalt gegen andere).

Zum Thema Depression oder andere psychische Krankheiten:
Es ist immer sehr sehr schwierig über so etwas zu schreiben, da jeder, der es nicht selbst erlebt oder nahe Bekannte/Verwandte hat, die das durchleben/durchlebten, kaum nachvollziehen kann. Hier liegt die Hauptaufgabe, es für vermeintlich "gesunde Menschen" nachvollziehbar zu machen.

THema Selbstverletzung: >Durchaus als AUfhänger zu gebrauchen, aber nur mit Fingerspitzengefühl und viel Reflektion. Wieso, weshalb etc. Warum tut es die Person, was denkt sie dabei (fast alle werden sagen Ventil), was kann das bedeuten. WIe kommt ein Mensch dazu sich Schmerzen zuzufügen (SM ist ja auch nicht soo untypisch). Es darf nicht in Effekthascherei ausarten. Und nachmachen wird das kaum jemand, außer er/sie ist eh dazu vorgeprägt oder ein "Gruppenkodex" sieht es als in an.

In meinem letzten vollendeten Buch ist eine Person auch zutiefst depressiv, aber merkt man das kaum, weil die Person, das unter einer extrem zynischen Maske versteckt. Depression sieht man den meisten Menschen nicht an, viele sind äußerst lustig und lächeln andauernd wenn sie mit Unbekannten sprechen. Achte bei Menschen immer auf die Augen, die verraten nämlich ob es eher eine Schutzmaske ist.

Ergo: Ein Buch über Depression kann meiner Meinung nach nie den depressiven helfen, sondern eher den Freunden/Verwandten, besser zu verstehen. Depressionen kann man nur behandeln, in dem man den Kern aufarbeitet und der ist meist so gut versteckt, dass es eben professionelle Hilfe bedarf. Gerade die Depression, die aus mangelndem Ego resultiert bedarf eine langjährigen Verhaltenstherapie, bei der gelernt werden muss sich selbst zu mögen. Das ist ganz ganz harte Arbeit. Und wenn man bedenkt, dass die Adressaten eher die "nichtdepressiven" sind, muss man immer drauf achten, dass man denen das irgendwie plausibel macht.

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Silvia Kirschner
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Re:

von Silvia Kirschner (28.01.2009, 08:30)
hallo "noteinang"

grundsätzlich stimme ich vielen deiner ansichten zu.

allerdings finde ich, dass ein buch, in dem die geschichte (und vor allem realistisch übernommene tagebucheinträge) eines von depressionen erkrankten menschens abgelichtet ist, sehr wohl auch aktiv betroffenen helfen kann. ich habe nun seit meiner buchveröffentlichung einige extrem positive rückmeldungen bekommen - von menschen, die gerade selber mit dem thema kämpfen - ich bekam unter anderem einen anruf von einem jungen mann, der deswegen gerade im kh ist; ich kenne ihn nicht und er kennt mich nicht, aber er hat mich angerufen, um sich für die zeilen in meinem buch zu bedanken.... es war eines der berührendsten erlebnisse für mich überhaupt.

ich weiß auch von anderen menschen (darunter gemischt frauen und männer), die selber an depressionen erkrankt sind oder waren, dass ihnen das buch deswegen schon eine hilfestellung ist, weil sie sich in den tagebucheinträgen wiedererkennen. das allein ist schon eine hilfe für sie, weil sie sich dann nicht so allein mit ihren gedanken fühlen oder für verrückt halten. sie sehen - es gibt da noch wen, dem es vielleicht so geht wie mir - und das kann durchaus sehr hilfreich sein.

dass dieses buch sicherlich keine "medizin" oder heilung darstellt, steht ausser frage. natürlich braucht jeder betroffene ein massgeschneidertes hilfeprogramm, sei es jetzt in form von therapie, medikamente etc.
aber generell bin ich der meinung, dass wahre erlebnisberichte, sei es nun in sachen depressionen oder anderwertiges, IMMER für beide seiten eine hilfestellung bieten können und nicht nur an passiv betroffene gerichtet sind.

