Ein kleines Loblied auf bod.de...

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tulpe
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Ein kleines Loblied auf bod.de...

von tulpe (08.04.2007, 18:33)
Hallo,

um das Forum ein wenig zu füllen, will ich hier jetzt etwas schreiben. Zu den Thema kann ich eigentlich nur sagen, das ich bod.de mal ein Lob aussprechen möchte...

Die Tantiemen sind im Vergleich zu anderen Verlagen mehr als akzeptabel. Und auch ohne Kostenbeteiligung hat jeder die Möglichkeit, sein eigenes Buch zu veröffentlichen.

LG und frohe Ostern.

Tulpe

diekert
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Re:

von diekert (10.04.2007, 14:37)
Um aber auch Geld damit zu verdienen muss man sich bekannt machen. Man muss selber aktiv werden. Wenn man in einem normalen Verlag ist, machen die das alles. Die führen die Bücher auf Buchmessen aus, verschicken diese etc... Bei BoD muss man das alles selbst machen.
Man muss selbstständig seine Untensielen zusammen suchen und wenn man da nicht selber bewandert ist, muss man sich Hilfe ins Haus holen. Das Kostet auch noch mal wieder Geld, dass man einplanen muss. Wir bieten ja leistungen an, unter dem Motto "Kleines Geld - Großer Auftritt" und würden dann auch das Marketing übernehmen, aber man muss das mitbedenken

hwg
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Re:

von hwg (28.04.2007, 08:31)
Mich erreichen im Monat oft bis zu 20 Rezensionsexemplare - darunter auch welche aus BoD-Produktionen und Eigenverlagen. Über den literarischen Wert mancher Bücher will ich mich nicht äußeren, jedoch sind viele Bände aus nicht professionellen Verlagen vom Layout und der sonstigen Ausstattung her miserabel. Es ist eben nicht jeder Autor ein Wissender hinsichtlich Buchgestaltung.

Was mich bei BoD-Produktionen, die ja meistens weit weg vom Wohnsitz des Autors erfolgen, u.a. stört, ist die erforderliche Vorauskasse. Geht der Eigenverleger (Autor) zu einer heimischen Druckerei, zu deren Mitarbeitern er vielleicht sogar persönliche Kontakte pflegt, hat er die Möglichkeit, den professionellen Produktionsverlauf zu verfolgen.

Überdies ist die Rechnung erst dann fällig, wenn er das Buch zu seiner (optischen) Zufriedenheit vor sich liegen hat. Und über ein Zahlungsziel lässt sich immer reden - in der Zwischenzeit hat er die Möglichkeit, den Buchverkauf anzukurbeln und somit wenigstens einen Teil der Kosten schon vor Rechnungsbezahlung hereinzubekommen.

Ob eine ISBN unbedingt notwendig ist? Ich denke, bei Kleinauflagen (bis zu 1000 Stück) kaum, denn wer soll in Berlin, Rom oder New York schon "Appetit" gerade auf dieses vielleicht 5000 Kilometer weit entfernt erschienene Werk bekommen? Die "Hauptabnehmer" wird es wohl in der Umgebung des Autorenwohnortes (auch bei wohlgesonnenen Buchhändlern) und bei Lesungen (dem Reisenden sind ja keine Grenzen gesetzt) geben.

Wie schon an anderer Stelle festgestellt: BoD ist ein an und für sich hervorragendes Druckangebot - doch damit allein ist es ja nicht getan.

Gegenstimmen interessieren mich - also keine Scheu vor Widerspruch!

dbs

Re:

von dbs (28.04.2007, 11:54)
hwg hat geschrieben:
Was mich bei BoD-Produktionen, die ja meistens weit weg vom Wohnsitz des Autors erfolgen, u.a. stört, ist die erforderliche Vorauskasse.


Meine erste Frage: Wo wird bei BoD eine Vorkasse verlangt?

