Für Fantasyfans:EineSuperheldengeschichte: Victory Showdown

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Kris. K.
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Für Fantasyfans:EineSuperheldengeschichte: Victory Showdown

von Kris. K. (15.03.2009, 22:08)
Hallo, bin ganz neu und dachte ich stell mich einfach mal der allgemeinen Kritik. Bin wohl nicht die brillianteste Schriftstellerin, Grammatik, Komasetzung fallen mir naja schwer, anders kann man es wohl nicht sagen und zu allem Überfluss macht mein Rechtschreibprogramm was es will, Naja egal.
Ich bin nicht hier um geschohnt zu werden, hoffe aber das die Meinungen nicht allzu misserabel ausfallen. Das ist der Showdown meines ersten Fantasybuches (von vier Teilen ) und ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen. Habe eine große Schrift gewählt, ist besser für eure Augen. Also viel Spaß thumbbup

Victory fand Nocturna in einem besonders heruntergekommenen Wohnviertel von Markesfelde. Nocturna saß auf dem Schornstein eines Flachdaches , die Beine locker übereinandergeschlagen. Wartend. Als Victory ankam, grinste Nocturna nicht. Sie lächelte nicht einmal. Dabei hatte diese Irre immer, bei jedem Zusammentreffen gelächelt. Nocturnas Grinsen zog sich wie ein roter Faden durch all ihre Begegnungen, verfolgte Victory sogar in ihren Träumen und jetzt hatte sie ihr endlich das dämliche Lächeln aus dem Gesicht gewischt. Nur wie Vic es geschafft hatte, gab ihr keinen Grund zum Jubeln. Durch den angewidert taxierenden Blick, den ihr Nocturna zuwarf, ahnte Victory dass sie es wusste. Dass ihr Lakai, ihre Kreatur, die früher einmal Victorys bester Freund Chris gewesen war, besiegt und getötet worden war. Für Victory persönlich war es schmerzlich doch sein Tod traf Nocturna. Wenn auch in ganz anderer Weise als Vic. Und sie hatte sich eingebildet sie hätte das alleinige Recht aus Trauer. Vielleicht noch Chris Eltern, doch die würden nie etwas von der heutigen Nacht erfahren. Aber jetzt sah sie Nocturnas Gesicht. Bösartig, kalt, immer noch. Und trotzdem, sie trauerte, nein, sie bedauerte was ihrer Schöpfung widerfahren war. Diese Wahnsinnige sprach von den Tieren, die sie kontrollierte wie von ihren Kindern. Könnte sie Chris - nein, solche Gedanken wollte Victory sich nicht erlauben. Schmerzlich genug mitansehen zu müssen, dass Nocturna das Wesen, das sie geschaffen hatte auf irgendeine perverse verworrene Art liebgewonnen hatte. Das Gesicht ihrer Feindin war ihr nie müder und verbrauchter erschienen als in dieser Sekunde. Es war Bedauern, keine Trauer, erinnerte Victory sich selbst. Chris Ableben, so schmerzlich es auch war, hatte einen positiven Nebeneffekt. Jetzt war Vic mehr als ein Steinchen im Schuh. Sie war dem Ärger von Nocturna, der Herrin der Tiere, endlich würdig. Jemand, mit dem man sich selbst befassen musste.
Victory kam wachsam, jedoch mit trotzigem Blick näher. Sie blieb erst stehen als Nocturna auf die Füße rutschte. Diese verlagerte lasziv gelangweilt das Gewicht damit ihre zur Seite geworfene Hüfte gut zur Geltung kam. Sie zog einen kleinen grauen Chip hervor und lies das Ding fallen. Unter ihrem Stöckelschuh zerbrach der Chip krachend und der rote Punkt auf Victorys Sonar verlosch. Sie versuchte zu verdrängen, das diese Person Helena verletzt und viel andere Bewohner Mauerstadts getötet und traumatisiert hatte. Sie versuchte für den Augenblick auch zu vergessen, dass Nocturna Chris gequält und zum Monster gemacht und Ben manipuliert hatte, damit er ihr Geheimversteck verriet. Sie versuchte Nocturna als Mensch zu sehen. Als verwirrte Frau, die eine Armee von Psychiatern dringender als eine Tracht Prügel brauchte. Es gelang Victory nicht. Vor ihr stand eine geisteskranke Säuferin, eine Mörderin, die mit ihren kranken Experimenten wehrlose Menschen in Monster und normale Tiere in kollektiv handelnde Killer verwandelte. Eine Gefahr für sie, ihre Freunde und ihre Stadt. „Und eine Gefahr die so schnell wie möglich beseitigt werden muss“, flüsterte ihr eine kleine Stimme ins Hirn. Victory beugte ihre Erzfeindin kritisch, Nocturna lächelte beinah nachsichtig. Die Müdigkeit und das Bedauern in ihren eisblauen Augen wurde zurückgedrängt.„ Du machst mir ganz schön Ärger, weißt du das?“
„Tja, was soll ich sagen…. Das ist mein Job!“
„Und du hast mein Schoßtierchen erledigt. Du ahnst ja gar nicht wie viel Zeit und Mühe ich mit seiner Erschaffung und Abrichtung vergeudet…“
„Er war ein Mensch, du verrückte Schlampe!“ schrie sie Nocturna mit zusammengekniffenen Augen entgegen. Sie konnte es nicht ertragen, wie Nocturna von Chris sprach, hätte sie am liebsten gleich jetzt zu einem blutigen Haufen Fleisch geprügelt. Nocturna redete von ihm- wie von einem Tier. Einem teuren aber ersetzbaren Forschungsobjekt. Victory hatte sich vorgenommen stark zu sein, sie war die Heldin, die Gute in diesem kranken Spiel, doch da kam ihr echt die Galle hoch. Nun hatte sie Blöse gezeigt. Schon wünschte sie sich, sie könnte die Worte zurücknehmen. Nocturna grinste bösartig.
„Oh, wunder Punkt?“ neckte sie angriffslustig. „Ich und meine anderen Babys werden…“
„NEIN!“ schrie Vic ihr in den Satz und grinste verschlagen. „Nein, Nocturna. Ich werde mit dir kämpfen und nur mit dir. Keine Scharen von Fledermäusen, Ratten oder Schlangen. Keine einzige kleine Schabe. Nur du und ich! Frau gegen Frau!"
Die Herrin der Tiere verschränkte die Arme und zog belustigt einen Flunsch. Ihre roten saftigen Lippen, verbogen sich in Victorys angespannten Hirn zur blutigen schwulstigen Narbe. Die Narbe zerriss als Nocturna schrill auflachte. „Frau gegen Frau: Wie süß. Du hast echt zu viele schlechte Filme gesehen. Aber von mir aus. Doch meinst du Pimpf wirklich, dass das fair wäre? Du mit deinen Superkräften….“
„Und was schlägst du vor?“ Victory rümpfte misstrauisch die Nase.
„Dein Blut!“
„Mein Blut! Da musst du erst mal drankommen!“ keifte Victory und ging in Kampfstellung. Doch Nocturna dachte gar nicht daran anzugreifen, zog unter der Maske nur eine Augenbraue in die Höhe und berichtigte.
„Eigentlich würden mir einige Tropfen reichen.“
"Wenn dein Blutsystem ähnlich funktioniert wie ich es von meinen Forschungen gewohnt bin, werde ich für einige Zeit deine Heilfähigkeiten übernehmen. Dadurch wäre der Kampf wenigstens ein bisschen ausgeglichener, nicht wahr?"
Vic starrte ihre Feindin irritiert an. Wollte Nocturna sie verkohlen? Das sie von ihren Heilfähigkeiten wusste war klar. Sie hatte sie ja auf dem Krebsball in Aktion gesehen. Aber was war das mit den Forschungen? Was hatten Victorys Kräfte mit Nocturna zu tun? Sie arbeitete doch nur mit Tieren? Anderseits waren Menschen auch nichts weiter als Tiere. Unglaublich bösartige, meistens sehr dumme Tiere. Dann fiel ihr wieder ein, dass vorhin auch Chris` Verletzungen in Sekundenschnelle geheilt waren. Natürlich hatte Nocturna etwas mit ihren Fähigkeiten zu tun! Es war viel zu unwahrscheinlich, dass zwei verrückte Wissenschaftler gleichzeitig an so seltsamen, sich ähnelnden Projekten arbeiteten.
