Frage an BOD Autoren

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hwg
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Re:

von hwg (10.02.2009, 08:35)
@ FraRa, einen schönen guten Morgen!

Mit keiner Silbe habe ich Kafkas Genialität bezweifelt.

Ich werde, sobald ich mehr Zeit habe, die einzelnen
Kafka-Ausgaben mit dem gleichen Inhalt auf - wenn
auch geringfügige - Unterschiede hin durchforsten.
Jetzt will ich's nämlich genau wissen, ob ich einem Irr-
tum unterliege... :lol:

Auf Wiederlesen und kollegialen Gruß!
Hans

FraRa
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Re:

von FraRa (10.02.2009, 09:14)
100 % Zustimmung, Valerie.
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CAL
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Fragen und Antworten

von CAL (20.02.2009, 01:34)
Die Frage ist doch - was will ich ?

Reden wir mal von mir - ich habe einfach mal frech weg ein Genetikbuch geschrieben, ohne Biologie studiert zu haben. Da könnte man ja schon behaupten, ich hätte 'nen Schaden.
Weit gefehlt. In die Materie habe ich mich mehr als 8 Jahre lang hineingearbeitet - Selbststudium sozusagen. Praxisbezogen.
Und kein Lektor oder Korrektor weit und breit ... blink3
Dennoch läuft das Buch mittlerweile (für mich persönlich gesehen) prima mit 40 bis 60 Exemplaren pro Quartal seit Januar 2008. Das Feedback ist durchweg positiv.
Will ich damit Geld verdienen? Na klar doch !!

Gehen wir zu meiner Grusel-Roman-Serie ... ein reines Fun-Projekt, eigentlich nur gestartet, damit meine Freunde und ich "meine Romane" im Regal stehen haben, gedruckt, ein spaßiges Hobby.
Und plötzlich wird Ernst draus. Mir wurde erst später klar, daß ich mich da gerade der Öffentlichkeit stelle. Und wieder - kein Lektor oder Korrektor weit und breit ... blink3 ...
Und wieder - positive Kritiken, von "fremden Lesern"...
Will ich damit Geld verdienen? Zuerst nicht, aber wenn was reinkommt, ist es super !

Würde ich, wenn ich das nötige Kleingeld dafür hätte ...?
Korrigieren - ja. (Das macht jetzt eine liebe Freundin, damit sie meine Romane als Allererste lesen darf. book: )
An meinem Stil oder dem Verlauf des Romanes oder gar der Länge herum werkeln lassen ? NIEMALS !!!
Weil es ein Spaß-Projekt ist, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wer professionell was auf die Beine stellen will, sollte sparen, denke ich und alle Hilfen nutzen, die ihm zur Verfügung stehen.
Wer "nur" Spaß haben will, kann es so machen wie ich. cheezygrin

Ach ja ... wer Fehler in meinen Romanen findet, darf sie behalten ... ich fand auch schon recht grobe in Büchern aus renomierten Verlagen MIT Lektor usw. Das stellt also keinerlei Garantie für ein "totsicher tolles" Buch dar.

Stil vs. schicker getunter Text? Da ziehe ich den guten Stil echt vor.
Meine Meinung.
Sammelt schon mal Steine ...
Grüße aus der Bücherschmiede !
CAL
www.cal-buch.de

Mick Baxter
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Re: Frage an BOD Autoren

von Mick Baxter (20.02.2009, 08:01)
roma hat geschrieben:
Lässt hier niemand sein Werk lektorieren? Kann es mir nicht vorstellen, ein Manuskript unlektoriert bei BOD Hochzuladen!

Wie sieht es mit Korrektorat aus? Meines Wissens ist ein Verlag dazu verpflichtet! Bietet das BOD überhaupt an?

Nun ist BoD eigentlich kein Verlag, sondern in erster Linie Dienstleiter in der Buchherstellung, der gegen Aufpreis einige Verlagsaufgaben übernimmt (wie Abgabe der Pflichtexemplare, vorgeschrieben sind 3: Frankfurt, Leipzig und Landesbibliothek).

Wer mit seinen Büchern richtig Geld verdienen will, ist bei BoD eigentlich falsch, denn die dafür erforderlichen Auflagen von mehreren Tausend Exemplaren (wenn man nicht die Büchern zum mehrfachen BoD-Herstellerpreis verkauft, was wenig erfolgversprechend ist) lassen sich in einer herkömmlichen Druckerei wesentlich billiger produzieren. Und zum Verkauf trägt BoD wenig bei.