Die Bücher, die ich bislang über BoD in Produktion gebracht habe, wurde alle erst bezahlt, nachdem ich die fertigen Exemplare in Händen hielt. Ganz offensichtlich hast du andere Erfahrungen. Welche? Und bei welchen Unternehmen?

hwg hat geschrieben:
Überdies ist die Rechnung erst dann fällig, wenn er das Buch zu seiner (optischen) Zufriedenheit vor sich liegen hat. Und über ein Zahlungsziel lässt sich immer reden - in der Zwischenzeit hat er die Möglichkeit, den Buchverkauf anzukurbeln und somit wenigstens einen Teil der Kosten schon vor Rechnungsbezahlung hereinzubekommen.


Meine zweite Frage: Was hindert den Autoren eines BoD-Buches daran, Werbung für ein bislang noch nicht erschienenes Buch zu machen und Vorab-Verkäufe auf Subskriptions-Basis zu tätigen?

hwg hat geschrieben:
Ob eine ISBN unbedingt notwendig ist? Ich denke, bei Kleinauflagen (bis zu 1000 Stück) kaum, denn wer soll in Berlin, Rom oder New York schon "Appetit" gerade auf dieses vielleicht 5000 Kilometer weit entfernt erschienene Werk bekommen? Die "Hauptabnehmer" wird es wohl in der Umgebung des Autorenwohnortes (auch bei wohlgesonnenen Buchhändlern) und bei Lesungen (dem Reisenden sind ja keine Grenzen gesetzt) geben.


Meine dritte Frage: Widerspricht eine Kleinauflagen-Produktion von 1.000 Stück nicht grundsätzlich dem Gedanken eines BoD-Drucks?

Im Wort "BoD" steckt "on Demand", d.h. Buchherstellung nur, wenn ein Kunde das Buch haben will. Das ist m.E. genau das Gegenteil einer Auflagenproduktion. Genau genommen arbeitet das On-Demand-Prinzip mit einer Auflage von 0 Exemplaren. Wenn der Autor Selbstverkäufe tätigen will, muss er entsprechende Stückzahlen ordern. Er hat eben ein "Demand" (ganz nebenbei: die Herstellungskosten sind durch den Verkauf gedeckt - der Autor zahlt keinen einzigen Cent für dieses Exemplar).

Man darf die Begriffe "Digitaler Buchdruck" und "On-Demand-Buch" nicht vermischen - leider geschieht das immer wieder. Das erste ist eine Herstellungsart, das zweite eine Vertriebsvariante.

Und was das Thema ISBN angeht: Die ISBN ist notwendig für den Buchhandel, egal ob weltweit oder nur der kleine Buchladen an der Ecke. Wenn ich durch Zufall - etwa durch ein Forum wie dieses, durch eine Besprechung im "Kleingärtner Käseblatt" oder durch den Tipp eines Freundes - auf ein Buch aufmerksam werden, dann schaue ich bei den großen Online-Anbietern rein, ob es mehr Informationen über das Buch gibt. Oder ich versuche es über die DNB zu bekommen und in der lokalen Stadtbibliothek zu bestellen. Wenn das Buch aber nicht keine ISBN hat, dann ist es weder bei Amazon, Buch.de, Libri oder beim Buchhändler meines Vertrauens zu bekommen. Und erst recht nicht bei der DNB oder der Stadtbibliothek. Weil es für diese Institutionen schlicht nicht existiert.

hwg hat geschrieben:
Gegenstimmen interessieren mich - also keine Scheu vor Widerspruch!


Was damit erfolgt ist.

Grüße
Siegfried

hwg
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Re:

von hwg (28.04.2007, 15:10)
Guten Tag Siegfried!

Freue mich über Deine ausführliche Stellungnahme. Mir ist schon klar, dass Druck- und Versandvarianten einen Unterschied darstellen. Doch BoD ist eben a u c h eine Druckmöglichkeit auf moderner Basis. Und ich habe ja auch festgestellt, dass sich herkömmliche Verlage dieser Druckmöglichkeit bedienen und so Lagerhaltungskosten sparen.