Wenn sie jetzt darüber nachdachte war es ein Wunder, dass sie damals, nach der Explosion im Universitätslabor nicht mit einem grünen Schuppenkleid und einem vier Meter langen Schwanz zu sich gekommen war. Sie wurde von Nocturna aus ihren Gedanken gerissen als diese ihr ein Messer entgegenwarf, das sie umständlich auffing doch schwungvoll gleich wieder zurückschmiss.
„Nein!“ sagte sie entschieden. „Mit deinen Messern hab` ich genügend Erfahrung.“
Nocturna zuckte ohne einen Anflug von Schuldgefühlen mit den Schultern während Vic ihr eigenes Messer herausholte und es tief durch ihre Unterarmaußenseite zog. In Nocturnas Augen leuchtet etwas auf, dass Vic innehalten ließ.
„Halt! Wieso sollte ich dir trauen? Schwöre mir das du, wenn ich dir mein Blut gebe, keins deiner Viecher zu Hilfe holen wirst!“
Nocturna schnaufte ungeduldig durch. "Wenn ich sage, das ich es nicht tue, kann man sich auch daran halten."
"Ha, das kenn ich schon! Moral und Ehre hab ich noch nicht bei dir bemerkt!". Nocturna fletschte die Zähne. "Du kleine, arrogante Hexe! Mir wurden, im Gegensatz zu deinesgleichen Moral und Ehre mit in die Wiege gelegt. Wage nie wieder an meinen Versprechen zu zweifeln!"
Victory überdachte die Worte ihrer Feindin. Durch Ehrlichkeit hatte sie sich noch nicht wirklich hervorgetan. Doch in Wahrheit, hatte sie auch noch niemals ein Versprechen gegeben. Konnte das möglich sein? Konnte man sich auf das Wort dieser Wahnsinnigen, wenn man sie einmal dazu gebracht hatte ihr Ehrenwort zu geben, wirklich verlassen?
Nocturna dauerte es mal wieder zu lange. Verärgert und beleidigt darüber das jemand ihre mehr als fragwürdige Ehrlichkeit anzweifelte, schnaufte sie durch und warf den Kopf auf die Seite. Als ob sie gar keine Angst vor mir hat, dachte Victory. Nocturna spitzte die Lippen und funkelte kalt zu Victory hinüber.
„Ach, na gut. Ich schwöre bei der Reinheit meines Blutes, das ich für den Kampf keins meiner Kinder rufen werde. Erst wenn es vorbei ist. Wir werden uns an deinem Kadaver laben, uns in deinem Blut suhlen und mit den Schlingen deiner Innereien Seilhüpfen spielen.“ Ein kurzes Kichern erfüllte die Luft zwischen ihnen. Dieser letzte Satz war kaum ernst zu nehmen. Der Auswurf einer Wahnsinnigen, der von dem Kichern am Ende nur unterstrichen wurde. Doch bei dem Schwur, dem Schwur auf die Reinheit ihres Blutes. Das war so befremdlich, so ungewöhnlich und voller Ehrlichkeit das es in Vics Hirn rumorte. Da funkelte eine eisige Kälte in den Augen ihrer Feindin auf. Nichts Bestimmtes doch Victory wusste, dass Nocturna ihren Schwur halten würde. Und wenn es sie ihr Leben kostete. Als der Schnitt sich bereits schloss flog das tropfende Messer zu Nocturna. Diese fixierte Vic überlegen und schleckte genüsslich über die flachen Seiten der Klinge. Schimmerte da bereits Blut auf ihren Zähnen. Hatte sie sich selbst in die Zunge gebissen? Victory war sich plötzlich ziemlich sicher, dass sie gerade etwas ziemlich dummes gemacht hatte. Warum war sie nur so selbstlos ehrlich und wollte einen ausgeglichenen Kampf? Heldenehre, natürlich! Verdammte Filme. Die Guten machten sich die Sache immer so schwer. Hatte sie wirklich geglaubt Nocturna würde mit ehrlichen Mitteln kämpfen, nur weil sie es geschworen hatte? Wie unsagbar dumm und naiv konnte man sein? Sie hätte ihr gleich eine vor den Latz knallen sollen, dass sie ohnmächtig und hilflos zu Boden sackte. Es hätte so einfach sein können. Jetzt würde es viel schwerer werden.
Aus dem Nichts krachte Victory eine Faust ins Gesicht. Sie überschlug sich zweimal als sie durch die Luft flog. Überrumpelt aber dennoch blitzschnell kam Vic wieder auf die Beine.
Ein dickflüssiges Blutrinnsal floss ihr aus dem Mund und auf den Beton des Daches. Hatte sich Nocturna überhaupt bewegt? Sie stand belustigt mehrere Meter von Vic entfernt, winkte sie gönnerhaft grinsend heran.
Wie großzügig! Anscheinend war nun Vic an der Reihe. Die würde sich wundern! Victory rannte auf Nocturna zu. Die wollte grinsend zur Seite springen, doch Vic scherte wenige Meter vor Nocturna aus. Hätte sich die Herrin der Tiere nicht bewegt, wäre Vic an ihr vorbeigerannt. Doch Vic hatte einen Vorteil. Sie war mit ihren Kräften und ihren richtigen Umgang besser vertraut als Nocturna, konnte die Bewegungen ihrer Gegner fast immer voraussehen. Also prallte Vic nun in ihrer Feindin in die Seite, wollte sie nach oben schleudern. Diese krallte sich allerdings in Vic`s Rücken. Sie hing ihr wie ein Parasit am Kreuz, schlang Vic einen Arm um den Hals und begann sie zu würgen. Vic begann sich atemlos zu winden, taumelte drei Schritte nach hinten und spürte wie sie beide an etwas Hartes prallten. Vic stieß sich ab und ließ sich noch mal, härter diesmal, gegen die Mauer prallen, versuchte Nocturna abzuschütteln indem sie sie zwischen sich und der Mauer einquetschte. Auch beim dritten und vierten Mal lockerte sich Nocturnas Griff nicht, stattdessen schlug sie ihre langen Fingernägel in den Hals der Heldin. Nicht so tief um sie ernsthaft zu verletzen, die Wunden waren knapp neben den großen Adern, aber warmes Blut rann Victory den Hals hinunter. Es genügte nicht! Es reichte nicht aus Nocturna gegen die Wand zu pressen. Vic taumelte übers Dach. Sie wusste, dass sie überleben würde, wenn sie vom Dach fiel. Deshalb rannte sie ungebremst über den Dachrand was Nocturna ein tiefes „Ohh“ entlockte. Anstatt sechs Stockwerke tief auf den Erdboden zu fallen schlugen beide im vierten Stock auf einem Balkon auf. Eine Topfpflanze zersplitterte als sie darauf landeten. Nocturna war unten weshalb sie jetzt endlich, mit schmerzhaften Keuchen, von Victory`s Hals ablies. Ein gieriges Luftholen später wurde Nocturna durch die Scheibe der Balkontür geschleudert. Sie prallte rücklings auf einem Esstisch auf. Vic kam ihr hinterher, kümmerte sich nicht um die, im Türrahmen hängen gebliebenen Glaszacken, die ihr Arme und Hände aufritzten. Obwohl sich Nocturna schon wieder aufgerappelt hatte, konnte sich Victory ein freudiges Grinsen nicht verkneifen. Endlich machte ihr ein Kampf wieder Spaß. Endlich gab es für sie einen fantasievollen Gegner. Das Adrenalin rauschte euphorisch brennend durch ihre Adern, berauschte und benebelte angenehm ihr Hirn. Ihre Feindin stand ihr gegenüber, der Tisch zwischen ihnen, rauschte plötzlich ein älterer weißbärtiger Mann in die Küche. Der Krach hatte die Bewohner der Wohnung alarmiert.