da eine depression auch immer verschiedene auswirkungen mit sich bringt, gibt es bestimmt auch menschen, die sich in meinem buch nicht zu 100 % wiedererkennen. aber das ist auch kein MUSS. der sinn ist, dass betroffene - egal ob aktiv oder passiv betroffene - irgendeine art von hilfe daraus ziehen können. und selbst, wenn sie "nur" zu dem schluss kommen, dass sie bestimmt anders, d.h. vielleicht sogar "besser" gehandelt hätten, als die protagonistin in meinem buch
:o)

lg, silvia

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noteingang
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Re:

von noteingang (28.01.2009, 17:04)
Silvia Kirschner hat geschrieben:

allerdings finde ich, dass ein buch, in dem die geschichte (und vor allem realistisch übernommene tagebucheinträge) eines von depressionen erkrankten menschens abgelichtet ist, sehr wohl auch aktiv betroffenen helfen kann.


Sehe ich halt anders (psychologie studiert und Praktikas+Bekannte). Aber das ist meine Meinung. Es kann den Menschen durchaus kurze freudige Momente bereiten, sich wiederzuerkennen, oder zu erkennen dass andere Menschen ähnlich fühlen, "geheilt" wird man dadurch aber nicht. Eventuell wäre die Hilfe, dass man sich nach der Lektüre hilfe sucht, oder dass man etwas Lebensmut wiedererlangt. An dem wirklichen Kern ändert es eigentlich nichts. Denn Depressionen zu behandeln ist wirklich eine sehr lange harte Arbeit. Die meisten depressiven Menschen schlucken irgendwann mal Medikamente und lassen Therapien nach paar Sitzungen sausen, weil es einfach zu anstrengend ist und zu langsam Vorschritte zu erziehlen sind.

Ganz ganz wenig klinisch depressive (jetzt keine Kurzzeitdepression wegen eines Trauerfalls) schaffen es überhaupt ihre Krankheit in den Griff zu bekommen, so dass die medikamentfrei bleiben können. Eben weil es nicht reicht mal einen Lebensratgeber zu lesen oder mal paar mal zur Therapie zu gehen. Die Menschen müssen durch Konditionierung ihr komplettes Seelenleben umgekrempelt bekommen, das ist extrem zeitaufwendig und langwierig. Hier gibt es keine einfache Heilung. Und genau hier finde ich sollte man ansetzen, den Menschen vermitteln, dass sie Kraft und Zeit brauchen, viel Kraft und viel Zeit und oft nicht einmal merken, dass es besser wird, weil es so lange dauert und man diese kleinen Schritte der Verbesserung kaum wahrnehmen kann.

Ich finde nämlich eher der Umkehrschluss ist, es ist nicht hilfreich mitzubekommen, dass es anderen Menschen auch so geht und die Menschen schaffen damit zu überleben, meiner Meinung nach raubt das eher Motivation zu einer grundlegenden Arbeit an sich selbst.

Klischeehafterweise haben depressive Menschen gerne depressive Freunde (gibt dazu Untersuchungen) und glauben geteiltes Leid ist halbes Leid, genau das ist aber der GAU für Heilungsbemühungen.

Richtig schade ist halt, dass in unserer Therapielandschaft einfach nicht genug Zeit für einzelne Menschen zur Verfügung steht. 1 mal die Woche bissl mit dem Therapeuten reden reicht nicht, wenn man nicht extrem hart an sich arbeitet, und in irgendwelchen Kliniken gibt es kaum genug Zeit für den Einzelnen. Ich weiß da sehr genau, wovon ich spreche, erlebte das nicht nur in Einzelfall an einem Freund sondern institutionell und eben auch wissenschaftlich.

Pliekolus
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paar Ideen von mir

von Pliekolus (05.02.2009, 09:56)
Hallo Silvia,

ich habe 2007 einen Video-Clip zu meinem Fantasy-Roman eingestellt.

Wenn du ihn sehen möchtest:
http://www.myvideo.de/watch/3054201/Pli ... Kapitel_21

Er hat mir keinerlei Marketingvorteil oder zusätzliche Verkäufe gebracht. Ich hatte lediglich einen lustigen Nachmittag mit meiner kleinen Tochter.

