Ohne Lektor geht es nicht!

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Richymuc
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Ohne Lektor geht es nicht!

von Richymuc (02.03.2009, 21:15)
Hallo Schreiberlinge,

nur so ein Tipp am Rande.

Mein Büchlein ist fertig und die gefundenen Fehler werden soeben korrigiert.

Ich kann nur jedem raten das "fertige" Buch von einem Fachmann durchlesen zu lassen.
Warum?
Ich sage es euch, wie es bei mir war ...
Ein Buch entsteht:

1.Ganz dämlich bin ich auch nicht und kann sogar ein paar Wörter richtig schreiben, also sind ein Großteil der Fehler nicht entstanden.
2.Geschrieben mit Word, das Teil erkennt auch schon eine ganze Menge Fehler.
3.Den ganzen Text durch das Duden Prüfprogramm gejagt, jede Menge Fehler wurden entdeckt.
4. Einer fähigen Sekretärin zum Verbessern gegeben, die hat auch noch was entdeckt.
5. Einer Germanistik Studentin sind noch ein paar Fehler aufgefallen.

Nun dachte ich, es ist vollbracht... falsch gedacht.

Da ich ein sauberes Buch abliefern will, bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe es einem Profi gegeben, der nennt sich Lektor. In der Annahme, der findet eh nix mehr, war ich recht zuversichtlich.

Und?

Er hat noch 60!! Fehler gefunden.
Echt ein Frust, aber ich denke so geht es jedem Buch. Ich hoffe, dass es nun "gereinigt" ist und kann nur jedem raten, sein Werk von einem Profi abklopfen zu lassen.

Wem die Fehler egal sind und man sich ein paar Euro sparen will, muss damit leben ein unfertiges Buch auf den Markt zu werfen.
Man muss halt damit rechnen, eine unsanfte Bewertung bei z.B. Amazon zu erhalten. Seine eigenen Fehler sieht man nicht, andere aber schon.

War nur so ein Tipp. Wenn schon ein Buch, dann ein richtiges Buch thumbbup

Gruß vom Richard
www.richymuc.de
Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

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Bücherwurm
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Re:

von Bücherwurm (02.03.2009, 21:28)
Hallo Richard,

ich will dich nicht fertig machen, aber falls du glaubst, dein Buch ist jetzt fehlerfrei ... dann träum weiter. cheezygrin

Ich habe noch kein Buch gelesen, auch nicht von großen Verlagen, das fehlerfrei war.

Ein Lektor korrigiert übrigens inhaltliche Fehler, Schreib- Grammatik und Satzstellungsfehler korrigiert der Korrektor.


Beste Grüße, Gabi
Titel bei BoD:
Hunger auf Leben - Ein Mädchen kämpft gegen den Krebs
Anna und das Traumland
Kinderbuch

Richymuc
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Re:

von Richymuc (02.03.2009, 21:29)
Hallo Gabi,

so schnell macht mich nichts fertig.

Sicher sind noch Fehler drin, aber es wird immer wahrscheinlicher, dass sie nicht mehr so auffallen cheezygrin
Dann war ich also bei einem Lektor- Korrektor.
Er hat zumindest beides gefunden.
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Judith
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Re:

von Judith (03.03.2009, 00:16)
Hallo Richy,

ich war auch ganz geschockt, als ich vom Verlag den Umbruch bekommen habe, mit jeder Menge roten (Komma- und Rechtschreibfehlern) und grünen (Vorschläge für Änderungen) Markierungen. Ich weiß nicht, wie viele Fehler in meinem Mädchenbuch waren, aber so dreißig bis fünfzig dürften es auch gewesen sein. Obwohl ich auch nicht unbedingt sehr schwach in der Rechtschreibung bin und - nach dem Duden-Korrektor und mir - noch eine Lehrerin das Manuskript durchgesehen hatte.

Ich will gar nicht wissen, wie viele Fehler meine BoD-Bücher haben ... :shock:: :?