Lautes Türkisches Gekeife wurde laut als eine rundliche kopftuchtragende Frau, und ein weiterer Mann im Türrahmen erschienen. Beide wurden vom ersten älteren Mann rückwärts aus dem Zimmer gezogen. Sein instinkthafter Überlebenstrieb musste angesprungen sein, als er die beiden kostümierten, blutüberströmten Frauen in seiner Küche sah. Nocturna schien wackelig, nutzte die kurze Ablenkung und riss eine der Küchenschubladen hinter ihr auf. Durch das metallische Klirren drehte Victory denn Kopf und konnte gerade noch den Kopf zurückziehen. Ein langes scharfes Tranchiermesser flog nah an ihrem Hals vorbei. Von der Geschwindigkeit des Messers wurde die Luft, so nah an ihren Ohren, sirrend zerschnitten. Victory sprang erschrocken zur Seite. Ein mannshoher Schrank in der Ecke wurde aufgerissen, Vic ging in Deckung, da hatte sie schon das nächste Messer vor Augen. Wortwörtlich, den die Klinge hatte sich fast bis zum Schaft in das dünne Pressspannholz der Schrankwand gebohrt, die Spitze nur wenige Millimeter vor Vic`s Auge. Wieder metallisch Suchgeräusche. Mit einem wütenden Schrei von Nocturna, flog das nächste Messer durch die Luft, bohrte sich die nächste Klinge in die Schrankwand, weiter rechts diesmal, knapp neben Victory`s Hand. Verflucht wie viele lange scharfe Küchenmesser hatte dieser beschissene Haushalt? Und warum konnte Nocturna so gut zielen und werfen? Sie musste sich etwas einfallen lassen und zwar schnell. Vic wand sich so gut es eben ging zum Schrankinhalt, obwohl sie genau wusste wie gefährlich es war ihrer Gegnerin den Rücken zuzuwenden. Schon hörte man das vertraut unheilvolle kramende Klirren. Leider hatte Victory mit ihrem „Versteck“ die Arschkarte gezogen. Nichts was man als Waffe hätte benutzen können. Der Schrank war voller Töpfe und Pfannen. Sie nahm einen schweren Metalltopf und eine große glänzende Pfanne und stieß die Tür von sich, gerade als sich ein besonders langes Messer in den zersplitternden Holzrahmen der Schranktür bohrte. Ohne genau zu zielen, schleuderte die Heldin den Metalltopf durchs Zimmer. Und traf Nocturna scheppernd am Kopf. Sie ging zu Boden und Vic konnte sich ein siegreiches Jauchzen nicht verkneifen, überwand leichtfüßig die Distanz zwischen sich und Nocturna und beugte sich über sie. War sie bewusstlos? Die Augen geschlossen, zusammengesunken und mit einer gewaltigen Platzwunde an der Stirn sah sie so wenig bedrohlich aus wie ein im Suff umgekipptes Karnevalsfunkenmariechen. Doch gerade als sich Vic über sie beugte um ihren Puls zu fühlen, riss das Funkenmariechen die Augen auf, warf ihre Beine in die Höhe und trat Victory mit voller Wucht die Absätze ihrer Stöckelschuhe in den Oberbauch.
Die Luft wich ihr aus der Lunge. Sie strauchelte nach hinten, krachte gegen die Kante des Esstisches und griff sich an die stark schmerzenden Stellen. Gott sei Dank! Durch die Schmerzen dachte Vic schon sie hätte zehn Zentimeter tiefe Fleischwunden im Oberbauch. Doch es würden nur große Blutergüsse werden. Nocturna hatte nicht genug Trittkraft aufbringen können. Apropos Nocturna. Die war aus der Küche ins Nebenzimmer gerannt. Vic spähte in den Raum. Ein Wohnzimmer. Gläserner Tisch, lederne Couchgarnitur, Schrankwand samt Fernseher mit leise laufenden türkischen Nachrichten. Als sich scharfe, rot lackierte Fingernägel in ihren Kragen bohrten und sie hochhoben war sie total überrumpelt. Noch während Vic durch die Luft segelte dachte sie das sich Nocturna doch hätte vor ihr verstecken müssen. Stattdessen lauerte sie ihr auf. Verkehrte Welt.
Unter ihrem Gewicht explodierte die Glasplatte des Tisches. Irgendwo wurde angsterfüllte geschrien und gejammert. Es war billiges, dünnes Glas. Als Victory auf die Füße sprang, rieselten Splitter von Kleidung und Haut. Nocturna warf mit einer großen Keramikkanne nach ihr. Sie kam sich vor wie bei einem Ehekrach. Bevor die Kanne sie traf packte Victory zornig die Dreisitzercouch und schleuderte das schwere Möbelstück Nocturna entgegen. Etwas übertrieben doch ihrer Wut über diesen Kampf durchaus gerechtfertigt. Ihre Feindin duckte sich und flüchtete in den Hausflur als die Couch ihm Türrahmen zerkrachte.
Jemand schrie schon wieder. Vic drehte sich zu den verstörten Wohnungseigentümern, die sich bis jetzt hinter der weggeschleuderten Couch versteckt hatten. Der ältere bärtige und die Frau blickten sie angsterfüllt an, jammerten aber wenigstens nicht so erbärmlich wie der andere. Wie sie ihn so sah, total verheult und mit einem deutlichen dunklen Fleck auf vorne auf seiner Jeans, tat er ihr doch etwas Leid. Im Vorbeigehen murmelte Vic deshalb ein wirklich ehrlich gemeintes „Sorry“. Im Hausflur angekommen, fummelte Nocturna an einem von sechs Türschlössern herum hatte ihr gedankenloserweise den Rücken zugedreht. Sie erschien genauso hektisch wie es die Situation, Victorys Meinung zufolge, erforderte. Und dennoch hielt sie ihr Versprechen. Oder sie war nur zu beschäftigt um ans Bescheißen zu denken und ihre Viecher zu rufen. So oder so war alles wunderbar.
Ein braun gebrannter jugendlicher Türke kam aus einem Zimmer gegenüber dem Wohnzimmer, hatte den Mund zu einem lautlosen verblüfften „Oh“ aufgesperrt. Er hatte den Kampf bis jetzt wohl nicht gehört, zog sich gerade große, schwarze Kopfhörer von den Ohren. Innerhalb einer Sekunde, hatte er die Situation überblickt.
Eine blutverschmierte Frau mit Maske und teilweiser zerrissener Kleidung schien sich mit einer anderen Maskierten mit spärlichem Lederkostüm und bemerkenswertem Vorbau zu prügeln. Er hatte genug gesehen und sagte das vernünftigste was ein pubertierender Junge in so einer alltäglichen Situation sagen konnte. Er bekam große glänzende Augen, grinste begeistert und sagte vollkommen scharfsinnig und zutreffend: „Woah, voll der krasse Katzenkampf!“ Als er schnell wieder in sein Zimmer verschwinden wollte - wahrscheinlich um das Ereignis für seine Kumpel fotografisch festzuhalten - wurde er bereits grob von der älteren Türkin zu den anderen ins Wohnzimmer gezehrt. Nocturna hatte sich aufgrund der Ablenkung herumgedreht. Verunsicherung, jedoch keine wirkliche Angst spiegelte sich in ihrem Blick. Das konnte man ändern. Vic rannte durch den Flur. „Ich helf` dir mit der Tür“ rief sie spontan bevor sie in ihre Feindin hineinkrachte. Dann lagen auch schon beide im Treppenhaus, um sie herum verstreut, Holzstücke der eingerannten Tür und zersprungene Metallschlösser. Vic, obwohl sich jetzt pochende Schmerzwellen in ihrem Kopf ausbreiteten und auch ihre Schulter unangenehm zog, konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Nocturna war fix und fertig. Ihr Schlüsselbein war wohl angeknackst, ein unnatürlicher Hubel zeigte sich inmitten des Knochens. Sie zog sich gerade stöhnend auf die wackligen langen Beine. Und humpelte unbeholfen die Treppe hinunter. Ein alter Mann kam aus der Wohnung gegenüber der, aus der sie gerade geplatzt waren.
„Sofort wieder rein!“ brüllte ihm Victory gebieterisch entgegen worauf er verschrocken wieder die Tür zuschlug. Sie sprang ihrer Feindin übers Geländer nach, packte sie beim nächsten Absatz an der Schulter und drückte sie gegen ein hohes Fenster im Treppenhaus. Ihre Feindin schrie schmerzgebeutelt auf. Vic wollte ihr ins Gesicht schlagen doch Nocturna zog den Kopf auf die Seite und die Hand der Heldin lies die Scheibe hinter ihr zerplatzen. Scherben flogen und Blut spritzte.
„Es ist vorbei!“ Victory sah ihr tief in die eisblauen Augen.