Ich denke, das potenzielle Leser nicht nach Videos suchen. Aber, wenn du überhaupt einen Effekt haben willst, muss das Video der Kracher sein und echt schocken. Nur wenn viele Leute das Video weiterleiten hast du vielleicht die Chance, das einer auch dein Buch kauft.

Einfach einen Teil im Video vorlesen wirkt oft öde. Man schaut sich zwar immer wieder das Video an, aber meistens um den oder die Autor/in zu beobachten. Man fragt sich: wie spricht er/sie, was trägt er/sie für Kleidung, was steht im Hintergrund, wie ist die Aussprache und die Stimmfarbe, passt das Thema zum Autor, nervt die Person, die vorliest?
Du solltest nur das Thema visualisieren, nicht deine Person. Du solltest eine Art Werbe-Film drehen, vielleicht Schlagwörter verwenden und starke musikalische Klänge, die die Schlagwörter untermauern.

Vielleicht eine Tablettendose, die umgefallen ist und aus der einige Tabletten gerollt sind, dann vielleicht Nadeln oder Rasiermesser, an denen Blut klebt, zerrissene Abschiedsbriefe, eine abgelegte Brille und ausgeblasene Kerzen. Dann vielleicht dunkle Wolken am Himmel und einen klitzekleinen Sonnenstrahl am Ende des Films.

Viele Grüße,

Jacqueline

MagistraE
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Re:

von MagistraE (05.02.2009, 12:06)
Hi Silvia,

wenn man sich mal anschaut, was bei YouTube alles so aufrufbar ist... Dann ist das, was Du vorhast, sehr harmlos. Außerdem brauchen die, deren innerer Schmerz mit äußerem überdeckt werden muss, keine Anleitung zum "Ritzen" - das können die auch so...
Mich hat etwas anderes stutzig gemacht: Ich kenne auch mindestens einen Depressiven. Aber die Selbstverletzung... die lässt mich eher an eine Borderline-Symptomatik denken...

LG

Elly

LOFI

Re:

von LOFI (05.02.2009, 12:14)
MagistraE hat geschrieben:
Mich hat etwas anderes stutzig gemacht: Ich kenne auch mindestens einen Depressiven. Aber die Selbstverletzung... die lässt mich eher an eine Borderline-Symptomatik denken...


Hi,

das Phänomen der Autoaggression ist bei einer Vielzahl psychischer Störungen zu beobachten, insbesondere mit zunehmendem Schweregrad und bei multiplen Symptomkreisen. Nur von der Selbstverletzung ohne weitere Diagnosen auf die Borderlinepersönlichkeit zu schließen, wäre fatal.

VG
Lorenz

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Silvia Kirschner
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Re:

von Silvia Kirschner (05.02.2009, 18:16)
Für Elly: ja, du hast recht, ich kenne einige, die ein bisschen über psychische Krankheiten bescheid wissen, die sofort auf die borderline-sache kommen. daher wundert mich dieser ansatz nun gar nicht :o)

selbstverletzung ist keine typische "nebenwirkung" der depression. (in diesen dingen kann ich mich leider nicht so mit fachwörtern ausdrücken, weil ichs nicht gelernt hab..) aber ich finde, LOFI hat es wie immer toll auf den punkt gebracht (DANKE LOFI love1 ) wenn man nicht selber psychologe bei einem patienten ist, kann man - oder darf man - keine schnellen diagnosen stellen oder einfach jemandem nach dem bauchgefühl einstufen. und selbst die psychologen selbst sind sich nicht immer einig. meist läuft es dann doch eher darauf hinaus: 2 ärzte, aber 3 oder 4 meinungen ;o)

aber zu deinem denkanstoß zwecks borderline: diese art von psychischem krankheitsbild wurde definitv ausgeschlossen.