Dass von einem Druckunternehmen aus die Bücher ausgeliefert werden, versteht sich von selbst, wie sollte sonst der Autor und der Buchhandel (dieser ist auf BoD-Produkte jedoch überhaupt nicht gut zu sprechen) zum fertigen Produkt kommen.

Aus den mir vorliegenden Unterlagen von BoD-Anbietern geht hervor, dass ein der Ausstattung des zu druckenden Buches entsprechender Betrag vorher überwiesen werden muss, damit mit der Produktion (sollte es dann auch nur ein Expl. sein) begonnten wird.

Die Anzahl von 1000 Expl. ist ein Richtwert hinsichtlich der Kalkulation bei einer herkömmlichen (örtlichen oder regionalen) Druckerei. Zudem hat der Autor den Vorteil, dass er sich um Layout, Schriftgrad etc. (sofern er keine Ahnung davon hat) nicht zu kümmern braucht.

Hinsichtlich der Werbemaßnahmen stimme ich Dir völlig zu. Bezüglich der ISBN ebenfalls, nur bezweifele ich, dass jemals auch nur e i n selbstverlegtes Buch deswegen einen Käufer außerhalb der überschaubaren "Welt" des Autors erreicht. Da würde ich schon eher auf Kontakte zu heimischen Buchhandlungen setzen und auch mit Kulturreferaten und Kulturvereinen Kontakte zwecks Lesungen knüpfen.

Und wenn ein Autor sein Werk ohne ISBN über seine Homepage anbietet und ich will das Buch erwerben, bestelle ich es direkt bei ihm. Erstens bekommt er so den vollen Preis und hat auch einen Überblick über den Umsatz. Viele Autoren klagen ja über oft unrichtige Verlagsabrechnungen (womit ich persönlich kein BoD-Unternehmen diesbezüglich beschuldige).

Ich nehme gerade zu diesem Thema gerne ausführlicher Stellung, da ich als gewählter Funktionär der Interessengemeinschaft österreichischer Autoren und Übersetzer viel mit Kolleg(inn)en zu tun habe und deren vielfach auftretende Probleme hinsichtlich Veröffentlichungsversprechungen und tatsächlichem "Erfolgserlebnis" kennen lerne.

Ich bin ja auch k e i n Gegner von BoD- und Eigenverlagsprodukten, ganz im Gegenteil. Allerdings werden vor allem bei Anfängern oft Hoffnungen geweckt, welche sich nie erfüllen. Jedem Autor, der mit BoD- oder sonstigen Selbstverlagsmethoden seinem Ziel, viel gelesen zu werden und damit auch Käufer des Buches zu haben, nahe kommt oder dieses sogar überschreitet, gilt meine ehrliche Bewunderung.

Ich beziehe mich ausschließlich auf so genannte "schöngeistige" Literatur, nicht auf Publikationen im Sachbuch- oder Wissenschaftsbereich.

Grüße aus der Steiermark!

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ChrisK
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Re:

von ChrisK (28.04.2007, 15:36)
hwg hat geschrieben:
Aus den mir vorliegenden Unterlagen von BoD-Anbietern geht hervor, dass ein der Ausstattung des zu druckenden Buches entsprechender Betrag vorher überwiesen werden muss, damit mit der Produktion (sollte es dann auch nur ein Expl. sein) begonnten wird.

Was meinst du mit "BoD-Anbieter"? Hier geht es doch meist um die Fa. BoD aus Norderstedt, die auch im Titelbanner des Forums (http://www.bod.de) verlinkt ist. Und die arbeiten auf Rechnung, auch beim ersten Projekt.
Gruß
Chris

hwg
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Re:

von hwg (28.04.2007, 16:20)
Hallo Chris!

Vor Jahren habe ich, als BoD Norderstedt für seine Angebote zu werben begonnen hat, zahlreiche Unterlagen zugesandt bekommen. Inzwischen gibt es ja auch noch andere BoD-Unternehmen mit unterschiedlichen Angeboten. Ich müsste unter meinen Papierbergen wühlen, um die Unterlagen zu finden - werde das auch tun und mich dann wieder zum Thema Kostenvorauszahlung melden.