„ Noch nicht!“ Flüsterte die Herrin der Tiere, zusammengesunken und doch mit unwirklichem Selbstvertrauen. Das zersplitterte Fenster im Rücken waren jetzt beide fast auf einer Höhe. Blutspritzer und Schlieren vermischten sich mit dem Gold ihrer toupierten Haare. Ein wahnsinniges Funkeln zeigte sich in ihren Augen als sie ein irres Lachen ausstieß und Victory den Elektroschocker gegen den Bauch drückte. Mit der kraftvollen Entladung wich Victory keuchend zurück.
Ein Schuss halte durch das Treppenhaus. Victory spürte einen schneidenden Luftzug an der Wange, sah einen kleinen schwarzen Schatten unter ihrem Auge vorbeifliegen.
Dann wurde Nocturnas Kopf nach hinten geworfen. Ihre Hände krallten sich im Fensterrahmen fest sonst wäre sie nach draußen gestürzt. Der Herrin der Tiere entwich ein tiefer kehliger Laut, dann zog sie den Kopf wieder langsam nach vorne und lachte weiter. Victory entsetzter Blick brachte sie kurz darauf wieder von Lachen ab. Sie konnte es ja nicht sehen. Nocturna konnte die klaffende Wunde in ihrer Stirn, knapp über dem linken Auge, nicht sehen. Aus dem Loch blubberte es als sich die letzten funktionierenden Rädchen ihres wirren, zerschossenen Verstandes in Bewegung setzten. Blut rann ihr übers Gesicht, lies sie aussehen wie die Darstellerin eines erstklassigen Snuffmovies.
Sie griff sich an die Stirn. Vollkommen verblüfft betrachtete Nocturna ihre bluttriefende Hand. Und schüttelte stumm, die Hand fixierend, den Kopf. Vic wusste auch warum. Keine Heilung. Die Wunde war groß. Und sie schloss sich nicht. Die Zeit, für die Nocturna Victorys Heilfähigkeiten übernommen hatte, war abgelaufen.
Das nächste erschien Victory wie in Zeitlupe. Warum passierte wirklich Schreckliches oder Bedeutendes immer in Schneckentempo?
Nocturna fiel. Sie hielt sich nicht länger im Rahmen des zerbrochenen Fensters sondern lies sich nach hinten Fallen, wobei sie die restlichen Scherben im Rahmen mitriss. Im Fall griff sie nach Vic ins Leere.
Angst aber vor allem Verwirrung zeichnete ihr Gesicht. Nocturna hatte keine Ahnung wie ihr geschah als sie vier Stockwerke tief in einem Hinterhof fiel. Und auf einem alten Eisenzaun aufkam. Mehrere Metallspitzen der senkrechten Zaunstreben platzten durch ihren Leib.
„Eine hab ich erwischt!“ keuchte jemand hinter Vic. Sie drehte sich um. Der alte Mann, den sie in seine Wohnung zurückgescheucht hatte, war gerade dabei ein uraltes Vorderladergewehr neu zu laden. Was ungefähr zehn Minuten dauern würde. Hinter ihm stand die, jetzt mehr neugierige als verängstigte, türkische Familie und eine Oma im Morgenmantel, wahrscheinlich die Frau des Alten.
„Schieß doch!“ keifte sie als Vic wütend nach oben stapfte und die versammelte Mannschaft anzickte, dass lieber jemand die Polizei holen sollte. Bevor sie sich wieder umwand krallte sie sich noch den antiken Vorderlader und verbog den metallenen Lauf zu einem großen V (Nicht aus Werbegründen, sondern weil es die schnellste und einfachste Form war).
Vic sprang aus dem zerbrochenen Fenster in den Hinterhof. Sie war sich sicher, dass das nicht besonders klug war. Die Polizei würde gleich kommen. Vielleicht- sogar ziemlich wahrscheinlich in dieser Gegend- hatte noch jemand eine Waffe und würde auf sie schießen.
Vic wusste auch, das ihre Feindin nicht wieder aufstehen würde. Sie hatte keine Selbstheilungskräfte mehr.
Doch als Victory im Hinterhof, knapp neben dem Zaun aufkam, sah sie warum sie noch mal zu Nocturna musste. Sie sollte das letzte sein, was ihre Feindin sehen würde. Nocturna, auf dem rostigen, mehr als hüfthohen Zaun aufgespießt, mit sieben spitzen Lanzen der Länge nach durchbohrt, lebte noch. Sie röchelte und zuckte schwächlich. Die oberste Zaunlanze, hatte sich durch ihren Hals getrieben. Kein letzter Satz der Überlegenheit oder der Reue, kein letztes auflachen oder eine Verwünschung ihrer Feindin würde noch kommen. Mit jedem Herzschlag, floss ein weiterer Blutstrom nach. Nocturna, die Herrin der Tiere hatte bis zum Schluss ehrlich gekämpft (bis auf die Sache mit dem Elektroschocker) und wurde dann nicht mal von ihrer Widersacherin getötet, sondern von einem alten Mann mit einem antiken Gewehr und der Schwerkraft, die sie auf diesen Lanzen festgenagelt hatte. Und Victory war froh darüber. Wo sie jetzt so darüber nachdachte und in Nocturnas glasige, in den Nachthimmel gerichtete, Augen blickte, war es das Beste. Selbst wenn Nocturna hätte eingesperrt werden können, so gab es in jedem Gefängnis irgendwelche Krabbeltiere, die sie sich hätte zunutze machen können. Wieder ein Ausbruch, ein Katz-und-Maus-Spiel an dessen Ende Nocturna vielleicht sogar gewonnen hätte. Und die Behörden? Die hätten sie für den Rest ihres Lebens mit Betäubungsmitteln zu ungefährlichem Gemüse gemacht. Das Beste allerdings war, auch wenn es wohl kein Held jemals ausgesprochen hätte, dass Vic theoretisch nicht selbst für Nocturnas Sterben verantwortlich war. Batman würde sich im Grabe umdrehen, doch für Victorys Gewissen war das im Moment eine Gnade. Auch wenn es wenig heldenhaft war, musste Vic einfach dableiben bis ihre Feindin, die ihr so viel Ärger gemacht und ihren Freunden und Mitmenschen so viel Leid zugefügt hatte, zum letzten Mal ausatmete. Und sie hatte Mitleid. Es war ihr unangenehm für eine so kranke, bösartige Person, selbst wenn sie im Sterben lag Mitleid zu empfinden. Hatte Nocturna Mitleid mit Chris gehabt? Mit einem ihrer anderen Opfer? Vic hatte einmal gelesen, das Mitleid für den Menschen, in seiner fast grenzenlosen Brutalität und Ignoranz, der größte Fluch war. Etwas, was einen ganz schnell umbringen oder einen langsam zerfressen konnte. So oder so ähnlich. Wenn sie sich doch nur davon frei machen könnte, nur für diesen Augenblick. Aber sie brachte es nicht über sich, sie wusste, dass sie es später bereuen würde. Victory musste bei ihrer Feindin bleiben bis es vorbei war.
Wenigstens eine Person musste für ihren Tod Rechenschaft ablegen können. Etwas, das jedem Sterbenden auf der Welt zukommen müsste.
Nicht allein sein zu müssen. Beistand in den letzten Minuten. Und ob Nocturna ihre Gedanken gelesen hatte, zuckte und röchelte sie nochmal. Klappte stumm den Mund auf und zu. Ihre trüben Augen wurden wieder klar, suchten Victorys Blick, dass die Heldin, mit ernstem Gesicht, näher kam. Mühsam und kraftlos hob Nocturna den Arm, streckte ihn Vic entgegen. Auch ohne das erneute Röcheln und die sie fixierenden feuchten Augen wusste Vic was sie tun musste. Ohne Widerstreben griff Victory die Hand ihrer Erzfeindin. Sie tat bei ihr das, was sie bei Chris und Helena nicht gekonnt hatte. Sie hielt ihr die Hand, spürte das schwächer schlagende Herz unter der kühlen Alabasterhaut. Nach einigen Herzschlägen schloss Nocturna zum letzten Mal, lächelnd, die Augen. Eine einzelne Träne rollte ihr über die Schläfe, zog einen hellen Streifen durch das blutverschmierte Gesicht. Als Victory die ersten Polizeisirenen hörte, ließ sie sanft die Hand los und sprang davon.
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Zuletzt geändert von Kris. K. am 28.03.2009, 21:52, insgesamt 10-mal geändert.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (15.03.2009, 22:51)
Hi Kris!

