Will ich noch einen Pulikumsverlag?

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Rita Hajak

Re:

von Rita Hajak (01.03.2009, 19:11)
Da muss ich Alexandra beipflichten. Persönliche Angriffe konnte
ich nicht entdecken.
Ich denke du hast es sicherlich falsch interpretiert. :(

Wir sind alle nette Menschen, aber die Wahrheit muss gesagt werden.
Sonst wäre dieses Gerede hier sinnlos.

Nur Lorbeeren kann man nicht ernten. Das geht uns allen so.

Also: dickes Fell wachsen lassen. :lol:


LG.Rita

Benutzeravatar
schreiberlein
Beiträge: 68
Registriert: 11.02.2009, 15:22

Re:

von schreiberlein (01.03.2009, 19:19)
Rita Hajak (Moderator) hat geschrieben:

Wir sind alle nette Menschen, aber die Wahrheit muss gesagt werden.

LG.Rita


Ich möchte gerne noch ergänzen:

Die Wahrheit muss gesagt werden, aber meine Wahrheit muss ja gar nicht zwangsläufig die Deine sein. Mein Richtig kann ja durchaus Dein Falsch sein. Das macht das Miteinander doch so spannend!

thais
Beiträge: 42
Registriert: 14.02.2009, 10:09
Wohnort: Ibbenbüren

Dickes Fell

von thais (01.03.2009, 19:23)
ok, es wächst schon.

LG
Thais

Jacklo
Beiträge: 14
Registriert: 27.02.2009, 16:29

Re:

von Jacklo (01.03.2009, 19:28)
Also ich wäre gerne in einem großen verlag untergekommen, aber gestern war die nun 31ste absage in meinem briefkasten. Das reicht, keine lust und kein geld mehr dafür.

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5908
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re: Bleiben wir doch sachlich.

von Siegfried (01.03.2009, 19:35)
schreiberlein hat geschrieben:
Genau, und wer für Datenschutz ist, der hat was zu verbergen; wer sich gegen flächendeckende Genproben in Ermittlungverfahren ausspricht, hat wahrscheinlich selbst Dreck am Stecken... Anderes Thema, gleiche Rethorik.

Immer diese Vorwurfskonstrukte! Kritikfähigkeit hat nichts damit zu tun, ob sich jemand einem kommerziell orientierten Geschmack unterwerfen will. Und das kommerzielle Potential eines Buches ist nun mal eines der Dinge, die ein Verlagslektor im Auge zu behalten hat. (Ausnahmen können auch hier die Regel bestätigen).


Ein Lektor ist vermutlich der kompetenteste Diskussionspartner, den ein Autor für seinen Text bekommen kann. Ihn grundsätzlich abzulehnen, weil "dadurch mein Text nicht mehr mein Text ist" (und genau das ist das Argument in dieser Diskussion gewesen), lässt doch nur den Schluss zu, dass jede Einmischung in Form von Kritik von außen nicht erwünscht ist.

Ich will nicht unken, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein Lektor den Autor auf Schwachstellen im Text aufmerksam macht, die der Autor niemals gesehen hätte - sei es stilistisch, sei es in der Handlungslogik, sei es in der Figurenzeichnung. Ich kommentiere hier gelegentlich vorgestellte Texte auch wie ein Lektor, weise auf Brüche in der Erzählperspektive hin, auf Fehler im Handeln einer Figur, auf falsche Formulierungen.

Nichts anderes macht auch ein Lektor. Einem Lektor gegenüber muss ein Autor Rede und Antwort stehen zu jeder Seite, jedem Absatz des Textes: Warum, Autor, hast du dieses so geschrieben, wie es da steht? Was beabsichtigst du mit exakt dieser Formulierung, diesem Dialog, dieser Szene? Das ist natürlich deutlich unbequemer, als hier einen Text vorzustellen und dreizeilige Kommentare zu sammeln. Weil man plötzlich sich Gedanken machen muss über sich und seinen Text. Ein "Das ist mir nun mal so eingefallen" wird von einem Lektor nicht unbedingt akzeptiert.

Aber was rede ich. Die Meinung zu Verlagslektoren ist doch bereits festgeschrieben.