Meine "Erfahrungen" rühren ja nicht aus Selbsterlebtem, sondern aus Schilderungen von für mich durchaus glaubwürdigen österreichischen BoD-Autoren. Ob die damit das Norderstedter Unternehmen oder ein anderes gemeint haben, entzieht sich meiner Kenntnis, werde jedoch bei nächster Gelegenheit nachfragen.

Manche der mir vorliegenden Bücher sehen für meinen Geschmack allerdings ziemlich unprofessionell aus, womit ich n i c h t den Inhalt meine, bloß die Aufmachung. Das wiederum mag aber auf die mangelhafte Ausstattung der zur Verfügung gestellten Druckunterlagen zurückzuführen sein, denke ich.

Außerdem sind manche Texte häufig von Rechtschreibfehlern befallen, wofür die Druckverantwortlichen bei BoD selbstverständlich nichts können - Vorlage ist Vorlage. Und um die Kosten einer Veröffentlichung nicht zu hoch werden zu lassen, verzichten manche BoD-Autoren und Selbstverleger eben auf ein professionelles Lektorat, was ich ja verstehe, aber wahrscheinlich nicht jeder Leser.

Da frage ich mich schon, ob ein Autor gut beraten ist, wenn er die
v o l l e Verantwortung für die Herstellung eines Buches übernimmt,
außer er ist neben seiner Schreibfähigkeit auch noch ein technisches und kaufmännisches Supertalent. Ich muss aber auch zugestehen, dass mir die Idee, alles selbst in der Hand zu haben und damit von äußeren Einflüssen unberührt zu sein, grundsätzlich gefällt. Ich wäre jedoch, vor allem was das Drucktechnische (Satzspiegel etc.) betrifft, überfordert. Deshalb meine Bedenken, die niemanden vor BoD abschrecken soll, mir aber doch diskussionswürdig erscheinen.

Beste Grüße!

dbs

Re:

von dbs (28.04.2007, 20:22)
ChrisK hat geschrieben:
Was meinst du mit "BoD-Anbieter"? Hier geht es doch meist um die Fa. BoD aus Norderstedt, die auch im Titelbanner des Forums (http://www.bod.de) verlinkt ist. Und die arbeiten auf Rechnung, auch beim ersten Projekt.
Gruß
Chris


Nur zur ergänzenden Info:

Der Begriff "BoD" - egal in welcher Schreibweise - ist ein geschütztes eingetragenes Markenzeichen der Firma "Books on Demand GmbH" in Norderstedt und kann daher im deutschsprachigen Raum nicht als Abkürzung für diese Herstellungsart verwendet werden. Streng genommen hat BoD Norderstedt die rechtliche Möglichkeit, gegen einen solchen Missbrauch des Kürzels "BoD" gerichtlich vorzugehen.

Grüße
Siegfried

g.c.roth

Re:

