Mikro-Marketing

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


FraRa
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Mikro-Marketing

von FraRa (01.03.2009, 00:06)
Habe jetzt mal eins meiner Bücher an einen Buchhändler verschenkt (keine Kette, engagierter kleiner Laden in guter Potsdamer Innenstadt-Lage). Dem Buchhändler gesagt, wenn sich das eine Exemplar verkauft, soll er man ruhig nachbestellen. Wohlwollende Presseartikelkopie beigelegt.
Mal sehen, ob das funktioniert.
Der Händler war sehr freundlich, versprach, wohl überwältigt von der Schenkung, das Buch auszulegen. Das hat mir Mut gemacht, weitere Buchläden aufzusuchen.
Hat jemand Erfahrungen mit solchem Mikro-Marketing?
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Stefan Lamboury

Re:

von Stefan Lamboury (01.03.2009, 00:15)
Ich habe gehört das es ne sehr gute Marketingstrategie sein soll. Ob sie wirklich so gut ist, kann ich dir nicht sagen, aber finde die Idee gut. Ich habe es bei mir im Ort auch versucht, aber keine Cance die Buchläden in meiner Stadt nehmen keine BOD Bücher an, auch nicht 1 Exemplar als Schenkung an der Kasse.

Schönen Gruß

Stefan Lamboury

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julia07
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Re:

von julia07 (01.03.2009, 06:36)
Genau das kann ich aus meiner Stadt auch berichten.

Gerade gestern gab mir eine Taschenbuch-Händlerin mein "Wurzeln für Lisa" (ungeöffnet!) mit den Worten zurück: "Das Buch kommt für mich nicht in Frage. Solche Bücher nehme ich nicht!"
Auf meine Frage, ob das Thema wohl zu heftig sei, sagte sie: "Nein, es ist ein BOD-Buch und so etwas geht bei mir nicht. Ich führe nur die großen Verlage."

LG,
Julia

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chiquitita
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Re:

von chiquitita (01.03.2009, 09:26)
womit wir wieder beim alten Thema wären. BOD = igitt

Ich glaube, wir haben nur im Internet reelle Verkaufschancen. Es sei denn, man kennt jemanden. Ich habe z.B. zwei Schreibwarenläden, deren Besitzerinnen mir gut bekannt sind. Eine davon machte mir sogar von sich aus den Vorschlag, mein Buch zu verkaufen. Das sind natürlich Sternstunden...
Gruß Uschi

FraRa
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Re:

von FraRa (01.03.2009, 11:09)
Im Internet habe ich beim neuen Buch im ersten Monat seit Erscheinen bis jetzt 0 (in Worten Null) Exemplare verkauft. Trotz zweier größerer Zeitungsartikel. Nee,nee, was nicht im Laden liegt, entdeckt keiner.
Nee,nee, Bücher, die nicht im Laden liegen
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Anna-Lena
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Mühsam, diese Klinkenputzerei im Buchladen

von Anna-Lena (01.03.2009, 11:39)
In einem kleinen Buchladen in meiner Nähe habe ich es geschafft, mein Buch als Kommissionsexemplar erfolgreich anzudienen.
Kommentar der Buchhändlerin:"Wenn ich das verkaufe und drei Nachbestellungen kommen, war es ein Erfolg."

Ich habe vor, ihr in der nächsten Woche ein paar Bücher in Kommission zu geben, denn ich denke, die gehen eher weg, wenn sie da sind, als wenn Kunden ein paar Tage auf eine Bestellung warten.

Meine Frage an Euch: Wieviel Provision ist üblich?
Das Buch kostet 9,90 und ich "verdiene" über BoD 1,97 €.
Was habt Ihr für Erfahrungen?

Schönen Sonntag
wünscht Anna-Lena
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greatK
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Re:

von greatK (01.03.2009, 11:45)
Die Idee ist gut, ob sie Erfolg verspricht, keine Ahnung, aber sicherlich ein Versuch wert. Ein Teilerfolg ist es ja schon, wenn man nicht direkt als BOD Autor abgewiesen wird.
Da ist das Internet aber wirklich erfolgversprechender, zumindest sagt das meine bisherige Erfahrung.

Gerhard
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Re:

von Gerhard (01.03.2009, 12:28)
All das habe ich mit meinem BoD Buch auch erlebt. Buchhandlungen wollten es nicht einmal als Geschenk haben. In einer kleinen Buchhandlung habe ich dann auch mal 5 Exemplare in Komission gegeben ... und siehe da, alle 5 waren ziemlich schnell weg. Ich musste noch mal drei nachliefern.