Zuerst: Schön, dass du auch dabei bist

Dann: Du traust dich allerhand, gleich als ersten Post hier einen Text zur Kritik vorzustellen. Und angeblich braucht man dich auch nicht zu schonen. Okay ...

Und zuletzt eine ganz konkrete Frage an dich: Was hindert dich, die Rechtschreibprüfung deiner Textverarbeitung zu benutzen?

Ich vermute sogar, du hast den Text nicht ein einziges Mal korrekturgelesen, bevor du ihn hier der Öffentlichkeit zur Bewertung präsentierst. Andere hier mögen das akzeptabel finden - ich nicht.

Hier die Beispiele, die meine Rechtschreibprüfung in deinem Text gefunden hat - und das hat nichts mit deinen fehlenden Kenntnissen in Rechtschreibung und Grammatik zu tun. Diese Fehler bemerkt sogar die Word-Rechtschreibprüfung:



Auf dem Flachdach eines Wohnhauses saß sie, die Beine übereindandergeschlagen, auf einem Schornstein.

Vic hatte einmal gelesen, das das Mitleid für den Menschen, in seiner fast grenzenlosen Brutalität und Ignoranz, der größte Fluch war.

Victory hatte sich eingebildet sie hätte das eilleinige Recht aus Trauer.

Bösartig, kalt, immernoch.

Könnte sie Chris- nein, solche Gedanken wollte victoria sich nicht erlauben.

Das Gesicht ihrer Feindin war ihr nie müder und verbrauchert erschienen als in dieser Sekunde.

Bedauern, keine Trauer, errinnerte Victoria sich selbst.

Unter ihrem Stöckelschuh zerbrach der Chip krachend und der rote Punkt auf Victory`s Sonar verlosch.

Du weist ja gar nicht wieviel Zeit und Mühe ich mit seine Erschaffung und Abrichtung vergeudet…“

Nun hatte sie blöse gezeigt.

Du hast echt zuviele schlechte Filme geshen.

Dochmeinst du Pimpf wirklich dass das fair wäre.

Da musst du erstmal drankommen!

Was hatten Victory`s Kräfte mit Nocturna zu tun.

In Nocturnas Augen leuchtet etwas auf, dass Vic innehalten lies.

"Pha, das kenn ich schon!

Noccturna fletschte die Zähne.

Als ob sie gar kine Angst vor mir hat, dachte Victory.

Das war so befremdlich, so ungewöhnlich und voller Ehrlichkeit das es in Vic`s Hirn rumorte.

Diese krallte sich allerdings in Vic`s Rücken

Vic wand sich luftlos, taumelte drei Schritte nach hinten und spürte wie sie beide an etwas Hartes prallten.

Vic stieß sich ab und lies sich nochmal, härter diesmal gegen die Mauer prallen, versuchte Nocturna abzuschütteln indem sie sie zwischen sich und der Mauer einquetschte.

Nocturna war unten weshalb sie jetzt endlich, mit schmerzhaften Keuchen, von Victory`s Hals ablies.

Wortwörtlich, den die Klinge hatte sich fast bis zum Schaft in das dünne Pressspannholz der Schrankwand gebohrt, die Spitze nur wenige Millimeter vor Vic`s Auge.

Mit einem wütenden Schrei von Nocturna, flog das nächste Messer durch die Luft, bohrte sich die nächste Klinge in die Schrankwand, weiter rechts diesmal, knapp neben Victory`s Hand.

Leider hatte Victory mit ihrem „Versteck“ Die Arschkarte gezogen.

Sie erschien genauso hektisch wie es die Situation, Victory`s Meinung zufolge, erforderte.

Sie sprang ihrer Feindin übers Geländer nach, packte sie bein nächsten Absatz an der Schulter und drückte sie gegen ein hohes Fenster im Treppenhaus.

Die Zeit, für die Nocturna Vic`s Heilfähigkeiten übernommen hatte, war abgelaufen.

Doch als Victory im Hinterhof, knapp neben dem Zaun aufkam, sah sie warum sie nochmal zu Nocturna musste.

Batman würde sich im Grabe umdrehen, doch für Victory`s Gewissen war das im Moment eine Gnade.



LG
Siegfried
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Kris. K.
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Re:

von Kris. K. (16.03.2009, 19:36)
Hey, Danke Siegfried, das du meinen Job gemacht hast. Naja, is ja nix anderes wenn du mir Satz für Satz erklärst wie ich Grammatisch meinen Text überarbeiten kann. Vielen, vielen Dank dafür, hätte aber auch gerne gehört wie die Leute meinen Beitrag vom schreiberischen Standpunkt beurteilen. Inhalt+ Glaubwürdigkeit ect. Trotzdem merci, ich denke ich hab alles verbessert.

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noteingang
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Re:

von noteingang (16.03.2009, 20:44)
Tja Kris,

viele haben hier halt die Einstellung, dass man einen Text erst postet, wenn man alles in seiner Macht getan hat, und der Text das Bestmögliche der eigenen Fähigkeiten darstellt.