LG
Siegfried

Benutzeravatar
schreiberlein
Beiträge: 68
Registriert: 11.02.2009, 15:22

Re:

von schreiberlein (01.03.2009, 19:47)
Hallo Siegfried,

dass ein Lektor auch förderlich ist für die Logik im Ausdruck und der Konstruktion einer Geschichte, habe ich gar nicht in Abrede gestellt. Dafür wäre mir auch einer lieb.

Meine Argumente bezogen sich darauf, dass ein Verlag und sein Lektor auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten lesen und entscheiden müssen. Warum sonst gäbe es so viele Massenkopien von erfolgreichen Büchern auf dem Markt? Welche Erklärung sonst gäbe es für ein Buch wie "Feuchtgebiete"?

Wenn ich die Entscheidung für mich selbst getroffen habe, dass mir wichtig ist, die Geschichten zu veröffentlichen, die ich persönlich gut finde und nicht die, die marktfähig sind, hat das rein gar nichts mit eventuell fehlender Kritikfähigkeit zu tun. Eher damit, wie überzeugt ich generell von dem bin, was ich tu und wie wenig ich bereit bin, dabei Konzessionen an den Massengeschmack zu machen.

Rita Hajak

Re:

von Rita Hajak (01.03.2009, 22:21)
Wenn ein richtiger Verlag an meinen Manuskripten Interesse
zeigen würde und für eine Veröffentlichung "Änderungen" die
Bedingung wäre, würde ich dies sofort tun.

Ich darf doch hoffen, dass die Lektoren von ihrer Arbeit etwas
verstehen und wissen worauf es ankommt.

Ich kann nur daraus lernen.


LG.Rita

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5908
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (01.03.2009, 22:31)
Rita Hajak (Moderator) hat geschrieben:
Wenn ein richtiger Verlag an meinen Manuskripten Interesse
zeigen würde und für eine Veröffentlichung "Änderungen" die
Bedingung wäre, würde ich dies sofort tun.


Ich auch.
Der Gag an der Geschichte ist doch, wenn sich die ersten drei Bücher gut verkaufen, habe ich ab dem vierten Narrenfreiheit. Oder glaubt hier jemand, dass ein Lektor einem Eschbach, einem Hohlbein, einem Schätzing das Buch kaputt lektoriert?

Es kommt eben darauf an, den Fuß in die Tür zu bekommen. Aber manche wollen selbst das nicht. dozey:

LG
Siegfried

Benutzeravatar
schreiberlein
Beiträge: 68
Registriert: 11.02.2009, 15:22

Re:

von schreiberlein (01.03.2009, 22:38)
Darüber, Rita, habe ich mich vor zwei Tagen noch mit meiner Mutter unterhalten. Für mich käme es wirklich auf die geforderten Änderungen an. Wenn sie sinnvoll sind und nicht sinnentfremdend, wenn das, was ich schreiben wollte, das bleibt, was man liest, dann hätte ich überhaupt kein Problem damit. Manchmal klebt man an sinnlosen Formulierungen und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Da ist ein Lektor ja auch durchaus hilfreich und oft genug wünschte ich mir den auch in solchen Situationen.

Was mir wirklich Bauchschmerzen bereiten würde und was ich wahrscheinlich auch ablehnen würde, ist eine Anpassung meiner Erzählungen an Markterfordernisse. Dann würde mir das Schreiben keine Freude mehr machen und wäre sinnlos.

Ich gestehe jedem zu, mit seiner Schreiberei Geld verdienen zu wollen. Aber es gibt halt für jeden andere Gründe zu schreiben und zu meinen zählt das, auch wenn ich mich nicht dagegen wehren würde, eher zu den angenehmen Nebeneffekten.

Tom
Beiträge: 119
Registriert: 08.01.2009, 01:30

Re: Bleiben wir doch sachlich.

von Tom (01.03.2009, 23:13)
schreiberlein hat geschrieben:
Ich gehe mal davon aus, wer eine solche Abneigung gegen die Lektorate von Verlagen hat, der mag dann auch keine Textkritik am eigenen Werk


Genau, und wer für Datenschutz ist, der hat was zu verbergen; wer sich gegen flächendeckende Genproben in Ermittlungverfahren ausspricht, hat wahrscheinlich selbst Dreck am Stecken... Anderes Thema, gleiche Rethorik.

