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Traum88
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Re:

von Traum88 (15.03.2009, 19:19)
hawepe hat geschrieben:
Dann lies dir einfach mal das Verlagsgesetz durch.

Da bin ich nicht fündig geworden, aber lies Dir doch einfach mal das JuSchG durch §27 "ein Trägermedium anbietet, überlässt, zugänglich macht, ausstellt, anschlägt, vorführt, einführt, ankündigt oder anpreist"

Der Verlag bietet an und wie in meinem Beispiel womöglich etwas Jugendgefärdendes.

Zur Erinnerung: Die Ausgangsfrage war, warum kein Autorenimpressum ins Buch muß.

Im Innenverhältnis kann Bod das regeln wie sie wollen, wobei ich mich frage, wie rechtswirksam das ist. Besonders wenn man auch hier im Forum sieht, dass Menschen überhaupt nicht verstehen, dass das, was sie für 39 Euro hochladen, nicht mehr kontrolliert wird und man dort auch nicht viel diskutieren kann.

Ein unbedarfter Laie kann da bei dem Beispiel Erotikroman mit FSK18 übel reinfallen.

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hawepe
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Re:

von hawepe (15.03.2009, 20:24)
Hallo,

Traum88 hat geschrieben:
hawepe hat geschrieben:
Dann lies dir einfach mal das Verlagsgesetz durch.

Da bin ich nicht fündig geworden,


§ 1: "Der Verleger ist verpflichtet, das Werk zu vervielfältigen und zu verbreiten."

§ 14: "Der Verleger ist verpflichtet, das Werk in der zweckentsprechenden und üblichen Weise zu vervielfältigen und zu verbreiten."

§ 20: "Der Verleger hat für die Korrektur zu sorgen."

§ 21: "Die Bestimmung des Ladenpreises, zu welchem das Werk verbreitet wird, steht für jede Auflage dem Verleger zu."

§ 25: "Der Verleger eines Werkes der Literatur ist verpflichtet, dem Verfasser auf je hundert Abzüge ein Freiexemplar, jedoch im ganzen nicht weniger als fünf und nicht mehr als fünfzehn zu liefern."

Ich meine, die Formulierungen sollten doch eindeutig genug sein. Man mag zwar argumentieren, dass das Verlagsgesetz überholt ist, bloß ungültig wird es dadurch noch lange nicht.

aber lies Dir doch einfach mal das JuSchG durch §27 "ein Trägermedium anbietet, überlässt, zugänglich macht, ausstellt, anschlägt, vorführt, einführt, ankündigt oder anpreist"


Ja und? Vorher muss das Trägermedium erst einmal nach § 24 in die Liste jugendgefährdender Medien aufgenommen worden sein. Für die Aufnahme eines Verfahrens ist wiederum erst einmal ein entsprechender Antrag bei der Bundesprüfstelle notwendig.

Der Verlag bietet an und wie in meinem Beispiel womöglich etwas Jugendgefärdendes.


Ob Verlag oder nicht ist da unwichtig, denn die Verbannung auf den Index ist mit keiner Strafe verbunden.

Zur Erinnerung: Die Ausgangsfrage war, warum kein Autorenimpressum ins Buch muß.


Manchmal werden Fragen um zusätzliche Aspekte erweitert und bleiben Teilaspekte unbeantwortet.

Im Innenverhältnis kann Bod das regeln wie sie wollen, wobei ich mich frage, wie rechtswirksam das ist. Besonders wenn man auch hier im Forum sieht, dass Menschen überhaupt nicht verstehen, dass das, was sie für 39 Euro hochladen, nicht mehr kontrolliert wird und man dort auch nicht viel diskutieren kann.

Ein unbedarfter Laie kann da bei dem Beispiel Erotikroman mit FSK18 übel reinfallen.


Den "unbedarften Laien" gibt es nur im Buiseness-to-Consumer-Verhältnis, aber nicht im Business-to-Business-Verhältnis. Wer letzteres eingeht, muss sich nun einmal informieren und kann sich nicht mit Ahnungslosigkeit herausreden.

Und wie gesagt, die Veröffentlichung eines Erotikbuches ist nicht unter Strafe verboten.

Beste Grüße,

Heinz.

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