Desweiteren stellt man sich hier eigentlich vor, packt garade zu Anfang kaum einen so langen Text rein und erarbeitet sich etwas Motivation der Anderen, in dem man selbst Texte kritisiert.

Deinen Text kenne ich aus Studivz kam da bisher noch nicht zum kritisieren, hole das hier mal nach.

Hier werden eh meist logische Fehler, Ausdrucksfehler kritsiert, über eine Story kann und sollte man garnicht so sehr etwas schreiben, weil da nämlich Geschmack anfängt. Schreibt man aber so "stümperhaft", dass einem die Lust beim Lesen vergeht, hilft meist die beste Story nicht.

Siegfried mag zwar manchmal etwas seltsam sein ;). Aber er hat auf jeden Fall richtig viel Ahnung.

Dein Text ist ehrlich gesagt echt zu lang, dass ich den nun komplett auseiandernehme aber hier mal paar Anstöße.

Victory fand Nocturna in einem besonders heruntergekommenen Wohnviertel von Friedrichshain. Auf dem Flachdach eines Wohnhauses saß sie, die Beine übereinandergeschlagen, auf einem Schornstein. (unglücklicher Satz, umformulieren, Auf, auf...)Wartend. Als Victory auf dem Dach (Wiederholung) aufkam, grinste Nocturna nicht. Sie lächelte nicht einmal (als Erzähler schreibt man Schritsprache). Dabei hatte diese Irre immer, bei jedem Zusammentreffen gelächelt (Redundanz, immer und bei jedem). Ihr Grinsen zog sich wie ein roter Faden durch all ihre Begegnungen, verfolgte sie (falscher Rückbezug) sogar in ihren Träumen und jetzt hatte sie (falscher Rückbezug) ihr endlich das dämliche Lächeln aus dem Gesicht gewischt. Nur wie sie es geschafft hatte, gab ihr keinen Grund zum Jubeln. Mit (aufgrund des)dem angewidert taxierenden Blick, den ihr Nocturna zuwarf, ahnte Victory dass sie es wusste. Das sie wusste(Wiederholung), dass ihr Lakai, ihre Kreatur, (Redundanz)die früher einmal Victorys bester Freund gewesen war, besiegt und getötet worden war. Für Victory war es schmerzlich doch sein Tod traf Nocturna. Wenn auch in ganz anderer Weise als Vic. Victory (Wiederholung trotz Abkürzung) hatte sich eingebildet, sie hätte das alleinige Recht aus Trauer. Vielleicht noch Chris Eltern, doch die würden nie etwas von der heutigen Nacht erfahren. Doch (Wiederholung) jetzt sah sie Nocturnas Gesicht. ...

Siehst du, da sind noch eine Menge Dinge drin, die so nicht sein dürfen, und wenn ich deinen kompletten Text so durchsehe dauert mir das wirklich zu lange. Zur Story kann ich nichts sagen, mag keine Superhelden, Comics und dergleichen.

Grüße

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Kris. K.
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Re:

von Kris. K. (16.03.2009, 21:05)
Ja, man merkt wirklich, das du keine Heldengeschichten magst, und ich bin schon fleißig am lesen und am Kommentare schreiben so gut ich das mit meinem anscheinend sehr begrenztem Intellekt (man das so schreibt , kom ja nur vom Lnad und nix kann richtig schreiben- und obi wan sein mein Papa) book: eben kann. Trotzdem Danke das du dir die mühe gemacht hast, meinen ach so langen Text zu Kommentieren. Natürlich werde ich das was du angemerkt hast ändern und immer wieder mal drüberlesen was ich in dieser Art, ( Das mit dem ständigen falschen Rückbezug scheint mir auch ein Problem zu sein) noch ändern kann. Wusste nicht, das es hier anscheindn nur um Grammatik und solche Sachen geht. Damit will ich das nicht herabwürdigen, das sind mehr als wichtige Punkte, aber ich hatte mir Meinungen von Fantasybegeisterten erhofft, von soclen die sich mit Aktion und halbwegs witigen Schreibstil gerne befassen. Bis jetzt lag ich da wohl falsch, ich habe noch keine aussagekräftigen Meinungen zu diesem Text, lese aber Fleisig andere Beiträge, lange Rede kurzer Sinn: Hier haben anscheinend alle so dicke Eier, das sie nur das drumherum und nicht das Innendrin sehen. Natürlich ist das Leben und ebenso das Schreiben harte Arbeit und weder ich noch andere können erwarten, wie Babys behütet zu werden, doch vor allem Neulingen sollte Zuversicht eingeflößt und nicht resignierende Brutalität entgegengebracht werden. Das hat sich am Ende wohl doch noch zickig angehört, war aber nicht an dich persönlich gerichtet. wie gesagt, Danke für deinen Kommentar, ich werds ändern undirgendwann wird diese Stelle vielleicht erträglicher für euch "Profis."
Zuletzt geändert von Kris. K. am 16.03.2009, 21:19, insgesamt 1-mal geändert.

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noteingang
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Re:

von noteingang (16.03.2009, 21:12)
Falsch Kris,

wenn man lange schreibt und sich viel mit dem Thema auseiandersetzt, ärgern haufenweise Fehler einfach. Das ist nicht böse gemeint oder manisch und einer Therapie bedürftig, sondern zwangsweise folge daraus, dass man viel schreibt.

Weißt du was, ich glaube eine ganz nette Story können recht viele Menschen aneianderklatschen, aber was sie meisten nicht können, sie logisch, spannend und richtig zu schreiben.

Das sind aber Vorrausetzungen für z.B. eine Veröffentlichung. Wenn du nur aus reinem Spaß schreibst, überhaupt 0 Interesse an einer Veröffentlichung hast (wobei das in Foren stellen ja auch etwas in der Art ist) dann lass Regeln Regeln sein und schreibe wie du meinst.

Hier im Forum oder auch anderswo hast du es mit Menschen zu tuen, die schon einige Bücher (hauptsächlich BoD) veröffentlich haben, sich wohl jahrelang mit dem Thema beschäftigen und eben so viele Fehler nicht einfach überlesen können.

Weißt du, was nämlich an einem guten Roman/Geschichte wichtig ist, er muss gut und richtig geschrieben sein, Themen sucht man sich eh nach Geschmack aus und gibt ja über allerhand Kram Geschichten.

Willst du ernsthaft schreiben, kommst du einfach nicht drumherum, besser die Regeln zu lernen.

Deinen Zynismus kannst du dir sparen, du hast um Hilfe gebeten. Was erwartest du? Feedback ala gefällt mir? Hier wird in der Regel das gemacht, was ein Lektor machen würde. Daher auch Lektorat. Nur die kosten anständig Geld. Wenn es nur darum geht, dass Menschen dir schreiben, dass ihnen die Geschichte gefällt, solltest die im Superhelfenforum posten. Die werden dann wohl die Story kritisieren oder eben nicht.

Nimms dir nicht zu Herzen, Kritik vertragen kaum Menschen.

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Kris. K.
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Re:

von Kris. K. (16.03.2009, 21:30)
Danke Noteingang,
das du mir das so - einfühlsam erklärt hast, das ist bei mir leider ständig nötig. Nur des Interesses halber, ich hatte angenommen, meine Geschichte SEI SPANNEND und LOGISCH (das Grammatik, Komasetzung und auch einige Sätze durchaus auf der Stufe eines 6 klässers stehen habe ich schon begriffen aber was ist mit dem großen Ganzen. Wenn du es nicht schaffst die Geschichte trotz den mannigfachen Fehlern zu lesen könnte ich das verstehen aber erzähle mir hörigem Schäfchen nichts über Spannend und Logisch.) Wenn ich noch zwanzig Beiträge ala, deine Gramatik und der Aufbaus ist fürn Arsch, du hast hier nix verloren, bekomme (Nicht das deiner generel so war, das war sogar noch vergleichsweiße Diplomatisch) sagt das ja nichts über die grundsätzliche
Qualität des Machwerks an sich aus, kann aber zur Resignation führen.