Die großen Buchhandlungen wollten nicht mal meine Flyer auslegen, obwohl im Flyerstand alles mögliche zu finden war, angefangen von der örtlichen Pizzeria bis zum Routengänger, der Wasseradern im Haus aufspüren wollte. Nur meine Flyer wollten die nicht.

Buchhändler sind, so habe ich das erfahren, unheimlich konservativ. Kaufmännisches Denken kann aber auch nicht der Grund für die Ablehnung von BoD Titeln sein, denn wenn ich einen Titel auslege, haben sie ja erst mal keine Kosten und wenn sich das Buch dann halt nicht verkauft, so hatte ich angeboten würde ich es auch wieder abholen.

Aber mir kommt diese Zurückhaltung der Buchhändler so vor, wie weiland die Diskussion, dass, wenn ein Zug schneller als 36 km/h fährt, das Blut zu kochen beginnt und man deshalb keinen Zug fahren soll. Oder auch die ersten Grünen in der Politik ... die hatten ja Aussatz und kaum jemand wollte sich im Bundestag neben sie setzen. Und heute? Die Bahn fährt schneller als zuvor (wenn sie denn überhaupt fährt) und die Grünen werden von allen umschwänzelt.

Es ist halt so, Neues einzuführen, heißt überzeugen, weil, was der Bauer nicht kennt .... Wir müssen halt dran bleiben und Bücher schreiben, von denen die Welt redet. So einfach ist das !!! :wink:
Herzliche Grüße
Gerhard

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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (01.03.2009, 12:41)
Also ich habe in der örtlichen Buchhandlung hier in Puchheim insgesamt 8 Bücher liegen (3x Band 1 + 5x Band 2) und die liegen da seit vielen Monaten und werden sicher auch in vielen Jahren noch liegen. Mittlerweile wandern die Bücher auch im Regal nach oben, wo sie dann noch länger liegen werden.

Die Moral von der Geschicht' : Im Laden liegen reicht halt nicht.

Es spricht nichts dagegen, Buchhandlungen Bücher auf Kommission zu überlassen, wenn sie es denn wollen, aber man soll sich davon nicht zuviel versprechen. An der Kassen fragen ist oft auch falsch, man muss den richtigen Ansprechpartner finden, und das ist oft der Chef.

Gruß, Karsten.
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hawepe
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Re:

von hawepe (01.03.2009, 13:08)
Hallo Gerhard,

Gerhard hat geschrieben:
Die großen Buchhandlungen wollten nicht mal meine Flyer auslegen, obwohl im Flyerstand alles mögliche zu finden war, angefangen von der örtlichen Pizzeria bis zum Routengänger, der Wasseradern im Haus aufspüren wollte. Nur meine Flyer wollten die nicht.


Na ist doch logisch ;-)

Menschen, die es mit einigen Mühen zum selbst gekauften Dritt- oder Viertbuch gebracht haben, kenne ich einige. Menschen, die in ihrem Leben erst drei oder vier Mal eine Pizza gegessen haben, kenne ich keine.

Und auf Rutengänger kann der Mensch doch nicht verzichten. All die Esoterik ist doch zum Leben nötig. Okay, man könnte es natürlich auch mal mit Denken versuchen, aber wer fügt sich schon freiwillig Schmerzen zu cheezygrin

Beste Grüße,

Heinz.

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Noch einmal meine Frage, die mir unter den Nägeln brennt:

von Anna-Lena (01.03.2009, 13:33)
Wieviel Provision ist üblich, wenn ein Buchhändler Bücher in Kommission nimmt?

LG
Anna-Lena
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Stefan Lamboury

Re:

von Stefan Lamboury (01.03.2009, 13:38)
Atlan da kann ich dir nicht wiedersprechen, einige meiner Bücher liegen an etwas ungewöhnlichen Orten aus, z. B. beim Friseur und auch in einer Imbissbude. Verkaufte Exemplare darüber gerade mal vielleicht 5 Stück.

Schönen Gruß

Stefan Lamboury

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Gerhard
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Re:

von Gerhard (01.03.2009, 14:09)
Hach Heinz, :wink:


Menschen, die es mit einigen Mühen zum selbst gekauften Dritt- oder Viertbuch gebracht haben, kenne ich einige. Menschen, die in ihrem Leben erst drei oder vier Mal eine Pizza gegessen haben, kenne ich keine.

Und auf Rutengänger kann der Mensch doch nicht verzichten. All die Esoterik ist doch zum Leben nötig. Okay, man könnte es natürlich auch mal mit Denken versuchen, aber wer fügt sich schon freiwillig Schmerzen zu.


du kanst ja wirklich richtig sarkastisch sein. :D

Du hast natürlich recht. Eine Pizza kann man sich schnell mal ohne Geist reinziehen und wenn der Rutengänger dann auch eine Wasserader im Haus gefunden hat, weiß man auch, warum man nachts so schlecht schläft.

