Veröffentlichtes eBook als BoD Printbook rausbringen?

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


Tom
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Veröffentlichtes eBook als BoD Printbook rausbringen?

von Tom (06.03.2009, 00:38)
Irgendwo habe ich gelesen, wenn man über BoD veröffentlicht, darf man das Buch dann nicht woanders als eBook anbieten.

Weiß jemand, wie das rechtlich aussieht, wenn man ein Buch bereits woanders als eBook veröffentlicht hat / zum Verkauf anbietet und es nach der eBook Veröffentlichung zusätzlich über BoD als gedrucktes Buch veröffentlicht?
Neid ist eine häßliche, aber zumindest sehr aufrichtige Art der Anerkennung.

Viele Grüße vom Tom

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ChrisK
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Re:

von ChrisK (06.03.2009, 07:11)
Das hängt von dem Vertrag mit dem jeweiligen ebook-Anbieter ab.
Gruß
Chris

edit: Tippfehler
Zuletzt geändert von ChrisK am 06.03.2009, 14:34, insgesamt 1-mal geändert.

Dozen-Roses

Re:

von Dozen-Roses (06.03.2009, 07:14)
ChrisK hat geschrieben:
Das hängt von dem Vertrag mit dem jeweiligen ebock-Anbieter ab.
Gruß
Chris


Und umgekehrt. Ein Buch von BoD darf fünf Jahre lang nicht woanders veröffentlicht werden (sein). Also auch nicht als ebook in einem anderen Verlag.

Tom
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Re:

von Tom (06.03.2009, 14:28)
ChrisK hat geschrieben:
Das hängt von dem Vertrag mit dem jeweiligen ebock-Anbieter ab.
Gruß
Chris


Hi Chris,

die haben i.d.R. kein Problem damit. Die Frage war eher, ob BOD einen Strick daraus drehen könnte.
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Viele Grüße vom Tom

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hawepe
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Re:

von hawepe (06.03.2009, 14:31)
Hallo Tom,

Tom hat geschrieben:
die haben i.d.R. kein Problem damit. Die Frage war eher, ob BOD einen Strick daraus drehen könnte.


Lies einfach mal, was Dozen-Roses geschrieben hat. Oder schau selbst in den Autorenvertrag von BoD. Kann man sich von www.bod.de herunterladen.

Beste Grüße,

Heinz.

Tom
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Re:

von Tom (06.03.2009, 14:32)
Dozen-Roses (Moderator) hat geschrieben:
Ein Buch von BoD darf fünf Jahre lang nicht woanders veröffentlicht werden (sein). Also auch nicht als ebook in einem anderen Verlag.


Nicht veröffentlich werden ist klar. Aber darf man bei BOD nur bisher unveröffentlichtes Material veröffentlichen? Das ging für mich nicht klar aus den FAQ hervor.

BOD vertreibt ja auch Bücher, die vorher schon bei anderen (Print) Verlagen erschienen waren und teilweise auch noch im Handel sind. Oder bin ich da falsch informiert?
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hawepe
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Re:

von hawepe (06.03.2009, 14:36)
Tom hat geschrieben:
Aber darf man bei BOD nur bisher unveröffentlichtes Material veröffentlichen?


Nein, du darfst sie nur nicht gleichzeitig über verschiedene Anbieter veröffentlichen.

BOD vertreibt ja auch Bücher, die vorher schon bei anderen (Print) Verlagen erschienen waren und teilweise auch noch im Handel sind.


Solange sie lieferbar sind, dürften sie nicht bei BoD veröffentlicht werden. Ich kenne übrigens auch keinen klassischen Verlag, der dem zustimmen würde. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bekäme man also gleich doppelten Ärger.

Lieferbar heißt natürlich "neu", nicht "gebraucht".

Beste Grüße,

Heinz.

Natas
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Re:

von Natas (06.03.2009, 15:18)
Guten Tag (erster Beitrag juhu)!

Jetzt muss ich aber doch nochmal nachfragen...

Ich veröffentliche mein Buch über www.bod.de. Da meine Zielgruppe sehr internetafin ist, möchte ich dieses Buch auch übers Internet als eBook vertreiben. Jedoch NICHT über einen anderen Verlag, sondern über meine eigene Seite (eigenes Marketing etc.). Das eBook werde ich also selbst erstellen. Da mir BoD ja keinerlei Rechte abspricht (dacht ich zumindest), dürfte dies doch kein Problem darstellen, oder?
Finde dazu auch nichts im Autorenvertrag.

Zweite Frage:
Werden (materielle) Bücher über bod/Amazon etc verkauft, sind dies steuerrechtlich Einnahmen als Freiberufler.
Wie sieht das aus, wenn ich diese eBooks übers Internet verkaufe? Damit übernehme ich ja die Aufgaben eines Verlages/Händler, was mich doch letztendlich zu einem Gewerbetreibenden (und somit auch zu einem Gewerbesteuerzahler!) macht. Ist das richtig, oder kann ich diese Einnahmen auch als Freiberufler geltend machen?

Liebe Grüße

Alex

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hawepe
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Re:

von hawepe (06.03.2009, 15:26)
Hallo Alex,

Natas hat geschrieben:
Da mir BoD ja keinerlei Rechte abspricht (dacht ich zumindest), dürfte dies doch kein Problem darstellen, oder?
Finde dazu auch nichts im Autorenvertrag.