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noteingang
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Re:

von noteingang (16.03.2009, 21:36)
Kris. K. hat geschrieben:
Danke Noteingang,
das du mir das so - einfühlsam erklärt hast, das ist bei mir leider ständig nötig. Nur des Interesses halber, ich hatte angenommen, meine Geschichte SEI SPANNEND und LOGISCH (das Grammatik, Komasetzung und auch einige Sätze durchaus auf der Stufe eines 6 klässers stehen habe ich schon begriffen aber was ist mit dem großen Ganzen. Wenn du es nicht schaffst die Geschichte trotz den mannigfachen Fehlern zu lesen könnte ich das verstehen aber erzähle mir hörigem Schäfchen nichts über Spannend und Logisch.) Wenn ich noch zwanzig Beiträge ala, deine Gramatik und der Aufbaus ist fürn Arsch, du hast hier nix verloren, bekomme (Nicht das deiner generel so war, das war sogar noch vergleichsweiße Diplomatisch) sagt das ja nichts über die grundsätzliche
Qualität des Machwerks an sich aus, kann aber zur Resignation führen.


Du hast in einer Hinsicht recht, Siegfried ist ja hier unser Haudrauf, ich habe schon oft gesagt, dass man gerade Anfänger nicht so vorn Kopf hauen soll.

Aber eines musst du verstehen, richtig gut schreiben ist verdammt harte Arbeit und es dauert wirklich lange. Bis dahin üben, üben, üben und nochmals üben.

Ich verstehe auch, dass du das Formale etwas beiseitewischt und meinst, hey schaut doch mal auf den Rest, der garnicht so schlecht ist, bzw sein kann. Die übliche Mentalität hier ist aber eher, bevor der formale Aspekt nicht halbwegs passt, lesen viele garnicht erst zu ende. Und hüte ich mich auch davor, über Dinge zu schreiben, die mich eh nicht interessieren. Ich mag keine Superhelden, hatte nie Comcis.

Lass dich nicht demotivieren, erkenne einfach, dass du noch verdammt viel zu lernen hast. Kopf hoch und attacke ;)

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (16.03.2009, 21:44)
Hi Kris,
erstmal: Willkommen. cheezygrin

Nun ja, der gute Noteingang hat es eigentlich schon gesagt: Ein Text besteht aus vielen kleinen einzelnen Komponenten. Es wird für den Leser sehr schwer, wenn ihn Kleinigkeiten aus dem Tritt bringen. Und Rechtschreibung und Grammatik sind halt solche Kleinigkeiten. Ich weiß, das nervt.
Aber mal im Ernst: Wenn du dich der Kritik stellst, dann solltest du das beste abliefern, zu dem du in der Lage bist.
Dann kannst du sagen: Hier, Leute, besser kann ich es nicht, was sagt ihr dazu?
Einen Text durchzuarbeiten ist verdammt schwer, kostet Zeit und Nerven. Mach es denen, von denen du diese Arbeit erwartet, etwas einfacher. Nimm sie ernst - dann wirst auch du ernst genommen.

Ansonsten: Es wirkt wie aus der sechsten Klasse, wäre dem so, wäre das dafür nicht schlecht. Wenn auch vieles halt so wirkt, als wäre es für Sechsklässler geschrieben. Klischees lassen grüßen. Klischees sind okay, aber übertreib es nicht. Oder übertreib es und parodier es. Man denkt sich auch, dass man alles irgendwie schon mal irgendwo gehört hat. Die meisten hier sind aus dem Batman-Alter raus. Das ist nicht negativ gemeint, es ist einfach so.

Mach dir klar, dass das Schreiben eine Sache ist, die man sein Leben lang tut und immer besser wird. Du wirst nicht mit deinem ersten Text Begeisterungsstürme ernten. Schreibe, schreibe, schreibe. Lerne, lerne, lerne.

Nur das bringt dich weiter.

Gruß
Hakket

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Kris. K.
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Re:

von Kris. K. (16.03.2009, 22:01)
Hey, Leute, verdammt, ihr habt recht. ich sollte dankbar sein auch wenn mir hier der eine oder andere vor den Kopf haut. Es tut weh aber die wollen mir nur helfen und so lerne ich. Und Stimmt, die Leute hier haben nicht mehr viel für Fantasy übrig. Und ja das ist ein Auszug aus meinem ersten Roman. Ich habe noch ne menge andere, bin aber leider nie aus der Batmanphase rausgekommen so traurig es euch auch vorkommen mag, ich steh drauf, selbst als Mädel und selbst mit über zwanzig. Ich denke ich werde nichts mehr von Victory hier reinstellen. Aber demnächst wenn ich es überarbeitet habe so gut ich kann, stelle ich etwas von einem neueren Roman rein, Auch Fantasy aber zumindest der Teil den ich reinstelle noch so in der Vorgeschichte das man es nicht bemerkt, damit kann ich vielleicht auf Kritik außerhalb von Grammatik und co hoffen. Haltet in den Nächsten Tagen nach The Saint of the Sinners ausschau.

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (17.03.2009, 07:45)
Also, ich mag Fantasy, das ist mein Genre. Ich hätte auch gern dein ganzes Textschnipsel oben gelesen, weil es irgendwie interessant klang.

Aber dann bin ich über die ersten Sätze gestolpert und habe einfach aufgegeben. Zu den Gründen haben Siegfried, noteingang und Hakket schon genug gesagt. (Es muss übrigens auch nicht extra groß sein, das zwingt mich nur dazu, mehr zu scrollen. Lästig: wenn ich große Schrift haben will, sage ich das meinem Brauser.)

Also, gib mir ruhig mehr Batman und Fantasy. "The Saint of the Sinners" klingt interessant, schreibst du in englischer Sprache?

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (17.03.2009, 08:34)
Hallo Kris,
mir geht es mit deinem Text genau so wie Valerie. Fantasy, ein großer Bereich, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Man kann seinen Phantasien freien Lauf lassen.
Ich schleppe z.B. seit Jahren einen praktisch fertigen Fantasy-Roman mit mir herum. Kann ihn aber einfach nicht loslassen. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr - mit dem Loslassen. Der Markt ist, was Fantasy betrifft, ziemlich abgegrast. Potter, Tolkien und Co. x-mal durchgekaut. Die Leserschaft lechzt nach Neuem.
Also mein Rat: dranbleiben, schreiben und noch mal schreiben, Stil verbessern usw. usw.
Ich habe vor vielen Jahren mit Fantasy-Rollenspielen angefangen. Aber die Würfelei und die vorgegeben Abenteuer gingen mir schon nach kurzer Zeit schlicht auf den Wecker. Also habe ich meine eigenen Geschichten "erfunden" und nachspielen lassen, und dabei festgestellt, dass es den Leuten gefiel. Irgenwann begannen diese Abenteuer immer länger zu dauern. Bis sie nicht mehr in einen Abend passten, sich schließlich in Bücher verwandelten. Im Laufe der Jahre ist dann daraus eine kleine neue Welt entstanden, die sehnsüchtig darauf wartet, dass ich sie endlich ziehen lasse.
Warum ich dir das alles schreibe? Unsere Phantasie ist ein großer Schatz, den wir da mit uns herumtragen. Was wäre die Welt ohne sie? Also lass dir deine Phantasien und den Spaß daran nicht nehmen, lerne und arbeite weiter an deinen Geschichten. Du hast noch viel Zeit. Nutze sie. Ich bin mit meinen 58 Jahren in deinen Augen sicherlich schon ein alter Mann. Aber ich kann die Finger nicht davon lassen - von dieser Phantasie.
Gruß von
Klaus