von g.c.roth (01.05.2007, 09:25)
Hallo zusammen,
ich habe meine Bücher bisher ausschließlich im Selbstverlag angeboten und kann sagen: Es ist eine mühsame und zeitraubende Arbeit. Nach jedem Buch habe ich mir geschworen, es nie wieder zu tun. Man muss wirklich eine Menge auf die Beine stellen, Lesungen veranstalten, Anzeigen schalten, Buchhandlungen abklappern, im Internet verschiedene Plattformen suchen und so weiter. Und nicht immer wird man freundlich empfangen. Das nächste Buch werde ich vielleicht einmal über BOD veröffentlichen, mal gucken was ihr da so für Erfahrungen habt. Wenn man alles selber macht, hat man natürlich einen genauen Überblick über Kosten und Gewinnmarge und was übrig bleibt gehört einem dann auch wirklich. Wenn man Spaß hat am Organisieren und gern unterwegs ist, dann ist es sicher schöner seine Bücher selber zu vermarkten. Man trifft ja auch jede Menge Menschen und bekommt sofort sein Feedback. Natürlich verkauft man seine Bücher damit nicht in Windeseile und man sollte nicht die Illusion haben, in kurzer Zeit damit Geld zu verdienen. Ich freue mich immer, wenn ich meine Kosten wieder herausbekomme und über die vielen positiven Rückmeldungen. Das ist schon eine Menge Lohn!
Man stelle sich mal ernsthaft vor, einen richtigen Bestseller zu landen! Wie entsetzlich! Was da dann auf so einen Schreiberling für eine Medienlawine zugerollt käme!!! Und dann der Druck immer noch mehr abzuliefern und sich jedes Mal zu steigern! Wollen das eigentlich alle die gern schreiben? Und ob sich das unbedingt auf die Qualität positiv auswirkt möchte ich bezweifeln. Oder wie seht ihr das?
Einen schönen Tag noch mit vielen Ideen und Geistesblitzen wünsch ich allen!
Gruß
gcroth

hwg
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Re:

von hwg (01.05.2007, 10:21)
Guten Morgen Roth!

Sollte ein im Eigenverlag herausgebrachtes Buch sich tatsächlich zum Bestseller "mausern", würden garantiert namhafte Verlage bei Dir um Veröffentlichungsrechte oder ein neues Manuskript anfragen. Hin und wieder soll so etwas ja schon vorgekommen sein.

Gruß aus der Steiermark!

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hawepe
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Re:

von hawepe (01.05.2007, 11:32)
Hallo,

hwg hat geschrieben:
Da frage ich mich schon, ob ein Autor gut beraten ist, wenn er die
v o l l e Verantwortung für die Herstellung eines Buches übernimmt,
außer er ist neben seiner Schreibfähigkeit auch noch ein technisches und kaufmännisches Supertalent. Ich muss aber auch zugestehen, dass mir die Idee, alles selbst in der Hand zu haben und damit von äußeren Einflüssen unberührt zu sein, grundsätzlich gefällt. Ich wäre jedoch, vor allem was das Drucktechnische (Satzspiegel etc.) betrifft, überfordert. Deshalb meine Bedenken, die niemanden vor BoD abschrecken soll, mir aber doch diskussionswürdig erscheinen.


Man muss kein Supertalent sein, sondern sich lediglich fuer sein Arbeitsgeraet interessieren. Dann kann man schon recht ansprechende Ergebnisse erzielen.

Und dann gibt es auch noch Foren und Newsgroups, in denen man fragen kann.

Das Problem ist nach meinen Erfahrungen eher, dass viele Autoren die Maengel gar nicht als Maengel erkennen oder, noch schlimmer, als Ausdruck ihrer dichterischen Freiheit zu verklaeren suchen.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Re:

von hawepe (01.05.2007, 11:44)
Hallo,

dbs (Moderator) hat geschrieben:
Der Begriff "BoD" - egal in welcher Schreibweise - ist ein geschütztes eingetragenes Markenzeichen der Firma "Books on Demand GmbH" in Norderstedt und kann daher im deutschsprachigen Raum nicht als Abkürzung für diese Herstellungsart verwendet werden. Streng genommen hat BoD Norderstedt die rechtliche Möglichkeit, gegen einen solchen Missbrauch des Kürzels "BoD" gerichtlich vorzugehen.


In der Praxis ist es aber aehnlich wie mit den beruehmten Tempotuechern. Umgangssprachlich wird unter BoD alles verstanden, was mit book on demand zusammenhaengt. Deshalb muss man ggfs. eben doch nachfragen, ob konkret Norderstedt odr ein anderes Unternehmen gemeint ist.

Dass man im gewerblichen Rahmen sehr vorsichtig mit dem Kuerzel BoD sein sollte, steht natuerlich ausser Frage.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Re:

von hwg (01.05.2007, 11:47)
Hallo Heinz!