Gibt es hier im Forum eigentlich Erfahrungsberichte zu den Leistungen der BoD-Lektoren?

Dozen-Roses

Re: Frage an BOD Autoren

von Dozen-Roses (20.02.2009, 08:22)
Hallo Roma!
Wenn man mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß steht, sollte man sich schon jemanden suchen, der einem das Manuskript auf Vordermann bringt.

Ess Gipt nichts greslicheres Als ain Buch mit Lauta Fehlan drinn. cheezygrin

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hawepe
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Re: Frage an BOD Autoren

von hawepe (20.02.2009, 09:00)
Hallo Mick,

Mick Baxter hat geschrieben:
Gibt es hier im Forum eigentlich Erfahrungsberichte zu den Leistungen der BoD-Lektoren?


Auf alle Fälle nicht viele. Aber aus der Erinnerung heraus würde ich sagen, es es gab einige wenige, eher negative Berichte.

Was BoD für Lektorate nimmt, finde ich jetzt nicht auf www.bod.de , aber bei Shaker sind es laut www.shaker-media.de zwischen 4 und 8 Euro je Normseite. Diese Preise setzen jedoch Manuskripte voraus, die im wesentlichen bereits veröffentlichungsreif sind. In der Praxis sieht es jedoch vielfach anders aus.

Da ich auch immer wieder mal lektoriere, kenne ich das Dilemma dieser Lektoren: Eigentlich müsste man das Manuskript grundlegend überarbeiten, weil es fundamentale logische und sachliche Fehlern gibt. Leider ist das Können der Autoren vielfach umgekehrt proportional zu ihrer Änderungsbereitschaft. Vor allen Dingen aber reduziert sich das Honorar dann auf ein Taschengeld :-(

Also reduziert sich das Lektorat auf das Korrigieren einiger besonders misslungener Formulierungen, was meistens ebenfalls bereits sehr aufwendig ist. Hinzu kommt noch das Korrektorat, das nach allgemeinem Verständnis in einem Lektorat eingeschlossen ist.

Der Verband Freier Lektorinnen und Lektoren empfiehlt seinen Mitgliedern, pro Normseite mindestens 5 Euro zu berechnen. Doch wieviele book on demand veröffentlichende Autoren können oder wollen sich das leisten? Also werden sehr viel niedrigere Honorare vereinbart, obwohl die Manuskripte eher überdurchschnittliche Arbeit machen.

Beste Grüße,

Heinz.

FraRa
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Re:

von FraRa (20.02.2009, 09:06)
Irgendwie braucht es mal eine Wort-Erfindung für diese print-on-demand/Book-on-demand-"Verlage". Ich nenne es lieber wenigstens "Auftragsdruckerei". Was ist denn von "Verlag" noch übrig, wenn Kunden, wie in diesem Forum berichten und wogegen auch gar nichts zu sagen ist, Bücher nur "mit Testzeug" drucken lassen können, also inhaltsfrei? Ich bin sicher, dass ich 200 Seiten "blablablablablablablablablablablablablablablablablablablablablablabla..."
schreiben könnte - es würde selbstverständlich gedruckt werden.
Vielleicht wird es sogar irgendwann Druckautomaten für zuhause geben, die zB. Taschenbuch können. Dann passiert alles in der Wohnzimmerecke.
Wie schon immer.
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Markus

Re:

von Markus (20.02.2009, 09:20)
FraRa hat geschrieben:
Irgendwie braucht es mal eine Wort-Erfindung für diese print-on-demand/Book-on-demand-"Verlage". Ich nenne es lieber wenigstens "Auftragsdruckerei". Was ist denn von "Verlag" noch übrig, wenn Kunden, wie in diesem Forum berichten und wogegen auch gar nichts zu sagen ist, Bücher nur "mit Testzeug" drucken lassen können, also inhaltsfrei? Ich bin sicher, dass ich 200 Seiten "blablablablablablablablablablablablablablablablablablablablablablabla..."
schreiben könnte - es würde selbstverständlich gedruckt werden.
Vielleicht wird es sogar irgendwann Druckautomaten für zuhause geben, die zB. Taschenbuch können. Dann passiert alles in der Wohnzimmerecke.
Wie schon immer.


Ja ... äh, und was willst Du denn konkret sagen? Was hast Du dagegen, dass Du ein 200-Seiten - Buch schreiben kannst und es auch drucken lassen kannst?

Ist doch toll!

Mach doch! Wenn es interessant ist, kauf ich es! Dein Buch!