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Kris. K.
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Re:

von Kris. K. (17.03.2009, 12:19)
Danke, das ihr das so sagt und schön das sich hier die Fantasten melden. Der erste Eindruck sagt eben doch noch nix. Zu Valerie, ne ich schreibe nicht in Englisch- da sieht es mit der Grammatik noch schlechter aus als im Deutschen. Ich weiß das sehen viele anders aber ich finde es manchmal ganz schön wenn man obwohl man Deutsch schreibt englische Titel verwendet. Bin schon konservativ, liebe die Deutsche Sprache obwohl ich sie regelmäßig vergewaltige :P ( Wo sonst könnte man zwanzig Wörter aneinanderreihen ohne das sie den Sinn verlien, oder wie Ghoethe sagen würde: Knabenblütensommerträume (oder so ähnlich aber was ich sagen will ist klar. Aber andere Sprachen wie Englisch, Französisch oder sogar Latein sind in bestimmten Fällen nicht nur treffender sondern einfach runder, interessanter und angenehmer.
Und zu Klaus: Alt? Mit 58? Wir in der Pfalz sind der Ansicht das die Meisten Leute nicht alt sondern nur reif und besser werden- wie Rotwein. cheezygrin Und ja der Fantasymarkt ist mit dem Kram aus dem anglizistischem Raum überfüttert. Ich steh drauf, komm aber selber nicht mehr mit lesen nach. Einzig Hohlbein und neuerdings Schweikert haben es geschafft und das auch hauptsächlich in Deutschland. Ich rechne nicht mit Buchveröffentlichungen- Wie den auch im Moment- Aber irgendwann in einigen Jahren wenn ich meine Texte zum achthundertsten Mal überarbeiett habe und die Leute nicht merh würgen, sind meine Sachen vielleicht so erträglich, das ich mich traue in die Eigenverlegung zu gehen. Und nebenbei, steht was von dir Klaus, hier drin, von diesem Fantasyroman- ich würde gern ein Stück mal lesen.

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Siegfried
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Re: Für Fantasyfans:EineSuperheldengeschichte: Victory Showd

von Siegfried (17.03.2009, 20:31)
Ich habe mir mal den ersten Absatz vorgenommen und kommentiert - über die Rechtschreibfehler hinaus:

Victory fand Nocturna in einem besonders heruntergekommenen Wohnviertel von Friedrichshain [Aha! - Location ist Berlin]. Sie [Wer? Victory oder Nocturna?] saß auf dem Schornstein eines Flachdaches , die Beine locker übereinandergeschlagen. Wartend. Als Victory ankam [also sitzt Nocturna auf dem Schornstein] grinste Nocturna nicht. Sie lächelte nicht einmal. Dabei hatte diese Irre immer, bei jedem Zusammentreffen gelächelt [Das deutet auf Erzählperspektive Victory hin]. Nocturnas Grinsen zog sich wie ein roter Faden durch all ihre Begegnungen, verfolgte Victory sogar in ihren Träumen und jetzt hatte sie ihr endlich das dämliche Lächeln aus dem Gesicht gewischt [Rückblende - reißt den Leser aus der aktuellen Handlung]. Nur wie Vic es geschafft hatte, gab ihr keinen Grund zum Jubeln. Durch den angewidert taxierenden Blick, den ihr Nocturna zuwarf, ahnte Victory dass sie es wusste. Dass ihr Lakai, ihre Kreatur, die früher einmal Victorys bester Freund gewesen war, besiegt und getötet worden war [weitere Rückblende samt Info-Dumping: Welche Rolle spielt dieser Lakai für den Anfang der Geschichte?]. Für Victory war es schmerzlich doch sein Tod traf Nocturna [ist das der Eindruck Victorys? Oder ein Bruch in der Erzählperspektive?]. Wenn auch in ganz anderer Weise als Vic. Und sie hatte sich eingebildet sie hätte das alleinige Recht aus Trauer. Vielleicht noch Chris Eltern [wer ist Chris? Der genannte Lakai?], doch die würden nie etwas von der heutigen Nacht erfahren. Aber jetzt sah sie Nocturnas Gesicht. Bösartig, kalt, immer noch. Und trotzdem, sie trauerte, nein, sie bedauerte was ihrer Schöpfung wiederfahren [widerfahren] war. Diese Wahnsinnige sprach von den Tieren, die sie kontrollierte wie von ihren Kindern. Könnte sie Chris - nein, solche Gedanken wollte Victory sich nicht erlauben. Schmerzlich genug mitansehen zu müssen, das [dass] Nocturna das Wesen, das sie Geschaffen [geschaffen] hatte auf irgendeine perverse verworrene Art liebgewonnen hatte [doppeltes 'hatte']. Das Gesicht ihrer Feindin war ihr nie müder und verbrauchter erschienen als in dieser Sekunde. Bedauern, keine Trauer, erinnerte Victoria sich selbst [der Satz ist kaum verständlich]. Chris Ableben, so schmerzlich es auch war, hatte einen positiven Nebeneffekt. Jetzt war Vic mehr als ein Steinchen im Schuh. Sie war dem Ärger von Nocturna, der Herrin der Tiere, endlich würdig. Jemand, mit dem man sich selbst befassen musste.

Der Einstieg in die Geschichte wird dem Leser alles andere als leicht gemacht. Das Setting ist völlig unklar (Ort, Zeit, nähere Umstände), ebenso das beteiligte Personal. Es gibt eine Victory (der Name beschreibt bereits die später Siegerin) und eine Nocturna (Anlehnung an das lateinische Wort für Nacht?), dann taucht eine Lakai auf (wozu?) und ein Christ (wozu?). Es gibt wirre Gedanken, Andeutungen, Hinweise - alles, was eigentlich nichts im Anfang zu suchen hat. Damit kann man keine Leser fangen. Resultat: Der Hook der Geschichte funktioniert nicht.

Frage an die Autorin: Soll ich den Rest auch kommentieren?

LG
Siegfried
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Kris. K.
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Re:

von Kris. K. (17.03.2009, 21:18)
Hallo Siegfried:
Mal wieder ein dickes Danke für deinen Kommentar, du gibst dir richtig Mühe mit mir, was wohl beweisen muss, dass nicht alles hoffnungslos ist. Ich werde über vieles noch nachdenken dürfen. Trotzdem, eines hast du nicht verstanden. Ich habe erwähnt, dass es nicht der Anfang meines Buches ist, sondern beinahe das Ende. Zugegeben, das ist meine Schuld, die meisten stellen zu Anfang wirklich- ähm, den Anfang rein. Man geht davon aus, dass es der Beginn von etwas ist. Und ja, du hast recht, es ist aus dem Zusammenhang gerissen, weil es nun mal nicht der Anfang ist. Ich werde, wenn ich nächstes Mal etwas hier reinstelle, auch genau erklären, was davor und danach passiert ist, damit der Leser sich einfühlen kann. Ich wollte mit etwas Action würzen, da ich mich ansonsten in Beschreibungen verliere. Und ja, es ist beizeiten platt und klischehaft, so habe ich es gewollt- eine beinahe karikative Girlieversion von Batman sozusagen.
Und wenn du möchtest, darfst du gerne den Rest kommentieren, dafür bin ich hier und habe das mit meinem ersten Beitrag wohl auch verdient.

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