Denken ist halt anstregend. Und Anstrengung mag niemand, deshalb werden die Anforderungen in den Schulern seit Jahren auch drastisch reduziert. Und deshalb haben wir auch unsere Politiker, die uns das Denken abnehmen ... wollen.

*Seufz*, du hast ja so recht. Aber mal im Ernst, was kann man dagegen tun?
Herzliche Grüße

Gerhard



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skipteuse
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Re:

von skipteuse (01.03.2009, 14:36)
Eine noch recht junge Potsdamer Schriftstellerin ist mit ihrem dritten Roman "Mit der geschwindigkeit des Sommers" gerade für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert, seufz!

Es sei Julia Schoch gegönnt; sie liest übrigens am 7.4. in der Buchhandlung Wist in der Potsdamer Innenstadt aus ihrem knapp 150 S. starken Werk.

Allerdings ist es bei ihr und dem Piper Verlag inzwischen wohl auch eher "Makro-Marketing", das betrieben wird - obgleich es noch relativ übersichtlich war, was ich bislang mitbekommen habe ...

:wink:

PS. Anna-Lena: zwischen 30 und 40 % des Nettopreises ist wohl die übliche Marge für Buchhändler, wenn sie dein Buch auf Kommission verkaufen.

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (01.03.2009, 17:05)
Gerhard schrub:
"Du hast natürlich recht. Eine Pizza kann man sich schnell mal ohne Geist reinziehen und wenn der Rutengänger dann auch eine Wasserader im Haus gefunden hat, weiß man auch, warum man nachts so schlecht schläft.
Denken ist halt anstregend. Und Anstrengung mag niemand, deshalb werden die Anforderungen in den Schulern seit Jahren auch drastisch reduziert. Und deshalb haben wir auch unsere Politiker, die uns das Denken abnehmen ... wollen.
*Seufz*, du hast ja so recht. Aber mal im Ernst, was kann man dagegen tun?"


Nun, eine Pizza mit Geist dürfte schwer verdaulich sein, und dank des Rutengängers wissen wir nun, dass das Wasser aus dem Wasserhahn kommt. Dies geschieht zuweilen auch tropfenweise. Und zwar ausgerechnet aus dem Hahn der Badewanne, in der wir wieder einmal eine Nacht verbringen durften - warum auch immer.
Dieser stete Tropfen höhlt in diesem Falle das Gehirn, und, ja genau, deshalb fällt uns das Denken manches Mal so "unsäglich" schwer, was wiederum auch mit dem Schnarchen zu tun haben kann. Mangelnder Schlaf und Atenstillstände tun ein übriges, und schon sind wir wieder ein paar Denkerzellchen los.
Aber wir haben ja genug davon - glauben wir zumindest. Besonders Politiker und Wirtschaft unterliegen diesem volkstümlichen Irrglauben. Damit das nicht auffällt, gilt es, den Pegel des Wissens der anderen stets unter dem eigenen anzusiedeln. Dies geschieht am besten mit Wachstumshormonen die, geschickt in das Gehirn eingeschleust, dafür sorgen, dass Poltiker in der Lage sind, über allem zu schweben. Von dort oben lassen sie dann ihre Ergüsse auf das gemeine Volk herabregnen.
Diesen Ergüssen könnte man sich mit einem Regenschirm entziehen. So würde sich auch das bei den Bürgern, und besonders den Studenten, festgestellte Dessinteresse an Politik und dem mit ihr untrennbar verbundenem "Klapperatismus" erklären lassen.
Zitat: "An der Wurscht soll man dir messen".
Nun die Würstchen hängen zur Zeit allerdings mal wieder recht hoch, eben so hoch, dass sie nur von den Schwebenden erreicht werden können.
Es gilt also das Schweben zu lernen. Schweben ist aber nicht gleich Schweben. Es gibt da gewisse Unterschiede: niedere, mittlere und höhere Sphären.
Manchem genügt es knapp über dem Boden zu schweben, andere können gar nicht hoch genug schweben. Dieses Unterrichtsfach existiert an deutschen Schulen jedoch leider (noch) nicht.
Somit kommen wir jetzt zum "freien Fall". Dieser tritt ein, wenn der Auftrieb abreißt. Beispiele dafür gibt es heute zu Hauf.
Es ist halt alles eine Frage der physikalischen Gesetze.
Hier muss ich mich jetzt allerdings leider zurückziehen, da mir von kompetenter Seite vor 10(?) 15(?) Jahren schriftlich jegliches mathematische Verständnis abgesprochen wurde.
Gruß von
Klaus

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