liebe grüße, silvia

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Silvia Kirschner
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Re:

von Silvia Kirschner (05.02.2009, 18:19)
Aja, und für Jaqueline: mein video ist nun schon seit letztes woche fertig, aber ich brings einfach nicht online - ich hatte nicht dran gedacht, mich einfach selbst zu filmen, während ich was aus dem buch vorlese :shock:: o gott, das muss ja glaub ich nicht recht toll wirken cheezygrin
nein, ich hab so eine art power point präsentation gemacht - mit schlagwörtern, zu denen ich dann (ungesehen) etwas spreche. richtig vorlesen aus dem buch tu ich gar nicht - ich red nur rundherum :wink:
hättest ja auch viele tolle ideen für so videos!! :o)

liebe grüße,
silvia

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Klärus
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Re:

von Klärus (06.02.2009, 15:02)
Hallo Silvia. Zuerst dachte ich „oh nein, nicht schon wieder“, schon wieder ein Buch übers leiden, aber dann habe ich doch weiter gelesen. Ich selbst bin „Betroffener“, nein, ich habe keine Depressionen, aber eine starke körperliche Behinderung und habe folgende Erfahrung gemacht. Als sich nach einer wesentlichen Verschlechterung meines körperlichen Zustandes das Schreiben entdeckte, ist daraus ein autobiographischer Roman geworden, der jetzt ein Jahr „auf dem Markt“ ist. Von Anfang an war klar, dass ich nicht über einen Leidensweg schreiben wollte, sondern über eine Lebenserfahrung unter besonderen Bedingungen und zwar mir gemäß auf humorvolle Weise. Wichtig war auch, die Zielgruppe zu erforschen und als ich deswegen in Betroffenenkreisen bekannte Zeitschriftverlage anschrieb, sagte man mir, dass es sehr viele so genannte Behinderte gäbe und ein Buch schreiben würden, aber eben übers Leiden und das wolle keiner mehr lesen. Dass meines anders sei, hat schon gar nicht mehr interessiert. Da mein Buch überhaupt nicht verkauft wird im Moment, weil anscheinend kein Mensch auf der Welt was davon weiß, obwohl es da und dort gelistet ist, habe ich mal in der Internetplattform XING nachgefragt und eine Antwort erhalten. Ein kompetenter Autor und Managementtyp aus dieser Businessplattform hat mir u.a. gesagt, dass ich ein Video mit Text in youtube setzen soll. Das hätte Chancen und ansonsten müsse ich mir halt einen Bekanntheitsgrad erarbeiten. Ganz einfach. Ein Video habe ich noch nicht gemacht, weil ich auch nicht richtig weiß wie und Lesungen, von denen man einfach ein Video reinsetzen könnte (Siehe youtube unter „Lesungen“) habe ich nicht gemacht, weil ich nicht weiß, wie das dann mit meiner Atmung funktioniert, das Lesen ist nämlich anstrengend für mich. Jetzt nochmals zum Anfang. Ich selbst habe Erfahrung in der Arbeit mit psychisch kranken Menschen und weiß auch, dass diese Selbstverletzungen damit zusammenhängen, sich zu spüren, sich wahrzunehmen in einer Agonie von Schmerz und bodenloser Traurigkeit. Diese Selbstverletzung muss ja nicht der hype sein, um Buch verkaufen zu können, sondern alles was dahinter steckt und ist ja nicht primär Thema. Dein Buch klingt erstmal nach Leidensgeschichte, aber wenn ich in deine Homepage reinspüre, dann spüre ich da diese Wärme und Herzlichkeit, die von dir ausgeht und du hast eine Vision, sonst hättest du das Buch nicht geschrieben und du hast ein Ziel, das du damit erreichen möchtest. Es ist dann letztlich gar nicht wichtig, was andere Menschen dazu sagen, denn jeder hat eine andere Meinung und andere Lebensthemen, sondern höre auf deine Herzensstimme. Die sagt dir, woh`s lang geht. Alles Andere ist der Kopf. Natürlich ist der Austausch im Forum richtig und wichtig, denn das ist Kommunikation. Wie gesagt, mach, wie es sich für dich richtig anfühlt. Wenn du dich entscheidest, das Video in youtube zu geben, werde ich es mir anschaun und dir sagen, wie ich es empfinde. Du hast eine wunderbare Ausstrahlung!
Liebe Grüße an alle welche hier lesen.
Klärus
E i g e n t l i c h bin ich ganz anders - ich komme nur selten dazu
www.rolandstickel.de
http://www.youtube.com/watch?v=tkdlE9TdugA
http://www.pinnwand4u.de/klaerus/

LOFI

Re:

von LOFI (06.02.2009, 15:20)
Klärus hat geschrieben:
Du hast eine wunderbare Ausstrahlung!