Für den letzten Satz in Deinem Beitrag bekommst Du von mir zwölf Punkte! :lol:

Zur "Technik": Ehe mich diesbezüglich voll auskenne, überlasse ich diese Arbeit lieber dem Verlag bzw. der Druckerei. Das Ergebnis (sprich Buch) schaut dann doch, unabhängig vom Inhalt, prosessionell aus und findet dadurch mehr Beachtung (und Kauffreudige).

Gratuliere aber jedem, der "Selbst der Mann - die Frau -" in dieser Materie ist.

Gruß nach Berlin!

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Re:

von hawepe (01.05.2007, 11:55)
Hallo,

roth hat geschrieben:
ich habe meine Bücher bisher ausschließlich im Selbstverlag angeboten und kann sagen: Es ist eine mühsame und zeitraubende Arbeit. Nach jedem Buch habe ich mir geschworen, es nie wieder zu tun. Man muss wirklich eine Menge auf die Beine stellen, Lesungen veranstalten, Anzeigen schalten, Buchhandlungen abklappern, im Internet verschiedene Plattformen suchen und so weiter. Und nicht immer wird man freundlich empfangen. Das nächste Buch werde ich vielleicht einmal über BOD veröffentlichen, mal gucken was ihr da so für Erfahrungen habt.


Bloss den ganzen Aufwand mit Lesungen, Buchhandlungen besuchen, im Internet werben hat man genauso.

Der Vorteil von BoD ist nur, dass man sich nicht auch noch mit der Druckerei auseinandersetzen muss.

Dafuer ist man aber zum Teil bei der Format- und Papierwahl eingeschraenkt, wobei ich nicht weiss, welche Freiheiten einem Norderstedt dabei einraeumt. Zumindest bei der Papierwahl ist man in vielen Unternehmen aber wenig entgegenkommend, weil sie nie wissen koennen, ob sie das Papier fuer 5, 10 oder 100 Buecher vorhalten sollen.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Re:

von hawepe (01.05.2007, 12:14)
Hallo,

hwg hat geschrieben:
Zur "Technik": Ehe mich diesbezüglich voll auskenne, überlasse ich diese Arbeit lieber dem Verlag bzw. der Druckerei. Das Ergebnis (sprich Buch) schaut dann doch, unabhängig vom Inhalt, prosessionell aus und findet dadurch mehr Beachtung (und Kauffreudige).


Wenn man einen Verlag findet, ist es natuerlich immer am besten, bloss die meisten entscheiden sich fuer book on demand, weil sie eben keinen Verlag finden koennen.

Und dann muss man eben doch selbst Hand anlegen, wenn man ein wirklich gutes Ergebnis erzielen moechte.

Der Satzspiegel ist nur ein kleiner Teil, und auch noch der, den man am leichtesten selbst bewerkstelligen kann. Zur Not misst man andere Buecher aus, obwohl ich den Satzspiegel vieler Verlage fuer eine Katastrophe halte.

Fuer die richtige Schrift muss man dagegen das Manuskript und die Zielgruppe kennen. Gute Verlage beruecksichtigen das, aber keineswegs alle Verlage und noch weniger die Druckereien.

Okay, mit Fragen des Durchschusses (Zeilenabstands) braucht man sich eher seltener befassen.

Voll gefragt ist man dann aber wieder mit dem Zeilenumbruch. Unglueckliche Silbentrennungen, Silbentrennungen in mehreren Zeilen hintereinander, Hurenkinder, Schusterjungen usw. kann vielfach nur der Autor erfolgreich beseitigen. Oder ein Lektor, der einem entsprechende Vorschlaege macht.

Weil alle diese Korrekturen aber weitreichende Folgen haben koennen, sind mehrere Korrekturdurchgaenge nicht immer zu vermeiden.

Natuerlich kann man viele dieser Arbeiten dem Verlag/der Druckerei ueberlassen, aber dann kostet es wirklich richtig Geld.

Beste Gruesse,

Heinz.

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