Ob gedruckt in einer Auftragsdruckerei, von einem Book-on-demand-"Verlag, ein Druckautomaten in Japan oder in Deiner Wohnzimmerecke cheezygrin

FraRa
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Re:

von FraRa (20.02.2009, 09:38)
Ich sage nichts dagegen. Ich sage nur, dass ein Verlag für mich etwas anderes ist, weiter nichts.
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Aengus
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Re:

von Aengus (29.06.2009, 18:23)
@roma

"Lektorat ist für mich ein Muss"

Da kann ich aber gar nicht zustimmen. Ein Bekannter veröffentlichte in einem namhaften Verlag, ich betone, mit Lektorat und allem drum und dran. Resultat: Er erkannte sein eigenes Buch nicht wieder. Jetzt sind Fehler drin, die vorher nicht da waren und es wurden ganze Inhalte verfälscht.

Man sollte mal nicht mit allzu großen Vorurteilen an die BoD-Veröffentlichungen rangehen. Ich ertrage den einen oder anderen Fehler wesentlich besser, als einen grauenhaft stümperhaften, oder langweiligen Inhalt und da kann ich nur den Bestsellerautoren Dan Brown nennen. Der hat mit Sicherheit ein Lektorat und alles andere, aber wie konnte dann ein Roman wie "Diabolus" veröffentlicht werden??? Er war langweilig, öde, tröge, fade, uninteressant. Und Fehler habe ich darin auch gefunden. Ebenso wie bei vielen anderen Büchern die von großen Verlagen veröffentlicht wurden.
Ich lese lieber einen guten BoD-Autoren und überlese die kleinen Fehler mit einem Augenzwinkern, wenn sich dafür der Inhalt vom gewohnten Buchmarkt Einheitsbrei unterscheidet.

T. Brandes
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Re:

von T. Brandes (29.06.2009, 21:03)
Ich denke, ohne "irgendwie geartetes" Lektorat bekommt man ein sehr subjektives Buchergebnis.
Und produziert damit leicht am Markt vorbei.

Ich kenne die Empfindlichkeiten vieler Amateur-Autoren und kann die zu gewissem Grad nachvollziehen. Es ist schwer, an einen wirklich guten Lektor zu kommen.

Ich habe meine Bücher mehrfach von sogenannten "Beta-Lesern" kommentieren lassen. Insgesamt drei verschiedene Beta-Leser habe ich gebraucht und jeder von Ihnen hat mir Hinweise gegeben, die mein Buch besser gemacht haben. Man ist als Autor doch recht betriebsblind und da ich ein Buch geschrieben habe, um andere zu unterhalten, fänd ich es befremdlich, den Leser gänzlich zu ignorieren. "Friss oder stirb" mündet dann gern in Frust darüber, dass man keinen "richtigen" Verlag findet, weil die sich nicht für Newcomer interessieren.

Meine Bücher sind immer noch vereinzelnd mit Rechtschreib- oder Verschlimmbesserungsfehlern bestückt.

Aber insgesamt sind deutlich weniger Rechtschreib-, Ausdrucks-, und Logik-Fehler drin als vorher.

Meine Beta-Leser waren:

Ein Literatur-Student
Ein Geschichtsstudent
Eine befreundete Buchautorin, die ihr Geld tatsächlich ausschließlich mit dem Schreiben von historischen Romanen verdient.

Alle drei haben unanhängig voneinander die gleichen Logik-Fehler gefunden, was den Ausdruck angeht, war der Literatur-Student am hilfreichsten und die Rechtschreibung musste ich weitgehend allein machen (wobei alle drei auch was gefunden haben, aber mir gings nicht um das RS-Lektorat, sondern um das Inhaltslektorat).

Ich kann also nur empfehlen, mindestens zwei Beta-Leser zu suchen und sich mit deren Anmerkungen auseinander zu setzen, bevor man das Buch veröffentlicht.

Das Lektorat von BOD wollte ich nicht, weil ich nicht in der Lage war, die Güte der Lektoren zu beurteilen, die Lektorin meiner Freundin war zu teuer für mich.

Also musste es so gehen - aber eben doch nicht gänzlich ohne.
Vorteil der Schlauheit: man kann sich dumm stellen.

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Aengus
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Re:

von Aengus (30.06.2009, 06:48)
Ich würde ein Buch niemals rausbringen ohne das Urteil anderer vorher gehört zu haben. Zumal man immer extrem wichtige Hinweise bekommt. Ich hätte mit Sicherheit so manchen Logikfehler im Inhalt ohne meine fleißigen Testleser und Kritiker.

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