Dann lies dir mal § 2, Absatz 1, Punkt c durch.

Damit übernehme ich ja die Aufgaben eines Verlages/Händler, was mich doch letztendlich zu einem Gewerbetreibenden (und somit auch zu einem Gewerbesteuerzahler!) macht. Ist das richtig, oder kann ich diese Einnahmen auch als Freiberufler geltend machen?


Der Vertrieb eigener Werke gehört zur freiberuflichen Tätigkeit, solange er keinen sehr großen Umfang annimmt. Sehr groß meint hier nicht ein paar Dutzend Verkäufe im Monat.

Beste Grüße,

Heinz.

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ChrisK
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Re:

von ChrisK (06.03.2009, 15:41)
Tom hat geschrieben:
BBOD vertreibt ja auch Bücher, die vorher schon bei anderen (Print) Verlagen erschienen waren und teilweise auch noch im Handel sind. Oder bin ich da falsch informiert?


Soweit ich weiß druckt und vertreibt BoD für andere Verlage deren Backlist bzw. Teile davon. Diese Bücher sind dann nur noch in der von BoD erstellten Ausgabe im Handel erhältlich.

Gruß
Chris

Natas
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Re:

von Natas (06.03.2009, 15:48)
Hallo Heinz,

schnelle Antwort, danke ;-)

Du hast Recht. Das wort "exklusiv" hab ich wohl überlesen. Das passt mir ja jetzt gar nicht in den Kram :-/ Gibts da keinerlei Ausweg? Dem Buch einen anderen Titel geben z.B.?
Ansonsten muss ich mich wohl echt auf die Suche nach nem richtigen Verlag machen, der mir das einräumt. So einen zu finden ist wahrscheinlich aber auch nicht so einfach.

Zum Thema Freiberufler:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menge hier eine Rolle spielt.
Man wird aufgrund der Tätigkeit nach § 2 EStG in die verschiedenen Einkunftsarten eingeteilt. Dabei ist dies unabhängig von der verkauften Anzahl. Nach § 18 EStG ist die schriftstellerische Tätigkeit eine freiberufliche (was ja auch eigentlich klar ist).
Nun stellt sich meiner Meinung nach die Frage, ob der eBook-Verkauf (unabhängig vom Umsatz) nun noch eine schriftstellerisch Tätigkeit ist, oder hier der Gewerbeteil größer ist.

Ich seh das halt so: Hat man einen Verlag, der das Buch vertreibt, dann ist das wie ein externen Dienstleister. Man ist jedoch unabhängig von der Menge ein Freiberufler.
Übernimmt man diese Aufgabe jedoch selbst, dürfte dies doch weiterhin eine schriftstellerische Tätigkeit sein, da es sich ja um das eigene Buch handelt?!

Zumindest argumentiere ich so ;-)

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hawepe
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Re:

von hawepe (06.03.2009, 15:55)
Hallo Alex,

Natas hat geschrieben:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menge hier eine Rolle spielt.


Ist in D aber der Fall.

Der Bundesfinanzhof hat 1976 entschieden:

"Die Verwertung eigener schriftstellerischer Erzeugnisse geht über den Rahmen einer freiberuflichen Tätigkeit hinaus, wenn sie sich nach dem Gesamtbild der zu diesem Zweck geschaffenen organisatorischen Einrichtung nicht auf eine der schriftstellerischen Tätigkeit dienende Funktion beschränkt, sondern eine neue Erwerbsgrundlage darstellt. Durch den gewerblichen Massenvertrieb verliert auch eine ihrer Natur nach schriftstellerische Tätigkeit ihren freiberuflichen Charakter."

Beste Grüße,

Heinz.

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Re:

von Natas (06.03.2009, 16:00)
1976 ist ja nicht mehr sonderlich aktuell. Steuerrecht ändert sich extrem schnell. Mal beim Finanzamt nachfragen.
Nicht böse sein, dass ich so kritisch bin, hatten aber zu dem Thema heute ne Vorlesung, da will ich doch sicher gehn ;-)

Dank Dir vielmals!

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hawepe
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Re:

von hawepe (06.03.2009, 16:07)
Hallo Alex,

Natas hat geschrieben:
1976 ist ja nicht mehr sonderlich aktuell. Steuerrecht ändert sich extrem schnell.


Wenn du neuere Entscheidungen oberer Instanzen auftun könntest, wäre mediafon.net, das Freien-Portal der Gewerkschaft Verdi, dir bestimmt sehr dankbar. Vor vier Wochen kannte man dort noch nichts weiteres.

Entscheidungen einzelner Finanzämter und unterer Instanzen sind da relativ uninteressant. Durch alle Instanzen gehen wollte aber wohl seit damals niemand mehr. So schlecht ist das Urteil schließlich nicht. Und warum eine Verschlechterung riskieren?

Beste Grüße,

Heinz.

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Re:

von Natas (06.03.2009, 16:18)
Nein, eine Verschlechterung wollen wir sicher nicht.
Nur weiß ich gerne, auf welchem rechtlichen Boden ich mich bewege!

Mehrwertsteuer muss dementsprechend auch nicht abgeführt werden, wenn ich mit meinen eBooks diese 17.000 Euro Umsatzgrenze im Jahr nicht erreiche, oder gilt diese Regelung nur für ein Gewerbe?

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