Dem kann ich nicht widersprechen. thumbbup

VG
Lorenz

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Silvia Kirschner
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Re:

von Silvia Kirschner (07.02.2009, 09:55)
lieber klärus,

ich danke dir von herzen für deine so persönlichen zeilen und ich bin tief beeindruckt von dir! ich selber kann es ja gar nicht verstehen, dass für ein buch deiner art kein interesse bestehen soll. ich selber bin immer sehr fasziniert von persönlichen geschichten - ab es nun einen leidensweg darstellt oder nicht.
bei uns in österreich habe ich bücher in meiner art nur annähernd in einem anderen wiedergefunden - und das tragische ist, dass dort die protagonistin das buch damit abschließt, indem sie auf unbestimmte zeit in die psychiatrie eingewiesen wird. das ist halt schon sehr bitter. von meiner freundin weiß ich, dass sie sich in krankheitszeiten immer nach einem buch gesehnt hätte, indem sie ihre eigenen gefühle wiederfindet, um sich nicht so allein ud "verrückt" zu fühlen.. daher ist der grundstil in meinem buch eigentlich schon eher die leidensgeschichte, in der man ein bisschen einsicht in die gefühlswelt eines depressiv-kranken mädchens bekommen soll. vor allem soll es ja auch aufzeigen, wie ein jugendlicher in solchen momenten fühlen kann, denn ich hab die erfahrung gemacht, dass jugendliche viel zu oft "unterschätzt" oder nicht sehr ernst genommen werden - vielleicht kann ich da mit meinem buch etwas bewirken... ??
ich wünsch dir jedenfalls alles erdenklich gute - für deine gesundheit in erster linie, aber natürlich auch für dein buch :o)
deine silvia

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Klärus
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Re:

von Klärus (07.02.2009, 11:29)
Hallo Silvia,
wir überschlagen uns gegenseitig mit guten Wünschen :D
Aber das ist doch gut so. In meiner Jugendzeit war ich auch oft sehr traurig, weil ich nicht wusste, wie Leben fäuft und wo es hinführen soll. Die Erfahrungen, dass auch in einer tiefen Dunkelheit schon ein winziges Licht genährt werden kann, damit es wieder ganz hell werden kann, können sehr stark machen. Worauf wir unsere Gedanken und Gefühle hinlenken, das verstärken wir und wenn wir es schaffen, die vielen seelischen Verletzungen zu erkennen, können wir es auch schaffen, diese loszulassen.
Literatur kann zu Erkenntnissen führen und war und ist für mich von besonderer Bedeutung und ich glaube, wir werden zu den Büchern hingeführt, welche "gut" für uns sind.
Alle, die mein Buch bisher gelesen haben, waren freudvoll berührt. Ich habe sogar einen Stabel in meiner Gymnastikpraxis und im Wartezimmer können die Leute drin lesen. Auch die sind begeistert, wie mir mitgeteilt wird, aber meinst du, die kaufen das dann? :(
Mein BOD-Buch kostet 15,50 Euro. Ich glaube, das ist für ein Taschenbuch einfach zu viel.
E i g e n t l i c h bin ich ganz anders - ich komme nur selten dazu

www.rolandstickel.de

http://www.youtube.com/watch?v=tkdlE9TdugA

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Re:

von Silvia Kirschner (07.02.2009, 18:47)
also 15,50 schreckt mich jetzt ja eigentlich gar nicht cool5 ich denke, auf den inhalt kommt es an, oder? aber naja, ist natürlich schade - so gut man es auch mit seinem buch meint und sehr der wille da ist, vielleicht damit jemandem mut mitzugeben, so will man ja doch auch irgendwie eine kleine "belohnung" dafür haben :wink:
aber ich sag dir was: du must nur einen ganz naiven mut sammeln und die unmöglichsten stellen anschreiben und um unterstützung bitten - ich glaub, jetzt ist es mal zeit für eine pn cool5
bis bald - deine silvia

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