Immer diese Vorwurfskonstrukte! Kritikfähigkeit hat nichts damit zu tun, ob sich jemand einem kommerziell orientierten Geschmack unterwerfen will. Und das kommerzielle Potential eines Buches ist nun mal eines der Dinge, die ein Verlagslektor im Auge zu behalten hat. (Ausnahmen können auch hier die Regel bestätigen).


Hallo Schreiberlein,

gute Einstellung! Deine Beiträge hier sind mir übrigens schon sehr oft positiv aufgefallen, weil sie stets sachlich und straight sind, ohne auch nur im Ansatz festgefahren zu wirken. thumbbup

Das wollte ich nur mal loswerden, ohne mich wieder näher auf diese müßige Diskussion einzulassen. (Hatten wir ja schon, und auch damals wurde verallgeimeinernd behauptet, POD-Autoren hätten nur Angst vor der Kritik der Lektoren.)

Soll doch jeder publizieren wie er mag. Ich sehe auch keinen Sinn darin alles zu verurteilen, was anders ist, als der Weg den man für sich selbst gewählt hat oder wählen würde.
Neid ist eine häßliche, aber zumindest sehr aufrichtige Art der Anerkennung.

Viele Grüße vom Tom

Rita Hajak

Re:

von Rita Hajak (01.03.2009, 23:27)
Tom schreibt:

... ohne mich wieder näher auf diese müßige Diskussion einzulassen

Ich frage mich, was manche unter Diskussion eigentlich verstehen.

Ist es nicht so etwas wie Meinungsaustausch, wovon jeder
profitieren kann?

Solange alles in einem anständigen Tonfall bleibt, ist doch das o.k. oder?

Tom gestehe: was ist hier müßig? Ich kanns nicht finden.


LG.Rita

Tom
Beiträge: 119
Registriert: 08.01.2009, 01:30

Re:

von Tom (01.03.2009, 23:38)
@ Rita:

Das bezog sich darauf, das sich eine ganz ähnliche Diskussion hier schon einmal über 13 Seiten hinzog:

http://www.autorenpool.info/echter-verl ... html#63464

Die verallgemeinernden Vorurteile und Behauptungen / Unterstellungen waren nahezu identisch: "POD Autoren haben doch nur Angst vor der Kritik Lektoren... in Wahrheit träumen doch alle nur vom großen Verlag... " usw.

Ich schrieb, bzw. meinte: Mir ist es jetzt zu müßig (im Sinne von zuviel), das alles noch einmal zu wiederholen - dir / euch steht es natürlich frei in die Tasten zu hauen. :wink:
Neid ist eine häßliche, aber zumindest sehr aufrichtige Art der Anerkennung.



Viele Grüße vom Tom

Benutzeravatar
Judith
Beiträge: 3903
Registriert: 05.08.2007, 10:45
Wohnort: Schwobaländle

Re:

von Judith (02.03.2009, 00:54)
Ich fand es toll, bei den BoD-Büchern alles selbst zu machen und eine sehr interessante Erfahrung. Aber ich war dabei nie so aufgeregt wie jetzt: Kommende Woche kommt mein erstes Buch bei einem richtigen Verlag raus. Ich hatte das Glück, extrem viel selbst bestimmen zu dürfen. Und trotzdem gab es einen Korrektor, eine Zeichnerin fürs Cover, jemanden, der den Satz gemacht hat usw. Das finde ich absolut genial!

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Markus

Re:

von Markus (02.03.2009, 08:31)
Siegfried hat geschrieben:
Oder glaubt hier jemand, dass ein Lektor einem Eschbach, einem Hohlbein, einem Schätzing das Buch kaputt lektoriert?

LG
Siegfried


Bin zwar kein Lektor, aber einem Hohlbein hätte ich schon sehr gerne mal seine stilistischen Fehler korrigiert. cheezygrin

Benutzeravatar
hawepe
Beiträge: 7138
Registriert: 15.04.2007, 21:26
Wohnort: Berlin

Re:

von hawepe (02.03.2009, 08:34)
Hallo Markus,

Markus hat geschrieben:
Bin zwar kein Lektor, aber einem Hohlbein hätte ich schon sehr gerne mal seine stilistischen Fehler korrigiert. cheezygrin


Vielleicht ist das gerade Teil seines Erfolgsrezepts? Schau dir Verena Pooth mit ihrem katastrophalen Deutsch an. Das Volk jubelt :twisted:

Beste Grüße,

Heinz.

Zurück zu „Self-Publishing“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.