Grüßle,
Judith
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noteingang
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Re:

von noteingang (03.03.2009, 00:25)
Hallo richymuc,

hast du den Dudenkorrektor 5.0 benutzt? Okay Gramatikfehler oder mal ein Wort zu einem gemacht, was es gibt aber fehl am Platz ist, dass die Rechtschreibeprüfung das nicht erkennt, aber so richige Rechtschreibfehler sollten nach dem Dudenkorrektor eigentlich garkeine mehr drin sein. Alle fraglichen Wörter kann man ja während der Analyse nochmals nachgooglen und im Zweifel das am Häufigsten anzutreffende nehmen. Zeichensetzung okay, da macht der Korrektor einige Fehler, bei logischen Fehlern (falsches Wort) natürlich auch. Die Frage ist natürlich, für 60 Fehler hunderte Euro ausgeben, na das muss jeder selbst wissen.

Mac

Re:

von Mac (03.03.2009, 00:53)
Hi
noteingang hat geschrieben:
Die Frage ist natürlich, für 60 Fehler hunderte Euro ausgeben, na das muss jeder selbst wissen.


Wieso 100 Euro???
Unter http://www.duden.de/produkte/index.php?suchwort=openoffice&x=0&y=0 nachzulesen und heute bei mir eingetroffen kostet die 5.0 für Open- und StarOffice 17,99 Euro.

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noteingang
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Re:

von noteingang (03.03.2009, 01:05)
Mac hat geschrieben:
Hi
noteingang hat geschrieben:
Die Frage ist natürlich, für 60 Fehler hunderte Euro ausgeben, na das muss jeder selbst wissen.


Wieso 100 Euro???
Unter http://www.duden.de/produkte/index.php?suchwort=openoffice&x=0&y=0 nachzulesen und heute bei mir eingetroffen kostet die 5.0 für Open- und StarOffice 17,99 Euro.


Ich meine nicht den Korrektor, meine den Lektor..

hwg
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Re:

von hwg (03.03.2009, 06:49)
Die Zweckmäßigkeit eines Korrektors (früher einmal befassten sich bis zu vier Korrektoren mit e i n e m Werk) ist unbestritten.

Ein fleißiger Lektor weist fallweise auch auf grammatikalische Unstimmigkeiten hin( wenn's nicht zuviele sind, denn dann legt er nämlich das Typoskript gleich zur Seite) , in Stilfragen und Ansichten zu Handlungsaufbau und Schilderungen von Personen, Landschaften und degleichen, entscheiden jedoch nicht selten höchst individuelle Kriterien über Annahme oder Nichtannahme des Werkes durch den Verlag.

Und jeder erfahrene Autor kann's bestätigen: Drei Lektoren - drei Meinungen. Der Idealfall ist es, wenn ein Autor mit ein und demselben Verlagslektor über längere Zeit zusammenarbeitet und sich dabei "geborgen" fühlt.

Wenn Lektoren von Verlag zu Verlag wechseln, "nehmen" sie nicht selten "ihre" Autoren mit. Das alles trifft bei "freien "Lektoren ja nicht zu.

Ich bin ein eifriger Leser, doch, wie hier geschrieben steht, dass man in jedem Buch Fehler findet, kann ich so nicht unterschreiben. Oder ich bin auch schon "betriebsblind"... :lol:

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hawepe
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Re:

von hawepe (03.03.2009, 07:42)
Hallo Richard,

Richymuc hat geschrieben:
Dann war ich also bei einem Lektor- Korrektor.
Er hat zumindest beides gefunden.


Ein Lektor soll ja auch beides kontrollieren. Lediglich ein Korrektor darf sich auf Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikfehler konzentrieren.

Beste Grüße,

Heinz.

Markus

Re:

von Markus (03.03.2009, 08:12)
Bücherwurm hat geschrieben:
Ich habe noch kein Buch gelesen, auch nicht von großen Verlagen, das fehlerfrei war.
Ein Lektor korrigiert übrigens inhaltliche Fehler, Schreib- Grammatik und Satzstellungsfehler korrigiert der Korrektor.
Beste Grüße, Gabi


Ich würde behaupten, dann hast Du noch nicht sehr viele Bücher gelesen.
Klar habe die meisten Bücher noch Fehler, aber ganz sicher, und da würde ich SEHR viel wetten, gibt es Bücher ohne Fehler.

