das kostet - dürfen es ein paar Seiten mehr sein?

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PvO
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Re:

von PvO (07.02.2009, 09:43)
Mein Erstlings BOD hat über 400 Seiten und kostet 19,80. Ich verkaufe das Buch als Mängelexemplar für 13 Euro und siehe da, es ist der Bestseller meiner BOD`s. Der Verkaufspreis der BOD Bücher ist nun mal eines der Nachteile überhaupt, die man bei BOD hat. Wie Heinz schon schrieb, das wurde alles schon an die hundert mal durchgekaut.

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Corvinus
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Re:

von Corvinus (07.02.2009, 09:56)
Kann ich PvO nur recht geben. Meine überarbeitete Sammel- Gesamtausgabe von Devian & Corvina würde als Hardcoverversion mit knapp 340 Seiten fast 26,95 Euro kosten. Unverschämt teuer und somit leider so gut wie unverkäuflich...
Zahlreich sind die Dinge derer ich nicht bedarf...

Pliekolus
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Re:

von Pliekolus (07.02.2009, 18:10)
mein Pliekolus-Publikum schätze ich vom Alter auf ca. 16.
Dem wollte und will ich keine Bücher für über 20,00 verkaufen müssen. Deshalb habe ich meinen Buchblock so lange formatiert, bis ich auf 10,95 gekommen bin. Von Schülern habe ich nur positive Meinungen gehört. Mein Buch wird im Unterricht vorgestellt. Die Leser um die 50 haben allerdings auch nicht gemeckert. Sie haben sich total auf den Inhalt konzentriert und waren nur über die neue Rechtschreibung verwundert. Mir hat die Formatierung nicht geschadet, jedoch dem Geldbeutel meiner Leser gut getan.

Muss jeder selber wissen, aber BoD-Bücher sind nun mal überteuerte Bücher und wenn man BoD richtig mitverdienen lassen will, muss man sich halt an ein Standard-Format halten. Wenn man aber an den Leser denkt und für ihn entscheidet, dann verdient BoD nicht so viel mit. Ich denke, es gibt hier vielleicht einige BoD-Mitarbeiter, die an den Gewinn ihrer Firma denken.
Mir ging es immer um den Leser. Leser sollten mein Buch kaufen können, damit sie es lesen können.
Ich bin anderer Meinung als einige von euch. Mir geht es darum, dass der Leser an den Inhalt des Buches kommt und das für wenig Geld.
Ich brauche kein teures Kunstwerk, was nur wahre Kunstkenner schätzen und kaufen können. Mein Buch sollte Jugendlichen vom Taschengeld erschwinglich sein.
Ich habe das Buch für Kinder und Jugendliche geschrieben. Denen ist die Formatierung egal, aber der Preis nicht.
Abgesehen davon ist unstrittig, dass man den überflüssigen Inhalt bereits vor der Formatierung entfernen sollte. Davon gehe ich aber in diesem Thread ohnehin aus.

Es ging doch hier darum, ein umfangreiches Werk günstig an die Leser zu bringen, oder?

VG Jacqueline

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buchselstabe
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Re:

von buchselstabe (07.02.2009, 19:35)
Hallo liebe Mitleidende .. :wink:
nachdem nun einige Tage ins Land gezogen sind, muß ich mich doch auch mal wieder melden. Schließlich habe ich diesen Fred ja auch verbrochen.

Aber diese Arbeitswoche gehört in die Rubrik streichen ...

Erst einmal vielen Dank für eure Wortmeldungen. Es wurde doch ein recht breites Spektrum an Meinungen und Lösungsansätzen ausgebreitet.
Und gleichzeitig sorry, falls es genervt hat. Ich habe die Suche vorher wirklich benutzt und erst gestern, bei erneuter Suche ältere und teilweise passende Beiträge gefunden.

Also schaun wir mal.

Das Thema "Teilen" ist eine gute Idee, sofern sich eine Geschichte vernünftig teilen läßt. Leider ist sie schon als Fortsetzung geplant. Nur ist da jeder Band fast 500 Seiten stark. Aber schaun wir mal.

Anpassung des Layouts - auch eine interessante Idee.
Ich habe den heutigen Tag über nichts anders gemacht, als meine Taschenbücher aus dem Regal zu nehmen und alle möglichen Größen und Kleinen dieser Spezies zu vermessen, das Schriftbild auf mich wirken zu lassen, Zeilen zu zählen etc.
Danach habe ich mein Buch genommen und wenige Testeiten in verschiedenen Formatierungen (Ränder, Schriftgrößen, Zeilenabstände) ausgedruckt und mit der Schere ausgeschnitten.
Ich habe doppleseitig auf DIN A4 gedruckt (also vier Seiten auf ein Blatt Papier) und um es einfacher zu haben wurde das Buchblatt eingerahmt gedruckt. So habe ich die Schere leichter ansetzen können.

Dann habe ich das Blatt in die verschiedenen Taschenücher mit hineingeschmuggelt und die Lesbarkeit und die optische Struktur und Anmutung verglichen. Immer eine Seite original Taschenbuch, eine Seite mein Buch.
Von daher habe ich erst einmal das "Optimum" gefunden. Wer zufällig DTV Umberto Eco "Das Foucaultsche Pendel" zu Hause hat - so schauen meine Seiten momentan aus.

Nach der Formatierung schrumpfte meine Seitenzahl von ca. 360 auf 320. Aber ich bin ja auch noch nicht fertig mit meinem Buch.
Auch bin ich nur beim optischen Vergleich auf Fehler bzw. unglückliche Textstellen gestoßen. Wie an anderer Stelle vor kurzem diskutiert - ein Ausdruck ist unentbehrlich.

Bleibt noch ein Vorschlag um die Kosten zu senken - Text straffen.
Das werde ich auch noch berücksichtigen (müssen).

Denn wie Jacqueline zuletzt geschrieben hat. Das Buch muß auch die Leute finanziell ansprechen. Also muß ich versuchen einen gewissen Preiskorridor zu treffen.
Es wird wohl alles in allem ein Kompromiss werden - Schreibstil, Dicke, Layout und Preis - nur möchte ich keinen faulen Kompromiss.

Allen ein schönes Wochenende

Uwe
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julia07
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Re:

von julia07 (07.02.2009, 19:47)
Hallo Uwe,

das gefällt mir, wie Du an die Sache herangegangen bist.
Deine Leser werden es Dir (hoffentlich) danken! thumbbup

LG,
Julia

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