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PvO
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Re:

von PvO (03.03.2009, 09:32)
Ein Lektor korrigiert übrigens inhaltliche Fehler, Schreib- Grammatik und Satzstellungsfehler korrigiert der Korrektor.

Eindeutig falsch, ein Lektor korriegiert beides. Aber danach bekommen trotzdem noch Korrektoren das Manuskript, damit ja nichts übersehen wird.
Ich habe schon vor lange Zeit behauptet, dass ein Mensch nicht in der Lage sein kann, so ein umfangreiches Textdokument, wie es ein Buch nun mal ist, zu korrigieren. Die Erfahrung hab ich machen müssen. Man ist immer gut beraten, wenn man nach dem Lektorat noch mal Korrektur lesen lässt.

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JessM
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Re: Ohne Lektor geht es nicht!

von JessM (05.03.2009, 11:57)
Richymuc hat geschrieben:
Er hat noch 60!! Fehler gefunden.
Echt ein Frust, aber ich denke so geht es jedem Buch. Ich hoffe, dass es nun "gereinigt" ist und kann nur jedem raten, sein Werk von einem Profi abklopfen zu lassen.


60 Fehler im Vergleich zu was.
Ich meine 60 Fehler sind viel wenn wir von circa 30 Seiten sprechen, handelt es sich um einen Schinken mit 500 Seiten, was sind da dann schon 60 Fehler.

Relation ist wichtig.
Und wir sind Menschen, ich wette selbst jetzt sind noch Fehler drin. Das ist aber völlig normal.

Selbst Bücher die ich von großen Verlagen kaufe, haben Rechtschreibfehler drin oder manches Mal seltsame Satzstellungen.


Aber ich stimme dem zu, ein Lektor ist wichtig.
Vier Augen sehen mehr als zwei.
Und Sechs Augen mehr als vier. =)

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Ankh
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Re:

von Ankh (17.03.2009, 23:37)
Spielt es bei der Frage, ob Lektor ja oder nein eigentlich eine Rolle, ob es sich um ein Sachbuch oder einen Roman handelt?

Kann es z. B. sein, dass es schwieriger ist, einen guten Sachbuch-Lektor zu finden als einen Lektor für Romane?

Oder dass inhaltliche Fehler grundsätzlich bei einem Roman wahrscheinlicher sind als beim Sachbuch?

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Rabert
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Re:

von Rabert (18.03.2009, 00:00)
Meine Anti-Fehler-Strategie:

1. Nicht mehr tippen. Ich benutze Dragon Natural Speaking (10 Preferred). Da gibt's zwar noch jede Menge falscher Wörter, aber keine Tippfehler mehr. Die Tippfehler fallen nie auf, falsche Wörter aber (fast) immer sofort. Und das mit "jede Menge" ist mittlerweile auch nicht mehr so wild. Die meisten Sätze werden bereits genauso geschrieben wie sie in's Mikrofon gesprochen wurden. Nur ohne Tippfehler halt.

2. Papyrus Autor. Der hat nicht nur den Duden-Korrektor in einer Weise integriert, wie es ein angeflanschtes System an Word oder OO nie schafft, der hat auch zusätzlich eine Stilkontrolle nach Andreas Eschbachs 10-Punkte-TüV. Da wird man nochmal Wort für Wort durch den Text geführt und auf Dinge aufmerksam gemacht, die man sonst nie sehen würde.

Damit werde ich sicherlich am Ende auch nicht vollständig fehlerfreie Texte formulieren, aber (hoffe ich) deutlich fehlerfreiere als bisher.

Gruß

Rabert

Richymuc
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Re:

von Richymuc (18.03.2009, 08:31)
Hallo Rabert,

das hört sich gut an.
Einfach ein Buch auf sprechen ohne tippen?
Genial!

Wie sieht es mit den Kommas aus?

Versteht das Teil auch Bayrisch? Zur Not kann ich auch auf Hochdeutsch cheezygrin

Wenn das Verbessern nicht länger als das Tippen dauert, würde ich es gern mal testen.
Was kostet das Programm?

Gruß Richard
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Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7

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